Im Fach „Psychosoziale Behandlungsverfahren“ bilden das Erleben und Verhalten sowie mögliche Störungen, die vor allem den medizinischen Fachbereichen Psychiatrie, Geriatrie, Pädiatrie und Neurologie zugeordnet werden können, den Schwerpunkt. Damit soll bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein entwickelt werden, dass in allen ergotherapeutischen Verfahren psychosoziale Aspekte zu berücksichtigen sind.
Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass in den psychosozialen Behandlungsverfahren handwerkliche und gestalterische Mittel, kognitive und lebenspraktische Angebote sowie kommunikative Techniken und wahrnehmungsfördernde Maßnahmen klientenbezogen eingesetzt werden. Dabei ist die ergotherapeutische Zielsetzung, das Herstellen, das Wiederherstellen und/oder die Erhaltung psychosozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten, wie zum Beispiel aus der Isolation heraustreten, Beziehungen knüpfen und eigene Bedürfnisse wahrnehmen und angemessen in Handeln umsetzen, herauszuarbeiten.
Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten sind als grundlegendes Unterrichtsprinzip zu realisieren. Die Inhalte sind insbesondere unter Bezugnahme zu den Fächern „Spezielle Krankheitslehre“, „Psychologie und Pädagogik“ sowie „Medizinsoziologie und Gerontologie“ zu vermitteln.
Fallbeispiele, Selbsterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Gesprächsführung und fachpraktische Übungen zur Beobachtung unterstützen und beleben den Unterricht. Entsprechend der unterrichtlichen Situation bedürfen das fragendentwickelnde Unterrichtsgespräch und der Lehrervortrag eine Ergänzung durch interaktive Unterrichtsformen, wie zum Beispiel das Rollenspiel, Gruppen- und Partnerübungen.