Spiele, Hilfsmittel, Schienen, technische Medien

200 Ustd.3 Kapitel255 Fragen
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Einleitung

Spiele, Hilfsmittel, Schienen ordnen sich in die ergotherapeutischen Mittel ein.

Ein Schwerpunkt des Faches besteht darin, Spiele, Hilfsmittel, Schienen und technische Medien in ihren Anforderungen zu analysieren und deren Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Lebenssituationen aufzuzeigen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Kompetenzen zur Bewältigung der Anforderungen des Alltags.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben einen Überblick über ausgewählte Spiele, Hilfsmittel, Schienen und technische Medien sowie deren Einsatzmöglichkeiten. Sie kennen handelsübliche Angebote ergotherapeutischer Mittel und können ausgewählte selbst herstellen. Darüber hinaus erwerben sie Fähigkeiten zur Anwendung moderner Informations- und Kommunikationstechniken sowohl für therapeutische als auch administrative Tätigkeiten.

Das Fach basiert auf medizinischen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen. Der Unterricht ist fächerverbindend und fachübergreifend zu realisieren. Insbesondere ist ein enger Bezug zu den ergotherapeutischen Verfahren sowie den Fächern „Biologie, Anatomie und Physiologie“, „Spezielle Krankheitslehre“ und „Psychologie und Pädagogik“ herzustellen.

Fachtheoretische und fachpraktische Inhalte sind integrativ zu vermitteln. Methodischdidaktisch können Rollenspiele, Projektarbeiten, Partnerübungen und Übungen zur Selbsterfahrung eingesetzt werden. Dabei sind die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus ihrer praktischen Ausbildung und die Anforderungen der beruflichen Praxis in den Unterricht einzubeziehen.

Quelle

Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 108-112.

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01 Spiele und ihr therapeutischer Einsatz 40 (30) Ustd. 68 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler besitzen einen Überblick über Funktion, Bedeutung und Arten von Spielen. Sie kennen Möglichkeiten des therapeutischen Einsatzes verschiedener Spiele und wenden diese auf verschiedene Lebenssituationen und Lebensabschnitte der Patienten an. Sie stellen therapeutisch relevante Spiele her, probieren diese im Sinn der Selbsterfahrung aus und setzen mögliche therapeutische Eckpfeiler.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 109.

Fragen & Antworten68

Kapitelkern

Ordnen Sie „Lehrplanauftrag des Spielebereichs“ in den Ausbildungsauftrag ein. 3 P
  • Spiele werden nach Funktion, Bedeutung, Art und konkreten Anforderungen analysiert
  • Die Lernenden wählen, adaptieren, erproben und stellen Spiele für unterschiedliche Lebenssituationen her
  • Indikation, Kontraindikation, Gruppensituation und individuelle Abwandlung werden begründet
Ordnen Sie den fachpraktischen Anteil bei „Spiele und ihr therapeutischer Einsatz“ ein. 2 P
  • Dreißig der vierzig Richtstunden sind fachpraktisch vorgesehen
  • Selbsterfahrung, Herstellung und Durchführung dienen nicht nur dem Erlernen von Spielregeln, sondern der Beobachtung von Anforderungen, Wirkung, Sicherheit und therapeutischer Steuerung
Erläutern Sie den therapeutischen Kern von „Spiele und ihr therapeutischer Einsatz“. 3 P
  • Ein Spiel wird aus Betätigungsziel, Motivation und Passung ausgewählt
  • Regeln, Material, Umwelt und soziale Form werden so angepasst, dass Beteiligung möglich und die Zielanforderung erhalten bleibt
  • Spielerlebnis und Teilhabe haben Vorrang vor bloßer Funktionsübung
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen des Spieleinsatzes“. 2 P
  • Überforderung, Verletzungsrisiko, Beschämung, fehlende Freiwilligkeit oder ein unpassender Gruppenkontext begrenzen den Einsatz
  • Ein Spiel wird pausiert, verändert oder beendet, wenn Sicherheit, Würde oder Zielbezug nicht mehr gewährleistet sind

Spiel als Betätigung

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Merkmale des Spiels“. 4 P
  • Spiel ist überwiegend intrinsisch motiviert, freiwillig und vom Erleben getragen
  • Die spielende Person gestaltet Verlauf und Bedeutung mit
  • Häufig ist der Prozess wichtiger als ein äußeres Ergebnis
  • Spiel kann Gegenstände nutzen, entsteht aber auch ohne spezielles Spielzeug
Leiten Sie aus „Spiel als ergotherapeutisches Mittel“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Therapeutisch wird Spiel nicht beliebig angeboten, sondern mit einem Betätigungsziel verbunden
  • Anforderungen, Motivation und Kontext werden analysiert und angepasst
  • Das Spiel soll als bedeutsame Handlung erhalten bleiben und nicht zu einer verdeckten Übungsserie verarmen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel und Partizipation“. 3 P
  • Spiel ermöglicht Zugehörigkeit, Rollenübernahme, Austausch und gemeinsame Regeln
  • Eingeschränkte Spielteilhabe kann deshalb soziale Beziehungen, Entwicklung und Wohlbefinden beeinträchtigen
  • Ergotherapie betrachtet nicht nur Fertigkeiten, sondern auch Zugang und Mitspielen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel über die Lebensspanne“. 3 P
  • Bei Kindern ist Spiel ein zentraler Betätigungsbereich
  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen erscheinen ähnliche Qualitäten oft als Hobby, Sport, digitale Aktivität oder Freizeitgestaltung
  • Auswahl und Sprache werden an Alter, Kultur, Lebenslage und persönliche Bedeutung angepasst

Funktionen und Bedeutung des Spiels

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Entwicklungsfunktionen des Spiels“. 3 P
  • Spiel unterstützt motorische, sensorische, kognitive, sprachliche, emotionale und soziale Entwicklung
  • Kinder erproben Ursache und Wirkung, Rollen, Regeln und Problemlösungen
  • Fortschritte entstehen nicht durch die Spielform allein, sondern durch aktive, passende Beteiligung
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel als Kommunikationsraum“. 3 P
  • Im Spiel werden Wünsche, Konflikte, Beziehungen und Gefühle häufig indirekt sichtbar
  • Gemeinsames Handeln eröffnet Kontakt, Aushandlung und Perspektivwechsel
  • Beobachtungen dürfen nicht vorschnell gedeutet werden, sondern werden mit Kontext und weiteren Befunden abgeglichen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel und Emotionsregulation“. 3 P
  • Spiel kann Freude, Spannung, Entlastung und Verarbeitung ermöglichen
  • Wiederholung schafft Vorhersagbarkeit, Fantasie schafft Distanz und Bewegung kann Aktivierung regulieren
  • Bei Übererregung, Angst oder Kontrollverlust werden Intensität, Thema und Gruppensituation verändert
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Spielwert für Gesundheit und Wohlbefinden“. 2 P
  • Bedeutsames Spiel kann Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und erholsame Vertiefung fördern
  • Der gesundheitliche Wert liegt nicht nur im Training einzelner Funktionen, sondern im Erleben einer selbst gewählten, befriedigenden Betätigung mit realer Teilhabe

Spielformen und Spielentwicklung

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Manipulations- und Funktionsspiel“. 3 P
  • Frühe Spielformen beruhen auf Wahrnehmen, Bewegen, Wiederholen und dem Erleben von Wirkungen
  • Später werden Gegenstände entsprechend ihrer üblichen Funktion benutzt und kombiniert
  • Beobachtet werden Initiative, Variation, Aufmerksamkeit und Anpassung an Rückmeldungen
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Symbol-, Fantasie- und Konstruktionsspiel“. 4 P
  • Im Symbolspiel erhält ein Gegenstand oder eine Handlung eine vorgestellte Bedeutung
  • Fantasiespiel verbindet Rollen und erfundene Situationen
  • Konstruktionsspiel zielt auf ein hergestelltes Gebilde
  • Diese Formen verlangen zunehmend Vorstellung, Planung und flexible Bedeutungszuweisung
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Regel- und Sozialspiel“. 3 P
  • Regelspiele beruhen auf vereinbarten Abläufen, Rollen und Folgen
  • Sozialspiel verlangt zusätzlich Abstimmung, Warten, Perspektivübernahme und Umgang mit Gewinnen oder Verlieren
  • Regeln dürfen angepasst werden, müssen für alle Beteiligten verständlich und fair bleiben
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Entwicklungsangemessene Interpretation“. 3 P
  • Spielformen geben Orientierung, sind aber keine starre Altersnorm
  • Erfahrung, Kultur, Behinderung, Interessen und Umwelt beeinflussen das beobachtete Spiel
  • Beurteilt wird die individuelle Spielqualität und Teilhabe, nicht die bloße Übereinstimmung mit einer Altersliste

Spielfähigkeit, Motivation und Flow

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spielfähigkeit“. 2 P
  • Spielfähigkeit bezeichnet die Art, wie eine Person Spiel initiiert, gestaltet, variiert und gemeinsam trägt
  • Hinweise sind Eigeninitiative, innere Beteiligung, flexible Nutzung von Material, Umgang mit Regeln und die Fähigkeit, in eine Spielidee einzutreten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Flow im Spiel“. 3 P
  • Flow ist eine intensive Vertiefung, bei der Aufmerksamkeit gebündelt ist und Handlung sowie Rückmeldung eng zusammenpassen
  • Er entsteht eher, wenn Herausforderung und Fähigkeit ausgewogen sind
  • Überforderung führt zu Anspannung, Unterforderung häufig zu Langeweile
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Intrinsische und äußere Motivation“. 3 P
  • Intrinsische Motivation entsteht aus Interesse und Tätigkeit selbst
  • Lob, Punkte oder Belohnungen können Teilnahme anstoßen, dürfen aber die Selbstbestimmung nicht ersetzen
  • Therapeutisch wird geprüft, ob die Person wirklich spielen will oder nur Erwartungen erfüllt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Motivationsgerechte Steigerung“. 3 P
  • Eine Steigerung verändert jeweils wenige Anforderungen und erhält erkennbare Erfolgschancen
  • Wahlmöglichkeiten, unmittelbare Rückmeldung und bedeutsame Themen unterstützen Beteiligung
  • Nachlassende Freude kann ein Hinweis auf falsche Dosierung, nicht auf mangelnden Willen sein

Spielanalyse: Person, Betätigung und Umwelt

Nennen Sie die zentralen Bedingungen bei „Personbezogene Spielbedingungen“. 3 P
  • Erfasst werden Interessen, Rollen, Erfahrungen, Kommunikation, Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Emotion und Belastbarkeit
  • Ressourcen und bevorzugte Strategien sind ebenso wichtig wie Einschränkungen
  • Die Analyse beginnt bei der konkreten spielenden Person
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Betätigungsbezogene Spielanforderungen“. 3 P
  • Untersucht werden Ziel, Regeln, Reihenfolge, Tempo, Material, Raum, Zufall, Wettbewerb, soziale Rollen und erforderliche Fertigkeiten
  • Eine allgemeine Aussage wie „fördert Konzentration“ reicht nicht
  • Entscheidend ist, welche Aufmerksamkeit wann und wie lange benötigt wird
Nennen Sie die zentralen Bedingungen bei „Umweltbezogene Spielbedingungen“. 2 P
  • Raum, Lärm, Beleuchtung, Sitzordnung, verfügbare Zeit, Mitspielende, kulturelle Erwartungen und Zugänglichkeit beeinflussen die Ausführung
  • Eine Person kann dieselbe Spielform in ruhiger Zweiersituation bewältigen und in einer lauten Gruppe nicht
Analysieren Sie den Zusammenhang bei „Passung als therapeutischer Kern“. 3 P
  • Therapeutische Eignung entsteht aus der Passung zwischen Person, Spiel und Umwelt
  • Wird nur die Person trainiert, bleiben Barrieren bestehen
  • Häufig verbessert eine veränderte Regel, ein anderer Platz oder geeignetes Material die Teilhabe unmittelbarer als zusätzliche Übung

Anforderungsanalyse von Spielen

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Motorische und sensorische Anforderungen“. 2 P
  • Analysiert werden Haltung, Reichweite, Greifen, Kraftdosierung, Koordination, Gleichgewicht sowie visuelle, auditive, taktile und propriozeptive Verarbeitung
  • Materialgröße, Oberflächenwiderstand und Spieltempo verändern dieselbe Aufgabe erheblich
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive Anforderungen“. 2 P
  • Relevante Bereiche sind Regelverständnis, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planung, Inhibition, Flexibilität, Rechnen und Problemlösen
  • Die Analyse benennt konkrete Entscheidungspunkte und vermeidet pauschale Zuschreibungen wie „kognitiv fördernd“
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Emotionale und soziale Anforderungen“. 3 P
  • Warten, Fehler aushalten, verlieren, gewinnen, Nähe zulassen, verhandeln und sich zeigen können hohe Anforderungen darstellen
  • Gruppendynamik und Vorerfahrungen beeinflussen die Belastung
  • Eine sichere Atmosphäre ist Teil der Aufgabenanpassung
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Ergebnis der Anforderungsanalyse“. 3 P
  • Die Analyse führt zu einer begründeten Auswahl, Anpassung und Beobachtungsfrage
  • Sie beschreibt, welche Anforderungen therapeutisch genutzt, welche reduziert und welche Sicherheitsgrenzen eingehalten werden
  • Erst danach wird das Spiel praktisch eingesetzt

Indikation, Kontraindikation und Sicherheit

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Indikation eines Spiels“. 3 P
  • Ein Spiel ist indiziert, wenn sein Anforderungsprofil zu einem vereinbarten Ziel und zur Motivation der Person passt
  • Es muss zugänglich, verständlich und dosierbar sein
  • Die Auswahl wird aus Befund und Betätigungsanliegen abgeleitet, nicht aus persönlicher Vorliebe der Therapeutin
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Kontraindikation oder Anpassungsbedarf“. 3 P
  • Akute Überlastung, unkontrollierbares Sturz- oder Verletzungsrisiko, starke Reizüberflutung, destruktive Gruppendynamik oder ein belastendes Thema können gegen die aktuelle Form sprechen
  • Häufig ist Anpassung möglich
  • Bei fortbestehendem Risiko wird abgebrochen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitsprüfung vor Spielbeginn“. 2 P
  • Geprüft werden Materialzustand, Kleinteile, Allergien, Bewegungsraum, Sitz- und Standstabilität, Verständlichkeit der Regeln und Notwendigkeit von Aufsicht
  • Bei Kindern und kognitiven Einschränkungen wird auch vorhersehbare Fehlanwendung berücksichtigt
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Würde und Freiwilligkeit“. 3 P
  • Spiel darf nicht infantilisieren, beschämen oder zur Offenlegung persönlicher Inhalte zwingen
  • Zustimmung, Ausstiegsmöglichkeit und respektvolle Rollenwahl werden geklärt
  • Eine therapeutische Zielsetzung hebt das Recht auf Ablehnung nicht auf

Regel-, Material- und Umweltadaption

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Regeladaption“. 3 P
  • Regeln können vereinfacht, visualisiert, schrittweise eingeführt oder kooperativ statt kompetitiv gestaltet werden
  • Änderungen gelten transparent für alle
  • Die Kernidee des Spiels bleibt erkennbar, damit Anpassung nicht zu einer völlig anderen Aufgabe führt
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialadaption“. 2 P
  • Größere oder kontrastreiche Spielteile, Griffverdickungen, rutschhemmende Unterlagen, Kartenhalter und taktile Markierungen können Zugang schaffen
  • Das Material wird auf sichere Handhabung, Reinigung und tatsächliche Selbstständigkeit geprüft
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Umweltadaption“. 3 P
  • Lärm, Licht, Sitzposition, Tischhöhe, Abstand, Zeitdruck und Gruppengröße werden verändert
  • Ein klar begrenzter Spielbereich und vorbereitete Ablageflächen können Orientierung verbessern
  • Umweltanpassung ist keine bloße Komfortmaßnahme, sondern Teil der Intervention
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Grading eines Spiels“. 3 P
  • Grading verändert Schwierigkeit gezielt und reversibel
  • Möglich sind weniger Elemente, kürzere Runden, mehr Zeit, Partnerhilfe oder reduzierte Auswahl
  • Gesteigert wird durch komplexere Regeln, höhere Genauigkeit, Eigenplanung oder zusätzliche soziale Anforderungen

Spiel in Gruppen

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Zusammensetzung einer Spielgruppe“. 2 P
  • Alter, Kommunikationsform, Belastbarkeit, Interessen, Rollen und notwendige Unterstützung werden berücksichtigt
  • Eine Gruppe braucht ein gemeinsames Mindestmaß an Regelverständnis, darf aber unterschiedliche Fertigkeiten enthalten, wenn Aufgaben und Rollen passend verteilt sind
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Leitung eines Gruppenspiels“. 3 P
  • Die Leitung klärt Ziel, Regeln, Zeit und Ausstiegsmöglichkeiten, beobachtet Beteiligung und greift so wenig wie nötig ein
  • Sie schützt vor Dominanz und Ausschluss, ohne jede Aushandlung zu übernehmen
  • Reflexion verbindet Spielerlebnis und therapeutisches Ziel
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Kooperation und Wettbewerb“. 4 P
  • Kooperative Spiele bündeln Beiträge für ein gemeinsames Ergebnis
  • Wettbewerb kann Spannung und Leistungsbereitschaft erzeugen
  • Die Form wird an Gruppe und Ziel angepasst
  • Wiederholtes Verlieren, Bloßstellung oder ungleiche Chancen erfordern Regeländerung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Konflikte im Spiel“. 3 P
  • Konflikte können aus unklaren Regeln, Rollen, Frustration oder unterschiedlichen Fairnessvorstellungen entstehen
  • Zuerst wird Sicherheit hergestellt, dann der konkrete Anlass geklärt
  • Eine kurze gemeinsame Regelrevision ist oft hilfreicher als moralische Bewertung

Musische Spiele

Nennen Sie die zentralen Kennzeichen bei „Kennzeichen musischer Spiele“. 3 P
  • Musische Spiele nutzen Rhythmus, Klang, Stimme, Bewegung oder szenischen Ausdruck
  • Sie können klare Wiederholungsmuster oder offene Improvisation enthalten
  • Teilnahme ist auch über Zuhören, Pulsgeben, Auswahl oder einzelne Klangbeiträge möglich
Nennen Sie therapeutische Anforderungen bei „Musische Spiele“. 3 P
  • Rhythmushalten, Timing, auditive Differenzierung, Atem, Koordination, Ausdruck und Gruppenabstimmung können gefordert sein
  • Lautstärke und Unvorhersehbarkeit erhöhen die Belastung
  • Die Analyse trennt musikalische Qualität von therapeutischer Beteiligung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaption musischer Spiele“. 3 P
  • Ein gleichmäßiger Grundpuls, visuelle Einsätze, begrenzte Instrumentenauswahl und kurze Antwortmuster erleichtern
  • Komplexität steigt durch Tempowechsel, Improvisation oder wechselnde Leitung
  • Geräuschempfindlichkeit und Hörhilfen werden berücksichtigt
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Sicherheits- und Würdegrenzen“. 4 P
  • Sehr hohe Lautstärke, hektische Bewegung oder erzwungenes Vorsingen können überfordern
  • Instrumente müssen intakt und hygienisch handhabbar sein
  • Ausdruck wird angeboten, nicht eingefordert
  • Kulturelle und persönliche Bedeutungen von Musik werden respektiert

Bewegungsspiele

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziele von Bewegungsspielen“. 2 P
  • Bewegungsspiele können Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer, Reaktion, Körperwahrnehmung und soziale Abstimmung ansprechen
  • Das Ziel wird konkret formuliert und an einer beobachtbaren Handlung geprüft, nicht allein an hoher Aktivität
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Belastungsdosierung“. 2 P
  • Dauer, Tempo, Bewegungsumfang, Pausen, Widerstand und gleichzeitige Aufgaben bestimmen die Belastung
  • Zeichen wie Schmerz, Schwindel, Atemnot, deutlicher Qualitätsverlust oder Übererregung führen zur Pause und erneuten Einschätzung
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Raum- und Sturzsicherheit“. 3 P
  • Laufwege, Boden, Abstände, Hindernisse, Fangzonen und sichere Übergänge zwischen Sitzen und Stehen werden vorbereitet
  • Material darf nicht unkontrolliert rollen oder rutschen
  • Hilfestellung wird geplant, ohne unnötige Abhängigkeit zu erzeugen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bewegungsgeschichten“. 3 P
  • Eine Geschichte kann Bewegungsfolge, Motivation und Vorstellung verbinden
  • Bewegungen werden anatomisch und funktionell sinnvoll gewählt, klar demonstriert und an Fähigkeiten angepasst
  • Fantasiesprache ersetzt keine sichere Bewegungsanleitung

Funktionelle Spiele

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionelle Spiele“. 2 P
  • Funktionelle Spiele verbinden eine spielerische Aufgabe mit gezielten motorischen oder sensorischen Anforderungen, etwa Greifen, Loslassen, Reichweiten oder beidhändiger Koordination
  • Die Spielidee schafft Motivation und Rückmeldung, darf aber das Ziel nicht verschleiern
Unterscheiden Sie „Abgrenzung zur Übung“ anhand fachlicher Kriterien. 4 P
  • Bei einer reinen Übung sind Wiederholung und Korrektheit meist zentral
  • Im Spiel bestehen Wahl, Spannung, Regeln oder soziale Bedeutung
  • Therapeutisch können beide Formen sinnvoll sein
  • Entscheidend ist eine ehrliche Bezeichnung und passende Erwartung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Anpassung funktioneller Spiele“. 3 P
  • Objektgröße, Gewicht, Griff, Entfernung, Ausgangsstellung, Zeit und Anzahl der Wiederholungen werden verändert
  • Kompensation wird beobachtet und je nach Ziel zugelassen oder begrenzt
  • Schmerzen und Gewebebelastung haben Vorrang vor Punktgewinn
Leiten Sie aus „Alltagstransfer“ Konsequenzen für den ergotherapeutischen Einsatz ab. 3 P
  • Transfer entsteht, wenn die geübte Funktion in eine bedeutsame Alltagshandlung eingebettet und dort überprüft wird
  • Ein verbessertes Spielresultat allein belegt keine bessere Selbstversorgung, Arbeit oder Freizeit
  • Beobachtung und Rückmeldung schließen die Übertragung ein

Kognitive Spiele und Kim-Spiele

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive Spielanforderungen“. 2 P
  • Kognitive Spiele können Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Kategorisieren, Planen, Inhibition und flexible Strategie verlangen
  • Analyse und Dosierung beziehen auch visuelle, sprachliche und motorische Voraussetzungen ein, weil Leistung nie nur „Kognition“ abbildet
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Kim-Spiel als Grundform“. 3 P
  • Kim-Spiele verlangen das Einprägen und Wiedererkennen von Gegenständen, Bildern, Geräuschen oder Positionen
  • Schwierigkeit verändert sich durch Anzahl, Darbietungszeit, Ähnlichkeit und Abrufart
  • Die Aufgabe wird so gewählt, dass eine Strategie erlernbar bleibt
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Strategien für Merkaufgaben“. 2 P
  • Benennen, Gruppieren, bildhafte Vorstellung, räumliche Ordnung, Wiederholen und innere Sprache unterstützen das Behalten
  • Strategien werden zunächst sichtbar modelliert, dann gemeinsam erprobt und zunehmend selbstständig ausgewählt
Beurteilen Sie die Belastungsgrenzen bei „Überforderung bei kognitiven Spielen“. 3 P
  • Zu viele Regeln, rasches Tempo, hohe Ähnlichkeit oder gleichzeitiger sozialer Druck können Leistung einbrechen lassen
  • Dann wird nicht vorschnell mangelnde Fähigkeit angenommen
  • Reizmenge, Zeit und Hilfen werden einzeln verändert und erneut beobachtet

Herstellung und Erprobung eigener Spiele

Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planung eines therapeutischen Spiels“. 3 P
  • Ausgangspunkt sind Zielgruppe, Betätigungsziel und konkrete Anforderungen
  • Danach werden Spielidee, Regeln, Material, Schwierigkeitsstufen und Sicherheitsgrenzen entworfen
  • Ein schönes Produkt ohne begründete Anwendung ist noch kein therapeutisch geeignetes Spiel
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Material- und Konstruktionsqualität“. 3 P
  • Spielteile müssen stabil, gut unterscheidbar, hygienisch handhabbar und zur Motorik der Zielgruppe passend sein
  • Verschluckbare Teile, scharfe Kanten, toxische Stoffe oder unlesbare Informationen werden vermieden
  • Reparatur und Ersatz werden mitgedacht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Selbsterfahrung und Probelauf“. 3 P
  • Ein Probelauf zeigt unklare Regeln, Wartezeiten, unfaire Vorteile und unbeabsichtigte Anforderungen
  • Die Herstellenden wechseln Rollen und dokumentieren Schwierigkeiten
  • Selbsterfahrung liefert Hinweise, ersetzt aber keine Erprobung mit der Zielgruppe
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Revision nach Erprobung“. 3 P
  • Rückmeldungen und Beobachtungen führen zu gezielten Änderungen an Regel, Material oder Ablauf
  • Jede Änderung wird erneut getestet
  • Dokumentiert werden Ziel, Zielgruppe, Varianten, Sicherheitsaspekte und Kriterien für erfolgreichen Einsatz

Spiele in Lebenssituationen und Lebensabschnitten

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel in früher Kindheit“. 3 P
  • Sichere Exploration, Wiederholung, Beziehung und unmittelbare Wirkung stehen im Vordergrund
  • Material wird an Entwicklungsstand, Mundexploration und Aufsicht angepasst
  • Bezugspersonen werden einbezogen, ohne die Eigeninitiative des Kindes ständig zu lenken
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel in Schulalter und Jugend“. 3 P
  • Regeln, Peers, Wettbewerb, digitale Räume und Identität gewinnen an Bedeutung
  • Therapie berücksichtigt Zugehörigkeit und vermeidet infantile Angebote
  • Interessen der Jugendlichen bestimmen Auswahl und Form stärker als diagnostische Kategorien
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel bei Erwachsenen und älteren Menschen“. 3 P
  • Spiel kann Freizeit, soziale Begegnung, kognitive Aktivität, Bewegung oder biografische Bedeutung tragen
  • Angebote werden nicht allein altersbezogen ausgewählt
  • Sehvermögen, Hörvermögen, Ausdauer und persönliche Spielgeschichte beeinflussen die Passung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Kulturelle und soziale Bedingungen“. 2 P
  • Spielregeln, Körpernähe, Wettbewerb, Geschlechterrollen, verfügbare Zeit und akzeptierte Freizeitformen sind kulturell und sozial geprägt
  • Therapeutische Planung fragt nach Bedeutung und Zugänglichkeit, statt eigene Normalvorstellungen zu übertragen

Beobachtung und Evaluation des Spieleinsatzes

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Beobachtung während des Spiels“. 2 P
  • Beobachtet werden Initiierung, Ausdauer, Freude, Strategie, Regelverständnis, Interaktion, Bewegungsqualität und Umgang mit Fehlern
  • Die Therapeutin unterscheidet zwischen spontaner Leistung, Hilfen und Umweltbedingungen und greift nur so viel wie nötig ein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Messbares Spielziel“. 2 P
  • Ein Ziel verbindet Handlung, Kontext und Kriterium, etwa „beteiligt sich zehn Minuten mit einer verbalen Regelhilfe an einem kooperativen Kartenspiel“
  • Allgemeine Ziele wie „Konzentration fördern“ reichen für Verlaufskontrolle nicht aus
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Auswertung mit der spielenden Person“. 3 P
  • Erlebnis, Schwierigkeit, Bedeutung und gewünschte Veränderungen werden gemeinsam besprochen
  • Fremdbeobachtung und Selbsteinschätzung können voneinander abweichen
  • Diese Differenz ist ein Befund und kein Beweis für fehlende Einsicht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abbruch oder Wechsel“. 2 P
  • Anhaltender Schmerz, deutliche Überforderung, Angst, Eskalation, Verlust der Freiwilligkeit oder fehlender Zielbezug sprechen für Pause oder Wechsel
  • Ein abgebrochenes Spiel ist kein therapeutisches Scheitern, wenn die Entscheidung begründet und ausgewertet wird

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrpläne der ergotherapeutischen Behandlungsverfahren
  • z. B. Rollenspiel, Funktionsspiel, Regelspiel
  • Übungen zur Selbsterfahrung Erfahrungsberichte der Schülerinnen und Schüler aus der praktischen Ausbildung einbeziehen
  • Einsatzmöglichkeiten planen und durchführen: z. B. Gestaltung von Festen und Feiern, Hobbyfindung, Anknüpfen/ Erinnern an Bekanntes

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 109.

02 Technische Medien und ihr Einsatz 60 (44) Ustd. 80 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Sicherheit im Umgang mit digitalen Medien. Für die Dokumentation und Präsentation der eigenen Arbeit wenden sie berufsrelevante Informations- und Kommunikationstechniken an. Die Schülerinnen und Schüler kennen therapierelevante Hard- und Software, ausgewählte digitale Trainings- und Übungsprogramme und können diese als therapeutische Medien nutzen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 110.

Fragen & Antworten80

Kapitelkern

Ordnen Sie „Lehrplanauftrag der technischen Medien“ in den Ausbildungsauftrag ein. 2 P
  • Die Lernenden nutzen Computer, Anwendungsprogramme und audiovisuelle Medien für Kommunikation, Dokumentation, Präsentation und Therapie
  • Sie wählen therapierelevante Software aus und passen elektronische Zugänge an individuelle Voraussetzungen an
Ordnen Sie den fachpraktischen Anteil bei „Technische Medien und ihr Einsatz“ ein. 2 P
  • Vierundvierzig der sechzig Richtstunden sind fachpraktisch vorgesehen
  • Programme, Geräte, Dokumentationsformen und adaptive Bedienwege werden in realen beruflichen Aufgaben erprobt, statt nur begrifflich beschrieben zu werden
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Qualitätskriterien des Medieneinsatzes“. 2 P
  • Zielbezug, Bedienbarkeit, Barrierefreiheit, Datenschutz, Sicherheit, Evidenz, Belastung und Alltagstransfer werden gemeinsam geprüft
  • Technik ist nur dann geeignet, wenn sie eine konkrete Betätigung oder einen verlässlichen Arbeitsprozess verbessert
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen technischer Medien“. 2 P
  • Unvertretbare Datenschutzrisiken, technische Unsicherheit, Überlastung, fehlende Zugänglichkeit oder ausbleibender Transfer begrenzen den Einsatz
  • Digitale Medien ergänzen therapeutische Beziehung und reale Betätigung, ersetzen sie aber nicht automatisch

Technische Medien als ergotherapeutische Mittel

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionen technischer Medien“. 2 P
  • Technische Medien können Information, Kommunikation, Befund, Training, Dokumentation, Präsentation und Umweltsteuerung unterstützen
  • Ihr Einsatz wird nach Zweck unterschieden, damit ein attraktives Gerät nicht automatisch als therapeutisch wirksam gilt
Leiten Sie aus „Therapeutischer und administrativer Einsatz“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Therapeutisch dienen Medien einer vereinbarten Aktivität oder Teilhabe
  • Administrativ unterstützen sie Berichte, Termine, Statistik, Abrechnung oder Inventar
  • Beide Bereiche verlangen Datenschutz, verlässliche Bedienung und klare Zuständigkeiten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Medium und Zielbezug“. 3 P
  • Auswahl beginnt mit Ziel, Person und Kontext, nicht mit der verfügbaren Technik
  • Geprüft werden Zugänglichkeit, Lernaufwand, Belastung, Kosten, Wartung und Alternativen
  • Ein analoges Mittel kann geeigneter sein, wenn es das Ziel einfacher erreicht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Kritischer Medieneinsatz“. 3 P
  • Nutzen und Risiken werden vorab benannt und im Verlauf überprüft
  • Technische Störung, Ablenkung, Datenschutz oder Abhängigkeit vom Anbieter können den Einsatz begrenzen
  • Medien ergänzen therapeutische Beziehung und Betätigung, sie ersetzen sie nicht automatisch

Grundlagen der Computertechnik

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Hardware und Software“. 4 P
  • Hardware umfasst physische Komponenten wie Rechner, Bildschirm, Tastatur und Speicher
  • Software bezeichnet Programme und Betriebssystem
  • Störungen werden zunächst dieser Ebene zugeordnet
  • Sichere Bedienung setzt Kenntnis von Anschlüssen, Stromversorgung und Updates voraus
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe“. 2 P
  • Daten gelangen über Eingabegeräte in das System, werden durch Software verarbeitet und über Bildschirm, Ton, Druck oder Steuerimpulse ausgegeben
  • Dieses Modell hilft, Barrieren zu lokalisieren und alternative Eingabe- oder Ausgabewege zu planen
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Dateien und Ordner“. 3 P
  • Dateien erhalten eindeutige Namen, Datum oder Version und werden in nachvollziehbaren Ordnerstrukturen gespeichert
  • Dubletten und lokale Einzelkopien erhöhen Fehlergefahr
  • Zugriffsrechte und Sicherung werden entsprechend Sensibilität und Arbeitsablauf geregelt
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Netzwerk und Internet“. 4 P
  • Ein Netzwerk verbindet Geräte und Dienste
  • Das Internet verbindet viele Netze
  • Verbindung bedeutet nicht automatisch sicheren Zugriff
  • Verschlüsselung, legitime Konten, aktuelle Systeme und kontrollierte Freigaben sind Voraussetzung für berufliche Nutzung

Ein- und Ausgabegeräte

Definieren Sie den Begriff „Eingabegeräte“. 2 P
  • Tastatur, Maus, Touchscreen, Mikrofon, Kamera, Schalter oder Sensoren übertragen Handlungen in digitale Befehle
  • Eignung hängt von Bewegungsumfang, Kraft, Zielgenauigkeit, Wahrnehmung, Sprache, Ausdauer und Fehlertoleranz ab
Definieren Sie den Begriff „Ausgabegeräte“. 3 P
  • Bildschirm, Lautsprecher, Drucker, Vibrationssignal oder externe Steuerung geben Informationen aus
  • Größe, Kontrast, Lautstärke, Position und zeitliche Dauer werden angepasst
  • Mehrere Ausgabekanäle können sich ergänzen oder unnötig überlasten
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Geräteanordnung“. 4 P
  • Bildschirmhöhe, Blickabstand, Unterarmauflage, Eingabeposition und Kabelwege werden an Körper und Aufgabe angepasst
  • Häufige Bedienhandlungen liegen im günstigen Greifraum
  • Haltung darf wechseln
  • Starre „Idealpositionen“ werden nicht dauerhaft erzwungen
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Fehleranalyse bei Bedienproblemen“. 3 P
  • Zuerst wird geklärt, ob Ursache in Gerät, Programm, Aufgabe, Verständnis oder körperlicher Ausführung liegt
  • Einzelne Variablen werden verändert und erneut getestet
  • Neue Technik wird nicht vorschnell beschafft, wenn eine einfache Einstellung das Problem löst

Barrierefreie Computerbedienung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Barrierefreie Bedienung“. 2 P
  • Barrierefreiheit bedeutet, dass Informationen und Funktionen mit unterschiedlichen sensorischen, motorischen und kognitiven Voraussetzungen erreichbar sind
  • Dazu gehören Tastaturbedienung, Kontrast, Skalierung, verständliche Struktur und kompatible Hilfstechnologien
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Alternative Eingabe“. 2 P
  • Möglich sind Trackball, Joystick, Touch, Kopf- oder Blicksteuerung, einzelne Schalter, Bildschirmtastatur und Spracheingabe
  • Auswahl richtet sich nach zuverlässiger willkürlicher Bewegung, Positionierung, Ermüdung, Fehlerrate und gewünschter Aktivität
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Alternative Ausgabe“. 2 P
  • Vergrößerung, Screenreader, Sprachausgabe, Untertitel, visuelle Signale und vereinfachte Darstellung gleichen unterschiedliche Zugänge aus
  • Ausgabe wird in realen Aufgaben getestet, weil technische Verfügbarkeit allein keine verständliche Nutzung garantiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Training assistiver Computerzugänge“. 4 P
  • Positionierung, Auslösefläche, Zeitparameter und Befehlsumfang werden schrittweise eingestellt
  • Training beginnt mit bedeutsamen Funktionen und kurzen Erfolgsfolgen
  • Ermüdung und Kompensation werden beobachtet
  • Einstellungen bleiben dokumentiert und reproduzierbar

Digitale Dokumentation

Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen digitaler Dokumentation“. 3 P
  • Dokumentation muss sachlich, zeitnah, nachvollziehbar, lesbar und der verantwortlichen Person zuordenbar sein
  • Befund, Ziel, Intervention, Reaktion und weiterer Plan werden getrennt erkennbar
  • Vorlagen unterstützen, dürfen aber individuelle Inhalte nicht ersetzen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Struktur eines Behandlungsberichts“. 3 P
  • Ein Bericht nennt Anlass, relevante Befunde, Betätigungsprobleme, Ziele, Maßnahmen, Verlauf und Empfehlung
  • Beobachtung und Interpretation werden sprachlich unterschieden
  • Unklare Abkürzungen, wertende Etiketten und kopierte Alttexte werden vermieden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versionierung und Korrektur“. 4 P
  • Änderungen müssen nachvollziehbar bleiben
  • Ältere Fassungen werden nicht unkontrolliert überschrieben
  • Dateiname oder Systemhistorie zeigen Datum und Status
  • Fehler werden transparent korrigiert, statt die ursprüngliche Eintragung spurlos zu entfernen
Definieren Sie den Begriff „Zugriffssteuerung“. 3 P
  • Nur berechtigte Personen erhalten die für ihre Aufgabe nötigen Rechte
  • Bildschirmsperre, sichere Anmeldung und geregelte Weitergabe schützen Daten
  • Ausdrucke und mobile Geräte werden ebenso kontrolliert wie digitale Speicherorte

Textverarbeitung und Formulare

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Berufliche Textverarbeitung“. 3 P
  • Textprogramme unterstützen Berichte, Anschreiben, Anleitungen und standardisierte Formulare
  • Inhaltliche Klarheit hat Vorrang vor dekorativer Gestaltung
  • Formatvorlagen, Überschriften und automatische Listen sichern einheitliche, bearbeitbare Dokumente
Definieren Sie den Begriff „Formulare“. 3 P
  • Formulare strukturieren wiederkehrende Angaben und reduzieren Auslassungen
  • Pflichtfelder, Antwortformate und Freitext müssen zum Zweck passen
  • Ein zu enges Formular kann relevante individuelle Informationen verdrängen und wird deshalb regelmäßig geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Lesbare Dokumentgestaltung“. 3 P
  • Kurze Absätze, klare Überschriften, ausreichender Kontrast und verständliche Sprache erhöhen Nutzbarkeit
  • Informationen werden nicht ausschließlich durch Farbe vermittelt
  • Digitale Dokumente erhalten logische Reihenfolge und beschreibende Bezeichnungen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Vorlagenkontrolle“. 3 P
  • Vorlagen werden auf aktuelle Rechtsgrundlagen, fachliche Begriffe, Datenschutz und unnötige Felder geprüft
  • Änderungen erhalten Version und Verantwortlichkeit
  • Veraltete Kopien werden aus dem Arbeitsablauf entfernt, damit nicht parallel widersprüchliche Formulare entstehen

Tabellen, Statistik und Inventar

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Tabellenkalkulation im Berufsalltag“. 3 P
  • Tabellenprogramme können Termine, Bestände, Bestellungen, einfache Statistiken und Verlaufswerte strukturieren
  • Spalten und Einheiten werden eindeutig benannt
  • Personenbezogene Daten werden nur verarbeitet, wenn Zweck, Schutz und Berechtigung geklärt sind
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Formeln und Plausibilitätsprüfung“. 3 P
  • Berechnungen werden mit nachvollziehbaren Formeln statt manueller Wiederholung ausgeführt
  • Stichproben, Summenkontrolle und Grenzwerte helfen, Fehler zu entdecken
  • Ein formal korrektes Ergebnis kann dennoch sachlich falsch sein, wenn Eingabedaten oder Bezugszellen nicht stimmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bestell- und Inventarlisten“. 3 P
  • Artikel, Menge, Einheit, Lagerort, Mindestbestand, Preis und Datum werden konsistent geführt
  • Zuständigkeit und Aktualisierungsrhythmus sind festgelegt
  • Verbrauchsmaterial, Medizinprodukt und persönliches Eigentum werden getrennt gekennzeichnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Diagramme und Statistik“. 3 P
  • Diagramme verdichten Daten, dürfen Zusammenhänge aber nicht vortäuschen
  • Achsen, Einheiten, Zeitraum und Stichprobe werden genannt
  • Für kleine therapeutische Verläufe sind transparente Einzelwerte oft aussagekräftiger als dekorative Grafiken

Präsentation eigener Arbeit

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziel einer Präsentation“. 3 P
  • Eine Präsentation vermittelt ausgewählte Informationen an eine konkrete Zielgruppe
  • Kernbotschaft, Zeit und gewünschte Handlung werden vor Gestaltung festgelegt
  • Folien unterstützen den Vortrag und ersetzen weder Erklärung noch Demonstration
Definieren Sie den Begriff „Foliendesign“. 3 P
  • Pro Folie steht eine erkennbare Aussage im Mittelpunkt
  • Schrift, Kontrast und Bildgröße müssen aus dem Raum lesbar sein
  • Lange Absätze, dekorative Animationen und unnötige Effekte erhöhen Belastung und verdecken fachliche Struktur
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Demonstration und Medienwechsel“. 3 P
  • Geräte, Hilfsmittel oder Bewegungsabläufe werden so gezeigt, dass entscheidende Schritte sichtbar sind
  • Video, Bild, Sprache und reale Demonstration werden gezielt kombiniert
  • Für technische Ausfälle liegt eine einfache Ersatzform bereit
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Quellen in Präsentationen“. 4 P
  • Fremde Aussagen, Bilder und Daten werden nachvollziehbar belegt
  • Quellen erscheinen direkt an der relevanten Stelle oder in eindeutigem Verzeichnis
  • Eine Bildersuche ist keine Quelle
  • Urheber, Titel, Herkunft und Nutzungsrecht werden geprüft

Recherche und Quellenbewertung

Ordnen Sie „Systematische Recherche“ fachlich ein. 3 P
  • Eine klare Frage wird in zentrale Begriffe, Synonyme und Ausschlusskriterien zerlegt
  • Mehrere geeignete Suchorte werden genutzt, Treffer dokumentiert und nach Relevanz ausgewählt
  • Suchmaschinen liefern Zugänge, ersetzen aber keine Quellenbewertung
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Qualität einer digitalen Quelle“. 3 P
  • Geprüft werden Autorenschaft, Institution, Aktualität, Belege, Methode, Zielgruppe und Korrekturmöglichkeiten
  • Fachliche Nähe allein garantiert keine Unabhängigkeit
  • Aussagen werden möglichst mit Primärquellen oder anerkannten Leitlinien abgeglichen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Interessen und Sprache“. 3 P
  • Finanzierung, Produktbindung und institutionelle Interessen können Auswahl und Darstellung beeinflussen
  • Schlagwörter wie „innovativ“ oder „revolutionär“ sind keine Wirksamkeitsbelege
  • Präzise Begriffe, Daten und Grenzen sind stärker zu gewichten als Modernitätsrhetorik
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Dokumentation der Recherche“. 3 P
  • Suchdatum, Suchbegriffe, Datenbank, relevante Treffer und Auswahlgrund werden festgehalten
  • Dadurch bleibt die Suche wiederholbar und aktualisierbar
  • Nicht gefundene Evidenz wird als Unsicherheit benannt, nicht als Beweis fehlender Wirkung

Audiovisuelle Medien als Befundmittel

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Video als Befundmittel“. 3 P
  • Video kann Bewegungsabläufe, Interaktion und Umweltbedingungen wiederholt sichtbar machen
  • Vorab werden Beobachtungsfrage, Perspektive und relevante Sequenz festgelegt
  • Aufnahme ersetzt keine Befunderhebung und zeigt nur den aufgezeichneten Kontext
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Vorteile wiederholter Betrachtung“. 4 P
  • Sequenzen können verlangsamt, verglichen und im Team besprochen werden
  • Details werden nachvollziehbarer als aus Erinnerung
  • Wiederholtes Sehen kann jedoch Scheingenauigkeit erzeugen
  • Nicht sichtbare Empfindungen und Motive bleiben zu erfragen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Reaktivität durch Aufnahme“. 3 P
  • Menschen können ihr Verhalten verändern, wenn sie gefilmt werden
  • Kamera, Beobachtende und ungewohnte Situation werden daher als Einflussfaktoren dokumentiert
  • Gewöhnung und mehrere Situationen können die Aussage verbessern
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Gemeinsame Videoauswertung“. 3 P
  • Ausgewählte Ausschnitte werden respektvoll und zielbezogen besprochen
  • Zuerst können Ressourcen und eigene Wahrnehmung der Person erfragt werden
  • Bloßstellende Wiederholungen, unklare Deutungen und Nutzung außerhalb der Einwilligung werden vermieden

Audiovisuelle Medien als Therapie- und Dokumentationsmittel

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Video als Therapiemittel“. 3 P
  • Video kann Modelllernen, Selbstbeobachtung, Handlungsplanung oder Rückmeldung unterstützen
  • Sequenzen bleiben kurz und beziehen sich auf ein vereinbartes Ziel
  • Die Person entscheidet mit, ob und in welcher Form sie sich selbst ansehen möchte
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fotografie und Audio“. 3 P
  • Fotos dokumentieren Positionen, Hilfsmittel oder Arbeitsschritte
  • Audio kann Sprache, Rhythmus oder Umgebungsgeräusche erfassen
  • Dateiformat, Qualität und Kontext werden so gewählt, dass die Information nutzbar bleibt und keine unnötigen Daten entstehen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Verlaufsdokumentation“. 3 P
  • Vergleichbare Perspektive, Aufgabe und Zeitpunkt erhöhen Aussagekraft
  • Veränderungen werden nicht nur visuell beschrieben, sondern mit Ziel, Hilfen und subjektiver Erfahrung verbunden
  • Einzelne Aufnahmen dürfen keine lineare Entwicklung vortäuschen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Löschung und Aufbewahrung“. 3 P
  • Aufbewahrungszweck, Dauer, Zugriff und Löschung werden vor Aufnahme festgelegt
  • Dateien gelangen nicht in private Foto- oder Cloudkonten
  • Nach Wegfall des Zwecks werden Kopien einschließlich Exporten und Zwischenspeichern nach geregeltem Verfahren gelöscht

Therapeutische Software auswählen

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahlkriterien für Therapiesoftware“. 2 P
  • Geprüft werden Zielbezug, fachliche Grundlage, Bedienbarkeit, Anpassbarkeit, Rückmeldung, Datenschutz, Kosten, Werbung und technische Unterstützung
  • Ein hoher Unterhaltungswert oder viele Übungsstufen belegen noch keine therapeutische Eignung
Analysieren Sie den Zusammenhang bei „Passung zur Person“. 3 P
  • Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Kognition, Medienerfahrung, Motivation und Ermüdung bestimmen die Nutzung
  • Schrift, Tempo, Fehlerhilfen und Eingabe werden getestet
  • Die Person soll zentrale Funktionen möglichst selbstständig erreichen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Dosierung digitaler Trainingsprogramme“. 3 P
  • Dauer, Reizdichte, Schwierigkeit, Pausen und Bildschirmbelastung werden geplant
  • Automatische Steigerung wird nicht ungeprüft übernommen
  • Leistungseinbruch, Kopfschmerz, Unruhe, Schmerz oder Verlust des Zielbezugs führen zur Anpassung
Definieren Sie den Begriff „Wirksamkeitsprüfung“ bei „Therapeutische Software auswählen“. 3 P
  • Es wird geprüft, ob sich die vereinbarte Aktivität oder Teilhabe verbessert und nicht nur ein Programmscore steigt
  • Ausgangswert, Hilfen und Übertragung in reale Aufgaben werden dokumentiert
  • Fehlende Wirkung führt zu Wechsel oder Absetzen

Digitale Spiele und Trainingsprogramme

Leiten Sie aus „Therapeutisches Computerspiel“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Ein digitales Spiel kann Reaktion, Planung, Bewegung, Kommunikation oder Motivation ansprechen
  • Therapeutisch relevant wird es durch begründete Auswahl, Anpassung und Transfer
  • Spielmechanik, nicht nur Thema oder Altersfreigabe, bestimmt die Anforderungen
Definieren Sie den Begriff „Gamification“. 3 P
  • Gamification nutzt Punkte, Level, Abzeichen oder Fortschrittsanzeigen außerhalb klassischer Spiele
  • Diese Elemente können Rückmeldung geben, aber auch Druck, Vergleich und extrinsische Abhängigkeit erzeugen
  • Wirkung auf die konkrete Person wird beobachtet
Ordnen Sie „Fehler und Belohnungssysteme“ fachlich ein. 3 P
  • Programme können häufige Wiederholung und sofortige Rückmeldung ermöglichen
  • Strafende Töne, unklare Fehler oder übermäßige Reize beeinträchtigen Lernen
  • Rückmeldung soll verständlich, dosierbar und nicht beschämend sein
Nennen Sie die zentralen Aufgabenbereiche bei „Transfer aus digitalen Aufgaben“. 3 P
  • Verbesserung im Programm wird in einer analogen oder alltagsnahen Handlung überprüft
  • Ähnliche Bewegungen oder Denkleistungen garantieren keinen Transfer
  • Besprechung, reale Übung und gezielte Variation verbinden digitale Erfahrung mit Betätigung

Medienmündigkeit und Medienkompetenz

Definieren Sie den Begriff „Medienmündigkeit“. 2 P
  • Medienmündigkeit beschreibt die Fähigkeit, eigene Ziele und Bedürfnisse zu erkennen, Chancen und Risiken verschiedener Medien einzuschätzen und daraus alltagstaugliche Entscheidungen abzuleiten
  • Sie geht über technische Bedienkompetenz hinaus
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Förderung von Medienmündigkeit“. 3 P
  • Nutzungsanlässe, Regeln, Rituale, Vorbilder und Alternativen werden gemeinsam reflektiert
  • Kreative, kommunikative und produktive Nutzung wird von rein passivem Konsum unterschieden
  • Verbote ohne Verständnis fördern nur begrenzt selbstständige Steuerung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Rolle von Bezugspersonen“. 3 P
  • Eltern, Fachkräfte und Peers prägen Mediennutzung durch Vorbild, Verfügbarkeit und Gesprächskultur
  • Begleitung verbindet Interesse und Grenzen
  • Widersprüchliche Regeln oder dauernde eigene Gerätenutzung schwächen die Glaubwürdigkeit von Vereinbarungen
Leiten Sie aus „Therapeutischer Bezug“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Ergotherapie betrachtet Medien als Teil von Tagesstruktur, Rollen, Freizeit, Schule und sozialer Teilhabe
  • Ziel kann nicht pauschal „weniger Bildschirm“ sein
  • Entscheidend sind Funktion, Ausgewogenheit, Selbststeuerung und Folgen für bedeutsame Betätigungen

Medienwahrnehmung über die Entwicklung

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im frühen Kindesalter“. 3 P
  • Kleine Kinder unterscheiden Darstellung und Realität zunächst nur begrenzt und verarbeiten schnelle Wechsel schwer
  • Akustische und visuelle Reize wirken unmittelbar körperlich
  • Inhalte werden kurz, gemeinsam und an realer Interaktion angebunden angeboten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im Vorschul- und Schulalter“. 3 P
  • Realität und Fiktion, Zeit- und Perspektivwechsel sowie Werbeabsichten werden schrittweise verstanden
  • Entwicklung ist nicht gleich Medienerfahrung
  • Tempo, Angstinhalt und fehlende Erklärung können trotz technischer Vertrautheit überfordern
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im Jugendalter“. 3 P
  • Komplexe Erzählformen, Ironie und Perspektivwechsel werden meist besser verstanden
  • Soziale Zugehörigkeit, Selbstbild, Werbung und algorithmische Auswahl gewinnen an Bedeutung
  • Kritische Bewertung und Schutz der Privatsphäre bleiben Lernaufgaben
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Altersangabe und individuelle Eignung“. 3 P
  • Alterskennzeichnungen geben Orientierung zu bestimmten Risiken, ersetzen aber keine individuelle Prüfung
  • Entwicklungsstand, Vorerfahrung, Sensibilität, Kontext und Begleitung beeinflussen die Wirkung
  • Nachbesprechung kann Belastung erkennen und einordnen

Mediennutzung, Belastung und Tagesstruktur

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktion der Mediennutzung“. 3 P
  • Medien können Information, Kontakt, Erholung, Ausdruck oder Teilhabe ermöglichen
  • Sie können zugleich Langeweile, Stress oder fehlende Unterstützung kompensieren
  • Eine Funktionsanalyse ist hilfreicher als die alleinige Zählung von Minuten
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Belastungszeichen“. 2 P
  • Schlafverschiebung, Bewegungsmangel, Schmerzen, gereizte Unterbrechung, Vernachlässigung anderer Betätigungen oder zunehmender Kontrollverlust können problematisch sein
  • Einzelne intensive Phasen werden vom stabilen Muster im Alltag unterschieden
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Tagesstrukturelle Anpassung“. 3 P
  • Nutzungszeiten werden mit Schlaf, Schule, Arbeit, Bewegung, Mahlzeiten und Beziehungen abgestimmt
  • Klare Übergänge, Benachrichtigungspausen und vorbereitete Alternativen erleichtern Wechsel
  • Regeln werden konkret und überprüfbar vereinbart
Begründen Sie die therapeutische Zielsetzung bei „Mediennutzung, Belastung und Tagesstruktur“. 3 P
  • Ziele beziehen sich auf ausgewogene Betätigung und Selbststeuerung, etwa pünktlicher Schlafbeginn oder wiederaufgenommene Freizeitaktivität
  • Reduktion ist nur sinnvoll, wenn Funktion und Ersatzhandlung berücksichtigt werden
  • Sonst bleibt die zugrunde liegende Belastung bestehen

Datenschutz, Einwilligung und Urheberrecht

Definieren Sie den Begriff „Datensparsamkeit“. 3 P
  • Es werden nur Daten erhoben, die für einen klaren Zweck erforderlich sind
  • Umfang, Auflösung, Metadaten und Aufbewahrungszeit werden begrenzt
  • Bequeme technische Möglichkeiten rechtfertigen keine zusätzliche Sammlung personenbezogener Informationen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Einwilligung bei Aufnahmen“. 3 P
  • Einwilligung muss verständlich, freiwillig, zweckbezogen und widerrufbar sein
  • Aufnahmesituation, Empfänger, Speicherort und geplante Nutzung werden erklärt
  • Bei fehlender Einwilligungsfähigkeit gelten zusätzliche Vertretungs- und Schutzanforderungen
Ordnen Sie „Urheber- und Nutzungsrechte“ rechtlich und fachlich ein. 3 P
  • Texte, Bilder, Musik und Software dürfen nicht beliebig kopiert oder veröffentlicht werden
  • Lizenz, Zitatrecht und Quellenangabe werden geprüft
  • Berufliche Präsentation oder geschlossene Gruppe ist nicht automatisch ein rechtsfreier Raum
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sichere technische Umgebung“. 3 P
  • Private Messenger, persönliche Cloudkonten und unkontrollierte Datenträger werden für Patientendaten vermieden
  • Freigegebene Systeme, Verschlüsselung, Updates und geregelte Löschung bilden den Standard
  • Technischer Komfort wird gegen Schutzbedarf abgewogen

Digitale Kommunikation und Kooperation

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Berufliche digitale Kommunikation“. 3 P
  • Kanal, Empfänger, Betreff, Inhalt und Anhänge werden vor Versand geprüft
  • Personenbezogene Informationen werden auf das erforderliche Maß begrenzt
  • Missverständliche Kurztexte und ungesicherte Weiterleitungen erhöhen fachliche und datenschutzbezogene Risiken
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Videokommunikation“. 4 P
  • Kamera, Ton, Hintergrund, Identität und ungestörter Raum werden vor Beginn geprüft
  • Blickkontakt und nonverbale Hinweise sind eingeschränkt
  • Gesprächsführung wird deshalb expliziter
  • Technische Verbindung allein stellt keine geeignete Behandlungssituation her
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Digitale Zusammenarbeit im Team“. 3 P
  • Gemeinsame Dokumente benötigen klare Zuständigkeit, Version, Zugriffsrechte und Entscheidung über Freigaben
  • Kommentare werden sachlich und nachvollziehbar verwendet
  • Parallelkopien und unklare private Ablagen führen zu widersprüchlichen Arbeitsständen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen digitaler Kommunikation“. 2 P
  • Akute Risiken, komplexe körperliche Untersuchung, fehlende Privatsphäre oder unzuverlässiger Zugang können persönliche Kontakte erforderlich machen
  • Eine digitale Form wird nicht aus Bequemlichkeit gewählt, wenn Sicherheit oder Verständigung darunter leiden

Evaluation und Störungsmanagement

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Evaluation eines Medieneinsatzes“. 3 P
  • Vorher festgelegte Kriterien prüfen Zielerreichung, Bedienbarkeit, Belastung, Selbstständigkeit und Transfer
  • Nutzungsdaten werden nur mit fachlicher Interpretation verwendet
  • Hohe Klickzahl oder lange Nutzung belegt weder Motivation noch Wirkung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Technische Störung im Therapieverlauf“. 3 P
  • Zuerst werden Strom, Verbindung, Einstellungen, Eingabe und Programmstatus systematisch geprüft
  • Die Therapie erhält eine fachlich sinnvolle Ersatzaufgabe
  • Ungeplante lange Fehlersuche vor der Person wird vermieden und später dokumentiert
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Datensicherung und Notfallplan“. 3 P
  • Wichtige Dokumente werden nach festgelegtem Verfahren gesichert und wiederherstellbar geprüft
  • Ausfall von Netzwerk oder Gerät darf zentrale Versorgung nicht vollständig blockieren
  • Papier- oder Offlinealternativen werden für kritische Abläufe vorbereitet
Definieren Sie den Begriff „Abbruchkriterien“ bei „Evaluation und Störungsmanagement“. 2 P
  • Unvertretbares Datenschutzrisiko, anhaltende Überforderung, Schmerzen, technische Unsicherheit oder fehlender Zielbezug führen zum Abbruch oder Wechsel
  • Die Entscheidung wird begründet, mit der Person besprochen und nicht als persönliches Versagen bewertet

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • Statistiken erheben und auswerten, Bestell- und Inventarlisten, Behandlungsberichte, Abrechnungen
  • Videoaufnahmen als Fallstudien
  • Einsatz digitaler Technik und Anwendungen
  • Videoaufnahmen als Verlaufsdokumentation
  • therapeutische Computerspiele, digitale Anwendungen, Lernprogramme, Trainingsprogramme
  • Exkursionen in Einrichtungen mit entsprechender Ausstattung

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 110.

03 Hilfsmittel, Rollstühle und Schienen 50 (46) Ustd. 107 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen die wichtigsten Hilfsmittel, Rollstuhlarten und Schienen und entwickeln einen kritischen Umgang mit diesen. Sie sind mit deren Handhabung vertraut und dadurch in der Lage, eine patientengerechte Auswahl zu empfehlen. Die Schülerinnen und Schüler stellen ausgewählte Hilfsmittel und Schienen her bzw. passen diese individuell an. Des Weiteren verfügen sie über Voraussetzungen für die Anleitung und Motivation der Patienten im Umgang mit den o. g. therapeutischen Medien.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 111.

Fragen & Antworten107

Kapitelkern

Ordnen Sie „Lehrplanauftrag der Hilfsmittel-, Rollstuhl- und Schienenversorgung“ in den Ausbildungsauftrag ein. 2 P
  • Die Lernenden kennen wichtige Hilfsmittel, Rollstuhlarten und Schienen, beurteilen deren Möglichkeiten und Grenzen und empfehlen eine personengerechte Auswahl
  • Ausgewählte Produkte werden hergestellt oder angepasst sowie praktisch trainiert
Ordnen Sie den fachpraktischen Anteil bei „Hilfsmittel, Rollstühle und Schienen“ ein. 3 P
  • Sechsundvierzig der fünfzig Richtstunden sind fachpraktisch vorgesehen
  • Erprobung, Anpassung, Herstellung, Gebrauchsschulung und Selbsterfahrung stehen deshalb im Vordergrund
  • Theorie begründet Sicherheit, Indikation und Versorgungsweg
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Personengerechte Versorgung“. 3 P
  • Ausgangspunkt ist eine konkrete Alltagshandlung
  • Person, Umwelt, Produktmerkmale, Akzeptanz und Versorgungsziel werden gemeinsam betrachtet
  • Eine technisch funktionierende Lösung ist unzureichend, wenn sie nicht sicher, erreichbar oder im Alltag nutzbar ist
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheits- und Kontrollpflichten“. 2 P
  • Passform, Haut, Druck, Bedienung, Wartung, Warnzeichen und Nachkontrolle werden geregelt
  • Bei Schmerzen, Durchblutungs- oder Sensibilitätsstörungen, instabiler Anwendung oder unklarer Verordnung wird die Versorgung pausiert und fachlich rückgekoppelt

Schienenversorgung: Grundlagen und Verordnung

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Begriff und Zweck“. 3 P
  • Schienen sind individuell angepasste Orthesen zur zeitlich begrenzten oder dauerhaften Lagerung, Fixierung, Korrektur oder Bewegungsführung
  • Orthese enthält griechisch orthos, „gerade, richtig“
  • Eine Schiene kann schützen, stabilisieren, mobilisieren, Fehlstellung begrenzen oder funktionelle Bewegung ermöglichen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungskontext“. 3 P
  • Schienen werden ärztlich verordnet und als ergänzende Maßnahme in ergotherapeutische Behandlung eingebettet
  • Sie kommen in Handchirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie und Pädiatrie zum Einsatz
  • Medizinische Diagnose, Gewebestabilität und Ziel müssen vor Herstellung geklärt sein
Definieren Sie den Begriff „Grundsatz“. 3 P
  • So viel Unterstützung wie nötig, so wenig Einschränkung wie möglich
  • Eine Schiene darf Funktion nicht unnötig ersetzen, Muskulatur dauerhaft inaktivieren oder benachbarte Gelenke blockieren
  • Nutzen, Tragezeit und Nachkontrolle werden mit der betroffenen Person vereinbart
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Verantwortung“. 3 P
  • Schienenbau umfasst Befund, Planung, Herstellung, Passformkontrolle, Anleitung, Dokumentation und Anpassung
  • Wunden, Ödeme, Sensibilitäts- oder trophische Störungen erhöhen das Risiko
  • Bei unklarer Verordnung oder instabiler Situation erfolgt Rücksprache
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungsentscheidung“. 2 P
  • Eine begründete Entscheidung nennt Diagnosekontext, zu schützende Struktur, erlaubte oder zu begrenzende Bewegung, funktionelles Ziel, Trageplan und Kontrollbedarf
  • Unklare Verordnung, instabile Gewebeverhältnisse oder fehlende Kontrollmöglichkeit erfordern Rücksprache

Statische, dynamische und funktionelle Schienen

Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Statische Schienen“. 4 P
  • Statische Schienen besitzen keine beweglichen Bauteile
  • Sie immobilisieren, lagern, entlasten oder halten ein Gelenk in definierter Position
  • Redressierende statische Schienen üben einen langdauernden, niedrigen Korrekturreiz auf verkürzte Strukturen aus
  • Zu hoher Druck oder zu große Korrektur provozieren Schmerz und Gewebeschaden
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Dynamische Schienen“. 4 P
  • Dynamische Schienen verbinden eine stabile Basis mit elastischem Zug oder Gelenkmechanik
  • Sie erlauben bestimmte Bewegungen und unterstützen oder begrenzen andere
  • Einsatzgebiete sind Sehnenprotokolle, Lähmungen und Kontrakturen
  • Zugrichtung, Angriffspunkt und Kraft müssen biomechanisch begründet sein
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktions- und Übungsschienen“. 3 P
  • Sie ermöglichen eine konkrete Bewegung, die ohne Unterstützung nicht oder nur ungünstig möglich wäre
  • Ziel kann passives Sehnengleiten, Öffnen der Hand, Opposition oder Gelenkführung sein
  • Funktion wird an einer Aufgabe geprüft, nicht allein am Bewegungswinkel
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Kontraindikationen“. 2 P
  • Akute Infektion, starke Ödembildung, trophische Störung, Belastungsinstabilität, unzureichende Hautkontrolle oder fehlende Adhärenz können eine Versorgung ausschließen oder verändern
  • Eine Schiene ist kein Ersatz für medizinische Stabilisierung
Ordnen Sie „Einordnung einer Schiene“ fachlich ein. 3 P
  • Eine Schiene wird nach Konstruktion, primärer Wirkung und funktionellem Ziel eingeordnet
  • Statisch bedeutet ohne bewegliche Bauteile, dynamisch mit geführter Kraft oder Mechanik
  • Entscheidend bleibt, welche Bewegung geschützt, ermöglicht oder korrigiert werden soll

Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Befund“ bei „Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz“. 3 P
  • Aktives und passives Bewegungsausmaß, Schmerz, Ödem, Haut, Sensibilität, Kraft und Zielaktivität werden erhoben
  • Eine deutliche Differenz zwischen passiver und aktiver Bewegung spricht für andere Ursachen als eine feste Kontraktur
  • Gelenkstellung wird nachvollziehbar dokumentiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anatomische Orientierung“. 3 P
  • Beugefurchen, Knochenvorsprünge und Handachsen bestimmen Ränder und Konturen
  • Bewegliche Gelenke müssen frei bleiben, sofern sie nicht gezielt eingeschlossen werden
  • Die Schiene folgt der dreidimensionalen Form, ohne Sehnen, Nerven oder Gefäße punktuell zu komprimieren
Nennen Sie zentrale Aspekte von „Materialauswahl“ bei „Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz“. 3 P
  • Niedrigtemperatur-Thermoplaste unterscheiden sich in Dicke, Perforation, Memory, Elastizität, Oberflächenhaftung und Stabilität
  • Auswahl richtet sich nach Hebel, Belastung, Gewicht, Haut, Korrekturbedarf, Kosten und Erfahrung
  • Verschlüsse verteilen Zug und müssen selbstständig bedienbar sein
Definieren Sie den Begriff „Arbeitsplatz“. 3 P
  • Gute Beleuchtung, Belüftung, Wasseranschluss, Schienenbad, saubere Werkzeuge und höhenverstellbare Sitz- und Arbeitsfläche sind erforderlich
  • Therapeutin und Patient sitzen stabil, häufig über Eck
  • Warmes Material wird angekündigt und bei eingeschränkter Sensibilität besonders vorsichtig angelegt
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planungsgrundlage der Gelenkstellung“. 3 P
  • Aktives und passives Bewegungsausmaß, Schmerz, Gewebestabilität und anatomische Orientierung sichern die Planung
  • Messprotokoll und sichtbare Gelenkachse machen die Stellung nachvollziehbar
  • Materialwahl und Schnittmuster folgen dem konkreten Hebel und Versorgungsziel

Passform, Druckstellen und Patienteninformation

Definieren Sie den Begriff „Druckverteilung“. 3 P
  • Druck lässt sich nicht vollständig vermeiden, soll aber großflächig verteilt werden
  • Besondere Risiken bestehen über Processus styloidei, Daumensattel, MCP-Köpfchen, Ulna, Radius und Schienenrändern
  • Ränder werden geglättet, nach außen gebördelt oder bei Bedarf gepolstert
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Haut- und Durchblutungskontrolle“. 4 P
  • Rötung, Schmerz, Taubheit, Kribbeln, Blau- oder Weißfärbung, Kälte, Blasen oder offene Haut zeigen eine problematische Passform
  • Eine kurzzeitige gleichmäßige Rötung kann nach Druck auftreten
  • Sie muss rasch abklingen
  • Sensibilitätsverlust verlangt häufigere Fremdkontrolle
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Trageplan und Pflege“. 4 P
  • Tragedauer, Pausen, Reinigung, Hautschutz und erlaubte Übungen werden schriftlich erklärt
  • Lauwarmes Seifenwasser reicht bei vielen Thermoplasten
  • Hohe Temperaturen verformen das Material
  • Baumwollschlauch oder Perforation können Schwitzen reduzieren
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Nachkontrolle“. 3 P
  • Die erste Kontrolle erfolgt zeitnah, weil Ödem und Gewebeform sich rasch ändern
  • Ziel, Passgenauigkeit, Tragekomfort, Handhabung und tatsächlicher Alltagseinsatz werden geprüft
  • Bei Druckstelle, Wundproblem oder Funktionsverlust wird die Schiene angepasst oder pausiert und medizinisch rückgekoppelt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Warnzeichen unter einer Schiene“. 3 P
  • Anhaltende Rötung, zunehmender Schmerz, Taubheit, Kribbeln, Blässe, Blaufärbung, Kälte, Blasen oder offene Haut verlangen sofortige Entlastung und Kontrolle
  • Die Schiene wird nicht eigenmächtig weitergetragen oder stark nachgeformt
  • Zuständige Fachpersonen werden kontaktiert

Statische palmare Handgelenkschiene

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziel und Form“. 3 P
  • Eine palmare Handgelenkschiene stabilisiert das Handgelenk, während Fingergrundgelenke und Daumen möglichst frei bleiben
  • Länge und Breite müssen ausreichend Hebel und Druckverteilung bieten
  • Das Schnittmuster umfasst ungefähr zwei Drittel des Unterarms und den Mittelhandbereich
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Statische palmare Handgelenkschiene“. 4 P
  • Das Muster wird am Arm kontrolliert, auf Thermoplast übertragen, grob zugeschnitten und erwärmt
  • Das Material wird palmar modelliert
  • Thenar, Hypothenar und Handgelenkskonturen werden angeformt
  • Ränder werden nach Aushärtung exakt beschnitten, geglättet und leicht ausgestellt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Positionierung“. 3 P
  • Die Gelenkstellung richtet sich nach Diagnose und Verordnung
  • Häufig wird eine leichte Dorsalextension gewählt, aber keine Standardposition gilt für alle Verletzungen
  • Daumenopposition und vollständige Fingerbewegung bleiben erhalten, sofern sie nicht bewusst begrenzt werden
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abschlusskontrolle“. 2 P
  • Geprüft werden Winkel, Länge, Stabilität, Beugefurchenfreiheit, Druckpunkte und Verschlussrichtung
  • Die Schiene darf am proximalen Rand nicht einschneiden, distal keine Mittelhandbewegung blockieren und ulnar wie radial ausreichend seitliche Führung bieten
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abschlusskontrolle der Handgelenkschiene“. 2 P
  • Kontrolliert werden geplante Gelenkstellung, freie Finger- und Daumenbewegung, gleichmäßige Druckverteilung, glatte Ränder, sichere Verschlüsse, Hautfarbe, Sensibilität und selbstständige Handhabung
  • Trageplan, Pflege und Warnzeichen werden praktisch wiederholt

Daumenhülse

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ziele und Indikationen“. 3 P
  • Eine Daumenhülse stabilisiert je nach Schnitt das Sattel- und gegebenenfalls Grundgelenk
  • Indikationen sind Schmerz und Instabilität bei Rhizarthrose, Bandverletzung, postoperative Ruhigstellung, Fehlstellung oder funktionelle Unterstützung
  • Opposition und Pinzettengriff sollen soweit möglich erhalten bleiben
Beschreiben Sie die Planung bei „Daumenhülse“. 3 P
  • Vorher wird festgelegt, welche Gelenke eingeschlossen, welche Bewegungen erlaubt und welche Griffposition benötigt werden
  • Wunden, Verbände, Kirschner-Drähte und Schwellung verändern das Muster
  • Materialstärke richtet sich nach Stabilität und Größe der Schiene
Begründen Sie die Anpassung bei „Daumenhülse“. 3 P
  • Das erwärmte Material wird von dorsal um das Daumensattelgelenk geführt und an thenarer sowie dorsaler Handfläche modelliert
  • Beugefalte des IP-Gelenks und palmare Hohlhand bleiben frei
  • Verschlüsse werden so angebracht, dass sie Druck verteilen und eigenständig bedienbar sind
Beurteilen Sie die fachliche Kontrolle bei „Daumenhülse“. 2 P
  • IP-Beweglichkeit, Daumenstellung, Endstellung der Opposition, Haut, Kanten und Stabilität werden geprüft
  • Die Schiene darf nicht zu lang sein, kein Hohlhandproblem erzeugen und den Daumen nicht ungewollt in schmerzhafte Abduktion oder Adduktion drücken
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Funktionskontrolle der Daumenhülse“. 2 P
  • Die Hülse stabilisiert die verordnete Struktur, ohne notwendige Opposition, Pinzettengriff oder freie Bewegung nicht eingeschlossener Gelenke unnötig zu blockieren
  • Daumensattel, erste Zwischenfingerfalte und Haut werden unter einer typischen Greifaufgabe kontrolliert

Dynamische MCP-Schiene für den Daumen

Begründen Sie die Indikation bei „Dynamische MCP-Schiene für den Daumen“. 3 P
  • Überbeweglichkeit im Daumengrundgelenk kann zu Schmerz und Überlastung führen
  • Die dynamische MCP-Schiene begrenzt Hyperextension, lässt aber Flexion und funktionelle Opposition zu
  • Sie eignet sich, wenn starre Immobilisation die Alltagshand unnötig einschränken würde
Definieren Sie den Begriff „Biomechanik“. 3 P
  • Die mechanischen Drehpunkte der Schiene müssen mit dem Gelenk annähernd übereinstimmen
  • Liegen sie falsch, entstehen Scherkräfte, Wandern oder Druck
  • Während der Anpassung wird das MCP in der gewünschten leichten Flexion gehalten
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Dynamische MCP-Schiene für den Daumen“. 4 P
  • Eine kurze Daumenbasis wird aus Thermoplast geformt
  • Seitliche Elemente und ein bewegliches Verbindungsteil bilden das Scheingelenk
  • Löcher, Kanten und Nieten werden sorgfältig bearbeitet
  • Das Handgelenk und die palmare Beugefalte bleiben frei
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionsprüfung“. 3 P
  • Die Patientin testet Flexion, Opposition und relevante Griffe
  • Hyperextension muss zuverlässig gestoppt werden, ohne scharfe Kante, Instabilität oder Blockade im Sattel- und IP-Gelenk
  • Nachkontrolle prüft Materialermüdung und Passform
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Achsen- und Zugkontrolle“. 3 P
  • Der mechanische Drehpunkt muss mit der funktionellen Gelenkachse zusammenwirken
  • Bewegung darf nicht verschoben, verkantet oder schmerzhaft geführt werden
  • Zugrichtung, Kraft, Angriffspunkt und Rückführung werden über den gesamten erlaubten Bewegungsweg geprüft

Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk

Erklären Sie den Zweck von „Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk“. 3 P
  • Die Streckstoppschiene begrenzt Hyperextension des PIP-Gelenks und lässt Flexion zu
  • Sie kann bei instabiler volarer Platte oder beginnender Schwanenhalsstellung eingesetzt werden
  • Der erlaubte Streckwinkel folgt Befund und Verordnung
Definieren Sie den Begriff „Konstruktion“. 3 P
  • Ein schmaler Thermoplaststreifen wird in Form einer Acht um Grund- und Mittelphalanx geführt
  • Die Kreuzung liegt in der PIP-Beugefalte, ohne dort scharfe Kanten zu erzeugen
  • Während des Aushärtens wird der gewünschte Streckstopp eingestellt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ödem und Anpassung“. 4 P
  • Schwellung verändert den Sitz
  • Wenn das Gelenk abschwillt, kann die Schiene rutschen und der Schutz verloren gehen
  • Material mit Memory lässt sich teilweise punktuell nachformen
  • Andernfalls wird neu angepasst
Beurteilen Sie die fachliche Kontrolle bei „Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk“. 3 P
  • Flexion muss frei, Hyperextension zuverlässig begrenzt sein
  • Haut, Seitenbänder, Beugefalte und angrenzende Gelenke werden kontrolliert
  • Die Schiene darf nicht rotieren oder beim Greifen störend auftragen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Schutzeffekt der PIP-Streckstoppschiene“. 2 P
  • Die Schiene erlaubt die freigegebene Beugung und stoppt Streckung in der vorgegebenen Grenze
  • Verlorener Schutzeffekt zeigt sich durch verrutschende Anlage, veränderten Winkel, Druck, instabile Führung oder unkontrollierte Endstellung und verlangt sofortige Nachkontrolle

Schienen bei distalen Fingerverletzungen

Definieren Sie den Begriff „Verletzungsbilder“. 3 P
  • Quetschung, Endgliedfraktur, Nagelbettverletzung und Strecksehnenabriss benötigen unterschiedliche Schienen
  • Beim Mallet-Finger muss das DIP in definierter Extension gehalten werden, während das PIP beweglich bleibt
  • Frakturtyp und operative Drähte verändern die Konstruktion
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Schienentypen“. 3 P
  • Zirkuläre, dorsale, volare, dorsovolare oder Sandwich-Schienen verteilen Druck unterschiedlich
  • Verband, Wunde und empfindliche Fingerbeere werden berücksichtigt
  • Ein dünner Trikotschlauch verhindert Ankleben des warmen Materials
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Herstellung und Abnehmen“. 4 P
  • Das Material wird exakt am Finger modelliert und nach Aushärtung zugeschnitten
  • Beim Abnehmen darf die geschützte Gelenkstellung nicht verloren gehen
  • Häufig stabilisiert eine zweite Person den Finger
  • Bei herausragenden Drähten wird berührungsfrei ausgespart
Definieren Sie den Begriff „Adhärenz“ bei „Schienen bei distalen Fingerverletzungen“. 3 P
  • Kontinuierliche Tragezeiten können entscheidend sein
  • Die Person erhält konkrete Anleitung zum Hautreinigen, Wechseln und sicheren Abnehmen
  • Kleine Druckstellen müssen früh korrigiert werden, weil vorgefertigte enge Schienen an ödematösen Fingern Hautschäden erzeugen können
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sicheres Abnehmen einer Fingerschiene“. 2 P
  • Das verletzte Endgelenk bleibt während Reinigung und Schienenwechsel in der verordneten Stellung unterstützt
  • Die Schiene wird ohne unkontrollierte Flexion entfernt, Haut und Druckstellen werden geprüft und die Versorgung unmittelbar wieder korrekt angelegt

Schienen in der Rheumatologie

Nennen Sie die Ziele von „Schienen in der Rheumatologie“. 3 P
  • Rheumatische Erkrankungen verändern Gelenke, Sehnen, Schmerz und Belastbarkeit
  • Schienen können entzündete Strukturen entlasten, Fehlstellung begrenzen, Handfunktion unterstützen und Überlastung reduzieren
  • Ziel ist nicht starre kosmetische Korrektur, sondern eine nutzbare und akzeptierte Hand
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Typische Versorgungen“. 4 P
  • Lagerungsschienen stabilisieren Handgelenk und Finger in Ruhe
  • Ring- oder Ovalschienen begrenzen PIP-Hyperextension bei Schwanenhalsdeformität
  • Anti-Ulnar-Deviationsschienen führen die MCP-Gelenke radial und lassen Greifen zu
  • Material und Form richten sich nach Entzündung, Deformität und Aktivität
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Schienen in der Rheumatologie“. 3 P
  • Bei empfindlichen Gelenken wird mit geringem Modellierungsdruck gearbeitet
  • Aussparungen schützen prominente Knochen und schmerzhafte Areale
  • Flexible oder textile Lösungen können im Alltag besser toleriert werden als starres Thermoplast
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Gelenkschutz und Alltag“. 3 P
  • Schiene, Hilfsmittel, Arbeitsweise und Pausen werden gemeinsam betrachtet
  • Eine Schiene ist nur wirksam, wenn sie bei relevanten Tätigkeiten tragbar, anziehbar und hygienisch ist
  • Griffverdickungen, beidhändiges Arbeiten und Lastverteilung ergänzen die Versorgung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Rheumatologische Schienenauswahl“. 3 P
  • Die Auswahl benennt zu begrenzende Deformität oder Belastung und die zu erhaltende Alltagshandlung
  • Schmerzlinderung und Gelenkschutz werden gegen Bewegungsverlust, Hautrisiko und Akzeptanz abgewogen
  • Wirkung wird in realen Aktivitäten überprüft

Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer

Beschreiben Sie die Dokumentation bei „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“. 3 P
  • Dokumentiert werden Diagnose und Verordnung, Ziel, Gelenkstellung, Material, Schnitt, Verschlüsse, Hautstatus, Trageplan und Anleitung
  • Fotos benötigen Einwilligung
  • Änderungen und Reaktionen werden nachvollziehbar ergänzt
Beschreiben Sie die Evaluation von „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“. 3 P
  • Kontrolle fragt nicht nur, ob die Schiene „passt“
  • Geprüft werden Zielerreichung, Bewegungsmaß, Schmerz, Haut, Handhabung, tatsächliche Tragezeit und Wirkung auf Aktivität
  • Eine Schiene ohne funktionellen Nutzen wird verändert oder beendet
Definieren Sie den Begriff „Anleitung“. 3 P
  • Die Person übt An- und Ablegen, Reinigung, Hautkontrolle und Notfallverhalten
  • Schriftliche Informationen nennen Ansprechpartner und nächsten Termin
  • Bei kognitiver oder sensibler Einschränkung werden Angehörige einbezogen
Erläutern Sie den Transfer bei „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“. 3 P
  • Schienen werden in realen Tätigkeiten getestet: Besteck, Schreiben, Computer, Arbeit, Schlaf, Rollstuhl oder Körperpflege
  • Verschlüsse, Kanten und Volumen können dort anders stören als im Therapieraum
  • Therapie passt Umgebung und Aufgabe mit an
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Messbares Schienenziel“. 2 P
  • Ein Ziel verbindet Aktivität, Schienennutzung und Kriterium, etwa schmerzärmeres Halten einer Tasse über fünf Minuten
  • Abbruch- oder Anpassungskriterien wie Druckstelle, zunehmender Schmerz, Funktionsverlust oder fehlende Zielerreichung werden vorab festgelegt

Hilfsmittel: Begriff und Versorgungsziele

Definieren Sie „Begriff des Hilfsmittels“ fachlich präzise. 2 P
  • Hilfsmittel sind im Einzelfall erforderliche Produkte, die Behandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen können
  • Allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens werden davon rechtlich unterschieden
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungsziele“. 3 P
  • Ziele können Körperfunktion unterstützen, Aktivität ermöglichen, Sicherheit erhöhen, Belastung reduzieren oder Teilhabe sichern
  • Maßgeblich ist der konkrete Bedarf im Alltag
  • Produktbesitz allein bedeutet noch keine erfolgreiche Versorgung
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Assistive Technologie“. 3 P
  • Assistive Technologie umfasst Produkte und Systeme, die Menschen bei Aktivitäten und Teilhabe unterstützen
  • Dazu können einfache Griffhilfen ebenso wie elektronische Steuerungen gehören
  • Auswahl folgt Funktion, Kontext, Bedienbarkeit und Wartbarkeit
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Ergotherapeutische Perspektive“. 3 P
  • Ergotherapie analysiert Betätigungsprobleme, erprobt Lösungen, berät zur Auswahl und trainiert die Anwendung im realen Kontext
  • Sie verbindet Person, Umwelt, Aufgabe und Produkt
  • Verordnung und Leistungserbringung bleiben von den jeweiligen Zuständigkeiten abhängig

Versorgungsweg und rechtliche Orientierung

Ordnen Sie „Rechtliche Grundorientierung“ rechtlich und fachlich ein. 4 P
  • Für gesetzlich Versicherte bildet insbesondere § 33 SGB V eine Grundlage der Hilfsmittelversorgung
  • Die Hilfsmittel-Richtlinie konkretisiert Verordnungsgrundsätze
  • Das Hilfsmittelverzeichnis beschreibt Produktgruppen und Qualitätsanforderungen
  • Einzelfallprüfung bleibt erforderlich
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Typischer Versorgungsweg“. 3 P
  • Bedarf wird erhoben, ärztlich oder nach geltendem Verfahren verordnet, durch Kostenträger geprüft und von einem zugelassenen Leistungserbringer konkretisiert
  • Auswahl, Anpassung, Einweisung und Erprobung gehören zusammen
  • Abweichungen hängen von Produkt und Versorgungssituation ab
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit“. 3 P
  • Versorgung soll ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, ohne das notwendige Maß zu überschreiten
  • Das bedeutet nicht automatisch das billigste Produkt
  • Entscheidend ist eine geeignete Lösung, die den individuellen Bedarf verlässlich erfüllt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Wunschversorgung und Mehrkosten“. 3 P
  • Wählt eine versicherte Person eine über das notwendige Maß hinausgehende Ausführung, können Mehr- und Folgekosten entstehen
  • Zuvor müssen geeignete aufzahlungsfreie Möglichkeiten verständlich erläutert werden
  • Entscheidungen werden transparent dokumentiert

Bedarfsanalyse und Hilfsmittelauswahl

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ausgangspunkt der Hilfsmittelauswahl“. 3 P
  • Ausgangspunkt ist eine konkrete schwierige oder gefährdete Alltagshandlung
  • Körperfunktionen, Routinen, Umwelt, Unterstützung und persönliche Ziele werden erhoben
  • Die Diagnose allein bestimmt weder Produktart noch Ausführung
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungsprofil des Hilfsmittels“. 3 P
  • Benötigte Funktion, Größe, Gewicht, Kraftaufwand, Griff, Reinigung, Transport, Wartung und Kompatibilität werden beschrieben
  • Außerdem zählen Akzeptanz, Aussehen und soziale Nutzung
  • Ein technisch passendes Produkt kann im Alltag dennoch unbrauchbar sein
Definieren Sie den Begriff „Produkterprobung“. 3 P
  • Mehrere geeignete Varianten werden möglichst in typischen Aufgaben getestet
  • Beobachtet werden Sicherheit, Selbstständigkeit, Zeit, Kraft, Fehler, Komfort und subjektiver Nutzen
  • Kurzzeitige Vorführung im Sanitätshaus ersetzt nicht immer die Alltagserprobung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahlentscheidung“. 3 P
  • Die Entscheidung verbindet Befund, Erprobungsdaten, Präferenz, Kostenrahmen und Versorgungsziel
  • Kompromisse werden offen benannt
  • Bei fehlender Passung wird nicht nur die Person weiter trainiert, sondern Produkt oder Umwelt erneut geprüft

Hilfsmittel für Essen und Nahrungszubereitung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel beim Essen“. 2 P
  • Griffverdicktes oder abgewinkeltes Besteck, Tellerranderhöhung, rutschhemmende Unterlage und angepasste Trinkgefäße können Greifen, Führen und Stabilisieren erleichtern
  • Auswahl richtet sich nach Beweglichkeit, Kraft, Tremor, Sensibilität und Esskultur
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel zur Nahrungszubereitung“. 3 P
  • Fixierbretter, Einhandmesser, elektrische Öffner, Kippgefäße oder Hebelhilfen reduzieren Halte- und Kraftanforderungen
  • Arbeitsablauf, Reinigung und sichere Positionierung werden mitgeprüft
  • Ein Gerät darf keine neue Schnitt- oder Verbrennungsgefahr schaffen
Definieren Sie den Begriff „Griffverdickung“. 3 P
  • Eine Verdickung reduziert häufig die notwendige Fingerbeugung und kann Druck verteilen
  • Durchmesser, Form, Gewicht und Oberflächenhaftung werden individuell erprobt
  • Zu große oder weiche Griffe können Kontrolle verschlechtern und mehr Kraft verlangen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Training im eigenen Handlungskontext“. 3 P
  • Das Hilfsmittel wird in einer vollständigen Mahlzeit oder Zubereitungsfolge trainiert
  • Aufbewahrung, Reinigung, Transport und soziale Akzeptanz gehören dazu
  • Erst der regelmäßige selbstständige Einsatz zeigt, ob die Versorgung das Betätigungsziel erreicht

Hilfsmittel für Ankleiden und Körperpflege

Definieren Sie den Begriff „Anziehhilfen“. 2 P
  • Strumpfanzieher, langer Schuhlöffel, Knöpfhilfe, Reißverschlusszug oder Greifzange können Reichweite, Fingerfertigkeit und Kraftanforderung verändern
  • Kleidungswahl, Sitzposition und Reihenfolge werden gemeinsam mit dem Hilfsmittel angepasst
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel zur Körperpflege“. 2 P
  • Verlängerte oder verdickte Griffe, elektrische Zahnbürsten, Dosierhilfen und sicher positionierte Pflegeutensilien können Selbstständigkeit unterstützen
  • Wasser, Rutschgefahr, Hautzustand und hygienische Reinigung werden berücksichtigt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahl nach Bewegungsstrategie“. 3 P
  • Das Produkt wird an die vorhandene sichere Bewegung angepasst und nicht nur an eine fehlende Funktion
  • Manchmal ist eine veränderte Ausgangsposition wirksamer als ein längerer Griff
  • Kompensation wird genutzt, solange sie sicher und alltagstauglich bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen kleiner Alltagshilfen“. 2 P
  • Bei deutlicher Gleichgewichtsstörung, rascher Ermüdung, kognitiver Unsicherheit oder komplexem Pflegebedarf reicht ein Einzelprodukt möglicherweise nicht
  • Dann werden Umfeld, personelle Unterstützung und weitere Versorgung gemeinsam geplant

Kleine Transfer- und Positionierungshilfen

Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Antirutsch- und Gleitmaterial“. 4 P
  • Antirutschmaterial erhöht Haftung und ermöglicht gezieltes Abstützen
  • Gleitmaterial reduziert Reibung bei Lagewechseln
  • Beide wirken gegensätzlich und werden bewusst positioniert
  • Falsche Kombination kann Bewegung blockieren oder unkontrolliert beschleunigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rutsch- und Rollbrett“. 3 P
  • Rutschbretter überbrücken kleinere Höhen oder Distanzen bei sitzenden Transfers
  • Rollbretter unterstützen liegende Umlagerungen
  • Tragfähigkeit, Hautschutz, Bremsen, Höhenunterschied und Mitarbeit der Person bestimmen die sichere Anwendung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Haltegürtel und Bettleiter“. 3 P
  • Ein Haltegürtel bietet definierte Griffmöglichkeiten zur Führung, ersetzt aber kein Heben am Körper
  • Bettleiter oder Bettzügel unterstützt selbstständiges Aufrichten
  • Befestigung, Schulterbelastung und Fähigkeit zur gezielten Nutzung werden geprüft
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomischer Nutzen“. 3 P
  • Kleine Hilfen sollen Eigenaktivität nutzen und Belastung für beide Beteiligten reduzieren
  • Vor Einsatz werden Ablauf, Rollen und Stoppzeichen vereinbart
  • Unsichere Anwendung, fehlende Bremsung oder ungeeignete körperliche Voraussetzungen verlangen eine andere Transferlösung

Hilfsmitteltraining und Akzeptanz

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Einweisung in ein Hilfsmittel“. 3 P
  • Einweisung umfasst Zweck, Einstellung, sichere Anwendung, Reinigung, Wartung, Warnzeichen und Ansprechpartner
  • Die Person führt die wesentlichen Schritte selbst vor
  • Reines Erklären ohne praktische Rückmeldung reicht nicht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Aufbau einer Nutzungsroutine“. 3 P
  • Training beginnt in überschaubaren Aufgaben und wird in typische Tagesabläufe übertragen
  • Aufbewahrungsort und Vorbereitung müssen erreichbar sein
  • Wiederholte kurze Anwendung kann wirksamer sein als eine einmalige lange Schulung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Akzeptanzprobleme“. 3 P
  • Aussehen, Stigmatisierung, Aufwand, fehlender wahrgenommener Nutzen oder schlechte Passform können Nutzung verhindern
  • Diese Gründe werden ernst genommen
  • Überredung ersetzt keine gemeinsame Anpassung von Produkt, Ziel oder Nutzungssituation
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Prozessevaluation“ bei „Hilfsmitteltraining und Akzeptanz“. 3 P
  • Nach Versorgung werden Gebrauch, Zielerreichung, Sicherheit, Beschwerden und Veränderungen des Bedarfs überprüft
  • Nichtnutzung ist ein wichtiges Ergebnis
  • Reparatur, Nachschulung, Produktwechsel oder Rückgabe werden bei Bedarf eingeleitet

Herstellung und Adaption einfacher Hilfsmittel

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Indikation für Eigenanfertigung“. 3 P
  • Eine Eigenanfertigung ist sinnvoll, wenn ein klarer Bedarf mit einfachen, sicheren Mitteln besser angepasst werden kann
  • Sie darf notwendige geprüfte Produkte nicht unkritisch ersetzen
  • Belastung, Hygiene und Haftung werden vorab berücksichtigt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Planung einer Griffadaption“. 3 P
  • Ausgangsgriff, Handmaß, Bewegungsziel, Material, Oberfläche und Reinigbarkeit werden festgelegt
  • Ein Prototyp wird unter realer Kraft und Bewegungsrichtung getestet
  • Befestigung muss verdreh- und abrutschsicher sein
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Herstellung eines Strumpfanziehers“. 3 P
  • Form, Kanten, Zugbänder und Materialsteifigkeit werden an Fuß, Handfunktion und Bewegungsreichweite angepasst
  • Die Anwendung wird im Sitzen sicher erprobt
  • Scharfe Ränder, zu kurze Bänder oder instabile Schlaufen erhöhen Verletzungs- und Sturzrisiko
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Qualitätskontrolle einer Eigenanfertigung“. 3 P
  • Geprüft werden Funktion, Stabilität, Kanten, Reinigung, Materialverträglichkeit und Fehlanwendung
  • Herstellungsdaten und Anpassungen werden dokumentiert
  • Bei Verschleiß oder verändertem Bedarf erfolgt erneute Kontrolle statt unbegrenzter Weiterverwendung

Rollstuhlarten, Aufbau und Funktion

Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Manuelle Rollstuhlarten“. 3 P
  • Standard-, Leichtgewicht-, Aktiv- und Multifunktionsrollstühle unterscheiden sich in Gewicht, Einstellbarkeit, Fahreigenschaften und Unterstützungsgrad
  • Die Bezeichnung allein entscheidet nicht über Eignung
  • Nutzeraktivität, Sitzbedarf und Umgebung sind maßgeblich
Definieren Sie den Begriff „Elektrorollstuhl“. 3 P
  • Elektrorollstühle ermöglichen Mobilität über motorische Steuerung und können Sitzfunktionen integrieren
  • Bedienweg, Reaktion, Bremsverhalten, Reichweite, Transport und Notbedienung werden praktisch geprüft
  • Kognitive und visuelle Anforderungen gehören zur Auswahl
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Grundbauteile eines Rollstuhls“. 2 P
  • Rahmen, Sitz, Rücken, Räder, Greifreifen, Bremsen, Fußstützen, Seitenteile und gegebenenfalls Antikipp- oder Positionierungselemente bilden ein System
  • Jede Einstellung beeinflusst Stabilität, Druck, Reichweite und Fahreigenschaft
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionsgerechte Rollstuhlwahl“. 3 P
  • Ein Rollstuhl soll sichere Mobilität und bedeutsame Aktivitäten ermöglichen, ohne unnötig zu fixieren
  • Innen- und Außenraum, Transfers, Transport, Eigenantrieb, Assistenz und Sitzdauer werden gemeinsam betrachtet
  • Ein „bequemer“ Stuhl kann Selbstständigkeit begrenzen

Individuelle Rollstuhlanpassung

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sitzbreite und Sitztiefe“. 4 P
  • Sitzbreite bietet ausreichenden Raum ohne seitliches Rutschen
  • Sitztiefe stützt die Oberschenkel, ohne Kniekehle zu komprimieren
  • Kleidung, Gewichtsveränderung und Positionierungsmaterial werden einbezogen
  • Pauschale Fingerbreiten ersetzen keine Messung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rücken- und Fußstützeneinstellung“. 3 P
  • Rückenhöhe und -winkel unterstützen Haltung, Armfreiheit und Aktivität
  • Fußstützen tragen die Füße flächig und beeinflussen Becken sowie Druckverteilung
  • Zu hohe oder zu tiefe Einstellungen verändern Sitzstabilität und Transfermöglichkeiten
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Radposition und Schwerpunkt“. 3 P
  • Die Position der Antriebsräder beeinflusst Reichweite, Wendigkeit, Kraftbedarf und Kippstabilität
  • Eine aktive Einstellung erleichtert Antrieb, verlangt aber sichere Fahrtechnik
  • Antikippschutz und Training werden individuell abgestimmt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Druck- und Haltungskontrolle“. 3 P
  • Haut, Beckenstellung, Symmetrie, Stabilität, Atmung, Armfunktion und Schmerz werden im Sitzen und bei Aktivität geprüft
  • Druckkissen wird als Teil des Gesamtsystems ausgewählt
  • Regelmäßige Entlastung und Nachkontrolle bleiben notwendig

Rollstuhlhandhabung und Sicherheit

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundfertigkeiten im Rollstuhl“. 3 P
  • Bremsen, Fußstützen, Antrieb, Lenken, Wenden, Rückwärtsfahren und sicheres Anhalten werden schrittweise trainiert
  • Die Person lernt auch, Hindernisse einzuschätzen und Hilfe anzufordern
  • Training findet in relevanten Umgebungen statt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Transfer mit Rollstuhl“. 3 P
  • Rollstuhl wird stabil positioniert, gebremst und von störenden Fuß- oder Seitenteilen befreit
  • Höhen, Richtung und Hilfsmittel werden vorbereitet
  • Die gewählte Technik nutzt Eigenaktivität und vermeidet Zug an Armen oder unkontrolliertes Heben
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Gefälle, Schwellen und Bordsteine“. 3 P
  • Schwerpunktverlagerung, Geschwindigkeit und Hilfspersonentechnik werden unter gesicherten Bedingungen geübt
  • Ungeübte Bordsteinmanöver bergen Kippgefahr
  • Elektrische und manuelle Rollstühle erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen und Herstellerangaben
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitskontrolle“. 3 P
  • Vor Nutzung werden Bremsen, Reifen, Achsen, Fußstützen, Sitzsystem und lose Teile geprüft
  • Auffällige Geräusche, Spiel oder beschädigte Gurte werden nicht ignoriert
  • Wartung und Reparatur erfolgen über zuständige Fachstellen

Interprofessionelle Versorgung und Dokumentation

Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Rollen im Versorgungsteam“. 3 P
  • Betroffene Person, Ärztin oder Arzt, Therapeutinnen, Leistungserbringer und Kostenträger haben unterschiedliche Aufgaben
  • Ergotherapie bringt Betätigungsanalyse, Erprobung und Training ein
  • Zuständigkeiten werden transparent kommuniziert, damit Lücken und Doppelarbeit vermieden werden
Definieren Sie den Begriff „Hilfsmittelempfehlung“. 3 P
  • Eine Empfehlung beschreibt Betätigungsproblem, Ziel, relevante Befunde, erprobte Merkmale und Ergebnis
  • Sie benennt funktionelle Anforderungen statt nur einen Produktnamen
  • So bleibt die konkrete fachgerechte Auswahl durch den Leistungserbringer möglich
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Dokumentation der Versorgung“. 3 P
  • Festgehalten werden Bedarf, erprobte Varianten, Einstellungen, Schulung, Risiken, Einwilligungen und vereinbarte Kontrolle
  • Seriennummer oder Produktdaten können bei komplexen Hilfen relevant sein
  • Dokumentation ermöglicht Nachvollziehbarkeit bei Veränderungen
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Evaluation im Alltag“. 3 P
  • Nachkontrolle prüft tatsächliche Nutzung, Sicherheit, Beschwerden, Teilhabe und Wartungsbedarf
  • Umfeld und Gesundheitszustand können sich verändern
  • Eine erfolgreiche Übergabe ist deshalb kein endgültiger Abschluss, sondern Ausgangspunkt für bedarfsgerechte Anpassung

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • Übungen zur Selbsterfahrung
  • vgl. Lehrplan Prävention und Rehabilitation
  • Rheumatologie, Handchirurgie, Neurologie
  • Hilfsmittel zur Nahrungszubereitung und -aufnahme
  • Rollstuhltraining
  • Strumpfanzieher, Griffverdickungen
  • vgl. Lehrpläne Biologie, Anatomie und Physiologie sowie Spezielle Krankheitslehre
  • Lagerungsschienen, Schwanenhalsschienen Funktionsschienen, Quengelschienen
  • Übungen zur Selbsterfahrung

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 111.

LLernstoff58 Unterkapitel
Spiel als Betätigung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Merkmale des Spiels“ (4 Punkte)
  • Spiel ist überwiegend intrinsisch motiviert, freiwillig und vom Erleben getragen
  • Die spielende Person gestaltet Verlauf und Bedeutung mit
  • Häufig ist der Prozess wichtiger als ein äußeres Ergebnis
  • Spiel kann Gegenstände nutzen, entsteht aber auch ohne spezielles Spielzeug
Leiten Sie aus „Spiel als ergotherapeutisches Mittel“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Therapeutisch wird Spiel nicht beliebig angeboten, sondern mit einem Betätigungsziel verbunden
  • Anforderungen, Motivation und Kontext werden analysiert und angepasst
  • Das Spiel soll als bedeutsame Handlung erhalten bleiben und nicht zu einer verdeckten Übungsserie verarmen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel und Partizipation“ (3 Punkte)
  • Spiel ermöglicht Zugehörigkeit, Rollenübernahme, Austausch und gemeinsame Regeln
  • Eingeschränkte Spielteilhabe kann deshalb soziale Beziehungen, Entwicklung und Wohlbefinden beeinträchtigen
  • Ergotherapie betrachtet nicht nur Fertigkeiten, sondern auch Zugang und Mitspielen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel über die Lebensspanne“ (3 Punkte)
  • Bei Kindern ist Spiel ein zentraler Betätigungsbereich
  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen erscheinen ähnliche Qualitäten oft als Hobby, Sport, digitale Aktivität oder Freizeitgestaltung
  • Auswahl und Sprache werden an Alter, Kultur, Lebenslage und persönliche Bedeutung angepasst
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/POL Spielentwicklung Handout.pdf, 21.07.2026

Technische Medien als ergotherapeutische Mittel
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionen technischer Medien“ (2 Punkte)
  • Technische Medien können Information, Kommunikation, Befund, Training, Dokumentation, Präsentation und Umweltsteuerung unterstützen
  • Ihr Einsatz wird nach Zweck unterschieden, damit ein attraktives Gerät nicht automatisch als therapeutisch wirksam gilt
Leiten Sie aus „Therapeutischer und administrativer Einsatz“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Therapeutisch dienen Medien einer vereinbarten Aktivität oder Teilhabe
  • Administrativ unterstützen sie Berichte, Termine, Statistik, Abrechnung oder Inventar
  • Beide Bereiche verlangen Datenschutz, verlässliche Bedienung und klare Zuständigkeiten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Medium und Zielbezug“ (3 Punkte)
  • Auswahl beginnt mit Ziel, Person und Kontext, nicht mit der verfügbaren Technik
  • Geprüft werden Zugänglichkeit, Lernaufwand, Belastung, Kosten, Wartung und Alternativen
  • Ein analoges Mittel kann geeigneter sein, wenn es das Ziel einfacher erreicht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Kritischer Medieneinsatz“ (3 Punkte)
  • Nutzen und Risiken werden vorab benannt und im Verlauf überprüft
  • Technische Störung, Ablenkung, Datenschutz oder Abhängigkeit vom Anbieter können den Einsatz begrenzen
  • Medien ergänzen therapeutische Beziehung und Betätigung, sie ersetzen sie nicht automatisch
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Schienenversorgung: Grundlagen und Verordnung
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Begriff und Zweck“ (3 Punkte)
  • Schienen sind individuell angepasste Orthesen zur zeitlich begrenzten oder dauerhaften Lagerung, Fixierung, Korrektur oder Bewegungsführung
  • Orthese enthält griechisch orthos, „gerade, richtig“
  • Eine Schiene kann schützen, stabilisieren, mobilisieren, Fehlstellung begrenzen oder funktionelle Bewegung ermöglichen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungskontext“ (3 Punkte)
  • Schienen werden ärztlich verordnet und als ergänzende Maßnahme in ergotherapeutische Behandlung eingebettet
  • Sie kommen in Handchirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie und Pädiatrie zum Einsatz
  • Medizinische Diagnose, Gewebestabilität und Ziel müssen vor Herstellung geklärt sein
Definieren Sie den Begriff „Grundsatz“ (3 Punkte)
  • So viel Unterstützung wie nötig, so wenig Einschränkung wie möglich
  • Eine Schiene darf Funktion nicht unnötig ersetzen, Muskulatur dauerhaft inaktivieren oder benachbarte Gelenke blockieren
  • Nutzen, Tragezeit und Nachkontrolle werden mit der betroffenen Person vereinbart
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Verantwortung“ (3 Punkte)
  • Schienenbau umfasst Befund, Planung, Herstellung, Passformkontrolle, Anleitung, Dokumentation und Anpassung
  • Wunden, Ödeme, Sensibilitäts- oder trophische Störungen erhöhen das Risiko
  • Bei unklarer Verordnung oder instabiler Situation erfolgt Rücksprache
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungsentscheidung“ (2 Punkte)
  • Eine begründete Entscheidung nennt Diagnosekontext, zu schützende Struktur, erlaubte oder zu begrenzende Bewegung, funktionelles Ziel, Trageplan und Kontrollbedarf
  • Unklare Verordnung, instabile Gewebeverhältnisse oder fehlende Kontrollmöglichkeit erfordern Rücksprache
Quellen

Schiene(1).zip / Schienen E56_57.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen in der Ergotherapie E56_57.pdf, 14.07.2026

Funktionen und Bedeutung des Spiels
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Entwicklungsfunktionen des Spiels“ (3 Punkte)
  • Spiel unterstützt motorische, sensorische, kognitive, sprachliche, emotionale und soziale Entwicklung
  • Kinder erproben Ursache und Wirkung, Rollen, Regeln und Problemlösungen
  • Fortschritte entstehen nicht durch die Spielform allein, sondern durch aktive, passende Beteiligung
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel als Kommunikationsraum“ (3 Punkte)
  • Im Spiel werden Wünsche, Konflikte, Beziehungen und Gefühle häufig indirekt sichtbar
  • Gemeinsames Handeln eröffnet Kontakt, Aushandlung und Perspektivwechsel
  • Beobachtungen dürfen nicht vorschnell gedeutet werden, sondern werden mit Kontext und weiteren Befunden abgeglichen
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel und Emotionsregulation“ (3 Punkte)
  • Spiel kann Freude, Spannung, Entlastung und Verarbeitung ermöglichen
  • Wiederholung schafft Vorhersagbarkeit, Fantasie schafft Distanz und Bewegung kann Aktivierung regulieren
  • Bei Übererregung, Angst oder Kontrollverlust werden Intensität, Thema und Gruppensituation verändert
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Spielwert für Gesundheit und Wohlbefinden“ (2 Punkte)
  • Bedeutsames Spiel kann Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und erholsame Vertiefung fördern
  • Der gesundheitliche Wert liegt nicht nur im Training einzelner Funktionen, sondern im Erleben einer selbst gewählten, befriedigenden Betätigung mit realer Teilhabe
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/POL Spielentwicklung Handout.pdf, 21.07.2026

Grundlagen der Computertechnik
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Hardware und Software“ (4 Punkte)
  • Hardware umfasst physische Komponenten wie Rechner, Bildschirm, Tastatur und Speicher
  • Software bezeichnet Programme und Betriebssystem
  • Störungen werden zunächst dieser Ebene zugeordnet
  • Sichere Bedienung setzt Kenntnis von Anschlüssen, Stromversorgung und Updates voraus
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe“ (2 Punkte)
  • Daten gelangen über Eingabegeräte in das System, werden durch Software verarbeitet und über Bildschirm, Ton, Druck oder Steuerimpulse ausgegeben
  • Dieses Modell hilft, Barrieren zu lokalisieren und alternative Eingabe- oder Ausgabewege zu planen
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Dateien und Ordner“ (3 Punkte)
  • Dateien erhalten eindeutige Namen, Datum oder Version und werden in nachvollziehbaren Ordnerstrukturen gespeichert
  • Dubletten und lokale Einzelkopien erhöhen Fehlergefahr
  • Zugriffsrechte und Sicherung werden entsprechend Sensibilität und Arbeitsablauf geregelt
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Netzwerk und Internet“ (4 Punkte)
  • Ein Netzwerk verbindet Geräte und Dienste
  • Das Internet verbindet viele Netze
  • Verbindung bedeutet nicht automatisch sicheren Zugriff
  • Verschlüsselung, legitime Konten, aktuelle Systeme und kontrollierte Freigaben sind Voraussetzung für berufliche Nutzung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Statische, dynamische und funktionelle Schienen
Fragen und Antworten
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Statische Schienen“ (4 Punkte)
  • Statische Schienen besitzen keine beweglichen Bauteile
  • Sie immobilisieren, lagern, entlasten oder halten ein Gelenk in definierter Position
  • Redressierende statische Schienen üben einen langdauernden, niedrigen Korrekturreiz auf verkürzte Strukturen aus
  • Zu hoher Druck oder zu große Korrektur provozieren Schmerz und Gewebeschaden
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Dynamische Schienen“ (4 Punkte)
  • Dynamische Schienen verbinden eine stabile Basis mit elastischem Zug oder Gelenkmechanik
  • Sie erlauben bestimmte Bewegungen und unterstützen oder begrenzen andere
  • Einsatzgebiete sind Sehnenprotokolle, Lähmungen und Kontrakturen
  • Zugrichtung, Angriffspunkt und Kraft müssen biomechanisch begründet sein
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktions- und Übungsschienen“ (3 Punkte)
  • Sie ermöglichen eine konkrete Bewegung, die ohne Unterstützung nicht oder nur ungünstig möglich wäre
  • Ziel kann passives Sehnengleiten, Öffnen der Hand, Opposition oder Gelenkführung sein
  • Funktion wird an einer Aufgabe geprüft, nicht allein am Bewegungswinkel
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Kontraindikationen“ (2 Punkte)
  • Akute Infektion, starke Ödembildung, trophische Störung, Belastungsinstabilität, unzureichende Hautkontrolle oder fehlende Adhärenz können eine Versorgung ausschließen oder verändern
  • Eine Schiene ist kein Ersatz für medizinische Stabilisierung
Ordnen Sie „Einordnung einer Schiene“ fachlich ein (3 Punkte)
  • Eine Schiene wird nach Konstruktion, primärer Wirkung und funktionellem Ziel eingeordnet
  • Statisch bedeutet ohne bewegliche Bauteile, dynamisch mit geführter Kraft oder Mechanik
  • Entscheidend bleibt, welche Bewegung geschützt, ermöglicht oder korrigiert werden soll
Quellen

Schiene(1).zip / Schienen E56_57.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen in der Ergotherapie E56_57.pdf, 14.07.2026

Spielformen und Spielentwicklung
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Manipulations- und Funktionsspiel“ (3 Punkte)
  • Frühe Spielformen beruhen auf Wahrnehmen, Bewegen, Wiederholen und dem Erleben von Wirkungen
  • Später werden Gegenstände entsprechend ihrer üblichen Funktion benutzt und kombiniert
  • Beobachtet werden Initiative, Variation, Aufmerksamkeit und Anpassung an Rückmeldungen
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Symbol-, Fantasie- und Konstruktionsspiel“ (4 Punkte)
  • Im Symbolspiel erhält ein Gegenstand oder eine Handlung eine vorgestellte Bedeutung
  • Fantasiespiel verbindet Rollen und erfundene Situationen
  • Konstruktionsspiel zielt auf ein hergestelltes Gebilde
  • Diese Formen verlangen zunehmend Vorstellung, Planung und flexible Bedeutungszuweisung
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Regel- und Sozialspiel“ (3 Punkte)
  • Regelspiele beruhen auf vereinbarten Abläufen, Rollen und Folgen
  • Sozialspiel verlangt zusätzlich Abstimmung, Warten, Perspektivübernahme und Umgang mit Gewinnen oder Verlieren
  • Regeln dürfen angepasst werden, müssen für alle Beteiligten verständlich und fair bleiben
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Entwicklungsangemessene Interpretation“ (3 Punkte)
  • Spielformen geben Orientierung, sind aber keine starre Altersnorm
  • Erfahrung, Kultur, Behinderung, Interessen und Umwelt beeinflussen das beobachtete Spiel
  • Beurteilt wird die individuelle Spielqualität und Teilhabe, nicht die bloße Übereinstimmung mit einer Altersliste
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/POL Spielentwicklung Handout.pdf, 21.07.2026

Ein- und Ausgabegeräte
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Eingabegeräte“ (2 Punkte)
  • Tastatur, Maus, Touchscreen, Mikrofon, Kamera, Schalter oder Sensoren übertragen Handlungen in digitale Befehle
  • Eignung hängt von Bewegungsumfang, Kraft, Zielgenauigkeit, Wahrnehmung, Sprache, Ausdauer und Fehlertoleranz ab
Definieren Sie den Begriff „Ausgabegeräte“ (3 Punkte)
  • Bildschirm, Lautsprecher, Drucker, Vibrationssignal oder externe Steuerung geben Informationen aus
  • Größe, Kontrast, Lautstärke, Position und zeitliche Dauer werden angepasst
  • Mehrere Ausgabekanäle können sich ergänzen oder unnötig überlasten
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomische Geräteanordnung“ (4 Punkte)
  • Bildschirmhöhe, Blickabstand, Unterarmauflage, Eingabeposition und Kabelwege werden an Körper und Aufgabe angepasst
  • Häufige Bedienhandlungen liegen im günstigen Greifraum
  • Haltung darf wechseln
  • Starre „Idealpositionen“ werden nicht dauerhaft erzwungen
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Fehleranalyse bei Bedienproblemen“ (3 Punkte)
  • Zuerst wird geklärt, ob Ursache in Gerät, Programm, Aufgabe, Verständnis oder körperlicher Ausführung liegt
  • Einzelne Variablen werden verändert und erneut getestet
  • Neue Technik wird nicht vorschnell beschafft, wenn eine einfache Einstellung das Problem löst
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Befund“ bei „Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Aktives und passives Bewegungsausmaß, Schmerz, Ödem, Haut, Sensibilität, Kraft und Zielaktivität werden erhoben
  • Eine deutliche Differenz zwischen passiver und aktiver Bewegung spricht für andere Ursachen als eine feste Kontraktur
  • Gelenkstellung wird nachvollziehbar dokumentiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Anatomische Orientierung“ (3 Punkte)
  • Beugefurchen, Knochenvorsprünge und Handachsen bestimmen Ränder und Konturen
  • Bewegliche Gelenke müssen frei bleiben, sofern sie nicht gezielt eingeschlossen werden
  • Die Schiene folgt der dreidimensionalen Form, ohne Sehnen, Nerven oder Gefäße punktuell zu komprimieren
Nennen Sie zentrale Aspekte von „Materialauswahl“ bei „Befund, Planung, Material und Arbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Niedrigtemperatur-Thermoplaste unterscheiden sich in Dicke, Perforation, Memory, Elastizität, Oberflächenhaftung und Stabilität
  • Auswahl richtet sich nach Hebel, Belastung, Gewicht, Haut, Korrekturbedarf, Kosten und Erfahrung
  • Verschlüsse verteilen Zug und müssen selbstständig bedienbar sein
Definieren Sie den Begriff „Arbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Gute Beleuchtung, Belüftung, Wasseranschluss, Schienenbad, saubere Werkzeuge und höhenverstellbare Sitz- und Arbeitsfläche sind erforderlich
  • Therapeutin und Patient sitzen stabil, häufig über Eck
  • Warmes Material wird angekündigt und bei eingeschränkter Sensibilität besonders vorsichtig angelegt
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planungsgrundlage der Gelenkstellung“ (3 Punkte)
  • Aktives und passives Bewegungsausmaß, Schmerz, Gewebestabilität und anatomische Orientierung sichern die Planung
  • Messprotokoll und sichtbare Gelenkachse machen die Stellung nachvollziehbar
  • Materialwahl und Schnittmuster folgen dem konkreten Hebel und Versorgungsziel
Quellen

Schiene(1).zip / Schienen E56_57.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen in der Ergotherapie E56_57.pdf, 14.07.2026

Spielfähigkeit, Motivation und Flow
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spielfähigkeit“ (2 Punkte)
  • Spielfähigkeit bezeichnet die Art, wie eine Person Spiel initiiert, gestaltet, variiert und gemeinsam trägt
  • Hinweise sind Eigeninitiative, innere Beteiligung, flexible Nutzung von Material, Umgang mit Regeln und die Fähigkeit, in eine Spielidee einzutreten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Flow im Spiel“ (3 Punkte)
  • Flow ist eine intensive Vertiefung, bei der Aufmerksamkeit gebündelt ist und Handlung sowie Rückmeldung eng zusammenpassen
  • Er entsteht eher, wenn Herausforderung und Fähigkeit ausgewogen sind
  • Überforderung führt zu Anspannung, Unterforderung häufig zu Langeweile
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Intrinsische und äußere Motivation“ (3 Punkte)
  • Intrinsische Motivation entsteht aus Interesse und Tätigkeit selbst
  • Lob, Punkte oder Belohnungen können Teilnahme anstoßen, dürfen aber die Selbstbestimmung nicht ersetzen
  • Therapeutisch wird geprüft, ob die Person wirklich spielen will oder nur Erwartungen erfüllt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Motivationsgerechte Steigerung“ (3 Punkte)
  • Eine Steigerung verändert jeweils wenige Anforderungen und erhält erkennbare Erfolgschancen
  • Wahlmöglichkeiten, unmittelbare Rückmeldung und bedeutsame Themen unterstützen Beteiligung
  • Nachlassende Freude kann ein Hinweis auf falsche Dosierung, nicht auf mangelnden Willen sein
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/POL Spielentwicklung Handout.pdf, 21.07.2026

Barrierefreie Computerbedienung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Barrierefreie Bedienung“ (2 Punkte)
  • Barrierefreiheit bedeutet, dass Informationen und Funktionen mit unterschiedlichen sensorischen, motorischen und kognitiven Voraussetzungen erreichbar sind
  • Dazu gehören Tastaturbedienung, Kontrast, Skalierung, verständliche Struktur und kompatible Hilfstechnologien
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Alternative Eingabe“ (2 Punkte)
  • Möglich sind Trackball, Joystick, Touch, Kopf- oder Blicksteuerung, einzelne Schalter, Bildschirmtastatur und Spracheingabe
  • Auswahl richtet sich nach zuverlässiger willkürlicher Bewegung, Positionierung, Ermüdung, Fehlerrate und gewünschter Aktivität
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Alternative Ausgabe“ (2 Punkte)
  • Vergrößerung, Screenreader, Sprachausgabe, Untertitel, visuelle Signale und vereinfachte Darstellung gleichen unterschiedliche Zugänge aus
  • Ausgabe wird in realen Aufgaben getestet, weil technische Verfügbarkeit allein keine verständliche Nutzung garantiert
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Training assistiver Computerzugänge“ (4 Punkte)
  • Positionierung, Auslösefläche, Zeitparameter und Befehlsumfang werden schrittweise eingestellt
  • Training beginnt mit bedeutsamen Funktionen und kurzen Erfolgsfolgen
  • Ermüdung und Kompensation werden beobachtet
  • Einstellungen bleiben dokumentiert und reproduzierbar
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Passform, Druckstellen und Patienteninformation
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Druckverteilung“ (3 Punkte)
  • Druck lässt sich nicht vollständig vermeiden, soll aber großflächig verteilt werden
  • Besondere Risiken bestehen über Processus styloidei, Daumensattel, MCP-Köpfchen, Ulna, Radius und Schienenrändern
  • Ränder werden geglättet, nach außen gebördelt oder bei Bedarf gepolstert
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Haut- und Durchblutungskontrolle“ (4 Punkte)
  • Rötung, Schmerz, Taubheit, Kribbeln, Blau- oder Weißfärbung, Kälte, Blasen oder offene Haut zeigen eine problematische Passform
  • Eine kurzzeitige gleichmäßige Rötung kann nach Druck auftreten
  • Sie muss rasch abklingen
  • Sensibilitätsverlust verlangt häufigere Fremdkontrolle
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Trageplan und Pflege“ (4 Punkte)
  • Tragedauer, Pausen, Reinigung, Hautschutz und erlaubte Übungen werden schriftlich erklärt
  • Lauwarmes Seifenwasser reicht bei vielen Thermoplasten
  • Hohe Temperaturen verformen das Material
  • Baumwollschlauch oder Perforation können Schwitzen reduzieren
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Nachkontrolle“ (3 Punkte)
  • Die erste Kontrolle erfolgt zeitnah, weil Ödem und Gewebeform sich rasch ändern
  • Ziel, Passgenauigkeit, Tragekomfort, Handhabung und tatsächlicher Alltagseinsatz werden geprüft
  • Bei Druckstelle, Wundproblem oder Funktionsverlust wird die Schiene angepasst oder pausiert und medizinisch rückgekoppelt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Warnzeichen unter einer Schiene“ (3 Punkte)
  • Anhaltende Rötung, zunehmender Schmerz, Taubheit, Kribbeln, Blässe, Blaufärbung, Kälte, Blasen oder offene Haut verlangen sofortige Entlastung und Kontrolle
  • Die Schiene wird nicht eigenmächtig weitergetragen oder stark nachgeformt
  • Zuständige Fachpersonen werden kontaktiert
Quellen

Schiene(1).zip / Druckstellen.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen E56_57.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen in der Ergotherapie E56_57.pdf, 14.07.2026

Spielanalyse: Person, Betätigung und Umwelt
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Bedingungen bei „Personbezogene Spielbedingungen“ (3 Punkte)
  • Erfasst werden Interessen, Rollen, Erfahrungen, Kommunikation, Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Emotion und Belastbarkeit
  • Ressourcen und bevorzugte Strategien sind ebenso wichtig wie Einschränkungen
  • Die Analyse beginnt bei der konkreten spielenden Person
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Betätigungsbezogene Spielanforderungen“ (3 Punkte)
  • Untersucht werden Ziel, Regeln, Reihenfolge, Tempo, Material, Raum, Zufall, Wettbewerb, soziale Rollen und erforderliche Fertigkeiten
  • Eine allgemeine Aussage wie „fördert Konzentration“ reicht nicht
  • Entscheidend ist, welche Aufmerksamkeit wann und wie lange benötigt wird
Nennen Sie die zentralen Bedingungen bei „Umweltbezogene Spielbedingungen“ (2 Punkte)
  • Raum, Lärm, Beleuchtung, Sitzordnung, verfügbare Zeit, Mitspielende, kulturelle Erwartungen und Zugänglichkeit beeinflussen die Ausführung
  • Eine Person kann dieselbe Spielform in ruhiger Zweiersituation bewältigen und in einer lauten Gruppe nicht
Analysieren Sie den Zusammenhang bei „Passung als therapeutischer Kern“ (3 Punkte)
  • Therapeutische Eignung entsteht aus der Passung zwischen Person, Spiel und Umwelt
  • Wird nur die Person trainiert, bleiben Barrieren bestehen
  • Häufig verbessert eine veränderte Regel, ein anderer Platz oder geeignetes Material die Teilhabe unmittelbarer als zusätzliche Übung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/POL Spielentwicklung Handout.pdf, 21.07.2026

Digitale Dokumentation
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungen digitaler Dokumentation“ (3 Punkte)
  • Dokumentation muss sachlich, zeitnah, nachvollziehbar, lesbar und der verantwortlichen Person zuordenbar sein
  • Befund, Ziel, Intervention, Reaktion und weiterer Plan werden getrennt erkennbar
  • Vorlagen unterstützen, dürfen aber individuelle Inhalte nicht ersetzen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Struktur eines Behandlungsberichts“ (3 Punkte)
  • Ein Bericht nennt Anlass, relevante Befunde, Betätigungsprobleme, Ziele, Maßnahmen, Verlauf und Empfehlung
  • Beobachtung und Interpretation werden sprachlich unterschieden
  • Unklare Abkürzungen, wertende Etiketten und kopierte Alttexte werden vermieden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versionierung und Korrektur“ (4 Punkte)
  • Änderungen müssen nachvollziehbar bleiben
  • Ältere Fassungen werden nicht unkontrolliert überschrieben
  • Dateiname oder Systemhistorie zeigen Datum und Status
  • Fehler werden transparent korrigiert, statt die ursprüngliche Eintragung spurlos zu entfernen
Definieren Sie den Begriff „Zugriffssteuerung“ (3 Punkte)
  • Nur berechtigte Personen erhalten die für ihre Aufgabe nötigen Rechte
  • Bildschirmsperre, sichere Anmeldung und geregelte Weitergabe schützen Daten
  • Ausdrucke und mobile Geräte werden ebenso kontrolliert wie digitale Speicherorte
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Statische palmare Handgelenkschiene
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziel und Form“ (3 Punkte)
  • Eine palmare Handgelenkschiene stabilisiert das Handgelenk, während Fingergrundgelenke und Daumen möglichst frei bleiben
  • Länge und Breite müssen ausreichend Hebel und Druckverteilung bieten
  • Das Schnittmuster umfasst ungefähr zwei Drittel des Unterarms und den Mittelhandbereich
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Statische palmare Handgelenkschiene“ (4 Punkte)
  • Das Muster wird am Arm kontrolliert, auf Thermoplast übertragen, grob zugeschnitten und erwärmt
  • Das Material wird palmar modelliert
  • Thenar, Hypothenar und Handgelenkskonturen werden angeformt
  • Ränder werden nach Aushärtung exakt beschnitten, geglättet und leicht ausgestellt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Positionierung“ (3 Punkte)
  • Die Gelenkstellung richtet sich nach Diagnose und Verordnung
  • Häufig wird eine leichte Dorsalextension gewählt, aber keine Standardposition gilt für alle Verletzungen
  • Daumenopposition und vollständige Fingerbewegung bleiben erhalten, sofern sie nicht bewusst begrenzt werden
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abschlusskontrolle“ (2 Punkte)
  • Geprüft werden Winkel, Länge, Stabilität, Beugefurchenfreiheit, Druckpunkte und Verschlussrichtung
  • Die Schiene darf am proximalen Rand nicht einschneiden, distal keine Mittelhandbewegung blockieren und ulnar wie radial ausreichend seitliche Führung bieten
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abschlusskontrolle der Handgelenkschiene“ (2 Punkte)
  • Kontrolliert werden geplante Gelenkstellung, freie Finger- und Daumenbewegung, gleichmäßige Druckverteilung, glatte Ränder, sichere Verschlüsse, Hautfarbe, Sensibilität und selbstständige Handhabung
  • Trageplan, Pflege und Warnzeichen werden praktisch wiederholt
Quellen

Schiene(1).zip / Statische Schiene Handgelenk palmar.pdf, 14.07.2026

Anforderungsanalyse von Spielen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Motorische und sensorische Anforderungen“ (2 Punkte)
  • Analysiert werden Haltung, Reichweite, Greifen, Kraftdosierung, Koordination, Gleichgewicht sowie visuelle, auditive, taktile und propriozeptive Verarbeitung
  • Materialgröße, Oberflächenwiderstand und Spieltempo verändern dieselbe Aufgabe erheblich
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive Anforderungen“ (2 Punkte)
  • Relevante Bereiche sind Regelverständnis, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planung, Inhibition, Flexibilität, Rechnen und Problemlösen
  • Die Analyse benennt konkrete Entscheidungspunkte und vermeidet pauschale Zuschreibungen wie „kognitiv fördernd“
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Emotionale und soziale Anforderungen“ (3 Punkte)
  • Warten, Fehler aushalten, verlieren, gewinnen, Nähe zulassen, verhandeln und sich zeigen können hohe Anforderungen darstellen
  • Gruppendynamik und Vorerfahrungen beeinflussen die Belastung
  • Eine sichere Atmosphäre ist Teil der Aufgabenanpassung
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Ergebnis der Anforderungsanalyse“ (3 Punkte)
  • Die Analyse führt zu einer begründeten Auswahl, Anpassung und Beobachtungsfrage
  • Sie beschreibt, welche Anforderungen therapeutisch genutzt, welche reduziert und welche Sicherheitsgrenzen eingehalten werden
  • Erst danach wird das Spiel praktisch eingesetzt
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Textverarbeitung und Formulare
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Berufliche Textverarbeitung“ (3 Punkte)
  • Textprogramme unterstützen Berichte, Anschreiben, Anleitungen und standardisierte Formulare
  • Inhaltliche Klarheit hat Vorrang vor dekorativer Gestaltung
  • Formatvorlagen, Überschriften und automatische Listen sichern einheitliche, bearbeitbare Dokumente
Definieren Sie den Begriff „Formulare“ (3 Punkte)
  • Formulare strukturieren wiederkehrende Angaben und reduzieren Auslassungen
  • Pflichtfelder, Antwortformate und Freitext müssen zum Zweck passen
  • Ein zu enges Formular kann relevante individuelle Informationen verdrängen und wird deshalb regelmäßig geprüft
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Lesbare Dokumentgestaltung“ (3 Punkte)
  • Kurze Absätze, klare Überschriften, ausreichender Kontrast und verständliche Sprache erhöhen Nutzbarkeit
  • Informationen werden nicht ausschließlich durch Farbe vermittelt
  • Digitale Dokumente erhalten logische Reihenfolge und beschreibende Bezeichnungen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Vorlagenkontrolle“ (3 Punkte)
  • Vorlagen werden auf aktuelle Rechtsgrundlagen, fachliche Begriffe, Datenschutz und unnötige Felder geprüft
  • Änderungen erhalten Version und Verantwortlichkeit
  • Veraltete Kopien werden aus dem Arbeitsablauf entfernt, damit nicht parallel widersprüchliche Formulare entstehen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Daumenhülse
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ziele und Indikationen“ (3 Punkte)
  • Eine Daumenhülse stabilisiert je nach Schnitt das Sattel- und gegebenenfalls Grundgelenk
  • Indikationen sind Schmerz und Instabilität bei Rhizarthrose, Bandverletzung, postoperative Ruhigstellung, Fehlstellung oder funktionelle Unterstützung
  • Opposition und Pinzettengriff sollen soweit möglich erhalten bleiben
Beschreiben Sie die Planung bei „Daumenhülse“ (3 Punkte)
  • Vorher wird festgelegt, welche Gelenke eingeschlossen, welche Bewegungen erlaubt und welche Griffposition benötigt werden
  • Wunden, Verbände, Kirschner-Drähte und Schwellung verändern das Muster
  • Materialstärke richtet sich nach Stabilität und Größe der Schiene
Begründen Sie die Anpassung bei „Daumenhülse“ (3 Punkte)
  • Das erwärmte Material wird von dorsal um das Daumensattelgelenk geführt und an thenarer sowie dorsaler Handfläche modelliert
  • Beugefalte des IP-Gelenks und palmare Hohlhand bleiben frei
  • Verschlüsse werden so angebracht, dass sie Druck verteilen und eigenständig bedienbar sind
Beurteilen Sie die fachliche Kontrolle bei „Daumenhülse“ (2 Punkte)
  • IP-Beweglichkeit, Daumenstellung, Endstellung der Opposition, Haut, Kanten und Stabilität werden geprüft
  • Die Schiene darf nicht zu lang sein, kein Hohlhandproblem erzeugen und den Daumen nicht ungewollt in schmerzhafte Abduktion oder Adduktion drücken
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Funktionskontrolle der Daumenhülse“ (2 Punkte)
  • Die Hülse stabilisiert die verordnete Struktur, ohne notwendige Opposition, Pinzettengriff oder freie Bewegung nicht eingeschlossener Gelenke unnötig zu blockieren
  • Daumensattel, erste Zwischenfingerfalte und Haut werden unter einer typischen Greifaufgabe kontrolliert
Quellen

Schiene(1).zip / Schienenherstellung Daumenhülse.pdf, 14.07.2026

Indikation, Kontraindikation und Sicherheit
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Indikation eines Spiels“ (3 Punkte)
  • Ein Spiel ist indiziert, wenn sein Anforderungsprofil zu einem vereinbarten Ziel und zur Motivation der Person passt
  • Es muss zugänglich, verständlich und dosierbar sein
  • Die Auswahl wird aus Befund und Betätigungsanliegen abgeleitet, nicht aus persönlicher Vorliebe der Therapeutin
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Kontraindikation oder Anpassungsbedarf“ (3 Punkte)
  • Akute Überlastung, unkontrollierbares Sturz- oder Verletzungsrisiko, starke Reizüberflutung, destruktive Gruppendynamik oder ein belastendes Thema können gegen die aktuelle Form sprechen
  • Häufig ist Anpassung möglich
  • Bei fortbestehendem Risiko wird abgebrochen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitsprüfung vor Spielbeginn“ (2 Punkte)
  • Geprüft werden Materialzustand, Kleinteile, Allergien, Bewegungsraum, Sitz- und Standstabilität, Verständlichkeit der Regeln und Notwendigkeit von Aufsicht
  • Bei Kindern und kognitiven Einschränkungen wird auch vorhersehbare Fehlanwendung berücksichtigt
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Würde und Freiwilligkeit“ (3 Punkte)
  • Spiel darf nicht infantilisieren, beschämen oder zur Offenlegung persönlicher Inhalte zwingen
  • Zustimmung, Ausstiegsmöglichkeit und respektvolle Rollenwahl werden geklärt
  • Eine therapeutische Zielsetzung hebt das Recht auf Ablehnung nicht auf
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Tabellen, Statistik und Inventar
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Tabellenkalkulation im Berufsalltag“ (3 Punkte)
  • Tabellenprogramme können Termine, Bestände, Bestellungen, einfache Statistiken und Verlaufswerte strukturieren
  • Spalten und Einheiten werden eindeutig benannt
  • Personenbezogene Daten werden nur verarbeitet, wenn Zweck, Schutz und Berechtigung geklärt sind
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Formeln und Plausibilitätsprüfung“ (3 Punkte)
  • Berechnungen werden mit nachvollziehbaren Formeln statt manueller Wiederholung ausgeführt
  • Stichproben, Summenkontrolle und Grenzwerte helfen, Fehler zu entdecken
  • Ein formal korrektes Ergebnis kann dennoch sachlich falsch sein, wenn Eingabedaten oder Bezugszellen nicht stimmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bestell- und Inventarlisten“ (3 Punkte)
  • Artikel, Menge, Einheit, Lagerort, Mindestbestand, Preis und Datum werden konsistent geführt
  • Zuständigkeit und Aktualisierungsrhythmus sind festgelegt
  • Verbrauchsmaterial, Medizinprodukt und persönliches Eigentum werden getrennt gekennzeichnet
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Diagramme und Statistik“ (3 Punkte)
  • Diagramme verdichten Daten, dürfen Zusammenhänge aber nicht vortäuschen
  • Achsen, Einheiten, Zeitraum und Stichprobe werden genannt
  • Für kleine therapeutische Verläufe sind transparente Einzelwerte oft aussagekräftiger als dekorative Grafiken
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Dynamische MCP-Schiene für den Daumen
Fragen und Antworten
Begründen Sie die Indikation bei „Dynamische MCP-Schiene für den Daumen“ (3 Punkte)
  • Überbeweglichkeit im Daumengrundgelenk kann zu Schmerz und Überlastung führen
  • Die dynamische MCP-Schiene begrenzt Hyperextension, lässt aber Flexion und funktionelle Opposition zu
  • Sie eignet sich, wenn starre Immobilisation die Alltagshand unnötig einschränken würde
Definieren Sie den Begriff „Biomechanik“ (3 Punkte)
  • Die mechanischen Drehpunkte der Schiene müssen mit dem Gelenk annähernd übereinstimmen
  • Liegen sie falsch, entstehen Scherkräfte, Wandern oder Druck
  • Während der Anpassung wird das MCP in der gewünschten leichten Flexion gehalten
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Dynamische MCP-Schiene für den Daumen“ (4 Punkte)
  • Eine kurze Daumenbasis wird aus Thermoplast geformt
  • Seitliche Elemente und ein bewegliches Verbindungsteil bilden das Scheingelenk
  • Löcher, Kanten und Nieten werden sorgfältig bearbeitet
  • Das Handgelenk und die palmare Beugefalte bleiben frei
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionsprüfung“ (3 Punkte)
  • Die Patientin testet Flexion, Opposition und relevante Griffe
  • Hyperextension muss zuverlässig gestoppt werden, ohne scharfe Kante, Instabilität oder Blockade im Sattel- und IP-Gelenk
  • Nachkontrolle prüft Materialermüdung und Passform
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Achsen- und Zugkontrolle“ (3 Punkte)
  • Der mechanische Drehpunkt muss mit der funktionellen Gelenkachse zusammenwirken
  • Bewegung darf nicht verschoben, verkantet oder schmerzhaft geführt werden
  • Zugrichtung, Kraft, Angriffspunkt und Rückführung werden über den gesamten erlaubten Bewegungsweg geprüft
Quellen

Schiene(1).zip / Dynamische MCP-Schiene für den Daumen.pdf, 14.07.2026

Regel-, Material- und Umweltadaption
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Regeladaption“ (3 Punkte)
  • Regeln können vereinfacht, visualisiert, schrittweise eingeführt oder kooperativ statt kompetitiv gestaltet werden
  • Änderungen gelten transparent für alle
  • Die Kernidee des Spiels bleibt erkennbar, damit Anpassung nicht zu einer völlig anderen Aufgabe führt
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Materialadaption“ (2 Punkte)
  • Größere oder kontrastreiche Spielteile, Griffverdickungen, rutschhemmende Unterlagen, Kartenhalter und taktile Markierungen können Zugang schaffen
  • Das Material wird auf sichere Handhabung, Reinigung und tatsächliche Selbstständigkeit geprüft
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Umweltadaption“ (3 Punkte)
  • Lärm, Licht, Sitzposition, Tischhöhe, Abstand, Zeitdruck und Gruppengröße werden verändert
  • Ein klar begrenzter Spielbereich und vorbereitete Ablageflächen können Orientierung verbessern
  • Umweltanpassung ist keine bloße Komfortmaßnahme, sondern Teil der Intervention
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Grading eines Spiels“ (3 Punkte)
  • Grading verändert Schwierigkeit gezielt und reversibel
  • Möglich sind weniger Elemente, kürzere Runden, mehr Zeit, Partnerhilfe oder reduzierte Auswahl
  • Gesteigert wird durch komplexere Regeln, höhere Genauigkeit, Eigenplanung oder zusätzliche soziale Anforderungen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Präsentation eigener Arbeit
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziel einer Präsentation“ (3 Punkte)
  • Eine Präsentation vermittelt ausgewählte Informationen an eine konkrete Zielgruppe
  • Kernbotschaft, Zeit und gewünschte Handlung werden vor Gestaltung festgelegt
  • Folien unterstützen den Vortrag und ersetzen weder Erklärung noch Demonstration
Definieren Sie den Begriff „Foliendesign“ (3 Punkte)
  • Pro Folie steht eine erkennbare Aussage im Mittelpunkt
  • Schrift, Kontrast und Bildgröße müssen aus dem Raum lesbar sein
  • Lange Absätze, dekorative Animationen und unnötige Effekte erhöhen Belastung und verdecken fachliche Struktur
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Demonstration und Medienwechsel“ (3 Punkte)
  • Geräte, Hilfsmittel oder Bewegungsabläufe werden so gezeigt, dass entscheidende Schritte sichtbar sind
  • Video, Bild, Sprache und reale Demonstration werden gezielt kombiniert
  • Für technische Ausfälle liegt eine einfache Ersatzform bereit
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Quellen in Präsentationen“ (4 Punkte)
  • Fremde Aussagen, Bilder und Daten werden nachvollziehbar belegt
  • Quellen erscheinen direkt an der relevanten Stelle oder in eindeutigem Verzeichnis
  • Eine Bildersuche ist keine Quelle
  • Urheber, Titel, Herkunft und Nutzungsrecht werden geprüft
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk
Fragen und Antworten
Erklären Sie den Zweck von „Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk“ (3 Punkte)
  • Die Streckstoppschiene begrenzt Hyperextension des PIP-Gelenks und lässt Flexion zu
  • Sie kann bei instabiler volarer Platte oder beginnender Schwanenhalsstellung eingesetzt werden
  • Der erlaubte Streckwinkel folgt Befund und Verordnung
Definieren Sie den Begriff „Konstruktion“ (3 Punkte)
  • Ein schmaler Thermoplaststreifen wird in Form einer Acht um Grund- und Mittelphalanx geführt
  • Die Kreuzung liegt in der PIP-Beugefalte, ohne dort scharfe Kanten zu erzeugen
  • Während des Aushärtens wird der gewünschte Streckstopp eingestellt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ödem und Anpassung“ (4 Punkte)
  • Schwellung verändert den Sitz
  • Wenn das Gelenk abschwillt, kann die Schiene rutschen und der Schutz verloren gehen
  • Material mit Memory lässt sich teilweise punktuell nachformen
  • Andernfalls wird neu angepasst
Beurteilen Sie die fachliche Kontrolle bei „Streckstoppschiene für das PIP-Gelenk“ (3 Punkte)
  • Flexion muss frei, Hyperextension zuverlässig begrenzt sein
  • Haut, Seitenbänder, Beugefalte und angrenzende Gelenke werden kontrolliert
  • Die Schiene darf nicht rotieren oder beim Greifen störend auftragen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Schutzeffekt der PIP-Streckstoppschiene“ (2 Punkte)
  • Die Schiene erlaubt die freigegebene Beugung und stoppt Streckung in der vorgegebenen Grenze
  • Verlorener Schutzeffekt zeigt sich durch verrutschende Anlage, veränderten Winkel, Druck, instabile Führung oder unkontrollierte Endstellung und verlangt sofortige Nachkontrolle
Quellen

Schiene(1).zip / Streckstoppschiene PIP Langfinger.pdf, 14.07.2026

Spiel in Gruppen
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Zusammensetzung einer Spielgruppe“ (2 Punkte)
  • Alter, Kommunikationsform, Belastbarkeit, Interessen, Rollen und notwendige Unterstützung werden berücksichtigt
  • Eine Gruppe braucht ein gemeinsames Mindestmaß an Regelverständnis, darf aber unterschiedliche Fertigkeiten enthalten, wenn Aufgaben und Rollen passend verteilt sind
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Leitung eines Gruppenspiels“ (3 Punkte)
  • Die Leitung klärt Ziel, Regeln, Zeit und Ausstiegsmöglichkeiten, beobachtet Beteiligung und greift so wenig wie nötig ein
  • Sie schützt vor Dominanz und Ausschluss, ohne jede Aushandlung zu übernehmen
  • Reflexion verbindet Spielerlebnis und therapeutisches Ziel
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Kooperation und Wettbewerb“ (4 Punkte)
  • Kooperative Spiele bündeln Beiträge für ein gemeinsames Ergebnis
  • Wettbewerb kann Spannung und Leistungsbereitschaft erzeugen
  • Die Form wird an Gruppe und Ziel angepasst
  • Wiederholtes Verlieren, Bloßstellung oder ungleiche Chancen erfordern Regeländerung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Konflikte im Spiel“ (3 Punkte)
  • Konflikte können aus unklaren Regeln, Rollen, Frustration oder unterschiedlichen Fairnessvorstellungen entstehen
  • Zuerst wird Sicherheit hergestellt, dann der konkrete Anlass geklärt
  • Eine kurze gemeinsame Regelrevision ist oft hilfreicher als moralische Bewertung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Recherche und Quellenbewertung
Fragen und Antworten
Ordnen Sie „Systematische Recherche“ fachlich ein (3 Punkte)
  • Eine klare Frage wird in zentrale Begriffe, Synonyme und Ausschlusskriterien zerlegt
  • Mehrere geeignete Suchorte werden genutzt, Treffer dokumentiert und nach Relevanz ausgewählt
  • Suchmaschinen liefern Zugänge, ersetzen aber keine Quellenbewertung
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Qualität einer digitalen Quelle“ (3 Punkte)
  • Geprüft werden Autorenschaft, Institution, Aktualität, Belege, Methode, Zielgruppe und Korrekturmöglichkeiten
  • Fachliche Nähe allein garantiert keine Unabhängigkeit
  • Aussagen werden möglichst mit Primärquellen oder anerkannten Leitlinien abgeglichen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Interessen und Sprache“ (3 Punkte)
  • Finanzierung, Produktbindung und institutionelle Interessen können Auswahl und Darstellung beeinflussen
  • Schlagwörter wie „innovativ“ oder „revolutionär“ sind keine Wirksamkeitsbelege
  • Präzise Begriffe, Daten und Grenzen sind stärker zu gewichten als Modernitätsrhetorik
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Dokumentation der Recherche“ (3 Punkte)
  • Suchdatum, Suchbegriffe, Datenbank, relevante Treffer und Auswahlgrund werden festgehalten
  • Dadurch bleibt die Suche wiederholbar und aktualisierbar
  • Nicht gefundene Evidenz wird als Unsicherheit benannt, nicht als Beweis fehlender Wirkung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Schienen bei distalen Fingerverletzungen
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Verletzungsbilder“ (3 Punkte)
  • Quetschung, Endgliedfraktur, Nagelbettverletzung und Strecksehnenabriss benötigen unterschiedliche Schienen
  • Beim Mallet-Finger muss das DIP in definierter Extension gehalten werden, während das PIP beweglich bleibt
  • Frakturtyp und operative Drähte verändern die Konstruktion
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Schienentypen“ (3 Punkte)
  • Zirkuläre, dorsale, volare, dorsovolare oder Sandwich-Schienen verteilen Druck unterschiedlich
  • Verband, Wunde und empfindliche Fingerbeere werden berücksichtigt
  • Ein dünner Trikotschlauch verhindert Ankleben des warmen Materials
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Herstellung und Abnehmen“ (4 Punkte)
  • Das Material wird exakt am Finger modelliert und nach Aushärtung zugeschnitten
  • Beim Abnehmen darf die geschützte Gelenkstellung nicht verloren gehen
  • Häufig stabilisiert eine zweite Person den Finger
  • Bei herausragenden Drähten wird berührungsfrei ausgespart
Definieren Sie den Begriff „Adhärenz“ bei „Schienen bei distalen Fingerverletzungen“ (3 Punkte)
  • Kontinuierliche Tragezeiten können entscheidend sein
  • Die Person erhält konkrete Anleitung zum Hautreinigen, Wechseln und sicheren Abnehmen
  • Kleine Druckstellen müssen früh korrigiert werden, weil vorgefertigte enge Schienen an ödematösen Fingern Hautschäden erzeugen können
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sicheres Abnehmen einer Fingerschiene“ (2 Punkte)
  • Das verletzte Endgelenk bleibt während Reinigung und Schienenwechsel in der verordneten Stellung unterstützt
  • Die Schiene wird ohne unkontrollierte Flexion entfernt, Haut und Druckstellen werden geprüft und die Versorgung unmittelbar wieder korrekt angelegt
Quellen

Schiene(1).zip / Schienenversorgung distale Fingerverletzung.pdf, 14.07.2026

Musische Spiele
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Kennzeichen bei „Kennzeichen musischer Spiele“ (3 Punkte)
  • Musische Spiele nutzen Rhythmus, Klang, Stimme, Bewegung oder szenischen Ausdruck
  • Sie können klare Wiederholungsmuster oder offene Improvisation enthalten
  • Teilnahme ist auch über Zuhören, Pulsgeben, Auswahl oder einzelne Klangbeiträge möglich
Nennen Sie therapeutische Anforderungen bei „Musische Spiele“ (3 Punkte)
  • Rhythmushalten, Timing, auditive Differenzierung, Atem, Koordination, Ausdruck und Gruppenabstimmung können gefordert sein
  • Lautstärke und Unvorhersehbarkeit erhöhen die Belastung
  • Die Analyse trennt musikalische Qualität von therapeutischer Beteiligung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Adaption musischer Spiele“ (3 Punkte)
  • Ein gleichmäßiger Grundpuls, visuelle Einsätze, begrenzte Instrumentenauswahl und kurze Antwortmuster erleichtern
  • Komplexität steigt durch Tempowechsel, Improvisation oder wechselnde Leitung
  • Geräuschempfindlichkeit und Hörhilfen werden berücksichtigt
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Sicherheits- und Würdegrenzen“ (4 Punkte)
  • Sehr hohe Lautstärke, hektische Bewegung oder erzwungenes Vorsingen können überfordern
  • Instrumente müssen intakt und hygienisch handhabbar sein
  • Ausdruck wird angeboten, nicht eingefordert
  • Kulturelle und persönliche Bedeutungen von Musik werden respektiert
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Audiovisuelle Medien als Befundmittel
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Video als Befundmittel“ (3 Punkte)
  • Video kann Bewegungsabläufe, Interaktion und Umweltbedingungen wiederholt sichtbar machen
  • Vorab werden Beobachtungsfrage, Perspektive und relevante Sequenz festgelegt
  • Aufnahme ersetzt keine Befunderhebung und zeigt nur den aufgezeichneten Kontext
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Vorteile wiederholter Betrachtung“ (4 Punkte)
  • Sequenzen können verlangsamt, verglichen und im Team besprochen werden
  • Details werden nachvollziehbarer als aus Erinnerung
  • Wiederholtes Sehen kann jedoch Scheingenauigkeit erzeugen
  • Nicht sichtbare Empfindungen und Motive bleiben zu erfragen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Reaktivität durch Aufnahme“ (3 Punkte)
  • Menschen können ihr Verhalten verändern, wenn sie gefilmt werden
  • Kamera, Beobachtende und ungewohnte Situation werden daher als Einflussfaktoren dokumentiert
  • Gewöhnung und mehrere Situationen können die Aussage verbessern
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Gemeinsame Videoauswertung“ (3 Punkte)
  • Ausgewählte Ausschnitte werden respektvoll und zielbezogen besprochen
  • Zuerst können Ressourcen und eigene Wahrnehmung der Person erfragt werden
  • Bloßstellende Wiederholungen, unklare Deutungen und Nutzung außerhalb der Einwilligung werden vermieden
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Schienen in der Rheumatologie
Fragen und Antworten
Nennen Sie die Ziele von „Schienen in der Rheumatologie“ (3 Punkte)
  • Rheumatische Erkrankungen verändern Gelenke, Sehnen, Schmerz und Belastbarkeit
  • Schienen können entzündete Strukturen entlasten, Fehlstellung begrenzen, Handfunktion unterstützen und Überlastung reduzieren
  • Ziel ist nicht starre kosmetische Korrektur, sondern eine nutzbare und akzeptierte Hand
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Typische Versorgungen“ (4 Punkte)
  • Lagerungsschienen stabilisieren Handgelenk und Finger in Ruhe
  • Ring- oder Ovalschienen begrenzen PIP-Hyperextension bei Schwanenhalsdeformität
  • Anti-Ulnar-Deviationsschienen führen die MCP-Gelenke radial und lassen Greifen zu
  • Material und Form richten sich nach Entzündung, Deformität und Aktivität
Beschreiben Sie die fachgerechte Herstellung bei „Schienen in der Rheumatologie“ (3 Punkte)
  • Bei empfindlichen Gelenken wird mit geringem Modellierungsdruck gearbeitet
  • Aussparungen schützen prominente Knochen und schmerzhafte Areale
  • Flexible oder textile Lösungen können im Alltag besser toleriert werden als starres Thermoplast
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Gelenkschutz und Alltag“ (3 Punkte)
  • Schiene, Hilfsmittel, Arbeitsweise und Pausen werden gemeinsam betrachtet
  • Eine Schiene ist nur wirksam, wenn sie bei relevanten Tätigkeiten tragbar, anziehbar und hygienisch ist
  • Griffverdickungen, beidhändiges Arbeiten und Lastverteilung ergänzen die Versorgung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Rheumatologische Schienenauswahl“ (3 Punkte)
  • Die Auswahl benennt zu begrenzende Deformität oder Belastung und die zu erhaltende Alltagshandlung
  • Schmerzlinderung und Gelenkschutz werden gegen Bewegungsverlust, Hautrisiko und Akzeptanz abgewogen
  • Wirkung wird in realen Aktivitäten überprüft
Quellen

Schiene(1).zip / Schienen in der Rheumatologie.pdf, 14.07.2026

Bewegungsspiele
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Ziele von Bewegungsspielen“ (2 Punkte)
  • Bewegungsspiele können Gleichgewicht, Koordination, Ausdauer, Reaktion, Körperwahrnehmung und soziale Abstimmung ansprechen
  • Das Ziel wird konkret formuliert und an einer beobachtbaren Handlung geprüft, nicht allein an hoher Aktivität
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Belastungsdosierung“ (2 Punkte)
  • Dauer, Tempo, Bewegungsumfang, Pausen, Widerstand und gleichzeitige Aufgaben bestimmen die Belastung
  • Zeichen wie Schmerz, Schwindel, Atemnot, deutlicher Qualitätsverlust oder Übererregung führen zur Pause und erneuten Einschätzung
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Raum- und Sturzsicherheit“ (3 Punkte)
  • Laufwege, Boden, Abstände, Hindernisse, Fangzonen und sichere Übergänge zwischen Sitzen und Stehen werden vorbereitet
  • Material darf nicht unkontrolliert rollen oder rutschen
  • Hilfestellung wird geplant, ohne unnötige Abhängigkeit zu erzeugen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Bewegungsgeschichten“ (3 Punkte)
  • Eine Geschichte kann Bewegungsfolge, Motivation und Vorstellung verbinden
  • Bewegungen werden anatomisch und funktionell sinnvoll gewählt, klar demonstriert und an Fähigkeiten angepasst
  • Fantasiesprache ersetzt keine sichere Bewegungsanleitung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / NPH-NPSBV/Reflexe Spiel-und Bewegungsgeschichten.pdf, 21.07.2026

Audiovisuelle Medien als Therapie- und Dokumentationsmittel
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Video als Therapiemittel“ (3 Punkte)
  • Video kann Modelllernen, Selbstbeobachtung, Handlungsplanung oder Rückmeldung unterstützen
  • Sequenzen bleiben kurz und beziehen sich auf ein vereinbartes Ziel
  • Die Person entscheidet mit, ob und in welcher Form sie sich selbst ansehen möchte
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Fotografie und Audio“ (3 Punkte)
  • Fotos dokumentieren Positionen, Hilfsmittel oder Arbeitsschritte
  • Audio kann Sprache, Rhythmus oder Umgebungsgeräusche erfassen
  • Dateiformat, Qualität und Kontext werden so gewählt, dass die Information nutzbar bleibt und keine unnötigen Daten entstehen
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Verlaufsdokumentation“ (3 Punkte)
  • Vergleichbare Perspektive, Aufgabe und Zeitpunkt erhöhen Aussagekraft
  • Veränderungen werden nicht nur visuell beschrieben, sondern mit Ziel, Hilfen und subjektiver Erfahrung verbunden
  • Einzelne Aufnahmen dürfen keine lineare Entwicklung vortäuschen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Löschung und Aufbewahrung“ (3 Punkte)
  • Aufbewahrungszweck, Dauer, Zugriff und Löschung werden vor Aufnahme festgelegt
  • Dateien gelangen nicht in private Foto- oder Cloudkonten
  • Nach Wegfall des Zwecks werden Kopien einschließlich Exporten und Zwischenspeichern nach geregeltem Verfahren gelöscht
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie die Dokumentation bei „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“ (3 Punkte)
  • Dokumentiert werden Diagnose und Verordnung, Ziel, Gelenkstellung, Material, Schnitt, Verschlüsse, Hautstatus, Trageplan und Anleitung
  • Fotos benötigen Einwilligung
  • Änderungen und Reaktionen werden nachvollziehbar ergänzt
Beschreiben Sie die Evaluation von „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“ (3 Punkte)
  • Kontrolle fragt nicht nur, ob die Schiene „passt“
  • Geprüft werden Zielerreichung, Bewegungsmaß, Schmerz, Haut, Handhabung, tatsächliche Tragezeit und Wirkung auf Aktivität
  • Eine Schiene ohne funktionellen Nutzen wird verändert oder beendet
Definieren Sie den Begriff „Anleitung“ (3 Punkte)
  • Die Person übt An- und Ablegen, Reinigung, Hautkontrolle und Notfallverhalten
  • Schriftliche Informationen nennen Ansprechpartner und nächsten Termin
  • Bei kognitiver oder sensibler Einschränkung werden Angehörige einbezogen
Erläutern Sie den Transfer bei „Evaluation, Dokumentation und Alltagstransfer“ (3 Punkte)
  • Schienen werden in realen Tätigkeiten getestet: Besteck, Schreiben, Computer, Arbeit, Schlaf, Rollstuhl oder Körperpflege
  • Verschlüsse, Kanten und Volumen können dort anders stören als im Therapieraum
  • Therapie passt Umgebung und Aufgabe mit an
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Messbares Schienenziel“ (2 Punkte)
  • Ein Ziel verbindet Aktivität, Schienennutzung und Kriterium, etwa schmerzärmeres Halten einer Tasse über fünf Minuten
  • Abbruch- oder Anpassungskriterien wie Druckstelle, zunehmender Schmerz, Funktionsverlust oder fehlende Zielerreichung werden vorab festgelegt
Quellen

Schiene(1).zip / Schienen E56_57.pdf, 14.07.2026

Schiene(1).zip / Schienen in der Ergotherapie E56_57.pdf, 14.07.2026

Funktionelle Spiele
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionelle Spiele“ (2 Punkte)
  • Funktionelle Spiele verbinden eine spielerische Aufgabe mit gezielten motorischen oder sensorischen Anforderungen, etwa Greifen, Loslassen, Reichweiten oder beidhändiger Koordination
  • Die Spielidee schafft Motivation und Rückmeldung, darf aber das Ziel nicht verschleiern
Unterscheiden Sie „Abgrenzung zur Übung“ anhand fachlicher Kriterien (4 Punkte)
  • Bei einer reinen Übung sind Wiederholung und Korrektheit meist zentral
  • Im Spiel bestehen Wahl, Spannung, Regeln oder soziale Bedeutung
  • Therapeutisch können beide Formen sinnvoll sein
  • Entscheidend ist eine ehrliche Bezeichnung und passende Erwartung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Anpassung funktioneller Spiele“ (3 Punkte)
  • Objektgröße, Gewicht, Griff, Entfernung, Ausgangsstellung, Zeit und Anzahl der Wiederholungen werden verändert
  • Kompensation wird beobachtet und je nach Ziel zugelassen oder begrenzt
  • Schmerzen und Gewebebelastung haben Vorrang vor Punktgewinn
Leiten Sie aus „Alltagstransfer“ Konsequenzen für den ergotherapeutischen Einsatz ab (3 Punkte)
  • Transfer entsteht, wenn die geübte Funktion in eine bedeutsame Alltagshandlung eingebettet und dort überprüft wird
  • Ein verbessertes Spielresultat allein belegt keine bessere Selbstversorgung, Arbeit oder Freizeit
  • Beobachtung und Rückmeldung schließen die Übertragung ein
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Therapeutische Software auswählen
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahlkriterien für Therapiesoftware“ (2 Punkte)
  • Geprüft werden Zielbezug, fachliche Grundlage, Bedienbarkeit, Anpassbarkeit, Rückmeldung, Datenschutz, Kosten, Werbung und technische Unterstützung
  • Ein hoher Unterhaltungswert oder viele Übungsstufen belegen noch keine therapeutische Eignung
Analysieren Sie den Zusammenhang bei „Passung zur Person“ (3 Punkte)
  • Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Kognition, Medienerfahrung, Motivation und Ermüdung bestimmen die Nutzung
  • Schrift, Tempo, Fehlerhilfen und Eingabe werden getestet
  • Die Person soll zentrale Funktionen möglichst selbstständig erreichen
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Dosierung digitaler Trainingsprogramme“ (3 Punkte)
  • Dauer, Reizdichte, Schwierigkeit, Pausen und Bildschirmbelastung werden geplant
  • Automatische Steigerung wird nicht ungeprüft übernommen
  • Leistungseinbruch, Kopfschmerz, Unruhe, Schmerz oder Verlust des Zielbezugs führen zur Anpassung
Definieren Sie den Begriff „Wirksamkeitsprüfung“ bei „Therapeutische Software auswählen“ (3 Punkte)
  • Es wird geprüft, ob sich die vereinbarte Aktivität oder Teilhabe verbessert und nicht nur ein Programmscore steigt
  • Ausgangswert, Hilfen und Übertragung in reale Aufgaben werden dokumentiert
  • Fehlende Wirkung führt zu Wechsel oder Absetzen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Hilfsmittel: Begriff und Versorgungsziele
Fragen und Antworten
Definieren Sie „Begriff des Hilfsmittels“ fachlich präzise (2 Punkte)
  • Hilfsmittel sind im Einzelfall erforderliche Produkte, die Behandlung sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen können
  • Allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens werden davon rechtlich unterschieden
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Versorgungsziele“ (3 Punkte)
  • Ziele können Körperfunktion unterstützen, Aktivität ermöglichen, Sicherheit erhöhen, Belastung reduzieren oder Teilhabe sichern
  • Maßgeblich ist der konkrete Bedarf im Alltag
  • Produktbesitz allein bedeutet noch keine erfolgreiche Versorgung
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Assistive Technologie“ (3 Punkte)
  • Assistive Technologie umfasst Produkte und Systeme, die Menschen bei Aktivitäten und Teilhabe unterstützen
  • Dazu können einfache Griffhilfen ebenso wie elektronische Steuerungen gehören
  • Auswahl folgt Funktion, Kontext, Bedienbarkeit und Wartbarkeit
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Ergotherapeutische Perspektive“ (3 Punkte)
  • Ergotherapie analysiert Betätigungsprobleme, erprobt Lösungen, berät zur Auswahl und trainiert die Anwendung im realen Kontext
  • Sie verbindet Person, Umwelt, Aufgabe und Produkt
  • Verordnung und Leistungserbringung bleiben von den jeweiligen Zuständigkeiten abhängig
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Aktueller Rechtsabgleich 2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis, 21.07.2026

Kognitive Spiele und Kim-Spiele
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Kognitive Spielanforderungen“ (2 Punkte)
  • Kognitive Spiele können Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Kategorisieren, Planen, Inhibition und flexible Strategie verlangen
  • Analyse und Dosierung beziehen auch visuelle, sprachliche und motorische Voraussetzungen ein, weil Leistung nie nur „Kognition“ abbildet
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Kim-Spiel als Grundform“ (3 Punkte)
  • Kim-Spiele verlangen das Einprägen und Wiedererkennen von Gegenständen, Bildern, Geräuschen oder Positionen
  • Schwierigkeit verändert sich durch Anzahl, Darbietungszeit, Ähnlichkeit und Abrufart
  • Die Aufgabe wird so gewählt, dass eine Strategie erlernbar bleibt
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Strategien für Merkaufgaben“ (2 Punkte)
  • Benennen, Gruppieren, bildhafte Vorstellung, räumliche Ordnung, Wiederholen und innere Sprache unterstützen das Behalten
  • Strategien werden zunächst sichtbar modelliert, dann gemeinsam erprobt und zunehmend selbstständig ausgewählt
Beurteilen Sie die Belastungsgrenzen bei „Überforderung bei kognitiven Spielen“ (3 Punkte)
  • Zu viele Regeln, rasches Tempo, hohe Ähnlichkeit oder gleichzeitiger sozialer Druck können Leistung einbrechen lassen
  • Dann wird nicht vorschnell mangelnde Fähigkeit angenommen
  • Reizmenge, Zeit und Hilfen werden einzeln verändert und erneut beobachtet
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / NPH-NPSBV/KIM Spiele MKT.pdf, 21.07.2026

Digitale Spiele und Trainingsprogramme
Fragen und Antworten
Leiten Sie aus „Therapeutisches Computerspiel“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Ein digitales Spiel kann Reaktion, Planung, Bewegung, Kommunikation oder Motivation ansprechen
  • Therapeutisch relevant wird es durch begründete Auswahl, Anpassung und Transfer
  • Spielmechanik, nicht nur Thema oder Altersfreigabe, bestimmt die Anforderungen
Definieren Sie den Begriff „Gamification“ (3 Punkte)
  • Gamification nutzt Punkte, Level, Abzeichen oder Fortschrittsanzeigen außerhalb klassischer Spiele
  • Diese Elemente können Rückmeldung geben, aber auch Druck, Vergleich und extrinsische Abhängigkeit erzeugen
  • Wirkung auf die konkrete Person wird beobachtet
Ordnen Sie „Fehler und Belohnungssysteme“ fachlich ein (3 Punkte)
  • Programme können häufige Wiederholung und sofortige Rückmeldung ermöglichen
  • Strafende Töne, unklare Fehler oder übermäßige Reize beeinträchtigen Lernen
  • Rückmeldung soll verständlich, dosierbar und nicht beschämend sein
Nennen Sie die zentralen Aufgabenbereiche bei „Transfer aus digitalen Aufgaben“ (3 Punkte)
  • Verbesserung im Programm wird in einer analogen oder alltagsnahen Handlung überprüft
  • Ähnliche Bewegungen oder Denkleistungen garantieren keinen Transfer
  • Besprechung, reale Übung und gezielte Variation verbinden digitale Erfahrung mit Betätigung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Versorgungsweg und rechtliche Orientierung
Fragen und Antworten
Ordnen Sie „Rechtliche Grundorientierung“ rechtlich und fachlich ein (4 Punkte)
  • Für gesetzlich Versicherte bildet insbesondere § 33 SGB V eine Grundlage der Hilfsmittelversorgung
  • Die Hilfsmittel-Richtlinie konkretisiert Verordnungsgrundsätze
  • Das Hilfsmittelverzeichnis beschreibt Produktgruppen und Qualitätsanforderungen
  • Einzelfallprüfung bleibt erforderlich
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Typischer Versorgungsweg“ (3 Punkte)
  • Bedarf wird erhoben, ärztlich oder nach geltendem Verfahren verordnet, durch Kostenträger geprüft und von einem zugelassenen Leistungserbringer konkretisiert
  • Auswahl, Anpassung, Einweisung und Erprobung gehören zusammen
  • Abweichungen hängen von Produkt und Versorgungssituation ab
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit“ (3 Punkte)
  • Versorgung soll ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, ohne das notwendige Maß zu überschreiten
  • Das bedeutet nicht automatisch das billigste Produkt
  • Entscheidend ist eine geeignete Lösung, die den individuellen Bedarf verlässlich erfüllt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Wunschversorgung und Mehrkosten“ (3 Punkte)
  • Wählt eine versicherte Person eine über das notwendige Maß hinausgehende Ausführung, können Mehr- und Folgekosten entstehen
  • Zuvor müssen geeignete aufzahlungsfreie Möglichkeiten verständlich erläutert werden
  • Entscheidungen werden transparent dokumentiert
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Aktueller Rechtsabgleich 2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis, 21.07.2026

Herstellung und Erprobung eigener Spiele
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie Planung und Dokumentation bei „Planung eines therapeutischen Spiels“ (3 Punkte)
  • Ausgangspunkt sind Zielgruppe, Betätigungsziel und konkrete Anforderungen
  • Danach werden Spielidee, Regeln, Material, Schwierigkeitsstufen und Sicherheitsgrenzen entworfen
  • Ein schönes Produkt ohne begründete Anwendung ist noch kein therapeutisch geeignetes Spiel
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Material- und Konstruktionsqualität“ (3 Punkte)
  • Spielteile müssen stabil, gut unterscheidbar, hygienisch handhabbar und zur Motorik der Zielgruppe passend sein
  • Verschluckbare Teile, scharfe Kanten, toxische Stoffe oder unlesbare Informationen werden vermieden
  • Reparatur und Ersatz werden mitgedacht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Selbsterfahrung und Probelauf“ (3 Punkte)
  • Ein Probelauf zeigt unklare Regeln, Wartezeiten, unfaire Vorteile und unbeabsichtigte Anforderungen
  • Die Herstellenden wechseln Rollen und dokumentieren Schwierigkeiten
  • Selbsterfahrung liefert Hinweise, ersetzt aber keine Erprobung mit der Zielgruppe
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Revision nach Erprobung“ (3 Punkte)
  • Rückmeldungen und Beobachtungen führen zu gezielten Änderungen an Regel, Material oder Ablauf
  • Jede Änderung wird erneut getestet
  • Dokumentiert werden Ziel, Zielgruppe, Varianten, Sicherheitsaspekte und Kriterien für erfolgreichen Einsatz
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Medienmündigkeit und Medienkompetenz
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Medienmündigkeit“ (2 Punkte)
  • Medienmündigkeit beschreibt die Fähigkeit, eigene Ziele und Bedürfnisse zu erkennen, Chancen und Risiken verschiedener Medien einzuschätzen und daraus alltagstaugliche Entscheidungen abzuleiten
  • Sie geht über technische Bedienkompetenz hinaus
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Förderung von Medienmündigkeit“ (3 Punkte)
  • Nutzungsanlässe, Regeln, Rituale, Vorbilder und Alternativen werden gemeinsam reflektiert
  • Kreative, kommunikative und produktive Nutzung wird von rein passivem Konsum unterschieden
  • Verbote ohne Verständnis fördern nur begrenzt selbstständige Steuerung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Rolle von Bezugspersonen“ (3 Punkte)
  • Eltern, Fachkräfte und Peers prägen Mediennutzung durch Vorbild, Verfügbarkeit und Gesprächskultur
  • Begleitung verbindet Interesse und Grenzen
  • Widersprüchliche Regeln oder dauernde eigene Gerätenutzung schwächen die Glaubwürdigkeit von Vereinbarungen
Leiten Sie aus „Therapeutischer Bezug“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Ergotherapie betrachtet Medien als Teil von Tagesstruktur, Rollen, Freizeit, Schule und sozialer Teilhabe
  • Ziel kann nicht pauschal „weniger Bildschirm“ sein
  • Entscheidend sind Funktion, Ausgewogenheit, Selbststeuerung und Folgen für bedeutsame Betätigungen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Bedarfsanalyse und Hilfsmittelauswahl
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Ausgangspunkt der Hilfsmittelauswahl“ (3 Punkte)
  • Ausgangspunkt ist eine konkrete schwierige oder gefährdete Alltagshandlung
  • Körperfunktionen, Routinen, Umwelt, Unterstützung und persönliche Ziele werden erhoben
  • Die Diagnose allein bestimmt weder Produktart noch Ausführung
Nennen Sie die zentralen Anforderungen bei „Anforderungsprofil des Hilfsmittels“ (3 Punkte)
  • Benötigte Funktion, Größe, Gewicht, Kraftaufwand, Griff, Reinigung, Transport, Wartung und Kompatibilität werden beschrieben
  • Außerdem zählen Akzeptanz, Aussehen und soziale Nutzung
  • Ein technisch passendes Produkt kann im Alltag dennoch unbrauchbar sein
Definieren Sie den Begriff „Produkterprobung“ (3 Punkte)
  • Mehrere geeignete Varianten werden möglichst in typischen Aufgaben getestet
  • Beobachtet werden Sicherheit, Selbstständigkeit, Zeit, Kraft, Fehler, Komfort und subjektiver Nutzen
  • Kurzzeitige Vorführung im Sanitätshaus ersetzt nicht immer die Alltagserprobung
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahlentscheidung“ (3 Punkte)
  • Die Entscheidung verbindet Befund, Erprobungsdaten, Präferenz, Kostenrahmen und Versorgungsziel
  • Kompromisse werden offen benannt
  • Bei fehlender Passung wird nicht nur die Person weiter trainiert, sondern Produkt oder Umwelt erneut geprüft
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Aktueller Rechtsabgleich 2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis, 21.07.2026

Spiele in Lebenssituationen und Lebensabschnitten
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel in früher Kindheit“ (3 Punkte)
  • Sichere Exploration, Wiederholung, Beziehung und unmittelbare Wirkung stehen im Vordergrund
  • Material wird an Entwicklungsstand, Mundexploration und Aufsicht angepasst
  • Bezugspersonen werden einbezogen, ohne die Eigeninitiative des Kindes ständig zu lenken
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel in Schulalter und Jugend“ (3 Punkte)
  • Regeln, Peers, Wettbewerb, digitale Räume und Identität gewinnen an Bedeutung
  • Therapie berücksichtigt Zugehörigkeit und vermeidet infantile Angebote
  • Interessen der Jugendlichen bestimmen Auswahl und Form stärker als diagnostische Kategorien
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Spiel bei Erwachsenen und älteren Menschen“ (3 Punkte)
  • Spiel kann Freizeit, soziale Begegnung, kognitive Aktivität, Bewegung oder biografische Bedeutung tragen
  • Angebote werden nicht allein altersbezogen ausgewählt
  • Sehvermögen, Hörvermögen, Ausdauer und persönliche Spielgeschichte beeinflussen die Passung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Kulturelle und soziale Bedingungen“ (2 Punkte)
  • Spielregeln, Körpernähe, Wettbewerb, Geschlechterrollen, verfügbare Zeit und akzeptierte Freizeitformen sind kulturell und sozial geprägt
  • Therapeutische Planung fragt nach Bedeutung und Zugänglichkeit, statt eigene Normalvorstellungen zu übertragen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Medienwahrnehmung über die Entwicklung
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im frühen Kindesalter“ (3 Punkte)
  • Kleine Kinder unterscheiden Darstellung und Realität zunächst nur begrenzt und verarbeiten schnelle Wechsel schwer
  • Akustische und visuelle Reize wirken unmittelbar körperlich
  • Inhalte werden kurz, gemeinsam und an realer Interaktion angebunden angeboten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im Vorschul- und Schulalter“ (3 Punkte)
  • Realität und Fiktion, Zeit- und Perspektivwechsel sowie Werbeabsichten werden schrittweise verstanden
  • Entwicklung ist nicht gleich Medienerfahrung
  • Tempo, Angstinhalt und fehlende Erklärung können trotz technischer Vertrautheit überfordern
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Medienwahrnehmung im Jugendalter“ (3 Punkte)
  • Komplexe Erzählformen, Ironie und Perspektivwechsel werden meist besser verstanden
  • Soziale Zugehörigkeit, Selbstbild, Werbung und algorithmische Auswahl gewinnen an Bedeutung
  • Kritische Bewertung und Schutz der Privatsphäre bleiben Lernaufgaben
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Altersangabe und individuelle Eignung“ (3 Punkte)
  • Alterskennzeichnungen geben Orientierung zu bestimmten Risiken, ersetzen aber keine individuelle Prüfung
  • Entwicklungsstand, Vorerfahrung, Sensibilität, Kontext und Begleitung beeinflussen die Wirkung
  • Nachbesprechung kann Belastung erkennen und einordnen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Hilfsmittel für Essen und Nahrungszubereitung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel beim Essen“ (2 Punkte)
  • Griffverdicktes oder abgewinkeltes Besteck, Tellerranderhöhung, rutschhemmende Unterlage und angepasste Trinkgefäße können Greifen, Führen und Stabilisieren erleichtern
  • Auswahl richtet sich nach Beweglichkeit, Kraft, Tremor, Sensibilität und Esskultur
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel zur Nahrungszubereitung“ (3 Punkte)
  • Fixierbretter, Einhandmesser, elektrische Öffner, Kippgefäße oder Hebelhilfen reduzieren Halte- und Kraftanforderungen
  • Arbeitsablauf, Reinigung und sichere Positionierung werden mitgeprüft
  • Ein Gerät darf keine neue Schnitt- oder Verbrennungsgefahr schaffen
Definieren Sie den Begriff „Griffverdickung“ (3 Punkte)
  • Eine Verdickung reduziert häufig die notwendige Fingerbeugung und kann Druck verteilen
  • Durchmesser, Form, Gewicht und Oberflächenhaftung werden individuell erprobt
  • Zu große oder weiche Griffe können Kontrolle verschlechtern und mehr Kraft verlangen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Training im eigenen Handlungskontext“ (3 Punkte)
  • Das Hilfsmittel wird in einer vollständigen Mahlzeit oder Zubereitungsfolge trainiert
  • Aufbewahrung, Reinigung, Transport und soziale Akzeptanz gehören dazu
  • Erst der regelmäßige selbstständige Einsatz zeigt, ob die Versorgung das Betätigungsziel erreicht
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Beobachtung und Evaluation des Spieleinsatzes
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Beobachtung während des Spiels“ (2 Punkte)
  • Beobachtet werden Initiierung, Ausdauer, Freude, Strategie, Regelverständnis, Interaktion, Bewegungsqualität und Umgang mit Fehlern
  • Die Therapeutin unterscheidet zwischen spontaner Leistung, Hilfen und Umweltbedingungen und greift nur so viel wie nötig ein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Messbares Spielziel“ (2 Punkte)
  • Ein Ziel verbindet Handlung, Kontext und Kriterium, etwa „beteiligt sich zehn Minuten mit einer verbalen Regelhilfe an einem kooperativen Kartenspiel“
  • Allgemeine Ziele wie „Konzentration fördern“ reichen für Verlaufskontrolle nicht aus
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Auswertung mit der spielenden Person“ (3 Punkte)
  • Erlebnis, Schwierigkeit, Bedeutung und gewünschte Veränderungen werden gemeinsam besprochen
  • Fremdbeobachtung und Selbsteinschätzung können voneinander abweichen
  • Diese Differenz ist ein Befund und kein Beweis für fehlende Einsicht
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Abbruch oder Wechsel“ (2 Punkte)
  • Anhaltender Schmerz, deutliche Überforderung, Angst, Eskalation, Verlust der Freiwilligkeit oder fehlender Zielbezug sprechen für Pause oder Wechsel
  • Ein abgebrochenes Spiel ist kein therapeutisches Scheitern, wenn die Entscheidung begründet und ausgewertet wird
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / POL/entw/Spielen_Grundlagen der Ergotherapie, Mieke le Granse, Thieme, 2019.pdf, 21.07.2026

Mediennutzung, Belastung und Tagesstruktur
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktion der Mediennutzung“ (3 Punkte)
  • Medien können Information, Kontakt, Erholung, Ausdruck oder Teilhabe ermöglichen
  • Sie können zugleich Langeweile, Stress oder fehlende Unterstützung kompensieren
  • Eine Funktionsanalyse ist hilfreicher als die alleinige Zählung von Minuten
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Belastungszeichen“ (2 Punkte)
  • Schlafverschiebung, Bewegungsmangel, Schmerzen, gereizte Unterbrechung, Vernachlässigung anderer Betätigungen oder zunehmender Kontrollverlust können problematisch sein
  • Einzelne intensive Phasen werden vom stabilen Muster im Alltag unterschieden
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Tagesstrukturelle Anpassung“ (3 Punkte)
  • Nutzungszeiten werden mit Schlaf, Schule, Arbeit, Bewegung, Mahlzeiten und Beziehungen abgestimmt
  • Klare Übergänge, Benachrichtigungspausen und vorbereitete Alternativen erleichtern Wechsel
  • Regeln werden konkret und überprüfbar vereinbart
Begründen Sie die therapeutische Zielsetzung bei „Mediennutzung, Belastung und Tagesstruktur“ (3 Punkte)
  • Ziele beziehen sich auf ausgewogene Betätigung und Selbststeuerung, etwa pünktlicher Schlafbeginn oder wiederaufgenommene Freizeitaktivität
  • Reduktion ist nur sinnvoll, wenn Funktion und Ersatzhandlung berücksichtigt werden
  • Sonst bleibt die zugrunde liegende Belastung bestehen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / PÄDA/2026_01_05_MedienpädagogikE56DD_Definitionen_Tabellen_Literatur.pdf, 21.07.2026

Hilfsmittel für Ankleiden und Körperpflege
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Anziehhilfen“ (2 Punkte)
  • Strumpfanzieher, langer Schuhlöffel, Knöpfhilfe, Reißverschlusszug oder Greifzange können Reichweite, Fingerfertigkeit und Kraftanforderung verändern
  • Kleidungswahl, Sitzposition und Reihenfolge werden gemeinsam mit dem Hilfsmittel angepasst
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Hilfsmittel zur Körperpflege“ (2 Punkte)
  • Verlängerte oder verdickte Griffe, elektrische Zahnbürsten, Dosierhilfen und sicher positionierte Pflegeutensilien können Selbstständigkeit unterstützen
  • Wasser, Rutschgefahr, Hautzustand und hygienische Reinigung werden berücksichtigt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Auswahl nach Bewegungsstrategie“ (3 Punkte)
  • Das Produkt wird an die vorhandene sichere Bewegung angepasst und nicht nur an eine fehlende Funktion
  • Manchmal ist eine veränderte Ausgangsposition wirksamer als ein längerer Griff
  • Kompensation wird genutzt, solange sie sicher und alltagstauglich bleibt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen kleiner Alltagshilfen“ (2 Punkte)
  • Bei deutlicher Gleichgewichtsstörung, rascher Ermüdung, kognitiver Unsicherheit oder komplexem Pflegebedarf reicht ein Einzelprodukt möglicherweise nicht
  • Dann werden Umfeld, personelle Unterstützung und weitere Versorgung gemeinsam geplant
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Datenschutz, Einwilligung und Urheberrecht
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Datensparsamkeit“ (3 Punkte)
  • Es werden nur Daten erhoben, die für einen klaren Zweck erforderlich sind
  • Umfang, Auflösung, Metadaten und Aufbewahrungszeit werden begrenzt
  • Bequeme technische Möglichkeiten rechtfertigen keine zusätzliche Sammlung personenbezogener Informationen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Einwilligung bei Aufnahmen“ (3 Punkte)
  • Einwilligung muss verständlich, freiwillig, zweckbezogen und widerrufbar sein
  • Aufnahmesituation, Empfänger, Speicherort und geplante Nutzung werden erklärt
  • Bei fehlender Einwilligungsfähigkeit gelten zusätzliche Vertretungs- und Schutzanforderungen
Ordnen Sie „Urheber- und Nutzungsrechte“ rechtlich und fachlich ein (3 Punkte)
  • Texte, Bilder, Musik und Software dürfen nicht beliebig kopiert oder veröffentlicht werden
  • Lizenz, Zitatrecht und Quellenangabe werden geprüft
  • Berufliche Präsentation oder geschlossene Gruppe ist nicht automatisch ein rechtsfreier Raum
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sichere technische Umgebung“ (3 Punkte)
  • Private Messenger, persönliche Cloudkonten und unkontrollierte Datenträger werden für Patientendaten vermieden
  • Freigegebene Systeme, Verschlüsselung, Updates und geregelte Löschung bilden den Standard
  • Technischer Komfort wird gegen Schutzbedarf abgewogen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Kleine Transfer- und Positionierungshilfen
Fragen und Antworten
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Antirutsch- und Gleitmaterial“ (4 Punkte)
  • Antirutschmaterial erhöht Haftung und ermöglicht gezieltes Abstützen
  • Gleitmaterial reduziert Reibung bei Lagewechseln
  • Beide wirken gegensätzlich und werden bewusst positioniert
  • Falsche Kombination kann Bewegung blockieren oder unkontrolliert beschleunigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rutsch- und Rollbrett“ (3 Punkte)
  • Rutschbretter überbrücken kleinere Höhen oder Distanzen bei sitzenden Transfers
  • Rollbretter unterstützen liegende Umlagerungen
  • Tragfähigkeit, Hautschutz, Bremsen, Höhenunterschied und Mitarbeit der Person bestimmen die sichere Anwendung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Haltegürtel und Bettleiter“ (3 Punkte)
  • Ein Haltegürtel bietet definierte Griffmöglichkeiten zur Führung, ersetzt aber kein Heben am Körper
  • Bettleiter oder Bettzügel unterstützt selbstständiges Aufrichten
  • Befestigung, Schulterbelastung und Fähigkeit zur gezielten Nutzung werden geprüft
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Ergonomischer Nutzen“ (3 Punkte)
  • Kleine Hilfen sollen Eigenaktivität nutzen und Belastung für beide Beteiligten reduzieren
  • Vor Einsatz werden Ablauf, Rollen und Stoppzeichen vereinbart
  • Unsichere Anwendung, fehlende Bremsung oder ungeeignete körperliche Voraussetzungen verlangen eine andere Transferlösung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / GAM/Arbeitsblatt Kleine Hilfsmittel.pdf, 21.07.2026

Digitale Kommunikation und Kooperation
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Berufliche digitale Kommunikation“ (3 Punkte)
  • Kanal, Empfänger, Betreff, Inhalt und Anhänge werden vor Versand geprüft
  • Personenbezogene Informationen werden auf das erforderliche Maß begrenzt
  • Missverständliche Kurztexte und ungesicherte Weiterleitungen erhöhen fachliche und datenschutzbezogene Risiken
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Videokommunikation“ (4 Punkte)
  • Kamera, Ton, Hintergrund, Identität und ungestörter Raum werden vor Beginn geprüft
  • Blickkontakt und nonverbale Hinweise sind eingeschränkt
  • Gesprächsführung wird deshalb expliziter
  • Technische Verbindung allein stellt keine geeignete Behandlungssituation her
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Digitale Zusammenarbeit im Team“ (3 Punkte)
  • Gemeinsame Dokumente benötigen klare Zuständigkeit, Version, Zugriffsrechte und Entscheidung über Freigaben
  • Kommentare werden sachlich und nachvollziehbar verwendet
  • Parallelkopien und unklare private Ablagen führen zu widersprüchlichen Arbeitsständen
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Grenzen digitaler Kommunikation“ (2 Punkte)
  • Akute Risiken, komplexe körperliche Untersuchung, fehlende Privatsphäre oder unzuverlässiger Zugang können persönliche Kontakte erforderlich machen
  • Eine digitale Form wird nicht aus Bequemlichkeit gewählt, wenn Sicherheit oder Verständigung darunter leiden
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Hilfsmitteltraining und Akzeptanz
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Einweisung in ein Hilfsmittel“ (3 Punkte)
  • Einweisung umfasst Zweck, Einstellung, sichere Anwendung, Reinigung, Wartung, Warnzeichen und Ansprechpartner
  • Die Person führt die wesentlichen Schritte selbst vor
  • Reines Erklären ohne praktische Rückmeldung reicht nicht
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Aufbau einer Nutzungsroutine“ (3 Punkte)
  • Training beginnt in überschaubaren Aufgaben und wird in typische Tagesabläufe übertragen
  • Aufbewahrungsort und Vorbereitung müssen erreichbar sein
  • Wiederholte kurze Anwendung kann wirksamer sein als eine einmalige lange Schulung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Akzeptanzprobleme“ (3 Punkte)
  • Aussehen, Stigmatisierung, Aufwand, fehlender wahrgenommener Nutzen oder schlechte Passform können Nutzung verhindern
  • Diese Gründe werden ernst genommen
  • Überredung ersetzt keine gemeinsame Anpassung von Produkt, Ziel oder Nutzungssituation
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Prozessevaluation“ bei „Hilfsmitteltraining und Akzeptanz“ (3 Punkte)
  • Nach Versorgung werden Gebrauch, Zielerreichung, Sicherheit, Beschwerden und Veränderungen des Bedarfs überprüft
  • Nichtnutzung ist ein wichtiges Ergebnis
  • Reparatur, Nachschulung, Produktwechsel oder Rückgabe werden bei Bedarf eingeleitet
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Aktueller Rechtsabgleich 2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis, 21.07.2026

Evaluation und Störungsmanagement
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Evaluation eines Medieneinsatzes“ (3 Punkte)
  • Vorher festgelegte Kriterien prüfen Zielerreichung, Bedienbarkeit, Belastung, Selbstständigkeit und Transfer
  • Nutzungsdaten werden nur mit fachlicher Interpretation verwendet
  • Hohe Klickzahl oder lange Nutzung belegt weder Motivation noch Wirkung
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Technische Störung im Therapieverlauf“ (3 Punkte)
  • Zuerst werden Strom, Verbindung, Einstellungen, Eingabe und Programmstatus systematisch geprüft
  • Die Therapie erhält eine fachlich sinnvolle Ersatzaufgabe
  • Ungeplante lange Fehlersuche vor der Person wird vermieden und später dokumentiert
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Datensicherung und Notfallplan“ (3 Punkte)
  • Wichtige Dokumente werden nach festgelegtem Verfahren gesichert und wiederherstellbar geprüft
  • Ausfall von Netzwerk oder Gerät darf zentrale Versorgung nicht vollständig blockieren
  • Papier- oder Offlinealternativen werden für kritische Abläufe vorbereitet
Definieren Sie den Begriff „Abbruchkriterien“ bei „Evaluation und Störungsmanagement“ (2 Punkte)
  • Unvertretbares Datenschutzrisiko, anhaltende Überforderung, Schmerzen, technische Unsicherheit oder fehlender Zielbezug führen zum Abbruch oder Wechsel
  • Die Entscheidung wird begründet, mit der Person besprochen und nicht als persönliches Versagen bewertet
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Herstellung und Adaption einfacher Hilfsmittel
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Indikation für Eigenanfertigung“ (3 Punkte)
  • Eine Eigenanfertigung ist sinnvoll, wenn ein klarer Bedarf mit einfachen, sicheren Mitteln besser angepasst werden kann
  • Sie darf notwendige geprüfte Produkte nicht unkritisch ersetzen
  • Belastung, Hygiene und Haftung werden vorab berücksichtigt
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Planung einer Griffadaption“ (3 Punkte)
  • Ausgangsgriff, Handmaß, Bewegungsziel, Material, Oberfläche und Reinigbarkeit werden festgelegt
  • Ein Prototyp wird unter realer Kraft und Bewegungsrichtung getestet
  • Befestigung muss verdreh- und abrutschsicher sein
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Herstellung eines Strumpfanziehers“ (3 Punkte)
  • Form, Kanten, Zugbänder und Materialsteifigkeit werden an Fuß, Handfunktion und Bewegungsreichweite angepasst
  • Die Anwendung wird im Sitzen sicher erprobt
  • Scharfe Ränder, zu kurze Bänder oder instabile Schlaufen erhöhen Verletzungs- und Sturzrisiko
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Qualitätskontrolle einer Eigenanfertigung“ (3 Punkte)
  • Geprüft werden Funktion, Stabilität, Kanten, Reinigung, Materialverträglichkeit und Fehlanwendung
  • Herstellungsdaten und Anpassungen werden dokumentiert
  • Bei Verschleiß oder verändertem Bedarf erfolgt erneute Kontrolle statt unbegrenzter Weiterverwendung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Rollstuhlarten, Aufbau und Funktion
Fragen und Antworten
Unterscheiden Sie die zentralen Ausprägungen bei „Manuelle Rollstuhlarten“ (3 Punkte)
  • Standard-, Leichtgewicht-, Aktiv- und Multifunktionsrollstühle unterscheiden sich in Gewicht, Einstellbarkeit, Fahreigenschaften und Unterstützungsgrad
  • Die Bezeichnung allein entscheidet nicht über Eignung
  • Nutzeraktivität, Sitzbedarf und Umgebung sind maßgeblich
Definieren Sie den Begriff „Elektrorollstuhl“ (3 Punkte)
  • Elektrorollstühle ermöglichen Mobilität über motorische Steuerung und können Sitzfunktionen integrieren
  • Bedienweg, Reaktion, Bremsverhalten, Reichweite, Transport und Notbedienung werden praktisch geprüft
  • Kognitive und visuelle Anforderungen gehören zur Auswahl
Nennen Sie die fachlich erforderlichen Bestandteile bei „Grundbauteile eines Rollstuhls“ (2 Punkte)
  • Rahmen, Sitz, Rücken, Räder, Greifreifen, Bremsen, Fußstützen, Seitenteile und gegebenenfalls Antikipp- oder Positionierungselemente bilden ein System
  • Jede Einstellung beeinflusst Stabilität, Druck, Reichweite und Fahreigenschaft
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionsgerechte Rollstuhlwahl“ (3 Punkte)
  • Ein Rollstuhl soll sichere Mobilität und bedeutsame Aktivitäten ermöglichen, ohne unnötig zu fixieren
  • Innen- und Außenraum, Transfers, Transport, Eigenantrieb, Assistenz und Sitzdauer werden gemeinsam betrachtet
  • Ein „bequemer“ Stuhl kann Selbstständigkeit begrenzen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Individuelle Rollstuhlanpassung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Sitzbreite und Sitztiefe“ (4 Punkte)
  • Sitzbreite bietet ausreichenden Raum ohne seitliches Rutschen
  • Sitztiefe stützt die Oberschenkel, ohne Kniekehle zu komprimieren
  • Kleidung, Gewichtsveränderung und Positionierungsmaterial werden einbezogen
  • Pauschale Fingerbreiten ersetzen keine Messung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Rücken- und Fußstützeneinstellung“ (3 Punkte)
  • Rückenhöhe und -winkel unterstützen Haltung, Armfreiheit und Aktivität
  • Fußstützen tragen die Füße flächig und beeinflussen Becken sowie Druckverteilung
  • Zu hohe oder zu tiefe Einstellungen verändern Sitzstabilität und Transfermöglichkeiten
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Radposition und Schwerpunkt“ (3 Punkte)
  • Die Position der Antriebsräder beeinflusst Reichweite, Wendigkeit, Kraftbedarf und Kippstabilität
  • Eine aktive Einstellung erleichtert Antrieb, verlangt aber sichere Fahrtechnik
  • Antikippschutz und Training werden individuell abgestimmt
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Druck- und Haltungskontrolle“ (3 Punkte)
  • Haut, Beckenstellung, Symmetrie, Stabilität, Atmung, Armfunktion und Schmerz werden im Sitzen und bei Aktivität geprüft
  • Druckkissen wird als Teil des Gesamtsystems ausgewählt
  • Regelmäßige Entlastung und Nachkontrolle bleiben notwendig
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Rollstuhlhandhabung und Sicherheit
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Grundfertigkeiten im Rollstuhl“ (3 Punkte)
  • Bremsen, Fußstützen, Antrieb, Lenken, Wenden, Rückwärtsfahren und sicheres Anhalten werden schrittweise trainiert
  • Die Person lernt auch, Hindernisse einzuschätzen und Hilfe anzufordern
  • Training findet in relevanten Umgebungen statt
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Transfer mit Rollstuhl“ (3 Punkte)
  • Rollstuhl wird stabil positioniert, gebremst und von störenden Fuß- oder Seitenteilen befreit
  • Höhen, Richtung und Hilfsmittel werden vorbereitet
  • Die gewählte Technik nutzt Eigenaktivität und vermeidet Zug an Armen oder unkontrolliertes Heben
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Gefälle, Schwellen und Bordsteine“ (3 Punkte)
  • Schwerpunktverlagerung, Geschwindigkeit und Hilfspersonentechnik werden unter gesicherten Bedingungen geübt
  • Ungeübte Bordsteinmanöver bergen Kippgefahr
  • Elektrische und manuelle Rollstühle erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen und Herstellerangaben
Beurteilen Sie Qualität und Sicherheit bei „Sicherheitskontrolle“ (3 Punkte)
  • Vor Nutzung werden Bremsen, Reifen, Achsen, Fußstützen, Sitzsystem und lose Teile geprüft
  • Auffällige Geräusche, Spiel oder beschädigte Gurte werden nicht ignoriert
  • Wartung und Reparatur erfolgen über zuständige Fachstellen
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

Interprofessionelle Versorgung und Dokumentation
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Rollen im Versorgungsteam“ (3 Punkte)
  • Betroffene Person, Ärztin oder Arzt, Therapeutinnen, Leistungserbringer und Kostenträger haben unterschiedliche Aufgaben
  • Ergotherapie bringt Betätigungsanalyse, Erprobung und Training ein
  • Zuständigkeiten werden transparent kommuniziert, damit Lücken und Doppelarbeit vermieden werden
Definieren Sie den Begriff „Hilfsmittelempfehlung“ (3 Punkte)
  • Eine Empfehlung beschreibt Betätigungsproblem, Ziel, relevante Befunde, erprobte Merkmale und Ergebnis
  • Sie benennt funktionelle Anforderungen statt nur einen Produktnamen
  • So bleibt die konkrete fachgerechte Auswahl durch den Leistungserbringer möglich
Begründen Sie die fachliche Auswahl und Anpassung bei „Dokumentation der Versorgung“ (3 Punkte)
  • Festgehalten werden Bedarf, erprobte Varianten, Einstellungen, Schulung, Risiken, Einwilligungen und vereinbarte Kontrolle
  • Seriennummer oder Produktdaten können bei komplexen Hilfen relevant sein
  • Dokumentation ermöglicht Nachvollziehbarkeit bei Veränderungen
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Evaluation im Alltag“ (3 Punkte)
  • Nachkontrolle prüft tatsächliche Nutzung, Sicherheit, Beschwerden, Teilhabe und Wartungsbedarf
  • Umfeld und Gesundheitszustand können sich verändern
  • Eine erfolgreiche Übergabe ist deshalb kein endgültiger Abschluss, sondern Ausgangspunkt für bedarfsgerechte Anpassung
Quellen

Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin Sachsen, Seiten 108-112, 21.07.2026

FÄCHER(6).zip / HIMI/HiMiPräsi_56_57_Einführung.pdf, 21.07.2026

Aktueller Rechtsabgleich 2026: § 33 SGB V, Hilfsmittel-Richtlinie und Hilfsmittelverzeichnis, 21.07.2026

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