Erste Hilfe

20 Ustd.2 Kapitel112 Fragen
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Einleitung

Das Anliegen des Faches „Erste Hilfe“ besteht darin, die Schülerinnen und Schüler zur sachkompetenten Einleitung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen, Maßnahmen der ersten Hilfe am Unfallort sowie Maßnahmen bei Zwischenfällen während der ergotherapeutischen Behandlung zu befähigen.

Die Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, bedrohliche Situationen bei Klienten zu erkennen und folgerichtig zu handeln. Sie können die besondere Reaktionsweise bei Menschen mit unterschiedlichen Vorschädigungen einschätzen und dementsprechend auf die Betroffenen eingehen.

Den Schülerinnen und Schülern wird bewusst, dass ihr Handeln bei einem Zwischenfall den späteren Verlauf entscheidend beeinflussen kann. Dabei ist es wesentlich, dass sie die Grenzen ihres Handelns einschätzen können.

Fachtheoretische und fachpraktische Inhalte sind integrativ zu vermitteln. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung praktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Einleitung von Sofortmaßnahmen bei Not- und Zwischenfällen. Methodisch geeignet sind neben praktischen Übungen, der Arbeit mit dem Phantom, Übungen zur Selbsterfahrung sowie der Einsatz von Fallbeispielen. Gegebenenfalls können die Möglichkeiten der realistischen Wunddarstellung genutzt werden.

Der Unterricht ist in enger Abstimmung mit den Fächern „Biologie, Anatomie und Physiologie“ sowie „Spezielle Krankheitslehre“ zu gestalten.

Quelle

Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 71-74.

Originallehrplan im sächsischen Schulportal öffnen

01 Lebensrettende Sofortmaßnahmen 8 (6) Ustd. 56 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Notwendigkeit Erster-Hilfe-Maßnahmen auseinander. Sie sind in der Lage, Notfallsituationen zu erfassen und die Möglichkeiten und Grenzen ihres Handelns einzuschätzen. Sie erkennen vitale Bedrohungssituationen und können situationsgerecht die erforderlichen Sofortmaßnahmen einleiten. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen die Maßnahmen der Reanimation und können ihre Vorgehensweise begründen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 72.

Fragen & Antworten56

Kapitelkern

Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Rettungskette“. 1 P
  • Gefahr sichern, aus akuter Gefahr retten, Bewusstsein und Atmung prüfen, 112 alarmieren, notwendige Maßnahmen fortführen und Rettungsdienst einweisen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Bewusstlose Person mit normaler Atmung“. 1 P
  • Stabile Seitenlage, Atemweg offen halten, 112, Wärmeerhalt und fortlaufende Atemkontrolle
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Bewusstlose Person mit abnormaler Atmung“. 1 P
  • Kreislaufstillstand annehmen, 112 über Freisprechen und unverzüglich Reanimation beginnen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Reanimation beim Erwachsenen“. 3 P
  • Thoraxkompressionen mit 100 bis 120 pro Minute und fünf bis sechs Zentimetern Tiefe
  • Geschult 30:2, andernfalls durchgehend drücken
  • AED früh einsetzen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Reanimation bei Kindern“. 2 P
  • Mit fünf Beatmungen beginnen, dann altersgerechte Kompressionen
  • Ohne spezielle PBLS-Ausbildung 30:2, mit entsprechender Ausbildung 15:2
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Schwere Fremdkörperverlegung“. 3 P
  • Bei Erwachsenen und Kindern Rückenschläge und Bauchkompressionen abwechseln
  • Bei Säuglingen Rückenschläge und Thoraxkompressionen
  • Bei Bewusstlosigkeit Reanimation
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Lebensbedrohliche Blutung“. 3 P
  • Fester direkter Druck, danach Druckverband
  • Tourniquet bei nicht kontrollierbarer lebensbedrohlicher Extremitätenblutung
  • Anlagezeit dokumentieren
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Schockversorgung“. 1 P
  • 112, Ursache behandeln, bequem lagern, wärmen, beruhigen, nichts essen oder trinken lassen und Zustand wiederholt kontrollieren

Hilfeleistung, Notruf und Rettungskette

Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Vorrang des Eigenschutzes“. 2 P
  • Eigenschutz verhindert zusätzliche Betroffene
  • Gefahren wie Verkehr, Strom, Feuer, Rauch, Chemikalien oder Gewalt werden zuerst erkannt und soweit möglich abgesichert
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Zumutbare Hilfeleistung“. 2 P
  • Zumutbar sind Maßnahmen, die ohne erhebliche Eigengefährdung möglich sind
  • Dazu gehören mindestens Hilfe holen, Notruf absetzen und sichere Basismaßnahmen einleiten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Aufgaben der Ersten Hilfe“. 1 P
  • Erste Hilfe erhält lebenswichtige Funktionen, verhindert weitere Schäden, lindert Beschwerden und überbrückt die Zeit bis zur professionellen Versorgung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Reihenfolge der Rettungskette“. 1 P
  • Unfallstelle sichern, Lage erfassen, aus akuter Gefahr retten, Bewusstsein und Atmung beurteilen, 112 alarmieren, notwendige Maßnahmen fortführen und Rettungskräfte einweisen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Inhalt des Notrufs“. 2 P
  • Ort und Zugang, Ereignis, Zahl der Betroffenen, Zustand und besondere Gefahren nennen
  • Danach auf Rückfragen warten und Anweisungen der Leitstelle befolgen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Freisprechfunktion beim Notruf“. 2 P
  • Das Telefon wird möglichst auf Lautsprecher gestellt
  • So bleiben beide Hände frei und Bewusstsein, Atmung oder Reanimation können während des Gesprächs beurteilt und behandelt werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abbruch des Notrufgesprächs“. 2 P
  • Das Gespräch wird nicht eigenmächtig beendet
  • Die Leitstelle entscheidet, wann alle Angaben vorliegen und die Verbindung beendet werden kann
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Übergabe an den Rettungsdienst“. 2 P
  • Kurz berichten: Ereignis, Beginn, Befunde, Veränderungen, Vorerkrankungen soweit bekannt und bereits durchgeführte Maßnahmen
  • Beobachtungen werden von Vermutungen getrennt

Unfallstelle, Eigensicherung und Rettungsgriffe

Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gefahren an der Unfallstelle“. 2 P
  • Verkehr, instabile Gegenstände, Feuer, Rauch, Strom, auslaufende Stoffe, Wasser und aggressive Personen beachten
  • Unübersichtliche Gefahren werden der Leitstelle gemeldet
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Absicherung im Straßenverkehr“. 2 P
  • Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck werden genutzt, ohne sich in den fließenden Verkehr zu begeben
  • Der Abstand richtet sich nach Straße, Sicht und Geschwindigkeit
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhalten bei Gefahrgut“. 2 P
  • Abstand halten, Windrichtung beachten, Zündquellen vermeiden und 112 informieren
  • Behälter oder ausgelaufene Stoffe werden nicht berührt und der Gefahrenbereich nicht betreten
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Indikation zum Bewegen Verletzter“. 2 P
  • Bewegen nur bei unmittelbarer Gefahr, notwendiger Atemwegssicherung oder Reanimation
  • Sonst beruhigen, vor Auskühlung schützen und die Lage stabil halten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Rettungsgriff aus akuter Gefahr“. 2 P
  • Die Person wird körpernah und möglichst achsengerecht aus dem Gefahrenbereich gezogen
  • Arme, Kopf und verletzte Körperteile werden soweit möglich geschützt
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung“. 2 P
  • Kopf und Hals möglichst ruhig halten und die Person zur Eigenstabilisierung anleiten
  • Atemweg und Atmung haben dennoch Vorrang vor vollständiger Bewegungslosigkeit
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Motorradhelm bei normaler Atmung“. 2 P
  • Bei wacher Person bleibt der Helm möglichst auf, sofern Atmung und Betreuung möglich sind
  • Verschluss öffnen oder lockern und den Kopf stabilisieren, bis der Rettungsdienst übernimmt
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Motorradhelm bei fehlender Reaktion“. 3 P
  • Bei bewusstloser Person muss der Atemweg beurteilt werden
  • Der Helm wird möglichst zu zweit kontrolliert abgenommen
  • Danach Atmung prüfen und entsprechend handeln

Bewusstseinsstörung, Krampfanfall und stabile Seitenlage

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Prüfung des Bewusstseins“. 2 P
  • Laut ansprechen, vorsichtig an beiden Schultern berühren und Reaktion beobachten
  • Schmerzreize sind für Laien nicht erforderlich
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Atemkontrolle bei Bewusstlosigkeit“. 2 P
  • Atemwege öffnen und höchstens zehn Sekunden auf normale Atembewegungen achten
  • Schnappatmung, einzelne unregelmäßige Atemzüge oder Zweifel gelten nicht als normale Atmung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Stabile Seitenlage“. 1 P
  • Bewusstlose Person mit normaler Atmung seitlich lagern, Kopf so positionieren, dass der Atemweg offen bleibt, Mund nach unten richten und Atmung fortlaufend kontrollieren
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Grenzen der stabilen Seitenlage“. 2 P
  • Bei fehlender oder abnormaler Atmung ist Reanimation erforderlich
  • Bei Trauma wird nur so weit bewegt, wie Atemwegssicherung und Atmung es notwendig machen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Überwachung nach Bewusstlosigkeit“. 2 P
  • Atmung, Hautfarbe und Reaktion wiederholt kontrollieren, 112 rufen, vor Auskühlung schützen und nicht allein lassen
  • Jede Verschlechterung führt zu erneuter ABC-Beurteilung
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhalten während eines Krampfanfalls“. 2 P
  • Gefährliche Gegenstände entfernen, Kopf weich schützen, Dauer beobachten und Bewegungen nicht gewaltsam stoppen
  • Nichts zwischen die Zähne oder in den Mund stecken
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen nach dem Krampfanfall“. 3 P
  • Nach Ende der Krämpfe Bewusstsein und Atmung prüfen
  • Bei normaler Atmung Seitenlage, bei abnormaler Atmung Reanimation
  • Anschließend überwachen und beruhigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Notruf beim Krampfanfall“. 1 P
  • 112 bei erstmaligem Anfall, Dauer über etwa fünf Minuten, wiederholten Anfällen ohne Erholung, Verletzung, Schwangerschaft, Atemstörung oder unklarem Zustand

Atemstörung und Fremdkörperverlegung

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen schwerer Atemnot“. 2 P
  • Sprechunfähigkeit, ausgeprägte Atemarbeit, Zyanose, Erschöpfung, Verwirrtheit oder abnehmendes Bewusstsein sind Alarmzeichen
  • Frühzeitig 112 alarmieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Atemerleichternde Position“. 2 P
  • Wache Betroffene aufrecht oder mit abgestützten Armen sitzen lassen
  • Enge Kleidung lockern, beruhigen und vorhandene verordnete Notfallmedikation bei der Anwendung unterstützen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Wirksamer Husten bei Fremdkörpern“. 2 P
  • Kann die Person kräftig husten und sprechen, wird sie zum Weiterhusten ermutigt und beobachtet
  • Keine Rückenschläge oder Bauchkompressionen bei wirksamem Husten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Schwere Fremdkörperverlegung bei Erwachsenen“. 2 P
  • Bei unwirksamem Husten bis zu fünf kräftige Rückenschläge zwischen die Schulterblätter, danach bis zu fünf Bauchkompressionen
  • Beide Maßnahmen abwechseln und 112 veranlassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Fremdkörperverlegung bei Säuglingen“. 3 P
  • Säugling kopftief halten und bis zu fünf Rückenschläge geben
  • Bei Erfolglosigkeit bis zu fünf Thoraxkompressionen
  • Keine Bauchkompressionen bei Säuglingen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Bewusstlosigkeit durch Fremdkörper“. 2 P
  • Person kontrolliert zu Boden bringen, 112 alarmieren und Reanimation beginnen
  • Vor Beatmungsversuchen nur deutlich sichtbare Fremdkörper entfernen, niemals blind in den Mund greifen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Untersuchung nach Bauchkompressionen“. 1 P
  • Nach erfolgreichen Bauchkompressionen oder Thoraxkompressionen ist ärztliche Untersuchung sinnvoll, weil innere Verletzungen oder verbliebene Fremdkörper möglich sind
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Atemspende“. 3 P
  • Atemweg öffnen und nur so viel Luft einblasen, dass sich der Brustkorb sichtbar hebt
  • Jede Beatmung dauert ungefähr eine Sekunde
  • Übermäßige Beatmung vermeiden

Cardiopulmonale Reanimation und AED

Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Erkennung des Kreislaufstillstands“. 2 P
  • Fehlende Reaktion zusammen mit fehlender oder abnormaler Atmung reicht für den Reanimationsbeginn
  • Schnappatmung oder agonales Röcheln gelten als abnormal
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Druckpunkt beim Erwachsenen“. 2 P
  • Ein Handballen liegt auf der unteren Hälfte des Brustbeins, die zweite Hand darüber
  • Arme bleiben gestreckt und die Schultern befinden sich senkrecht über dem Brustkorb
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Frequenz und Tiefe der Thoraxkompression“. 2 P
  • Mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute etwa fünf bis sechs Zentimeter tief drücken
  • Nach jeder Kompression den Brustkorb vollständig entlasten und Unterbrechungen minimieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhältnis von Kompression und Beatmung“. 2 P
  • Geschulte Helfende verwenden 30 Kompressionen zu zwei wirksamen Beatmungen
  • Wer nicht beatmen kann oder will, führt ununterbrochene Thoraxkompressionen durch
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Einsatz des AED“. 3 P
  • AED einschalten, Brust freimachen, Elektroden nach Abbildung kleben und Sprachansagen folgen
  • Während Analyse und Schock darf niemand die Person berühren
  • Danach sofort weiter reanimieren
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Beginn der Kinderreanimation“. 2 P
  • Bei Kindern zunächst fünf wirksame Beatmungen, danach Thoraxkompressionen und Beatmung
  • Ohne spezielle PBLS-Ausbildung gilt 30:2, mit entsprechender Ausbildung 15:2
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Drucktiefe bei Kindern und Säuglingen“. 2 P
  • Den Brustkorb ungefähr um ein Drittel seines vorderen-hinteren Durchmessers eindrücken
  • Technik und Handzahl werden an Körpergröße und Alter angepasst
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ende der Reanimation“. 1 P
  • Fortführen, bis eindeutige Lebenszeichen auftreten, professionelle Helfende übernehmen, der AED zur Unterbrechung auffordert oder die helfende Person völlig erschöpft bzw. gefährdet ist

Schock und lebensbedrohliche Blutung

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen eines Schocks“. 2 P
  • Blässe, kalte feuchte Haut, schneller Puls, Unruhe, Angst, Durst, Schwäche und Bewusstseinsabnahme sind mögliche Zeichen
  • Der Zustand kann sich rasch verschlechtern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Sofortmaßnahme bei starker Blutung“. 2 P
  • Wunde freilegen und mit behandschuhter Hand oder Verbandmaterial fest direkt komprimieren
  • 112 alarmieren und den Druck nicht unnötig lösen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Druckverband“. 3 P
  • Nach Kontrolle der Blutung eine sterile Auflage mit Druckpolster straff fixieren
  • Durchblutung, Gefühl und Beweglichkeit distal beobachten
  • Bei Durchblutungssperre Verband korrigieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Durchblutetes Verbandmaterial“. 2 P
  • Erste Auflage nicht abnehmen
  • Weiteres Material auflegen und den direkten Druck verstärken, damit der gebildete Wundverschluss nicht wieder gelöst wird
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Tourniquet bei Extremitätenblutung“. 2 P
  • Nur bei lebensbedrohlicher Blutung an Arm oder Bein, die durch starken direkten Druck nicht beherrscht wird
  • Hoch und fest anlegen, Anlagezeit notieren und nicht wieder lockern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Lagerung bei Schock“. 3 P
  • Bequem und möglichst flach lagern
  • Beine nur anheben, wenn keine Atemnot, Schmerzen, Verletzungen oder andere Gründe dagegensprechen
  • Die Position richtet sich nach Zustand und Ursache
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Essen und Trinken im Schock“. 2 P
  • Nichts essen oder trinken lassen, weil Bewusstsein, Operation oder Narkose erforderlich werden können
  • Mund bei Bedarf nur befeuchten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Menschen mit körperlichen Einschränkungen“. 2 P
  • Hilfsmittel, Kommunikationsform, Spastik, Kontrakturen oder sensible Störungen beachten
  • Lebensrettende Maßnahmen haben Vorrang, werden aber möglichst schonend angepasst

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • StGB
  • praktische Übungen, Fallbeispiele
  • Übungen zur Selbsterfahrung
  • praktische Übungen, Arbeit mit dem Phantom, Fallbeispiele vgl. Lehrplan Biologie, Anatomie und Physiologie
  • praktische Übungen, Arbeit mit dem Phantom, Fallbeispiele vgl. Lehrplan Biologie, Anatomie und Physiologie
  • praktische Übungen, Fallbeispiele
  • praktische Übungen, Möglichkeiten der realistischen Wunddarstellung nutzen, Fallbeispiele vgl. Lehrpläne Biologie, Anatomie und Physiologie sowie Allgemeine Krankheitslehre
  • Übungen zur Selbsterfahrung

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 72.

02 Verhalten bei sonstigen Notfällen 8 (8) Ustd. 56 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen die typischen Symptome spezieller Notfälle und können ausgehend davon die notwendigen Maßnahmen der Ersten Hilfe einleiten und durchführen. Sie kennen die Komplikationen, die sich im Zusammenhang mit bestimmten Notfällen ergeben können und passen ihr Handeln auf veränderte Bedingungen hin an.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 73.

Fragen & Antworten56

Kapitelkern

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Frakturversorgung“. 1 P
  • Nicht einrenken, in vorgefundener schmerzarmer Position ruhigstellen, offene Wunden steril abdecken und Durchblutung, Motorik sowie Sensibilität kontrollieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Amputationsverletzung“. 2 P
  • Blutung am Stumpf beherrschen
  • Amputat steril feucht, wasserdicht und indirekt gekühlt zusammen mit der verletzten Person transportieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hitzschlag“. 2 P
  • 112, aus der Hitze entfernen, Kleidung reduzieren und sofort aktiv kühlen
  • Neurologische Störungen machen den Hitzschlag zum zeitkritischen Notfall
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verbrennung und Verätzung“. 2 P
  • Einwirkung stoppen, Eigenschutz beachten, kleine Verbrennungen kühlen und Chemikalien mit viel Wasser abspülen
  • Große Flächen, Gesicht oder Atemwege erfordern 112
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Vergiftung“. 2 P
  • Substanz, Menge und Zeitpunkt sichern, Giftinformation oder 112 kontaktieren und keine ungezielten Hausmittel anwenden
  • Erbrechen nicht auslösen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Myokardinfarkt“. 2 P
  • 112, körperliche Ruhe, bequeme Position, beruhigen und Atmung überwachen
  • Bei Kreislaufstillstand sofort reanimieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Schlaganfall“. 2 P
  • FAST anwenden, Beginn notieren und sofort 112
  • Nichts essen oder trinken geben und Bewusstsein sowie Atmung überwachen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hypoglykämie und Hyperglykämie“. 3 P
  • Wache schluckfähige Person mit Unterzuckerung erhält schnell verfügbaren Zucker
  • Bei Bewusstlosigkeit nichts oral geben
  • Bei schwerer Hyperglykämie oder Verschlechterung 112

Wunden, Frakturen und Amputationsverletzungen

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Allgemeine Wundversorgung“. 2 P
  • Handschuhe nutzen, Blutung stillen, Wunde steril abdecken und Verschmutzung nicht tief auswischen
  • Große, klaffende, verschmutzte oder bissbedingte Wunden ärztlich versorgen lassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Fremdkörper in Wunden“. 2 P
  • Tief sitzende oder große Fremdkörper nicht entfernen, weil sie Blutungen tamponieren können
  • Polstern, gegen Bewegung sichern und professionell entfernen lassen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen einer Fraktur“. 2 P
  • Schmerz, Schwellung, Fehlstellung, Funktionsverlust, abnorme Beweglichkeit oder Knochenkontakt sind möglich
  • Eine Fraktur kann auch ohne sichtbare Fehlstellung bestehen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Ruhigstellung bei Frakturen“. 2 P
  • Verletzten Körperteil in der vorgefundenen, schmerzarmen Position stabilisieren
  • Benachbarte Gelenke möglichst mit einbeziehen und Durchblutung, Motorik und Sensibilität kontrollieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Offene Fraktur“. 2 P
  • Blutung kontrollieren, Wunde steril abdecken und Knochen nicht zurückschieben
  • Die Extremität ruhigstellen, 112 alarmieren und vor Auskühlung schützen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gelenkverletzung“. 2 P
  • Nicht einrenken und keine schmerzhafte Bewegung erzwingen
  • In der vorgefundenen Position polstern, kühlen ohne direkten Hautkontakt und ärztlich beurteilen lassen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung des Amputationsstumpfs“. 2 P
  • Lebensbedrohliche Blutung zuerst mit direktem Druck, Druckverband oder bei Bedarf Tourniquet stoppen
  • Stumpf steril abdecken und betroffene Person gegen Schock behandeln
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Konservierung des Amputats“. 2 P
  • Steril oder sauber feucht einwickeln, wasserdicht verpacken und diesen Beutel in einen zweiten Beutel mit Eiswasser legen
  • Kein direkter Eiskontakt, nicht reinigen oder einfrieren

Verbrennung, Stromunfall und Verätzung

Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Unterbrechung thermischer Einwirkung“. 2 P
  • Hitzequelle entfernen oder löschen, ohne sich selbst zu gefährden
  • Brennende Kleidung mit Wasser löschen oder die Person am Boden rollen lassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kühlung kleiner Verbrennungen“. 2 P
  • Kleine oberflächliche Verbrennungen zeitnah mit kühlem bis handwarmem fließendem Wasser kühlen
  • Kein Eis, keine Hausmittel und keine großflächige Auskühlung verursachen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung größerer Verbrennungen“. 2 P
  • Klebende Kleidung belassen, Schmuck früh entfernen, Wunden steril locker abdecken und Auskühlung verhindern
  • Bei großer Fläche, Gesicht, Atemweg, Genitalien oder Gelenken 112
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hinweise auf Inhalationstrauma“. 2 P
  • Ruß im Gesicht oder Mund, Heiserkeit, Husten, Atemnot und Verbrennungen in geschlossenen Räumen sind Warnzeichen
  • Sofort 112 und engmaschige Atemkontrolle
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Eigenschutz beim Stromunfall“. 2 P
  • Stromquelle sicher abschalten, Sicherung entfernen oder Abstand zu Hochspannung halten
  • Betroffene erst berühren, wenn keine elektrische Gefahr mehr besteht
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Kontrolle nach Stromkontakt“. 2 P
  • Bewusstsein und Atmung sofort prüfen, bei Bedarf reanimieren und AED einsetzen
  • Auch kleine Eintrittsstellen können mit inneren Verletzungen oder Herzrhythmusstörungen verbunden sein
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hautverätzung“. 3 P
  • Eigenschutz, kontaminierte Kleidung vorsichtig entfernen und betroffene Haut ausdauernd mit viel Wasser spülen, sofern der Stoff nicht ausdrücklich wasserreaktiv ist
  • 112 bzw
  • Giftinformation einbeziehen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Augenverätzung“. 2 P
  • Auge sofort kontinuierlich mit sauberem Wasser von innen nach außen spülen, Lider offen halten und Kontaktlinsen nur leicht entfernbar herausnehmen
  • Unverzüglich fachärztlich versorgen lassen

Hitzschlag, Sonnenstich, Unterkühlung und Erfrierung

Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hitzeerschöpfung“. 2 P
  • Schwäche, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und starkes Schwitzen sind typisch
  • In den Schatten bringen, Kleidung lockern, kühlen und bei wacher schluckfähiger Person Flüssigkeit anbieten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen des Hitzschlags“. 3 P
  • Hohe Körpertemperatur zusammen mit Verwirrtheit, Unruhe, Krämpfen oder Bewusstseinsstörung
  • Haut kann heiß sein
  • Schwitzen kann vorhanden sein oder fehlen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen beim Hitzschlag“. 2 P
  • Sofort 112, aus der Hitze entfernen, überflüssige Kleidung ausziehen und unmittelbar aktiv kühlen
  • Kühlung während der Betreuung fortsetzen und Bewusstsein sowie Atmung überwachen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Sonnenstich“. 2 P
  • Nach intensiver Sonne auf Kopf und Nacken treten Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel und Nackenreiz auf
  • In den Schatten, Oberkörper erhöht, Kopf und Nacken kühlen und Zustand beobachten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Unterkühlung“. 2 P
  • Zittern, kalte blasse Haut, Koordinationsstörung, langsames Denken, Müdigkeit und später Bewusstseinsabnahme
  • Schwer Unterkühlte können sehr langsam atmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung bei Unterkühlung“. 2 P
  • Vor Wind und Boden isolieren, nasse Kleidung vorsichtig entfernen, trocken einpacken und schonend bewegen
  • Keine aggressive direkte Hitze, kein Alkohol und fortlaufende Atemkontrolle
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Erfrierung“. 2 P
  • Blasse, gefühllose oder später bläuliche Haut steril locker abdecken und nicht reiben
  • Schmuck entfernen und nicht auftauen, wenn erneutes Gefrieren möglich ist
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kreislaufstillstand bei Unterkühlung“. 2 P
  • Atmung sorgfältig beurteilen und bei fehlender normaler Atmung reanimieren
  • Reanimation wird wegen der möglichen Schutzwirkung der Kälte besonders konsequent fortgeführt

Vergiftung, Insektenstich und Rauschzustand

Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Erstmaßnahmen bei Vergiftung“. 2 P
  • Eigenschutz, Bewusstsein und Atmung prüfen, Substanz sichern und Giftinformationszentrum oder 112 kontaktieren
  • Anweisungen genau befolgen und Veränderungen beobachten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Auslösen von Erbrechen“. 2 P
  • Erbrechen nicht provozieren
  • Es erhöht die Gefahr der Aspiration und kann bei ätzenden oder öligen Stoffen Atemwege und Speiseröhre erneut schädigen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gabe von Getränken oder Kohle“. 2 P
  • Nur nach konkreter Anweisung durch Giftinformation oder medizinisches Personal
  • Die passende Maßnahme hängt von Stoff, Menge, Zeit, Alter und Symptomen ab
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Vergiftung durch Gase“. 2 P
  • Gefahrenbereich nicht ohne geeigneten Schutz betreten
  • Frischluft nur bei sicherer Rettung, 112 alarmieren und Zünd- oder Stromquellen vermeiden
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Insektenstich ohne Allgemeinreaktion“. 2 P
  • Stachel, falls sichtbar, seitlich entfernen, Stelle kühlen und beobachten
  • Schmuck an anschwellenden Extremitäten früh abnehmen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Stich im Mund-Rachen-Raum“. 2 P
  • Sofort 112, von außen kühlen und bei wacher Person Eis lutschen lassen
  • Schwellung kann die Atemwege rasch verlegen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Anaphylaxie“. 2 P
  • Atemnot, Heiserkeit, Zungen- oder Gesichtsschwellung, Kreislaufprobleme, Erbrechen oder generalisierte Hautreaktion
  • 112 und vorhandenen verordneten Adrenalin-Autoinjektor unterstützen
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Rauschzustand und Opioidverdacht“. 3 P
  • Atmung und Bewusstsein überwachen, Verletzungen beachten und nicht allein lassen
  • Langsame oder fehlende Atmung, extreme Schläfrigkeit und stecknadelkleine Pupillen sprechen für Opioidüberdosierung
  • 112 und bei abnormaler Atmung Reanimation

Akute Erkrankungen: Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma und Diabetes

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen eines Herzinfarkts“. 2 P
  • Druck, Enge oder Schmerz im Brustkorb, mögliche Ausstrahlung, Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit oder starke Angst
  • Beschwerden können besonders bei Frauen, älteren Menschen und Diabetes untypisch sein
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen bei Herzinfarktverdacht“. 2 P
  • Sofort 112, körperliche Belastung beenden, bequem lagern, enge Kleidung lockern und nicht allein lassen
  • Bei Bewusstlosigkeit Atmung prüfen und entsprechend reanimieren oder lagern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „FAST-Prüfung beim Schlaganfall“. 4 P
  • Face: lächeln lassen
  • Arms: beide Arme heben
  • Speech: einfachen Satz sprechen lassen
  • Time: bei jeder Auffälligkeit sofort 112 und Zeitpunkt des Beginns notieren
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen beim Schlaganfall“. 3 P
  • Ruhig lagern, nichts essen oder trinken geben und Symptome sowie Beginn dokumentieren
  • Bewusstsein und Atmung überwachen
  • Keine eigenständige Medikamentengabe
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Unterstützung beim Asthmaanfall“. 2 P
  • Aufrechte atemerleichternde Haltung, ruhige Ausatmung anleiten und bei der verordneten Inhalation helfen
  • Bei schwerer Atemnot, Sprechunfähigkeit, Erschöpfung oder fehlender Besserung 112
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Hypoglykämie“. 2 P
  • Plötzliche Unruhe, Schwitzen, Zittern, Heißhunger, Verwirrtheit, ungewöhnliches Verhalten oder Bewusstseinsstörung
  • Bei Diabetes immer an Unterzuckerung denken
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Zucker bei Hypoglykämie“. 3 P
  • Nur bei wacher, sicher schluckfähiger Person etwa 15 bis 20 Gramm schnell verfügbaren Zucker geben
  • Nach ungefähr 15 Minuten erneut beurteilen
  • Ohne Besserung oder bei Bewusstlosigkeit 112
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hyperglykämie“. 2 P
  • Meist langsamer Beginn mit starkem Durst, häufigem Wasserlassen, trockener Haut, Müdigkeit, Übelkeit und vertiefter Atmung
  • 112 bei Bewusstseinsstörung, schwerer Atmung oder deutlicher Verschlechterung

Prüfungsschwerpunkte und praktische Abläufe

Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Struktur der praktischen Prüfung“. 1 P
  • Eigenschutz laut benennen, Situation erfassen, Bewusstsein und Atmung prüfen, Hilfe organisieren, Maßnahme durchführen und Wirkung fortlaufend kontrollieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kommunikation mit Betroffenen“. 2 P
  • Vorstellen, ruhig erklären, Einverständnis soweit möglich einholen und klare kurze Anweisungen geben
  • Intimsphäre und Würde auch unter Zeitdruck beachten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale der Reanimation“. 2 P
  • Schneller Beginn, korrekter Druckpunkt, 100 bis 120 pro Minute, ausreichende Tiefe, vollständige Entlastung und minimale Unterbrechungen
  • Beatmungen müssen den Brustkorb heben
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des Druckverbands“. 2 P
  • Direkter Druck, sterile Auflage, wirksames Druckpolster und sichere Fixierung
  • Danach Blutung sowie Durchblutung, Motorik und Sensibilität kontrollieren
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale der Seitenlage“. 2 P
  • Atemweg bleibt offen, Mund zeigt nach unten, Lage ist stabil und die Atmung gut kontrollierbar
  • Person wird gewärmt und nicht allein gelassen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Begründung eines Rettungsgriffs“. 2 P
  • Nur aus akuter Gefahr oder zur Durchführung lebensrettender Maßnahmen
  • Der Griff soll schnell, körpernah und möglichst achsengerecht erfolgen
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Fehler mit hoher Prüfungsrelevanz“. 1 P
  • Eigenschutz vergessen, Atmung falsch beurteilen, Notruf verzögern, Bewusstlosen etwas einflößen, Fremdkörper blind entfernen oder notwendige Kontrollen unterlassen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Struktur der Übergabe“. 2 P
  • Wer ist betroffen, was geschah, wann begann es, welche Befunde wurden erhoben, welche Maßnahmen durchgeführt und welche Veränderungen beobachtet?
  • Kurz, sachlich und vollständig

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • praktische Übungen, Möglichkeiten der realistischen Wunddarstellung nutzen, Fallbeispiele
  • praktische Übungen, Möglichkeiten der realistischen Wunddarstellung nutzen, Fallbeispiele; vgl. Lehrplan Spezielle Krankheitslehre, LPE 4
  • Fallbeispiele
  • Fallbeispiele
  • Fallbeispiele
  • Fallbeispiele

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 73.

LLernstoff12 Unterkapitel
Hilfeleistung, Notruf und Rettungskette
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Vorrang des Eigenschutzes“ (2 Punkte)
  • Eigenschutz verhindert zusätzliche Betroffene
  • Gefahren wie Verkehr, Strom, Feuer, Rauch, Chemikalien oder Gewalt werden zuerst erkannt und soweit möglich abgesichert
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Zumutbare Hilfeleistung“ (2 Punkte)
  • Zumutbar sind Maßnahmen, die ohne erhebliche Eigengefährdung möglich sind
  • Dazu gehören mindestens Hilfe holen, Notruf absetzen und sichere Basismaßnahmen einleiten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Aufgaben der Ersten Hilfe“ (1 Punkt)
  • Erste Hilfe erhält lebenswichtige Funktionen, verhindert weitere Schäden, lindert Beschwerden und überbrückt die Zeit bis zur professionellen Versorgung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Reihenfolge der Rettungskette“ (1 Punkt)
  • Unfallstelle sichern, Lage erfassen, aus akuter Gefahr retten, Bewusstsein und Atmung beurteilen, 112 alarmieren, notwendige Maßnahmen fortführen und Rettungskräfte einweisen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Inhalt des Notrufs“ (2 Punkte)
  • Ort und Zugang, Ereignis, Zahl der Betroffenen, Zustand und besondere Gefahren nennen
  • Danach auf Rückfragen warten und Anweisungen der Leitstelle befolgen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Freisprechfunktion beim Notruf“ (2 Punkte)
  • Das Telefon wird möglichst auf Lautsprecher gestellt
  • So bleiben beide Hände frei und Bewusstsein, Atmung oder Reanimation können während des Gesprächs beurteilt und behandelt werden
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Abbruch des Notrufgesprächs“ (2 Punkte)
  • Das Gespräch wird nicht eigenmächtig beendet
  • Die Leitstelle entscheidet, wann alle Angaben vorliegen und die Verbindung beendet werden kann
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Übergabe an den Rettungsdienst“ (2 Punkte)
  • Kurz berichten: Ereignis, Beginn, Befunde, Veränderungen, Vorerkrankungen soweit bekannt und bereits durchgeführte Maßnahmen
  • Beobachtungen werden von Vermutungen getrennt
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Wunden, Frakturen und Amputationsverletzungen
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Allgemeine Wundversorgung“ (2 Punkte)
  • Handschuhe nutzen, Blutung stillen, Wunde steril abdecken und Verschmutzung nicht tief auswischen
  • Große, klaffende, verschmutzte oder bissbedingte Wunden ärztlich versorgen lassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Fremdkörper in Wunden“ (2 Punkte)
  • Tief sitzende oder große Fremdkörper nicht entfernen, weil sie Blutungen tamponieren können
  • Polstern, gegen Bewegung sichern und professionell entfernen lassen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen einer Fraktur“ (2 Punkte)
  • Schmerz, Schwellung, Fehlstellung, Funktionsverlust, abnorme Beweglichkeit oder Knochenkontakt sind möglich
  • Eine Fraktur kann auch ohne sichtbare Fehlstellung bestehen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Ruhigstellung bei Frakturen“ (2 Punkte)
  • Verletzten Körperteil in der vorgefundenen, schmerzarmen Position stabilisieren
  • Benachbarte Gelenke möglichst mit einbeziehen und Durchblutung, Motorik und Sensibilität kontrollieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Offene Fraktur“ (2 Punkte)
  • Blutung kontrollieren, Wunde steril abdecken und Knochen nicht zurückschieben
  • Die Extremität ruhigstellen, 112 alarmieren und vor Auskühlung schützen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gelenkverletzung“ (2 Punkte)
  • Nicht einrenken und keine schmerzhafte Bewegung erzwingen
  • In der vorgefundenen Position polstern, kühlen ohne direkten Hautkontakt und ärztlich beurteilen lassen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung des Amputationsstumpfs“ (2 Punkte)
  • Lebensbedrohliche Blutung zuerst mit direktem Druck, Druckverband oder bei Bedarf Tourniquet stoppen
  • Stumpf steril abdecken und betroffene Person gegen Schock behandeln
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Konservierung des Amputats“ (2 Punkte)
  • Steril oder sauber feucht einwickeln, wasserdicht verpacken und diesen Beutel in einen zweiten Beutel mit Eiswasser legen
  • Kein direkter Eiskontakt, nicht reinigen oder einfrieren
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Unfallstelle, Eigensicherung und Rettungsgriffe
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gefahren an der Unfallstelle“ (2 Punkte)
  • Verkehr, instabile Gegenstände, Feuer, Rauch, Strom, auslaufende Stoffe, Wasser und aggressive Personen beachten
  • Unübersichtliche Gefahren werden der Leitstelle gemeldet
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Absicherung im Straßenverkehr“ (2 Punkte)
  • Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck werden genutzt, ohne sich in den fließenden Verkehr zu begeben
  • Der Abstand richtet sich nach Straße, Sicht und Geschwindigkeit
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhalten bei Gefahrgut“ (2 Punkte)
  • Abstand halten, Windrichtung beachten, Zündquellen vermeiden und 112 informieren
  • Behälter oder ausgelaufene Stoffe werden nicht berührt und der Gefahrenbereich nicht betreten
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Indikation zum Bewegen Verletzter“ (2 Punkte)
  • Bewegen nur bei unmittelbarer Gefahr, notwendiger Atemwegssicherung oder Reanimation
  • Sonst beruhigen, vor Auskühlung schützen und die Lage stabil halten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Rettungsgriff aus akuter Gefahr“ (2 Punkte)
  • Die Person wird körpernah und möglichst achsengerecht aus dem Gefahrenbereich gezogen
  • Arme, Kopf und verletzte Körperteile werden soweit möglich geschützt
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung“ (2 Punkte)
  • Kopf und Hals möglichst ruhig halten und die Person zur Eigenstabilisierung anleiten
  • Atemweg und Atmung haben dennoch Vorrang vor vollständiger Bewegungslosigkeit
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Motorradhelm bei normaler Atmung“ (2 Punkte)
  • Bei wacher Person bleibt der Helm möglichst auf, sofern Atmung und Betreuung möglich sind
  • Verschluss öffnen oder lockern und den Kopf stabilisieren, bis der Rettungsdienst übernimmt
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Motorradhelm bei fehlender Reaktion“ (3 Punkte)
  • Bei bewusstloser Person muss der Atemweg beurteilt werden
  • Der Helm wird möglichst zu zweit kontrolliert abgenommen
  • Danach Atmung prüfen und entsprechend handeln
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Verbrennung, Stromunfall und Verätzung
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Zusammenhang bei „Unterbrechung thermischer Einwirkung“ (2 Punkte)
  • Hitzequelle entfernen oder löschen, ohne sich selbst zu gefährden
  • Brennende Kleidung mit Wasser löschen oder die Person am Boden rollen lassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kühlung kleiner Verbrennungen“ (2 Punkte)
  • Kleine oberflächliche Verbrennungen zeitnah mit kühlem bis handwarmem fließendem Wasser kühlen
  • Kein Eis, keine Hausmittel und keine großflächige Auskühlung verursachen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung größerer Verbrennungen“ (2 Punkte)
  • Klebende Kleidung belassen, Schmuck früh entfernen, Wunden steril locker abdecken und Auskühlung verhindern
  • Bei großer Fläche, Gesicht, Atemweg, Genitalien oder Gelenken 112
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hinweise auf Inhalationstrauma“ (2 Punkte)
  • Ruß im Gesicht oder Mund, Heiserkeit, Husten, Atemnot und Verbrennungen in geschlossenen Räumen sind Warnzeichen
  • Sofort 112 und engmaschige Atemkontrolle
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Eigenschutz beim Stromunfall“ (2 Punkte)
  • Stromquelle sicher abschalten, Sicherung entfernen oder Abstand zu Hochspannung halten
  • Betroffene erst berühren, wenn keine elektrische Gefahr mehr besteht
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Kontrolle nach Stromkontakt“ (2 Punkte)
  • Bewusstsein und Atmung sofort prüfen, bei Bedarf reanimieren und AED einsetzen
  • Auch kleine Eintrittsstellen können mit inneren Verletzungen oder Herzrhythmusstörungen verbunden sein
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hautverätzung“ (3 Punkte)
  • Eigenschutz, kontaminierte Kleidung vorsichtig entfernen und betroffene Haut ausdauernd mit viel Wasser spülen, sofern der Stoff nicht ausdrücklich wasserreaktiv ist
  • 112 bzw
  • Giftinformation einbeziehen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Augenverätzung“ (2 Punkte)
  • Auge sofort kontinuierlich mit sauberem Wasser von innen nach außen spülen, Lider offen halten und Kontaktlinsen nur leicht entfernbar herausnehmen
  • Unverzüglich fachärztlich versorgen lassen
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Bewusstseinsstörung, Krampfanfall und stabile Seitenlage
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Prüfung des Bewusstseins“ (2 Punkte)
  • Laut ansprechen, vorsichtig an beiden Schultern berühren und Reaktion beobachten
  • Schmerzreize sind für Laien nicht erforderlich
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Atemkontrolle bei Bewusstlosigkeit“ (2 Punkte)
  • Atemwege öffnen und höchstens zehn Sekunden auf normale Atembewegungen achten
  • Schnappatmung, einzelne unregelmäßige Atemzüge oder Zweifel gelten nicht als normale Atmung
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Stabile Seitenlage“ (1 Punkt)
  • Bewusstlose Person mit normaler Atmung seitlich lagern, Kopf so positionieren, dass der Atemweg offen bleibt, Mund nach unten richten und Atmung fortlaufend kontrollieren
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Grenzen der stabilen Seitenlage“ (2 Punkte)
  • Bei fehlender oder abnormaler Atmung ist Reanimation erforderlich
  • Bei Trauma wird nur so weit bewegt, wie Atemwegssicherung und Atmung es notwendig machen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Überwachung nach Bewusstlosigkeit“ (2 Punkte)
  • Atmung, Hautfarbe und Reaktion wiederholt kontrollieren, 112 rufen, vor Auskühlung schützen und nicht allein lassen
  • Jede Verschlechterung führt zu erneuter ABC-Beurteilung
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhalten während eines Krampfanfalls“ (2 Punkte)
  • Gefährliche Gegenstände entfernen, Kopf weich schützen, Dauer beobachten und Bewegungen nicht gewaltsam stoppen
  • Nichts zwischen die Zähne oder in den Mund stecken
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen nach dem Krampfanfall“ (3 Punkte)
  • Nach Ende der Krämpfe Bewusstsein und Atmung prüfen
  • Bei normaler Atmung Seitenlage, bei abnormaler Atmung Reanimation
  • Anschließend überwachen und beruhigen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Notruf beim Krampfanfall“ (1 Punkt)
  • 112 bei erstmaligem Anfall, Dauer über etwa fünf Minuten, wiederholten Anfällen ohne Erholung, Verletzung, Schwangerschaft, Atemstörung oder unklarem Zustand
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Hitzschlag, Sonnenstich, Unterkühlung und Erfrierung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hitzeerschöpfung“ (2 Punkte)
  • Schwäche, Schwindel, Kopfschmerz, Übelkeit und starkes Schwitzen sind typisch
  • In den Schatten bringen, Kleidung lockern, kühlen und bei wacher schluckfähiger Person Flüssigkeit anbieten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen des Hitzschlags“ (3 Punkte)
  • Hohe Körpertemperatur zusammen mit Verwirrtheit, Unruhe, Krämpfen oder Bewusstseinsstörung
  • Haut kann heiß sein
  • Schwitzen kann vorhanden sein oder fehlen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen beim Hitzschlag“ (2 Punkte)
  • Sofort 112, aus der Hitze entfernen, überflüssige Kleidung ausziehen und unmittelbar aktiv kühlen
  • Kühlung während der Betreuung fortsetzen und Bewusstsein sowie Atmung überwachen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Sonnenstich“ (2 Punkte)
  • Nach intensiver Sonne auf Kopf und Nacken treten Kopfschmerz, Übelkeit, Schwindel und Nackenreiz auf
  • In den Schatten, Oberkörper erhöht, Kopf und Nacken kühlen und Zustand beobachten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Unterkühlung“ (2 Punkte)
  • Zittern, kalte blasse Haut, Koordinationsstörung, langsames Denken, Müdigkeit und später Bewusstseinsabnahme
  • Schwer Unterkühlte können sehr langsam atmen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Versorgung bei Unterkühlung“ (2 Punkte)
  • Vor Wind und Boden isolieren, nasse Kleidung vorsichtig entfernen, trocken einpacken und schonend bewegen
  • Keine aggressive direkte Hitze, kein Alkohol und fortlaufende Atemkontrolle
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Erfrierung“ (2 Punkte)
  • Blasse, gefühllose oder später bläuliche Haut steril locker abdecken und nicht reiben
  • Schmuck entfernen und nicht auftauen, wenn erneutes Gefrieren möglich ist
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kreislaufstillstand bei Unterkühlung“ (2 Punkte)
  • Atmung sorgfältig beurteilen und bei fehlender normaler Atmung reanimieren
  • Reanimation wird wegen der möglichen Schutzwirkung der Kälte besonders konsequent fortgeführt
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Atemstörung und Fremdkörperverlegung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen schwerer Atemnot“ (2 Punkte)
  • Sprechunfähigkeit, ausgeprägte Atemarbeit, Zyanose, Erschöpfung, Verwirrtheit oder abnehmendes Bewusstsein sind Alarmzeichen
  • Frühzeitig 112 alarmieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Atemerleichternde Position“ (2 Punkte)
  • Wache Betroffene aufrecht oder mit abgestützten Armen sitzen lassen
  • Enge Kleidung lockern, beruhigen und vorhandene verordnete Notfallmedikation bei der Anwendung unterstützen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Wirksamer Husten bei Fremdkörpern“ (2 Punkte)
  • Kann die Person kräftig husten und sprechen, wird sie zum Weiterhusten ermutigt und beobachtet
  • Keine Rückenschläge oder Bauchkompressionen bei wirksamem Husten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Schwere Fremdkörperverlegung bei Erwachsenen“ (2 Punkte)
  • Bei unwirksamem Husten bis zu fünf kräftige Rückenschläge zwischen die Schulterblätter, danach bis zu fünf Bauchkompressionen
  • Beide Maßnahmen abwechseln und 112 veranlassen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Fremdkörperverlegung bei Säuglingen“ (3 Punkte)
  • Säugling kopftief halten und bis zu fünf Rückenschläge geben
  • Bei Erfolglosigkeit bis zu fünf Thoraxkompressionen
  • Keine Bauchkompressionen bei Säuglingen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Bewusstlosigkeit durch Fremdkörper“ (2 Punkte)
  • Person kontrolliert zu Boden bringen, 112 alarmieren und Reanimation beginnen
  • Vor Beatmungsversuchen nur deutlich sichtbare Fremdkörper entfernen, niemals blind in den Mund greifen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Untersuchung nach Bauchkompressionen“ (1 Punkt)
  • Nach erfolgreichen Bauchkompressionen oder Thoraxkompressionen ist ärztliche Untersuchung sinnvoll, weil innere Verletzungen oder verbliebene Fremdkörper möglich sind
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Atemspende“ (3 Punkte)
  • Atemweg öffnen und nur so viel Luft einblasen, dass sich der Brustkorb sichtbar hebt
  • Jede Beatmung dauert ungefähr eine Sekunde
  • Übermäßige Beatmung vermeiden
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Vergiftung, Insektenstich und Rauschzustand
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Erstmaßnahmen bei Vergiftung“ (2 Punkte)
  • Eigenschutz, Bewusstsein und Atmung prüfen, Substanz sichern und Giftinformationszentrum oder 112 kontaktieren
  • Anweisungen genau befolgen und Veränderungen beobachten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Auslösen von Erbrechen“ (2 Punkte)
  • Erbrechen nicht provozieren
  • Es erhöht die Gefahr der Aspiration und kann bei ätzenden oder öligen Stoffen Atemwege und Speiseröhre erneut schädigen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Gabe von Getränken oder Kohle“ (2 Punkte)
  • Nur nach konkreter Anweisung durch Giftinformation oder medizinisches Personal
  • Die passende Maßnahme hängt von Stoff, Menge, Zeit, Alter und Symptomen ab
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Vergiftung durch Gase“ (2 Punkte)
  • Gefahrenbereich nicht ohne geeigneten Schutz betreten
  • Frischluft nur bei sicherer Rettung, 112 alarmieren und Zünd- oder Stromquellen vermeiden
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Insektenstich ohne Allgemeinreaktion“ (2 Punkte)
  • Stachel, falls sichtbar, seitlich entfernen, Stelle kühlen und beobachten
  • Schmuck an anschwellenden Extremitäten früh abnehmen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Stich im Mund-Rachen-Raum“ (2 Punkte)
  • Sofort 112, von außen kühlen und bei wacher Person Eis lutschen lassen
  • Schwellung kann die Atemwege rasch verlegen
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Anaphylaxie“ (2 Punkte)
  • Atemnot, Heiserkeit, Zungen- oder Gesichtsschwellung, Kreislaufprobleme, Erbrechen oder generalisierte Hautreaktion
  • 112 und vorhandenen verordneten Adrenalin-Autoinjektor unterstützen
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Rauschzustand und Opioidverdacht“ (3 Punkte)
  • Atmung und Bewusstsein überwachen, Verletzungen beachten und nicht allein lassen
  • Langsame oder fehlende Atmung, extreme Schläfrigkeit und stecknadelkleine Pupillen sprechen für Opioidüberdosierung
  • 112 und bei abnormaler Atmung Reanimation
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Cardiopulmonale Reanimation und AED
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Erkennung des Kreislaufstillstands“ (2 Punkte)
  • Fehlende Reaktion zusammen mit fehlender oder abnormaler Atmung reicht für den Reanimationsbeginn
  • Schnappatmung oder agonales Röcheln gelten als abnormal
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Druckpunkt beim Erwachsenen“ (2 Punkte)
  • Ein Handballen liegt auf der unteren Hälfte des Brustbeins, die zweite Hand darüber
  • Arme bleiben gestreckt und die Schultern befinden sich senkrecht über dem Brustkorb
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Frequenz und Tiefe der Thoraxkompression“ (2 Punkte)
  • Mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute etwa fünf bis sechs Zentimeter tief drücken
  • Nach jeder Kompression den Brustkorb vollständig entlasten und Unterbrechungen minimieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Verhältnis von Kompression und Beatmung“ (2 Punkte)
  • Geschulte Helfende verwenden 30 Kompressionen zu zwei wirksamen Beatmungen
  • Wer nicht beatmen kann oder will, führt ununterbrochene Thoraxkompressionen durch
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Einsatz des AED“ (3 Punkte)
  • AED einschalten, Brust freimachen, Elektroden nach Abbildung kleben und Sprachansagen folgen
  • Während Analyse und Schock darf niemand die Person berühren
  • Danach sofort weiter reanimieren
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Beginn der Kinderreanimation“ (2 Punkte)
  • Bei Kindern zunächst fünf wirksame Beatmungen, danach Thoraxkompressionen und Beatmung
  • Ohne spezielle PBLS-Ausbildung gilt 30:2, mit entsprechender Ausbildung 15:2
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Drucktiefe bei Kindern und Säuglingen“ (2 Punkte)
  • Den Brustkorb ungefähr um ein Drittel seines vorderen-hinteren Durchmessers eindrücken
  • Technik und Handzahl werden an Körpergröße und Alter angepasst
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Ende der Reanimation“ (1 Punkt)
  • Fortführen, bis eindeutige Lebenszeichen auftreten, professionelle Helfende übernehmen, der AED zur Unterbrechung auffordert oder die helfende Person völlig erschöpft bzw. gefährdet ist
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Akute Erkrankungen: Herzinfarkt, Schlaganfall, Asthma und Diabetes
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen eines Herzinfarkts“ (2 Punkte)
  • Druck, Enge oder Schmerz im Brustkorb, mögliche Ausstrahlung, Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit oder starke Angst
  • Beschwerden können besonders bei Frauen, älteren Menschen und Diabetes untypisch sein
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen bei Herzinfarktverdacht“ (2 Punkte)
  • Sofort 112, körperliche Belastung beenden, bequem lagern, enge Kleidung lockern und nicht allein lassen
  • Bei Bewusstlosigkeit Atmung prüfen und entsprechend reanimieren oder lagern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „FAST-Prüfung beim Schlaganfall“ (4 Punkte)
  • Face: lächeln lassen
  • Arms: beide Arme heben
  • Speech: einfachen Satz sprechen lassen
  • Time: bei jeder Auffälligkeit sofort 112 und Zeitpunkt des Beginns notieren
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Maßnahmen beim Schlaganfall“ (3 Punkte)
  • Ruhig lagern, nichts essen oder trinken geben und Symptome sowie Beginn dokumentieren
  • Bewusstsein und Atmung überwachen
  • Keine eigenständige Medikamentengabe
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Unterstützung beim Asthmaanfall“ (2 Punkte)
  • Aufrechte atemerleichternde Haltung, ruhige Ausatmung anleiten und bei der verordneten Inhalation helfen
  • Bei schwerer Atemnot, Sprechunfähigkeit, Erschöpfung oder fehlender Besserung 112
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen der Hypoglykämie“ (2 Punkte)
  • Plötzliche Unruhe, Schwitzen, Zittern, Heißhunger, Verwirrtheit, ungewöhnliches Verhalten oder Bewusstseinsstörung
  • Bei Diabetes immer an Unterzuckerung denken
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Zucker bei Hypoglykämie“ (3 Punkte)
  • Nur bei wacher, sicher schluckfähiger Person etwa 15 bis 20 Gramm schnell verfügbaren Zucker geben
  • Nach ungefähr 15 Minuten erneut beurteilen
  • Ohne Besserung oder bei Bewusstlosigkeit 112
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Hyperglykämie“ (2 Punkte)
  • Meist langsamer Beginn mit starkem Durst, häufigem Wasserlassen, trockener Haut, Müdigkeit, Übelkeit und vertiefter Atmung
  • 112 bei Bewusstseinsstörung, schwerer Atmung oder deutlicher Verschlechterung
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Schock und lebensbedrohliche Blutung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zeichen eines Schocks“ (2 Punkte)
  • Blässe, kalte feuchte Haut, schneller Puls, Unruhe, Angst, Durst, Schwäche und Bewusstseinsabnahme sind mögliche Zeichen
  • Der Zustand kann sich rasch verschlechtern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Sofortmaßnahme bei starker Blutung“ (2 Punkte)
  • Wunde freilegen und mit behandschuhter Hand oder Verbandmaterial fest direkt komprimieren
  • 112 alarmieren und den Druck nicht unnötig lösen
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Druckverband“ (3 Punkte)
  • Nach Kontrolle der Blutung eine sterile Auflage mit Druckpolster straff fixieren
  • Durchblutung, Gefühl und Beweglichkeit distal beobachten
  • Bei Durchblutungssperre Verband korrigieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Durchblutetes Verbandmaterial“ (2 Punkte)
  • Erste Auflage nicht abnehmen
  • Weiteres Material auflegen und den direkten Druck verstärken, damit der gebildete Wundverschluss nicht wieder gelöst wird
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Tourniquet bei Extremitätenblutung“ (2 Punkte)
  • Nur bei lebensbedrohlicher Blutung an Arm oder Bein, die durch starken direkten Druck nicht beherrscht wird
  • Hoch und fest anlegen, Anlagezeit notieren und nicht wieder lockern
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Lagerung bei Schock“ (3 Punkte)
  • Bequem und möglichst flach lagern
  • Beine nur anheben, wenn keine Atemnot, Schmerzen, Verletzungen oder andere Gründe dagegensprechen
  • Die Position richtet sich nach Zustand und Ursache
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Essen und Trinken im Schock“ (2 Punkte)
  • Nichts essen oder trinken lassen, weil Bewusstsein, Operation oder Narkose erforderlich werden können
  • Mund bei Bedarf nur befeuchten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Menschen mit körperlichen Einschränkungen“ (2 Punkte)
  • Hilfsmittel, Kommunikationsform, Spastik, Kontrakturen oder sensible Störungen beachten
  • Lebensrettende Maßnahmen haben Vorrang, werden aber möglichst schonend angepasst
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 72, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

Prüfungsschwerpunkte und praktische Abläufe
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Struktur der praktischen Prüfung“ (1 Punkt)
  • Eigenschutz laut benennen, Situation erfassen, Bewusstsein und Atmung prüfen, Hilfe organisieren, Maßnahme durchführen und Wirkung fortlaufend kontrollieren
Beschreiben Sie die fachgerechten Erstmaßnahmen bei „Kommunikation mit Betroffenen“ (2 Punkte)
  • Vorstellen, ruhig erklären, Einverständnis soweit möglich einholen und klare kurze Anweisungen geben
  • Intimsphäre und Würde auch unter Zeitdruck beachten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale der Reanimation“ (2 Punkte)
  • Schneller Beginn, korrekter Druckpunkt, 100 bis 120 pro Minute, ausreichende Tiefe, vollständige Entlastung und minimale Unterbrechungen
  • Beatmungen müssen den Brustkorb heben
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale des Druckverbands“ (2 Punkte)
  • Direkter Druck, sterile Auflage, wirksames Druckpolster und sichere Fixierung
  • Danach Blutung sowie Durchblutung, Motorik und Sensibilität kontrollieren
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale der Seitenlage“ (2 Punkte)
  • Atemweg bleibt offen, Mund zeigt nach unten, Lage ist stabil und die Atmung gut kontrollierbar
  • Person wird gewärmt und nicht allein gelassen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Begründung eines Rettungsgriffs“ (2 Punkte)
  • Nur aus akuter Gefahr oder zur Durchführung lebensrettender Maßnahmen
  • Der Griff soll schnell, körpernah und möglichst achsengerecht erfolgen
Beurteilen Sie die fachlichen Kriterien bei „Fehler mit hoher Prüfungsrelevanz“ (1 Punkt)
  • Eigenschutz vergessen, Atmung falsch beurteilen, Notruf verzögern, Bewusstlosen etwas einflößen, Fremdkörper blind entfernen oder notwendige Kontrollen unterlassen
Beschreiben Sie das fachgerechte Vorgehen bei „Struktur der Übergabe“ (2 Punkte)
  • Wer ist betroffen, was geschah, wann begann es, welche Befunde wurden erhoben, welche Maßnahmen durchgeführt und welche Veränderungen beobachtet?
  • Kurz, sachlich und vollständig
Quellen

Sächsischer Lehrplan Ergotherapie 2024, S. 73, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/EH_SKRIPT_2024_2.pdf, 22.07.2026

FÄCHER(6).zip / EH/LK_Schwerpunkte.pdf, 22.07.2026

GRC Reanimation 2025 – Leitlinien kompakt, 22.07.2026

DGUV Information 204-007 – Handbuch zur Ersten Hilfe, 22.07.2026

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