Arbeitstherapeutische Verfahren

100 Ustd.4 Kapitel223 Fragen
0 %abgehakt

Einleitung

Das Fach „Arbeitstherapeutische Verfahren“ vermittelt Kenntnisse über prinzipielle Wirkstrukturen von Arbeit, Arbeitsorganisation und Planung von Arbeitsvorgängen unter therapeutischer Zielsetzung. Insbesondere unter dem Blickwinkel gesellschaftspolitischer Einflüsse wird die Entwicklung der Arbeitstherapie aufgezeigt.

Die Schülerinnen und Schüler begreifen Arbeit als Grundbedürfnis des Menschen. Sie lernen Möglichkeiten der arbeitstherapeutischen Befunderhebung kennen, können methodische Vorgehensweisen ableiten und setzen diese an ausgewählten Fallbeispielen um. Sie setzen sich mit verschiedenen Rehabilitationskonzepten auseinander und erkennen die spezifische Rolle und Funktion des Ergotherapeuten in diesem Tätigkeitsbereich.

Der Unterricht ist fachübergreifend in enger Verbindung mit den Fächern „Prävention und Rehabilitation“, „Handwerkliche und gestalterische Techniken mit verschiedenen Materialien“, „Adaptierende Verfahren“, „Grundlagen der Ergotherapie“ sowie „Psychologie und Pädagogik“ zu gestalten.

Die Vermittlung von theoretischem Wissen ist an realitätsnahen Arbeitsprozessen auszurichten. Die Erarbeitung von Analysen anhand von Fallbeispielen sowie fachpraktische Übungen bilden methodische Schwerpunkte des Faches. Die Schülerinnen und Schüler sollen Grundarbeitsfähigkeiten in ausgewählten Arbeitssituationen selbst erleben. Es wird empfohlen, die Lehrinhalte durch Exkursionen zu veranschaulichen.

Quelle

Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 133-137.

Originallehrplan im sächsischen Schulportal öffnen

01 Theoretische Grundlagen 10 Ustd. 64 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler begreifen die Arbeit als Grundbedürfnis des Menschen. Sie diskutieren, akzeptieren unterschiedliche Sichtweisen und finden einen eigenen Standpunkt. Dabei unterscheiden sie zwischen Arbeit, Beschäftigung und Spiel. Die Schülerinnen und Schüler begreifen die historische Entwicklung der Arbeitstherapie als einen Ursprung der Ergotherapie. Sie erkennen, dass die Analyse des Arbeitsplatzes und die von Arbeitsabläufen Grundlagen ihres weiteren arbeitstherapeutischen Handelns bilden.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 134.

Fragen & Antworten64

Kapitelkern

Charakterisieren Sie „Arbeit als Grundbedürfnis“. 3 P
  • Arbeit kann Einkommen, Struktur, soziale Zugehörigkeit, Identität, Kompetenz und Sinn vermitteln
  • Sie kann zugleich belasten oder ausgrenzen
  • Ergotherapeutisch wird der Punkt immer mit einer konkreten Betätigung, einem Ziel und der Verlaufsbeobachtung verbunden
Charakterisieren Sie „Ergonomie am Arbeitsplatz und Arbeitsplatzgestaltung“. 3 P
  • Arbeitsplatzgestaltung stimmt Mensch, Aufgabe, Arbeitsmittel, Umgebung und Organisation aufeinander ab
  • Ziel sind Sicherheit, Leistungsfähigkeit und nachhaltige Teilhabe
  • Ergotherapeutisch wird der Punkt immer mit einer konkreten Betätigung, einem Ziel und der Verlaufsbeobachtung verbunden
Definieren Sie den Begriff „Arbeitsanalyse“. 3 P
  • Arbeitsanalyse zerlegt eine Tätigkeit in Anforderungen an Motorik, Kognition, Wahrnehmung, Kommunikation, Ausdauer, Sicherheit und Umwelt
  • Daraus werden Anpassungen und Trainingsschritte abgeleitet
  • Ergotherapeutisch wird der Punkt immer mit einer konkreten Betätigung, einem Ziel und der Verlaufsbeobachtung verbunden

Arbeit, Beschäftigung und Spiel

Definieren Sie „Drei verwandte, aber nicht gleiche Begriffe“ fachlich präzise. 4 P
  • Arbeit ist zielgerichtete Betätigung, die ein Ergebnis hervorbringt, eine Aufgabe erfüllt oder für andere Menschen einen Wert besitzt
  • Sie kann bezahlt oder unbezahlt, fremd- oder selbstbestimmt, produktiv, versorgend, lernend oder schöpferisch sein
  • Erwerbsarbeit ist deshalb nur eine Form von Arbeit
  • Beschäftigung bezeichnet weiter gefasst das Tätigsein
Charakterisieren Sie „Arbeit als menschliche Betätigung“. 4 P
  • Arbeit kann Tagesstruktur, Zugehörigkeit, Anerkennung, Identität, Selbstwirksamkeit und materielle Sicherheit vermitteln
  • Zugleich kann sie überfordern, entwürdigen oder krank machen
  • Arbeitstherapeutisches Handeln fragt daher nicht nur: Was kann die Person leisten?
  • Ebenso wichtig sind die Fragen: Was will sie tun, unter welchen Bedingungen gelingt es, welche Unterstützung ist angemessen und welche Teilhabe wird dadurch möglich?
Leiten Sie aus „Arbeit, Beschäftigung und Spiel: Ergotherapeutische Einordnung“ ergotherapeutische Konsequenzen ab. 2 P
  • Eine Tätigkeit wird nicht allein deshalb therapeutisch, weil sie Arbeit ähnelt
  • Therapeutisch wird sie durch begründete Auswahl, ein gemeinsam vereinbartes Ziel, passende Dosierung, Beobachtung, Reflexion und Übertragung auf reale Lebens- oder Arbeitsanforderungen

Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionen von Arbeit“. 3 P
  • Arbeit ordnet Zeit, schafft soziale Kontakte, fordert Aktivität und kann Ziele, Anerkennung sowie ein Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit vermitteln
  • Diese Wirkungen entstehen nicht automatisch
  • Sie hängen von Arbeitsbedingungen, Handlungsspielraum, Entlohnung, Sicherheit, Passung und persönlicher Bedeutung ab
Charakterisieren Sie „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen“. 6 P
  • Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Bedeutung für Befund und Therapie“. 4 P
  • Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
Charakterisieren Sie „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Alltagsstrukturen“. 4 P
  • Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen: Bedeutung“. 4 P
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
  • Haushalts- und Sorgearbeit kann weiterhin Struktur geben, zugleich aber Belastungen verdecken
  • Materielle Einschränkungen beeinflussen Ernährung, Freizeit, Mobilität, Selbstwert und familiäre Beziehungen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitslosigkeit: Bedeutung für Befund und Therapie“. 3 P
  • Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Bedeutung für Befund und Therapie: Bedeutung“. 2 P
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
  • Verminderte Aktivität kann Folge von Depression, wiederholtem Scheitern, fehlender Aussicht, ungünstigen Umweltbedingungen oder einer nicht passenden Anforderung sein
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 3 P
  • Funktionen von Arbeit Arbeit ordnet Zeit, schafft soziale Kontakte, fordert Aktivität und kann Ziele, Anerkennung sowie ein Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit vermitteln
  • Diese Wirkungen entstehen nicht automatisch
  • Sie hängen von Arbeitsbedingungen, Handlungsspielraum, Entlohnung, Sicherheit, Passung und persönlicher Bedeutung ab
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 2 P
  • Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 5 P
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
  • Haushalts- und Sorgearbeit kann weiterhin Struktur geben, zugleich aber Belastungen verdecken
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 3 P
  • Materielle Einschränkungen beeinflussen Ernährung, Freizeit, Mobilität, Selbstwert und familiäre Beziehungen
  • Bedeutung für Befund und Therapie Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 2 P
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
Erläutern Sie den Transfer bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“. 1 P
  • Verminderte Aktivität kann Folge von Depression, wiederholtem Scheitern, fehlender Aussicht, ungünstigen Umweltbedingungen oder einer nicht passenden Anforderung sein

Historische Entwicklung der Arbeitstherapie

Leiten Sie aus der historischen Entwicklung Konsequenzen für heutige Arbeitstherapie ab. 3 P
  • Arbeit wurde in Einrichtungen historisch sehr unterschiedlich eingesetzt: als Zwang, Disziplinierung, Versorgung, Beschäftigung, Erziehung und später als therapeutisches Mittel
  • Diese Funktionen müssen getrennt werden, weil nicht jede Arbeitsbetätigung dem Wohl oder der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen diente
  • Im ausgehenden 18. und frühen 19
Charakterisieren Sie „Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung“. 4 P
  • Hermann Simon prägte im frühen 20
  • Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
Charakterisieren Sie „Gegenwärtige Ausrichtung“. 2 P
  • Moderne arbeitsbezogene Ergotherapie orientiert sich an Betätigung, Person-Umwelt-Passung, realen Arbeitsrollen und gesellschaftlicher Teilhabe
  • Hinzu kommen Arbeitsplatzbezug, Jobcoaching, arbeitsplatznahe Erprobung, interprofessionelle Zusammenarbeit und die systematische Evaluation von Ergebnissen
Charakterisieren Sie „Hermann Simon und aktive Krankenbehandlung“. 3 P
  • Hermann Simon prägte im frühen Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung: Bedeutung“. 3 P
  • Während des Nationalsozialismus wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen entrechtet, zwangssterilisiert und ermordet
  • Arbeit konnte Teil von Ausbeutung, Selektion und Zwang sein
  • Diese Geschichte verpflichtet zu Menschenwürde, Einwilligung, Teilhabe und kritischer Reflexion therapeutischer Macht
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 2 P
  • Von Zwang und Versorgung zur therapeutisch begründeten Betätigung Arbeit wurde in Einrichtungen historisch sehr unterschiedlich eingesetzt: als Zwang, Disziplinierung, Versorgung, Beschäftigung, Erziehung und später als therapeutisches Mittel
  • Diese Funktionen müssen getrennt werden, weil nicht jede Arbeitsbetätigung dem Wohl oder der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen diente
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 3 P
  • Im ausgehenden 18. und frühen 19
  • Jahrhundert verband das Moral Treatment eine menschlichere Behandlung psychisch erkrankter Menschen mit geordnetem Alltag, Beziehung und sinnvoller Tätigkeit
  • Mit Philippe Pinel, Johann Christian Reil und John Conolly werden wichtige Reformimpulse verbunden
Beschreiben Sie die Anwendung von „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 4 P
  • Dennoch blieb Arbeit teilweise in institutionelle Ordnung und wirtschaftliche Interessen eingebunden
  • Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung Hermann Simon prägte im frühen 20
  • Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 3 P
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
  • Während des Nationalsozialismus wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen entrechtet, zwangssterilisiert und ermordet
  • Arbeit konnte Teil von Ausbeutung, Selektion und Zwang sein
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 2 P
  • Diese Geschichte verpflichtet zu Menschenwürde, Einwilligung, Teilhabe und kritischer Reflexion therapeutischer Macht
  • Gegenwärtige Ausrichtung Moderne arbeitsbezogene Ergotherapie orientiert sich an Betätigung, Person-Umwelt-Passung, realen Arbeitsrollen und gesellschaftlicher Teilhabe
Erläutern Sie den Transfer bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“. 1 P
  • Hinzu kommen Arbeitsplatzbezug, Jobcoaching, arbeitsplatznahe Erprobung, interprofessionelle Zusammenarbeit und die systematische Evaluation von Ergebnissen

Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation

Definieren Sie „Begriffe und Schwerpunkte“ fachlich präzise. 4 P
  • Arbeitstherapie nutzt ausgewählte Arbeitsaufgaben als therapeutisches Mittel
  • Im Vordergrund stehen unter anderem Grundarbeitsfähigkeiten, Arbeitsverhalten, Belastbarkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und die Entwicklung einer tragfähigen Arbeitsrolle
  • Arbeitstraining übt Anforderungen gezielter und arbeitsnäher
  • Aufgaben werden geplant gesteigert, bis eine bestimmte Tätigkeit, ein Arbeitsbereich oder eine reale berufliche Anforderung bewältigt werden kann
Unterscheiden Sie „Unterschiede nicht als starre Grenzen verstehen“ anhand fachlicher Kriterien. 3 P
  • Die Bereiche überschneiden sich
  • Entscheidend sind Auftrag, Zielgruppe, Setting, Leistungsträger, Nähe zum allgemeinen Arbeitsmarkt und die Rolle der beteiligten Berufsgruppen
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bringen insbesondere Betätigungsanalyse, Anpassung von Aufgabe und Umwelt, klientenzentrierte Zielarbeit sowie das Training konkreter Handlungen ein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale“. 3 P
  • Arbeitsbezogene Angebote sollen freiwillig, nachvollziehbar und zielbezogen sein
  • Sie dürfen institutionelle Produktion nicht als Therapie ausgeben
  • Kriterien sind eine individuelle Indikation, angemessene Anforderungen, Sicherheit, Mitsprache, beobachtbarer Lerngewinn, faire Rückmeldung und ein klarer Bezug zur angestrebten Teilhabe
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“. 3 P
  • Begriffe und Schwerpunkte Arbeitstherapie nutzt ausgewählte Arbeitsaufgaben als therapeutisches Mittel
  • Im Vordergrund stehen unter anderem Grundarbeitsfähigkeiten, Arbeitsverhalten, Belastbarkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und die Entwicklung einer tragfähigen Arbeitsrolle
  • Arbeitstraining übt Anforderungen gezielter und arbeitsnäher
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“. 3 P
  • Aufgaben werden geplant gesteigert, bis eine bestimmte Tätigkeit, ein Arbeitsbereich oder eine reale berufliche Anforderung bewältigt werden kann
  • Arbeitsrehabilitation ist der umfassendere Prozess
  • Sie verbindet medizinische, psychosoziale, pädagogische, technische und berufliche Leistungen, damit Beschäftigung aufgenommen, erhalten oder wiedererlangt werden kann
Beschreiben Sie die Anwendung von „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“. 3 P
  • Dazu gehören Diagnostik, Qualifizierung, Arbeitsplatzanpassung, Beratung, Erprobung, Vermittlung und Nachbetreuung
  • Unterschiede nicht als starre Grenzen verstehen Die Bereiche überschneiden sich
  • Entscheidend sind Auftrag, Zielgruppe, Setting, Leistungsträger, Nähe zum allgemeinen Arbeitsmarkt und die Rolle der beteiligten Berufsgruppen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“. 3 P
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bringen insbesondere Betätigungsanalyse, Anpassung von Aufgabe und Umwelt, klientenzentrierte Zielarbeit sowie das Training konkreter Handlungen ein
  • Qualitätsmerkmale Arbeitsbezogene Angebote sollen freiwillig, nachvollziehbar und zielbezogen sein
  • Sie dürfen institutionelle Produktion nicht als Therapie ausgeben
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“. 1 P
  • Kriterien sind eine individuelle Indikation, angemessene Anforderungen, Sicherheit, Mitsprache, beobachtbarer Lerngewinn, faire Rückmeldung und ein klarer Bezug zur angestrebten Teilhabe

Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung

Definieren Sie den Begriff „Ergonomie“. 3 P
  • Das Wort Ergonomie verbindet griechisch *érgon* für Werk oder Arbeit mit *nómos* für Regel oder Ordnung
  • Ergonomie gestaltet Arbeit so, dass Anforderungen, Fähigkeiten und Grenzen des Menschen zusammenpassen
  • Sie betrifft Körper, Wahrnehmung, Kognition, Organisation und soziale Bedingungen
Definieren Sie den Begriff „Analyseebenen“. 3 P
  • Arbeitsphysiologisch werden Haltung, Kraft, Bewegungsumfang, Wiederholung, Greifräume, Lasten, Pausen und Ermüdung betrachtet
  • Arbeitspsychologisch sind Aufmerksamkeit, Entscheidungsdichte, Zeitdruck, Unterbrechungen, Handlungsspielraum und Rückmeldung wichtig
  • Arbeitssoziologisch werden Rollen, Kommunikation, Hierarchie, Teamklima, Anerkennung und Teilhabe einbezogen
Charakterisieren Sie „Beispiel Bildschirmarbeitsplatz“. 6 P
  • Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
  • Häufiger Haltungswechsel ist wichtiger als eine vermeintlich perfekte starre Haltung
Charakterisieren Sie „Behinderungsspezifische Anpassung“. 2 P
  • Anpassungen können Arbeitsmittel, Griffverdickungen, Einhandlösungen, Lehren, Positionierungshilfen, visuelle Markierungen, Software, Zeitstruktur, Aufgabenverteilung oder räumliche Veränderungen betreffen
  • Eine Anpassung ist gut, wenn sie Sicherheit und Selbstständigkeit erhöht, die Aufgabe nicht unnötig entwertet und von der Person akzeptiert und zuverlässig genutzt wird
Charakterisieren Sie „Bildschirmarbeitsplatz: ergonomische Kernanforderungen“. 5 P
  • Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“. 3 P
  • Ergonomie Das Wort Ergonomie verbindet griechisch *érgon* für Werk oder Arbeit mit *nómos* für Regel oder Ordnung
  • Ergonomie gestaltet Arbeit so, dass Anforderungen, Fähigkeiten und Grenzen des Menschen zusammenpassen
  • Sie betrifft Körper, Wahrnehmung, Kognition, Organisation und soziale Bedingungen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“. 3 P
  • Analyseebenen Arbeitsphysiologisch werden Haltung, Kraft, Bewegungsumfang, Wiederholung, Greifräume, Lasten, Pausen und Ermüdung betrachtet
  • Arbeitspsychologisch sind Aufmerksamkeit, Entscheidungsdichte, Zeitdruck, Unterbrechungen, Handlungsspielraum und Rückmeldung wichtig
  • Arbeitssoziologisch werden Rollen, Kommunikation, Hierarchie, Teamklima, Anerkennung und Teilhabe einbezogen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“. 4 P
  • Beispiel Bildschirmarbeitsplatz Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“. 3 P
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
  • Häufiger Haltungswechsel ist wichtiger als eine vermeintlich perfekte starre Haltung
  • Behinderungsspezifische Anpassung Anpassungen können Arbeitsmittel, Griffverdickungen, Einhandlösungen, Lehren, Positionierungshilfen, visuelle Markierungen, Software, Zeitstruktur, Aufgabenverteilung oder räumliche Veränderungen betreffen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“. 1 P
  • Eine Anpassung ist gut, wenn sie Sicherheit und Selbstständigkeit erhöht, die Aufgabe nicht unnötig entwertet und von der Person akzeptiert und zuverlässig genutzt wird

Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Zweck der Arbeitsanalyse“. 3 P
  • Arbeitsanalyse beschreibt eine Tätigkeit unabhängig von einer bestimmten Person
  • Sie klärt, was getan wird, unter welchen Bedingungen und mit welchen Anforderungen
  • Erst danach wird geprüft, wie die Fähigkeiten einer Person dazu passen
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Person und Aufgabe nicht vermischen“. 3 P
  • Ein fehlerhaftes Ergebnis beweist nicht unmittelbar eine bestimmte Fähigkeitsschwäche
  • Ursachen können eine unklare Anleitung, ungeeignetes Material, Ablenkung, Angst, fehlende Erfahrung, Schmerzen oder eine nicht barrierefreie Umgebung sein
  • Deshalb werden Aufgabe, Situation, beobachtbares Verhalten und Interpretation getrennt dokumentiert
Definieren Sie den Begriff „Profilgedanke“. 4 P
  • Aus der Analyse entsteht ein Anforderungsprofil
  • Es kann mit einem Fähigkeitsprofil verglichen werden
  • Abweichungen zeigen Ansatzpunkte für Training, Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassung oder eine andere Aufgabenwahl
  • Eine einzelne Beobachtung reicht für weitreichende berufliche Entscheidungen nicht aus
Ordnen Sie „Arbeitsanalyse: systematisches Vorgehen“ fachlich ein. 5 P
  • Auftrag und erwartetes Ergebnis bestimmen
  • Gesamtablauf und sinnvolle Teilschritte beschreiben
  • Arbeitsmittel, Material, Arbeitsplatz und Sicherheitsregeln erfassen
  • Anforderungen an Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Kommunikation, Ausdauer und Selbststeuerung bestimmen
  • Qualitäts-, Mengen- und Zeitvorgaben benennen. typische Fehler, Gefahren und Kontrollpunkte festlegen
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“. 8 P
  • Zweck der Arbeitsanalyse Arbeitsanalyse beschreibt eine Tätigkeit unabhängig von einer bestimmten Person
  • Sie klärt, was getan wird, unter welchen Bedingungen und mit welchen Anforderungen
  • Erst danach wird geprüft, wie die Fähigkeiten einer Person dazu passen
  • Systematisches Vorgehen 1
  • Auftrag und erwartetes Ergebnis bestimmen
  • 2
  • Gesamtablauf und sinnvolle Teilschritte beschreiben
  • 3
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“. 8 P
  • Arbeitsmittel, Material, Arbeitsplatz und Sicherheitsregeln erfassen
  • 4
  • Anforderungen an Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Kommunikation, Ausdauer und Selbststeuerung bestimmen
  • 5
  • Qualitäts-, Mengen- und Zeitvorgaben benennen
  • 6. typische Fehler, Gefahren und Kontrollpunkte festlegen
  • 7
  • Möglichkeiten zur Vereinfachung, Steigerung und Anpassung entwickeln
Beschreiben Sie die Anwendung von „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“. 3 P
  • Person und Aufgabe nicht vermischen Ein fehlerhaftes Ergebnis beweist nicht unmittelbar eine bestimmte Fähigkeitsschwäche
  • Ursachen können eine unklare Anleitung, ungeeignetes Material, Ablenkung, Angst, fehlende Erfahrung, Schmerzen oder eine nicht barrierefreie Umgebung sein
  • Deshalb werden Aufgabe, Situation, beobachtbares Verhalten und Interpretation getrennt dokumentiert
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“. 4 P
  • Profilgedanke Aus der Analyse entsteht ein Anforderungsprofil
  • Es kann mit einem Fähigkeitsprofil verglichen werden
  • Abweichungen zeigen Ansatzpunkte für Training, Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassung oder eine andere Aufgabenwahl
  • Eine einzelne Beobachtung reicht für weitreichende berufliche Entscheidungen nicht aus

Der Arbeitsfähigkeitenkreis

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Aufbau“. 4 P
  • Der Arbeitsfähigkeitenkreis ordnet arbeitsbezogene Fähigkeiten in einen sozioemotionalen und einen instrumentellen Anteil
  • Er unterstützt eine breite, nicht nur leistungsbezogene Betrachtung
  • Der sozioemotionale Anteil umfasst den Bereich des Selbstbildes, emotionale Fähigkeiten und soziale Fähigkeiten
  • Dazu gehören etwa realistisches Selbstbild, Selbstständigkeit, Antrieb, Frustrationstoleranz, Kontakt, Kooperation, Kritikfähigkeit und Teamarbeit
Beschreiben Sie die Anwendung von „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 4 P
  • Der Kreis ist eine Denk- und Beobachtungshilfe, kein standardisierter Test
  • Für ein ausgewähltes Merkmal werden eine konkrete Arbeitssituation, beobachtbare Kriterien und mögliche Einflussfaktoren festgelegt
  • Allgemeine Urteile wie „unmotiviert“ werden vermieden
  • Stattdessen wird beschrieben, wann die Person beginnt, wie viel Unterstützung sie benötigt und wie lange sie an der Aufgabe bleibt
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Nutzen und Grenze“. 4 P
  • Das Modell verhindert, dass Arbeit nur auf Tempo und Produktmenge reduziert wird
  • Es macht Ressourcen und Förderbereiche sichtbar
  • Die Begriffe müssen jedoch für jede Aufgabe operationalisiert werden
  • Sonst bleiben Einschätzungen subjektiv und schwer vergleichbar
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 3 P
  • Aufbau Der Arbeitsfähigkeitenkreis ordnet arbeitsbezogene Fähigkeiten in einen sozioemotionalen und einen instrumentellen Anteil
  • Er unterstützt eine breite, nicht nur leistungsbezogene Betrachtung
  • Der sozioemotionale Anteil umfasst den Bereich des Selbstbildes, emotionale Fähigkeiten und soziale Fähigkeiten
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 3 P
  • Dazu gehören etwa realistisches Selbstbild, Selbstständigkeit, Antrieb, Frustrationstoleranz, Kontakt, Kooperation, Kritikfähigkeit und Teamarbeit
  • Der instrumentelle Anteil umfasst elementare und spezielle Fähigkeiten
  • Elementar sind beispielsweise Arbeitsqualität, Ausdauer, Belastbarkeit, Konzentration, Sorgfalt, Pünktlichkeit, Geschicklichkeit und Arbeitsplanung
Beschreiben Sie „Anwendung“ bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 2 P
  • Spezielle Fähigkeiten beziehen sich auf berufsspezifische Kenntnisse, Kulturtechniken, handwerklich-technisches Verständnis, Kreativität, lebenspraktische Fähigkeiten, logisch-analytisches Denken und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Anwendung Der Kreis ist eine Denk- und Beobachtungshilfe, kein standardisierter Test
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 3 P
  • Für ein ausgewähltes Merkmal werden eine konkrete Arbeitssituation, beobachtbare Kriterien und mögliche Einflussfaktoren festgelegt
  • Allgemeine Urteile wie „unmotiviert“ werden vermieden
  • Stattdessen wird beschrieben, wann die Person beginnt, wie viel Unterstützung sie benötigt und wie lange sie an der Aufgabe bleibt
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“. 4 P
  • Nutzen und Grenze Das Modell verhindert, dass Arbeit nur auf Tempo und Produktmenge reduziert wird
  • Es macht Ressourcen und Förderbereiche sichtbar
  • Die Begriffe müssen jedoch für jede Aufgabe operationalisiert werden
  • Sonst bleiben Einschätzungen subjektiv und schwer vergleichbar

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrpläne Berufs-, Gesetzesund Staatskunde, Grundlagen der Arbeitsmedizin sowie Psychologie und Pädagogik
  • vgl. Lehrplan Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde
  • Pinel, Conolly
  • Industrialisierung, Euthanasie, Globalisierung, Sozialpsychiatrie
  • Exkursionen mit Arbeitsplatzanalysen vgl. Lehrpläne Grundlagen der Arbeitsmedizin, Medizinsoziologie und Gerontologie sowie Psychologie und Pädagogik
  • Fallbeispiele
  • Fallbeispiel

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 134.

02 Arbeitstherapie als Element der medizinischen, psychosozialen und beruflichen Rehabilitation 26 (12) Ustd. 81 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler besitzen einen Überblick über ausgewählte gesetzliche Bestimmungen zur sozialen und beruflichen Integration behinderter Menschen oder Menschen, denen eine Behinderung droht. Sie kennen verschiedene Konzeptionen des Aufbaus und der Gestaltung arbeitstherapeutischer Bereiche, bezogen auf verschiedene Zielgruppen, und setzen sich mit unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern des Ergotherapeuten auseinander. Sie sind in der Lage, Klienten und deren Angehörige über Integrationsmöglichkeiten zu beraten.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 135.

Fragen & Antworten81

Kapitelkern

Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Verantwortung der Arbeitgeber im Rehabilitationsprozess“. 3 P
  • Arbeitgeber sollen gefährdete Beschäftigungsverhältnisse früh sichern, geeignete Anpassungen prüfen und die zuständigen betrieblichen Vertretungen sowie bei Bedarf das Integrationsamt einbeziehen
  • Bei längerer Arbeitsunfähigkeit ist ein betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten
  • Maßnahmen benötigen Beteiligung, Datenschutz und eine nachvollziehbare Aufgabenverteilung
Charakterisieren Sie „Gesetzliche Rehabilitationsträger“. 2 P
  • Rehabilitationsträger sind je nach Leistungsgruppe insbesondere gesetzliche Krankenkassen, Bundesagentur für Arbeit, Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und Rentenversicherung, Träger der Kriegsopferfürsorge beziehungsweise des Sozialen Entschädigungsrechts, Jugendhilfe und Eingliederungshilfe
  • Zuständigkeit und Leistungsrecht werden im Einzelfall geklärt
Nennen Sie Aufgaben von Unterstützungs- und Beratungsstellen im Rehabilitationsprozess. 3 P
  • Beratungsstellen erklären Ansprüche, Zuständigkeiten und Verfahrenswege, unterstützen bei Antrag und Teilhabeplanung und helfen, verschiedene Leistungen aufeinander abzustimmen
  • Die EUTB ergänzt die Beratung der Rehabilitationsträger unabhängig und niedrigschwellig
  • Beratung entscheidet nicht selbst über Leistungen und ersetzt keine Rechtsvertretung

Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion

Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Rehabilitation und Teilhabe“. 4 P
  • Rehabilitation leitet sich von lateinisch *re-* für wieder oder zurück und *habilis* für geeignet, fähig oder geschickt ab
  • Heute ist sie nicht auf die Wiederherstellung einer früheren Normalität beschränkt
  • Ziel ist, Funktionsfähigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe unter den tatsächlichen Lebensbedingungen zu verbessern
  • Die ICF lenkt den Blick auf Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe sowie Umwelt- und personenbezogene Faktoren
Definieren Sie „Vier Begriffe“ fachlich präzise. 6 P
  • Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
Leiten Sie aus „Arbeitstherapeutischer Auftrag“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Therapie fördert nicht nur Anpassungsleistung der Person
  • Sie verändert auch Aufgabe, Arbeitsplatz, Kommunikation und Unterstützung
  • Ein teilhabeorientiertes Ziel beschreibt eine konkrete Rolle oder Handlung in einem realen Kontext
Unterscheiden Sie „Unterschiede“ anhand fachlicher Kriterien. 5 P
  • Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Vier Begriffe: Bedeutung“. 2 P
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
  • Kritisch wird es, wenn Sonderstrukturen Alternativen ersetzen, Selbstbestimmung begrenzen oder dauerhaft vom allgemeinen Arbeitsleben trennen
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“. 3 P
  • Rehabilitation und Teilhabe Rehabilitation leitet sich von lateinisch *re-* für wieder oder zurück und *habilis* für geeignet, fähig oder geschickt ab
  • Heute ist sie nicht auf die Wiederherstellung einer früheren Normalität beschränkt
  • Ziel ist, Funktionsfähigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe unter den tatsächlichen Lebensbedingungen zu verbessern
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“. 5 P
  • Die ICF lenkt den Blick auf Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe sowie Umwelt- und personenbezogene Faktoren
  • Berufliche Teilhabe entsteht daher nicht allein aus individuellen Fähigkeiten
  • Arbeitsmarkt, Barrieren, Unterstützung, Technik, Erwartungen und betriebliche Kultur wirken mit
  • Vier Begriffe Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“. 3 P
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“. 3 P
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
  • Kritisch wird es, wenn Sonderstrukturen Alternativen ersetzen, Selbstbestimmung begrenzen oder dauerhaft vom allgemeinen Arbeitsleben trennen
  • Arbeitstherapeutischer Auftrag Therapie fördert nicht nur Anpassungsleistung der Person
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“. 2 P
  • Sie verändert auch Aufgabe, Arbeitsplatz, Kommunikation und Unterstützung
  • Ein teilhabeorientiertes Ziel beschreibt eine konkrete Rolle oder Handlung in einem realen Kontext

Rehabilitationsträger und Beratungswege

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zuständigkeit folgt dem Leistungsziel“. 4 P
  • Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe werden von unterschiedlichen Trägern erbracht
  • Typische Träger sind gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Träger der Eingliederungshilfe und öffentliche Jugendhilfe
  • Die Zuständigkeit hängt unter anderem von Ursache, Versicherungsverlauf, Alter, Leistungsziel und bisherigem Erwerbsleben ab
  • Medizinische Rehabilitation stabilisiert Gesundheit und Funktionsfähigkeit
Charakterisieren Sie „Beratung und Koordination“. 3 P
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Rehabilitationsträger, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, Integrationsfachdienste, betriebliche Interessenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen können beteiligt sein
Charakterisieren Sie „Gute Übergabe“. 5 P
  • Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern
  • Für konkrete Anträge ist die aktuelle Beratung des zuständigen Trägers maßgeblich
Charakterisieren Sie „Rehabilitationsträger: Beratung und Koordination“. 2 P
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Beratung und Koordination: Bedeutung“. 1 P
  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Rehabilitationsträger, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, Integrationsfachdienste, betriebliche Interessenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen können beteiligt sein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Rehabilitationsübergabe: Qualitätsmerkmale“. 4 P
  • Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 2 P
  • Zuständigkeit folgt dem Leistungsziel Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe werden von unterschiedlichen Trägern erbracht
  • Typische Träger sind gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Träger der Eingliederungshilfe und öffentliche Jugendhilfe
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 2 P
  • Die Zuständigkeit hängt unter anderem von Ursache, Versicherungsverlauf, Alter, Leistungsziel und bisherigem Erwerbsleben ab
  • Medizinische Rehabilitation stabilisiert Gesundheit und Funktionsfähigkeit
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 2 P
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können berufliche Orientierung, Qualifizierung, technische Arbeitshilfen, Arbeitsassistenz, Arbeitsplatzanpassung oder Leistungen an Arbeitgeber umfassen
  • Soziale Teilhabeleistungen unterstützen selbstbestimmte Lebensführung und gesellschaftliche Beteiligung
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 2 P
  • Beratung und Koordination Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 3 P
  • Beratung ist qualitätsgerecht, wenn Zuständigkeiten, Leistungsziele und nächste Schritte verständlich geklärt werden, ohne Rechtsansprüche vorwegzunehmen
  • Betroffene Personen werden an Entscheidungen beteiligt
  • Informationen werden datensparsam weitergegeben und Übergaben benennen Auftrag, Ansprechpartner und offene Fragen
Erläutern Sie den Transfer bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“. 4 P
  • Gute Übergabe Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern

Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich

Definieren Sie „Auftrag und gesetzlicher Begriff“ fachlich präzise. 3 P
  • Die gesetzliche Bezeichnung lautet weiterhin „Werkstatt für behinderte Menschen“
  • In personenzentrierter Sprache wird häufig von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesprochen
  • Nach § 219 SGB IX dienen sie der Teilhabe am Arbeitsleben und der Eingliederung für Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können
Charakterisieren Sie „Arbeit zwischen Rehabilitation und Produktion“. 4 P
  • Werkstätten bearbeiten reale Aufträge und müssen Qualität sowie Termine sichern
  • Gleichzeitig sind sie Rehabilitationseinrichtungen
  • Wirtschaftlicher Druck darf individuelle Förderung, Gesundheit und Selbstbestimmung nicht verdrängen
  • Arbeitsangebote sollen Interessen, Entwicklungspotenzial, Belastbarkeit, Qualifikation und notwendige Anpassungen berücksichtigen
Nennen Sie die zentralen Aufgabenbereiche bei „Ergotherapeutische Aufgaben“. 2 P
  • Mögliche Aufgaben sind Arbeits- und Berufsanamnese, Fähigkeits- und Anforderungsanalyse, Arbeitserprobung, Bildungs- und Begleitplanung, Arbeitsplatzanpassung, Training lebenspraktischer und arbeitsbezogener Fähigkeiten, Gruppenangebote, Beratung sowie Begleitung auf Außenarbeitsplätzen
  • Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt werden durch Praktika, ausgelagerte Arbeitsplätze und Jobcoaching vorbereitet
Charakterisieren Sie „Kritische Reflexion“. 2 P
  • Werkstattarbeit kann Struktur, soziale Zugehörigkeit und Tätigkeit ermöglichen, zugleich aber Separation verfestigen
  • Ziele und Übergangsmöglichkeiten müssen regelmäßig gemeinsam mit der beschäftigten Person überprüft werden
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „WfbM: typischer Verlauf“. 3 P
  • Im Eingangsverfahren wird geklärt, ob die Werkstatt die geeignete Leistung ist und welche Bereiche infrage kommen
  • Im Berufsbildungsbereich werden berufliche Grundfähigkeiten, Persönlichkeit, Orientierung und arbeitsbezogene Kompetenzen entwickelt
  • Im Arbeitsbereich erfolgt Beschäftigung mit individueller Förderung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Typischer Verlauf: Bedeutung“. 2 P
  • Förder- oder Tagesstrukturangebote richten sich an Menschen, die die Zugangsvoraussetzungen des Arbeitsbereichs nicht erfüllen
  • Ihre rechtliche und organisatorische Ausgestaltung ist vom jeweiligen Angebot zu unterscheiden
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“. 2 P
  • Auftrag und gesetzlicher Begriff Die gesetzliche Bezeichnung lautet weiterhin „Werkstatt für behinderte Menschen“
  • In personenzentrierter Sprache wird häufig von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesprochen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“. 2 P
  • Nach § 219 SGB IX dienen sie der Teilhabe am Arbeitsleben und der Eingliederung für Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können
  • Typischer Verlauf Im Eingangsverfahren wird geklärt, ob die Werkstatt die geeignete Leistung ist und welche Bereiche infrage kommen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“. 2 P
  • Im Berufsbildungsbereich werden berufliche Grundfähigkeiten, Persönlichkeit, Orientierung und arbeitsbezogene Kompetenzen entwickelt
  • Im Arbeitsbereich erfolgt Beschäftigung mit individueller Förderung
Unterscheiden Sie Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich einer WfbM. 3 P
  • Förder- oder Tagesstrukturangebote richten sich an Menschen, die die Zugangsvoraussetzungen des Arbeitsbereichs nicht erfüllen
  • Ihre rechtliche und organisatorische Ausgestaltung ist vom jeweiligen Angebot zu unterscheiden
  • Arbeit zwischen Rehabilitation und Produktion Werkstätten bearbeiten reale Aufträge und müssen Qualität sowie Termine sichern
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“. 3 P
  • Gleichzeitig sind sie Rehabilitationseinrichtungen
  • Wirtschaftlicher Druck darf individuelle Förderung, Gesundheit und Selbstbestimmung nicht verdrängen
  • Arbeitsangebote sollen Interessen, Entwicklungspotenzial, Belastbarkeit, Qualifikation und notwendige Anpassungen berücksichtigen
Erläutern Sie den Transfer bei „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“. 1 P
  • Ergotherapeutische Aufgaben Mögliche Aufgaben sind Arbeits- und Berufsanamnese, Fähigkeits- und Anforderungsanalyse, Arbeitserprobung, Bildungs- und Begleitplanung, Arbeitsplatzanpassung, Training lebenspraktischer und arbeitsbezogener Fähigkeiten, Gruppenangebote, Beratung sowie Begleitung auf Außenarbeitsplätzen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Sicherheitsaspekt“. 3 P
  • Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt werden durch Praktika, ausgelagerte Arbeitsplätze und Jobcoaching vorbereitet
  • Kritische Reflexion Werkstattarbeit kann Struktur, soziale Zugehörigkeit und Tätigkeit ermöglichen, zugleich aber Separation verfestigen
  • Ziele und Übergangsmöglichkeiten müssen regelmäßig gemeinsam mit der beschäftigten Person überprüft werden

Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen

Erläutern Sie die Kernaussagen von „Grundidee der RPK“. 2 P
  • Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen verbinden medizinische, psychosoziale und berufliche Rehabilitation in einem abgestimmten Prozess
  • Sie richten sich an Menschen mit erheblichen psychischen Beeinträchtigungen, für die eine rein ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine Krankenhausbehandlung nicht mehr erforderlich ist
Charakterisieren Sie „Biopsychosoziale und lebensweltnahe Ausrichtung“. 3 P
  • Grundlage ist ein individueller Rehabilitationsplan
  • Psychische Stabilisierung, selbstständige Lebensführung, soziale Kompetenzen und berufliche Perspektive werden gemeinsam betrachtet
  • Leistungen finden je nach Einrichtung stationär oder ganztägig ambulant statt und sollen früh das persönliche und berufliche Umfeld einbeziehen
Charakterisieren Sie „Berufliche Bestandteile“. 2 P
  • Dazu gehören Eignungs- und Interessenklärung, Belastungserprobung, Training von Grundarbeitsfähigkeiten, berufliche Orientierung, Praktika, Unterstützung bei Bewerbungen und die Vorbereitung weiterer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Betriebe und regionale Dienste werden einbezogen
Charakterisieren Sie „Rolle der Ergotherapie“ bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 4 P
  • Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
  • Eine Diagnose allein begründet weder Eignung noch Nichteignung
Charakterisieren Sie „RPK: Rolle der Ergotherapie“. 3 P
  • Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 2 P
  • Grundidee der RPK Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen verbinden medizinische, psychosoziale und berufliche Rehabilitation in einem abgestimmten Prozess
  • Sie richten sich an Menschen mit erheblichen psychischen Beeinträchtigungen, für die eine rein ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine Krankenhausbehandlung nicht mehr erforderlich ist
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 3 P
  • Biopsychosoziale und lebensweltnahe Ausrichtung Grundlage ist ein individueller Rehabilitationsplan
  • Psychische Stabilisierung, selbstständige Lebensführung, soziale Kompetenzen und berufliche Perspektive werden gemeinsam betrachtet
  • Leistungen finden je nach Einrichtung stationär oder ganztägig ambulant statt und sollen früh das persönliche und berufliche Umfeld einbeziehen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 2 P
  • Berufliche Bestandteile Dazu gehören Eignungs- und Interessenklärung, Belastungserprobung, Training von Grundarbeitsfähigkeiten, berufliche Orientierung, Praktika, Unterstützung bei Bewerbungen und die Vorbereitung weiterer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Betriebe und regionale Dienste werden einbezogen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 2 P
  • Rolle der Ergotherapie Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“. 2 P
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
  • Eine Diagnose allein begründet weder Eignung noch Nichteignung

Berufliches Trainingszentrum

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zielgruppe und Ziel“. 2 P
  • Berufliche Trainingszentren richten sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bereits berufliche Erfahrungen oder eine Ausbildung besitzen und nach einer Krankheitsphase wieder in Arbeit zurückkehren oder sich neu orientieren wollen
  • Eine ausreichende medizinische Stabilität und grundsätzliche Belastbarkeit sind erforderlich
Definieren Sie den Begriff „Trainingsinhalte“. 3 P
  • Zu Beginn werden berufliche Vorgeschichte, Interessen, Ressourcen, Einschränkungen und aktuelle Anforderungen geklärt
  • Es folgen arbeitsnahe Trainings, Belastungsaufbau, Qualifizierung, Bewerbungsunterstützung und betriebliche Erprobung
  • Fachliche Fähigkeiten werden mit Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Kommunikation, Umgang mit Kritik und Selbstorganisation verbunden
Erläutern Sie den ergotherapeutischen Beitrag bei „Berufliches Trainingszentrum“. 3 P
  • Ergotherapie analysiert Arbeitshandlungen, beobachtet Leistungs- und Arbeitsverhalten, entwickelt Anpassungen und unterstützt die Übertragung in betriebliche Situationen
  • Rückmeldungen sollen konkret, respektvoll und nachvollziehbar sein
  • Ziel ist nicht bloß ein höheres Arbeitstempo, sondern eine tragfähige Passung zwischen Person, Tätigkeit und Arbeitsumfeld
Definieren Sie den Begriff „Übergang“. 2 P
  • Ein BTZ ist kein dauerhafter Arbeitsplatz
  • Die Maßnahme soll zu einer realistischen beruflichen Perspektive führen, zum Beispiel Rückkehr in den bisherigen Beruf, innerbetriebliche Umsetzung, Qualifizierung, Umschulung oder Aufnahme einer anderen Beschäftigung
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Berufliches Trainingszentrum“. 2 P
  • Zielgruppe und Ziel Berufliche Trainingszentren richten sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bereits berufliche Erfahrungen oder eine Ausbildung besitzen und nach einer Krankheitsphase wieder in Arbeit zurückkehren oder sich neu orientieren wollen
  • Eine ausreichende medizinische Stabilität und grundsätzliche Belastbarkeit sind erforderlich
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Berufliches Trainingszentrum“. 2 P
  • Trainingsinhalte Zu Beginn werden berufliche Vorgeschichte, Interessen, Ressourcen, Einschränkungen und aktuelle Anforderungen geklärt
  • Es folgen arbeitsnahe Trainings, Belastungsaufbau, Qualifizierung, Bewerbungsunterstützung und betriebliche Erprobung
Beschreiben Sie die Anwendung von „Berufliches Trainingszentrum“. 2 P
  • Fachliche Fähigkeiten werden mit Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Kommunikation, Umgang mit Kritik und Selbstorganisation verbunden
  • Ergotherapeutischer Beitrag Ergotherapie analysiert Arbeitshandlungen, beobachtet Leistungs- und Arbeitsverhalten, entwickelt Anpassungen und unterstützt die Übertragung in betriebliche Situationen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Berufliches Trainingszentrum“. 3 P
  • Rückmeldungen sollen konkret, respektvoll und nachvollziehbar sein
  • Ziel ist nicht bloß ein höheres Arbeitstempo, sondern eine tragfähige Passung zwischen Person, Tätigkeit und Arbeitsumfeld
  • Übergang Ein BTZ ist kein dauerhafter Arbeitsplatz
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Berufliches Trainingszentrum“. 1 P
  • Die Maßnahme soll zu einer realistischen beruflichen Perspektive führen, zum Beispiel Rückkehr in den bisherigen Beruf, innerbetriebliche Umsetzung, Qualifizierung, Umschulung oder Aufnahme einer anderen Beschäftigung

Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk

Definieren Sie den Begriff „Berufsbildungswerk“. 3 P
  • Berufsbildungswerke unterstützen überwiegend junge Menschen mit Behinderungen bei beruflicher Orientierung, Vorbereitung und Erstausbildung
  • Neben fachlicher Ausbildung stehen Wohnen, Alltag, Gesundheit, soziale Entwicklung und Übergang in Beschäftigung im Blick
  • Je nach Bedarf arbeiten Ausbildung, Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik und Therapie zusammen
Definieren Sie den Begriff „Berufsförderungswerk“. 2 P
  • Berufsförderungswerke richten sich überwiegend an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können
  • Angebote umfassen Abklärung, Vorbereitung, Qualifizierung, Umschulung und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg
Nennen Sie zentrale Aspekte von „Ergotherapeutische Aufgaben“ bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“. 2 P
  • Mögliche Aufgaben sind Funktions- und Betätigungsbefund, Analyse von Ausbildungs- und Arbeitsanforderungen, Training arbeitsrelevanter Fähigkeiten, ergonomische Beratung, Hilfsmittelversorgung, Arbeitsplatzanpassung und Unterstützung bei Selbstorganisation
  • Entscheidend ist die enge Abstimmung mit Ausbildungspersonal und Betrieb
Unterscheiden Sie „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk: Abgrenzung“ anhand fachlicher Kriterien. 3 P
  • BBW und BFW sind keine bloßen Schulen
  • Sie erbringen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter rehabilitativen Bedingungen
  • Art, Dauer und Finanzierung richten sich nach individuellem Bedarf und Entscheidung des zuständigen Rehabilitationsträgers
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“. 3 P
  • Berufsbildungswerk Berufsbildungswerke unterstützen überwiegend junge Menschen mit Behinderungen bei beruflicher Orientierung, Vorbereitung und Erstausbildung
  • Neben fachlicher Ausbildung stehen Wohnen, Alltag, Gesundheit, soziale Entwicklung und Übergang in Beschäftigung im Blick
  • Je nach Bedarf arbeiten Ausbildung, Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik und Therapie zusammen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“. 2 P
  • Berufsförderungswerk Berufsförderungswerke richten sich überwiegend an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können
  • Angebote umfassen Abklärung, Vorbereitung, Qualifizierung, Umschulung und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg
Beschreiben Sie die Anwendung von „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“. 2 P
  • Ergotherapeutische Aufgaben Mögliche Aufgaben sind Funktions- und Betätigungsbefund, Analyse von Ausbildungs- und Arbeitsanforderungen, Training arbeitsrelevanter Fähigkeiten, ergonomische Beratung, Hilfsmittelversorgung, Arbeitsplatzanpassung und Unterstützung bei Selbstorganisation
  • Entscheidend ist die enge Abstimmung mit Ausbildungspersonal und Betrieb
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“. 3 P
  • Abgrenzung BBW und BFW sind keine bloßen Schulen
  • Sie erbringen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter rehabilitativen Bedingungen
  • Art, Dauer und Finanzierung richten sich nach individuellem Bedarf und Entscheidung des zuständigen Rehabilitationsträgers

Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz

Definieren Sie den Begriff „Inklusionsbetriebe“. 4 P
  • Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Nach § 215 SGB IX beschäftigen sie einen erheblichen Anteil besonders betroffener schwerbehinderter Menschen
  • Gesetzlich sind mindestens 30 Prozent vorgesehen, in der Regel nicht mehr als 50 Prozent
  • Sie bieten nach § 216 SGB IX Beschäftigung, Gesundheitsförderung, arbeitsbegleitende Betreuung und bei Bedarf Weiterbildung
Unterscheiden Sie „Unterschied zur Werkstatt“ anhand fachlicher Kriterien. 3 P
  • Beschäftigte im Inklusionsbetrieb haben reguläre Arbeitsverträge
  • Der Betrieb muss am Markt bestehen und zugleich geeignete Unterstützung organisieren
  • Eine Werkstatt ist dagegen eine besondere Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit einem anderen Rechtsstatus der Beschäftigten
Definieren Sie den Begriff „Zuverdienst“. 3 P
  • Zuverdienstangebote ermöglichen niedrigschwellige, zeitlich flexible und häufig gering entlohnte Tätigkeit für Menschen, die eine reguläre Beschäftigung vorübergehend oder dauerhaft nicht bewältigen
  • Ziele können Tagesstruktur, soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Belastungserprobung sein
  • Sie sind nicht automatisch Inklusionsbetriebe und rechtlich unterschiedlich organisiert
Charakterisieren Sie „Außenarbeitsplatz und Jobcoaching“. 3 P
  • Auf einem Außenarbeitsplatz arbeitet eine werkstattbeschäftigte Person in einem Betrieb, behält aber zunächst ihren Werkstattstatus
  • Jobcoaching unterstützt direkt am Arbeitsplatz: Aufgaben werden erklärt, Hilfen angepasst, Kolleginnen und Kollegen beraten und Unterstützung schrittweise reduziert
  • Ziel ist eine stabile Tätigkeit und, wenn möglich, der Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“. 3 P
  • Inklusionsbetriebe Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Nach § 215 SGB IX beschäftigen sie einen erheblichen Anteil besonders betroffener schwerbehinderter Menschen
  • Gesetzlich sind mindestens 30 Prozent vorgesehen, in der Regel nicht mehr als 50 Prozent
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“. 3 P
  • Sie bieten nach § 216 SGB IX Beschäftigung, Gesundheitsförderung, arbeitsbegleitende Betreuung und bei Bedarf Weiterbildung
  • Unterschied zur Werkstatt Beschäftigte im Inklusionsbetrieb haben reguläre Arbeitsverträge
  • Der Betrieb muss am Markt bestehen und zugleich geeignete Unterstützung organisieren
Beschreiben Sie die Anwendung von „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“. 2 P
  • Eine Werkstatt ist dagegen eine besondere Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit einem anderen Rechtsstatus der Beschäftigten
  • Zuverdienst Zuverdienstangebote ermöglichen niedrigschwellige, zeitlich flexible und häufig gering entlohnte Tätigkeit für Menschen, die eine reguläre Beschäftigung vorübergehend oder dauerhaft nicht bewältigen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“. 3 P
  • Ziele können Tagesstruktur, soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Belastungserprobung sein
  • Sie sind nicht automatisch Inklusionsbetriebe und rechtlich unterschiedlich organisiert
  • Außenarbeitsplatz und Jobcoaching Auf einem Außenarbeitsplatz arbeitet eine werkstattbeschäftigte Person in einem Betrieb, behält aber zunächst ihren Werkstattstatus
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“. 2 P
  • Jobcoaching unterstützt direkt am Arbeitsplatz: Aufgaben werden erklärt, Hilfen angepasst, Kolleginnen und Kollegen beraten und Unterstützung schrittweise reduziert
  • Ziel ist eine stabile Tätigkeit und, wenn möglich, der Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis

Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufenweise Wiedereingliederung“. 4 P
  • Die stufenweise Wiedereingliederung führt arbeitsunfähige Menschen nach längerer Erkrankung schrittweise an ihre bisherige Tätigkeit heran
  • Sie bleibt eine medizinische Rehabilitationsleistung und setzt ärztliche Feststellung, Zustimmung der betroffenen Person und Mitwirkung des Arbeitgebers voraus
  • Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 74 SGB V und § 44 SGB IX
  • Ein Plan beschreibt Zeitraum, tägliche Arbeitszeit, zunächst mögliche Tätigkeiten, zu vermeidende Belastungen und Steigerungsstufen
Charakterisieren Sie „Betriebliches Eingliederungsmanagement“. 3 P
  • Das BEM nach § 167 Absatz 2 SGB IX ist ein betriebliches Klärungsverfahren für Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren
  • Es soll Arbeitsunfähigkeit überwinden, erneuter Erkrankung vorbeugen und den Arbeitsplatz erhalten
  • Die Teilnahme ist freiwillig und datenschutzsensibel
Erläutern Sie den ergotherapeutischen Beitrag bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“. 3 P
  • Ergotherapie kann konkrete Arbeitsanforderungen, Belastungsverlauf, Pausenbedarf, Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassungen beschreiben
  • Empfehlungen müssen tätigkeitsbezogen sein
  • Eine starre Steigerung nur nach Zeit ist ungeeignet, wenn die Qualität, Symptomreaktion oder Erholung nicht mitbeobachtet wird
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“. 2 P
  • Stufenweise Wiedereingliederung Die stufenweise Wiedereingliederung führt arbeitsunfähige Menschen nach längerer Erkrankung schrittweise an ihre bisherige Tätigkeit heran
  • Sie bleibt eine medizinische Rehabilitationsleistung und setzt ärztliche Feststellung, Zustimmung der betroffenen Person und Mitwirkung des Arbeitgebers voraus
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“. 4 P
  • Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 74 SGB V und § 44 SGB IX
  • Ein Plan beschreibt Zeitraum, tägliche Arbeitszeit, zunächst mögliche Tätigkeiten, zu vermeidende Belastungen und Steigerungsstufen
  • Währenddessen besteht in der Regel weiterhin Arbeitsunfähigkeit
  • Der Verlauf wird geprüft und bei Bedarf angepasst oder beendet
Beschreiben Sie die Anwendung von „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“. 3 P
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement Das BEM nach § 167 Absatz 2 SGB IX ist ein betriebliches Klärungsverfahren für Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren
  • Es soll Arbeitsunfähigkeit überwinden, erneuter Erkrankung vorbeugen und den Arbeitsplatz erhalten
  • Die Teilnahme ist freiwillig und datenschutzsensibel
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“. 3 P
  • Ergotherapeutischer Beitrag Ergotherapie kann konkrete Arbeitsanforderungen, Belastungsverlauf, Pausenbedarf, Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassungen beschreiben
  • Empfehlungen müssen tätigkeitsbezogen sein
  • Eine starre Steigerung nur nach Zeit ist ungeeignet, wenn die Qualität, Symptomreaktion oder Erholung nicht mitbeobachtet wird

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrpläne Berufs-, Gesetzesund Staatskunde sowie Prävention und Rehabilitation
  • Exkursionen in ausgewählte Bereiche
  • Kennen lernen verschiedener regionaler Einrichtungskonzepte
  • Tageskliniken, Trainingszentren, Übergangswohnheime
  • freie arbeitstherapeutische Praxen, berufsbegleitende Dienste
  • Berufsförderungs- und Berufsbildungswerke, Werkstätten für Behinderte
  • Strafvollzug, Forensik, Selbsthilfeprojekte

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 135.

03 Befunderhebung und Dokumentation 20 (15) Ustd. 45 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen Elemente der Befunderhebung und Arbeitsdiagnostik, der sich davon abzuleitenden Zielsetzung und deren Bedeutung für die arbeitstherapeutische Programmgestaltung. Sie erheben selbstständig Befunde, formulieren Ziele und führen Dokumentationen. Dabei stellen sie den Bezug zu eigenen Handlungsprozessen in den ergotherapeutischen Mitteln her.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 136.

Fragen & Antworten45

Kapitelkern

Leiten Sie aus „Arbeitstherapeutische Befunderhebung und Diagnostik“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Diagnostik verbindet Anamnese, Untersuchung und geeignete Verfahren, um Hypothesen zu prüfen
  • Ergebnisse werden mit Grenzen und klinischem Kontext interpretiert
  • Ergotherapeutisch wird der Punkt immer mit einer konkreten Betätigung, einem Ziel und der Verlaufsbeobachtung verbunden
Beschreiben Sie die Dokumentation bei „Befunderhebung und Dokumentation“. 3 P
  • Arbeitstherapeutische Dokumentation trennt Auftrag, Arbeitsaufgabe, Bedingungen, beobachtbares Verhalten, Unterstützung und fachliche Bewertung
  • Sie verbindet Verlauf und Ziel mit konkreten Kriterien wie Qualität, Ausdauer, Selbstorganisation, Sicherheit und Transfer
  • Pauschale Etiketten oder reine Stückzahlen sind keine ausreichende Befunddokumentation
Leiten Sie aus der arbeitstherapeutischen Befundbewertung ergotherapeutische Ziele ab. 3 P
  • In der Arbeitstherapie werden beobachtete Fähigkeiten und Anforderungen auf konkrete Arbeitsaufgaben, Rollen und Umgebungen bezogen
  • Ziele benennen eine überprüfbare Verbesserung von Ausführung, Belastbarkeit, Selbstständigkeit oder Teilhabe und berücksichtigen notwendige Anpassungen
  • Ein globales Urteil über Arbeitsfähigkeit reicht dafür nicht

Grundlogik und Ablauf der arbeitstherapeutischen Befunderhebung

Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Diagnostik als begründeter Prozess“. 2 P
  • Diagnostik kommt von griechisch *diágnōsis*, Unterscheidung oder Erkenntnis
  • Arbeitstherapeutische Diagnostik erfasst Fähigkeiten, Einschränkungen, Zufriedenheit, Interessen und Umweltbedingungen in Bezug auf konkrete Arbeits- und Betätigungsziele
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Ablauf“. 5 P
  • Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt
  • Im Erstkontakt werden Sichtweise, Ziele und Einwilligung der Person einbezogen
  • Anschließend werden relevante Verhaltensmerkmale festgelegt und passende Methoden ausgewählt
  • Die Durchführung verbindet je nach Fragestellung Anamnese, Befragung, Beobachtung, Arbeitsprobe und standardisierte Verfahren
  • Dokumentiert werden Aufgabe, Situation, Unterstützung, beobachtbares Verhalten und Ergebnis
Charakterisieren Sie „Eignungsprofil statt Etikett“. 3 P
  • Ein Eignungsprofil beschreibt, welche Anforderungen bereits bewältigt werden, welche Entwicklung realistisch erscheint und welche Bedingungen nötig sind
  • Es ist zeit- und situationsbezogen
  • Es darf nicht als unveränderliches Urteil über die Person verstanden werden
Definieren Sie den Begriff „Arbeitserprobung“. 3 P
  • Arbeitserprobung kann in realen Aufträgen, betrieblichen Situationen oder standardisierten Arbeitsproben stattfinden
  • Realitätsnähe erhöht die Aussagekraft, bringt aber mehr Einflussfaktoren mit sich
  • Mehrere Situationen und Perspektiven sind deshalb besser als eine einzelne Testleistung
Leiten Sie aus „Arbeitstherapeutische Befunderhebung: Ablauf“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 4 P
  • Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt
  • Im Erstkontakt werden Sichtweise, Ziele und Einwilligung der Person einbezogen
  • Anschließend werden relevante Verhaltensmerkmale festgelegt und passende Methoden ausgewählt
  • Die Durchführung verbindet je nach Fragestellung Anamnese, Befragung, Beobachtung, Arbeitsprobe und standardisierte Verfahren
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Ablauf: Bedeutung“. 2 P
  • Dokumentiert werden Aufgabe, Situation, Unterstützung, beobachtbares Verhalten und Ergebnis
  • Danach werden Befunde gewichtet, mit der Person besprochen und in Ziele sowie Maßnahmen übersetzt
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Grundlogik und Ablauf der arbeitstherapeutischen Befunderhebung“. 3 P
  • Diagnostik als begründeter Prozess Diagnostik kommt von griechisch *diágnōsis*, Unterscheidung oder Erkenntnis
  • Arbeitstherapeutische Diagnostik erfasst Fähigkeiten, Einschränkungen, Zufriedenheit, Interessen und Umweltbedingungen in Bezug auf konkrete Arbeits- und Betätigungsziele
  • Ablauf Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt

Arbeits- und Berufsanamnese

Definieren Sie den Begriff „Inhalt“. 2 P
  • Die Arbeits- und Berufsanamnese erfasst Schulbildung, Ausbildung, Beschäftigungen, Tätigkeitsinhalte, Arbeitszeiten, Verantwortung, Unterbrechungen, Erkrankungsbezug und aktuelle berufliche Situation
  • Ebenso wichtig sind Interessen, Erfolge, Konflikte, Kündigungen, Unterstützung und subjektive Bedeutung von Arbeit
Definieren Sie den Begriff „Leitfragen“. 6 P
  • Welche Tätigkeiten wurden tatsächlich ausgeführt?
  • Was gelang gut und unter welchen Bedingungen?
  • Wann traten Schwierigkeiten auf?
  • Welche Anforderungen wurden als belastend erlebt?
  • Welche Strategien halfen?
  • Welche Ziele und Befürchtungen bestehen heute?
Ordnen Sie „Biografie nicht bewerten“ fachlich ein. 3 P
  • Lücken, häufige Wechsel oder Abbrüche werden zunächst sachlich geklärt
  • Sie können durch Krankheit, Pflegeverantwortung, Migration, fehlende Barrierefreiheit, Arbeitsmarktbedingungen oder persönliche Entscheidungen entstanden sein
  • Die Anamnese soll Zusammenhänge verstehen, nicht moralisch beurteilen
Charakterisieren Sie „Selbst- und Fremdperspektive“. 4 P
  • Selbstauskunft wird bei Bedarf durch Vorbefunde, Arbeitsplatzbeschreibung oder Fremdeinschätzung ergänzt
  • Abweichungen sind keine automatische Täuschung
  • Sie können unterschiedliche Situationen, Maßstäbe oder Selbstwahrnehmung zeigen
  • Widersprüche werden offen besprochen
Definieren Sie den Begriff „Ergebnis“. 2 P
  • Am Ende stehen arbeitsbezogene Ressourcen, relevante Risiken, offene Fragen und Hypothesen für weitere Beobachtung
  • Die Anamnese allein reicht nicht aus, um Leistungsfähigkeit sicher vorherzusagen

Befragung, Beobachtung und Testverfahren

Definieren Sie den Begriff „Befragung“. 3 P
  • Wenig strukturierte Befragungen lassen Raum für individuelle Erzählungen, sind aber schwerer zu vergleichen
  • Teilstrukturierte Interviews sichern Schlüsselfragen und erlauben Vertiefungen
  • Standardisierte Befragungen verwenden feste Formulierungen und Antwortmöglichkeiten und sind besser wiederholbar
Definieren Sie „Testverfahren“. 3 P
  • Tests verwenden festgelegte Durchführung und Auswertung
  • Sie können einzelne Fähigkeiten vergleichbar erfassen, bilden aber reale Arbeit oft nur ausschnittweise ab
  • Gütekriterien wie Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit bestimmen die Aussagekraft
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Methodenkombination“. 2 P
  • Eine belastbare Einschätzung entsteht durch Triangulation: Selbstbericht, Beobachtung, Arbeitsprobe, standardisiertes Verfahren und Kontextinformation ergänzen sich
  • Die Methode wird nach Fragestellung gewählt, nicht weil ein Bogen verfügbar ist

Arbeitstherapeutischer Befund, Dokumentation und ICF

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Sichtbarer und testbarer Befund“. 4 P
  • Der sichtbare Befund beschreibt unmittelbar Wahrnehmbares, soweit es für die Fragestellung relevant ist: Auftreten, Hilfsmittel, Ausdrucksverhalten, Bewegungsbesonderheiten oder Umgang mit dem Arbeitsplatz
  • Persönliche Merkmale werden nicht ohne fachlichen Grund bewertet
  • Der testbare Befund bezieht sich auf zuvor festgelegte arbeitsbezogene Merkmale
  • Er nennt Methode, Instrument, Situation, Aufgabe, beobachtetes Verhalten, Ergebnis und Bewertung
Definieren Sie den Begriff „Dokumentationsschema“. 2 P
  • Ein nachvollziehbarer Eintrag nennt Fragestellung, Methode, Situation, beobachtetes Verhalten, Arbeitsergebnis, Art und Umfang der Unterstützung sowie fachliche Bewertung und Unsicherheiten
  • Tatsachen, Deutungen und Diagnosen bleiben getrennt
Definieren Sie den Begriff „ICF-Bezug“. 4 P
  • ICF-Kategorien können die Einordnung unterstützen
  • Ein Qualifier beschreibt den Ausprägungsgrad eines Problems, ersetzt aber nicht die konkrete Beobachtung
  • Kontextfaktoren und Bedingungen werden mitdokumentiert
  • Eine Kategorie wie Gewissenhaftigkeit wird nicht aus einem einzelnen Fehler abgeleitet
Definieren Sie den Begriff „Sprache“. 3 P
  • Dokumentation ist sachlich, respektvoll und prüfbar. „Verweigert“ wird nur verwendet, wenn eine bewusste Ablehnung geklärt ist
  • Häufig ist „begann trotz wiederholter Aufforderung nicht“ die präzisere Beobachtung
  • Diagnosen, Vermutungen und Tatsachen werden klar getrennt

MELBA: Fähigkeitsprofil, Anforderungsprofil und Profilvergleich

Erläutern Sie die Kernaussagen von „Grundprinzip“. 3 P
  • MELBA bedeutet „Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit“
  • Das Verfahren beschreibt arbeitsrelevante Fähigkeiten einer Person und Anforderungen einer Tätigkeit mit denselben Merkmalen
  • Dadurch wird ein Profilvergleich möglich
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Fünf Merkmalsgruppen“. 2 P
  • Die 29 Merkmale sind kognitiven, sozialen, psychomotorischen, arbeitsausführungsbezogenen sowie kulturtechnisch-kommunikativen Bereichen zugeordnet
  • Beispiele sind Auffassung, Aufmerksamkeit, Problemlösen, Kontaktfähigkeit, Teamarbeit, Antrieb, Ausdauer, Sorgfalt, Feinmotorik, Lesen, Schreiben und Rechnen
Charakterisieren Sie „Drei Profile“. 4 P
  • Das Fähigkeitsprofil beschreibt beobachtete Ressourcen und Einschränkungen
  • Das Anforderungsprofil beschreibt die Tätigkeit, nicht die Person
  • Der Profilvergleich zeigt Übereinstimmungen und Abweichungen
  • Daraus können Training, Anpassung oder eine andere Aufgabenwahl abgeleitet werden
Ordnen Sie „Bewertung“ fachlich ein bei „MELBA: Fähigkeitsprofil, Anforderungsprofil“. 3 P
  • Die Ausprägung wird auf einer fünfstufigen Skala dargestellt
  • Werte sind keine Diagnosen und beweisen nicht, warum eine Leistung gelingt oder misslingt
  • Für jedes Merkmal braucht es geeignete Beobachtungssituationen und eine nachvollziehbare Begründung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Anwendung und Grenze“. 3 P
  • MELBA eignet sich zur Dokumentation, Zielplanung und Verlaufsdarstellung
  • Berufliche Entscheidungen sollen nicht aus einem einzelnen Profilvergleich entstehen
  • Selbstbild, Motivation, Gesundheit, Umwelt, Interessen und reale Erprobung bleiben zusätzlich erforderlich

IDA: standardisierte Arbeitsproben

Erklären Sie den Zweck von „IDA: standardisierte Arbeitsproben“. 3 P
  • IDA ist ein Instrumentarium zur Diagnostik von Arbeitsfähigkeiten
  • Es umfasst standardisierte Arbeitsproben und ist inhaltlich auf MELBA abgestimmt
  • Beobachtet werden arbeitsrelevante Schlüsselqualifikationen unter definierten Bedingungen
Definieren Sie „Standardisierung“ bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“. 3 P
  • Für jede Arbeitsprobe sind Material, Aufbau, Instruktion, Sicherheitsregeln und Beobachtung festgelegt
  • Abweichungen von der Standarddurchführung werden dokumentiert, weil sie die Vergleichbarkeit beeinflussen
  • Vor Beginn wird geprüft, ob die Aufgabe gesundheitlich und sprachlich geeignet ist
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“. 3 P
  • Nicht nur das Endprodukt zählt
  • Relevant sind Aufgabenverständnis, Planung, Umgang mit Material, Fehlerkontrolle, Ausdauer, Tempo, Qualität, Hilfebedarf und Verhalten bei Schwierigkeiten
  • Die Dokumentation trennt Durchführung, Beobachtung und Bewertung
Definieren Sie „Interpretation“ bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“. 5 P
  • IDA liefert eine strukturierte Leistungssituation, aber keinen vollständigen Nachweis beruflicher Eignung
  • Testerfahrung, Angst, Motivation, Schmerzen und die ungewohnte Umgebung können Ergebnisse beeinflussen
  • Ergebnisse werden mit Anamnese, realer Arbeitserprobung und den Zielen der Person verbunden
  • Konkrete Arbeitsproben und Originalauswertungen sind geschützte Instrumentbestandteile
  • Für eine fachgerechte Anwendung sind Manual, Material und Schulung maßgeblich

LFP und arbeitspädagogischer Beobachtungsbogen

Charakterisieren Sie „Lübecker Fähigkeitenprofil“. 5 P
  • Das LFP wurde als Beobachtungshilfe für die ergotherapeutische Arbeit mit stationär behandelten psychiatrischen Patientinnen und Patienten entwickelt
  • Es soll Fähigkeiten möglichst wertfrei beschreiben, Veränderungen abbilden, Behandlungsplanung unterstützen und Befunde besser kommunizierbar machen
  • Es existieren Kurz- und Langversionen
  • Merkmale werden über definierte Ausprägungsgrade eingeschätzt
  • Rahmenbedingungen und besondere Beobachtungen werden ergänzt
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Arbeitspädagogischer Beobachtungsbogen“. 2 P
  • Der arbeitspädagogische Beobachtungs- und Bewertungsbogen ordnet Beobachtungen unter anderem Persönlichkeit, Sozialverhalten, Lernen und Konzentration, Arbeitsverhalten, Arbeitsleistung und Belastungsfähigkeit zu
  • Er wird insbesondere in werkstattbezogenen Kontexten verwendet
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Gemeinsamkeiten und Grenzen“. 6 P
  • Beide Instrumente strukturieren Beobachtung
  • Sie ersetzen weder konkrete Tätigkeitsanalyse noch Gespräch und Selbstbewertung
  • Eine Zahl ohne Beispielsituation ist wenig aussagekräftig
  • Nicht beobachtbare Merkmale werden als nicht beurteilbar gekennzeichnet und nicht aus Vermutungen ergänzt
  • Instrumente dürfen nur in der vorgesehenen Version und nach ihren Anwendungshinweisen genutzt werden
  • Lerntexte vermitteln deshalb Prinzipien, nicht vollständige Originalbögen

OSA und klientenzentrierte Selbsteinschätzung

Erklären Sie den fachlichen Kern von „Grundlage“. 6 P
  • Das Occupational Self Assessment ist ein klientenzentriertes Selbsteinschätzungsinstrument auf Grundlage des Model of Human Occupation
  • Es betrachtet Betätigungsfähigkeit, Gewohnheiten, Motivation und Umwelt aus Sicht der Person
  • Volition beschreibt Interessen, Werte und das Erleben eigener Wirksamkeit
  • Habituation umfasst Rollen, Gewohnheiten und Tagesstruktur
  • Performanz bezieht sich auf die Ausführung von Tätigkeiten
  • Die Umwelt kann unterstützen oder behindern
Beschreiben Sie „Ablauf“ bei „OSA und klientenzentrierte Selbsteinschätzung“. 3 P
  • Die Person bewertet alltagsbezogene Aussagen zunächst nach eigener Ausführung und anschließend nach persönlicher Wichtigkeit
  • Danach priorisiert sie wenige Veränderungswünsche
  • Das ausgefüllte Instrument wird gemeinsam besprochen und in Ziele sowie Behandlungsstrategien übersetzt
Charakterisieren Sie „Haltung der Therapeutin oder des Therapeuten“. 4 P
  • Das OSA ist eine Selbstbewertung
  • Erläuterungen sollen Verständnis sichern, aber Antworten nicht lenken
  • Abweichungen zwischen Selbstbild und Beobachtung werden exploriert, nicht korrigiert
  • Die Sicht der Person bleibt eine eigenständige Datenquelle
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitsbezogener Nutzen“. 2 P
  • Auch wenn viele Items den gesamten Alltag betreffen, können Rollen, Tagesablauf, Zielorientierung, Konzentration, Problemlösen und Nutzung eigener Fähigkeiten für berufliche Teilhabe bedeutsam sein
  • Das OSA ersetzt keine spezifische Arbeitsplatz- oder Leistungsdiagnostik

Klientenzentrierte Ziele mit SMART und COAST

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zielhierarchie“. 5 P
  • Das Rehabilitationsziel beschreibt die übergeordnete Teilhabeperspektive
  • Ein Richtziel grenzt den ergotherapeutischen Schwerpunkt ein
  • Grobziele beschreiben größere Handlungsschritte
  • Feinziele formulieren beobachtbare Ergebnisse einer überschaubaren Phase oder Therapieeinheit
  • Ziele beschreiben das angestrebte Ergebnis, nicht die Maßnahme. „Herr X übt Arbeitsplanung“ ist eine Intervention. „Herr X plant die benötigten Materialien vor Beginn vollständig“ ist ein Ergebnis
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „SMART“. 2 P
  • SMART prüft, ob ein Ziel spezifisch, messbar, akzeptiert beziehungsweise erreichbar, relevant beziehungsweise realistisch und terminiert ist
  • Die Buchstaben sind eine Prüfhilfe, kein Ersatz für die gemeinsame Entscheidung
Definieren Sie den Begriff „COAST“. 1 P
  • COAST strukturiert ergotherapeutische Handlungsziele über Client, Occupation, Assistance level, Specific conditions und Timeline: Person, konkrete Betätigung, Unterstützungsgrad, Bedingungen und Zeitraum
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Gute Formulierung“. 4 P
  • Ein gutes Ziel nennt nur die Merkmale, die wirklich Schwerpunkt sind
  • Selbstständigkeit, Tempo, Qualität und Ausdauer sind unterschiedliche Dimensionen
  • Sie werden nicht unbemerkt in einem Ziel vermischt
  • Beispiel: „Frau M. stellt innerhalb von zwei Wochen zu Beginn einer bekannten Montageaufgabe mit einer schriftlichen Checkliste alle Materialien vollständig und ohne verbale Hilfe bereit.“

Fallarbeit: vom Befund zur Planung

Charakterisieren Sie „Beispielhafte Denkweise“. 2 P
  • Wenn eine Person Anweisungen nicht vollständig umsetzt, sind mehrere Hypothesen möglich: Sprachverständnis, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Regelverständnis, Angst, unklare Instruktion oder eine eigene Problemlösestrategie
  • Eine gute Fallbearbeitung entscheidet nicht vorschnell, sondern plant Situationen, die Hypothesen unterscheidbar machen
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Bildungs- und Begleitplanung“. 2 P
  • In beruflichen Bildungsbereichen werden Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Überprüfungstermine zusammengeführt
  • Arbeitsfähigkeiten, lebenspraktische Fähigkeiten, soziale Teilhabe und berufliche Perspektive können gleichrangig bedeutsam sein
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Datenschutz und Respekt“. 4 P
  • Falltexte enthalten nur notwendige Informationen
  • Biografische Belastungen werden nicht aus Neugier ausführlich wiederholt
  • Die Person wird nicht durch Diagnose oder Fehlverhalten definiert
  • Auch bei schulischen Fallbeispielen bleibt die Sprache fachlich und respektvoll

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrplan Grundlagen der Ergotherapie
  • Testbögen
  • praktische Übungen
  • Model of Human Occupation (MOHO)
  • Nutzung digitaler Technik

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 136.

04 Methoden und Durchführungsmodalitäten 20 (15) Ustd. 33 Unterfragen
Lehrplananforderung

Die Schülerinnen und Schüler kennen verschiedene arbeitstherapeutische Methoden zur stufenweisen Förderung von instrumentalen und sozioemotionalen Fähigkeiten. Sie wählen differenzierte Angebote entsprechend der ergotherapeutischen Zielsetzung aus und begründen ihre Entscheidungen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Handlungskonzepten auseinander und erarbeiten anhand ausgewählter Fallbeispiele Behandlungspläne.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 136.

Fragen & Antworten33

Kapitelkern

Leiten Sie aus „Methoden und Durchführungsmodalitäten“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 2 P
  • Elemente eines handlungsorientierten Trainings
  • Arbeiten mit der Leittextmethode

Arbeit als therapeutisches Mittel und stufenweiser Fähigkeitsaufbau

Leiten Sie aus „Therapeutische Auswahl“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 3 P
  • Eine Arbeitsaufgabe wird so ausgewählt, dass ihre Anforderungen zum Ziel und zur aktuellen Leistungsfähigkeit passen
  • Sie soll weder beliebig leicht noch dauerhaft überfordernd sein
  • Sinn, Interesse und realer Bezug erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Lernen auf Alltag und Beruf übertragen wird
Charakterisieren Sie „Möglichkeiten der Stufung“. 3 P
  • Anforderungen lassen sich über Komplexität, Dauer, Tempo, Genauigkeit, Verantwortung, Selbstständigkeit, soziale Abstimmung, Umgebungsreize und Zeitdruck verändern
  • Auch Hilfsmittel, Anleitung und Pausen gehören zur Dosierung
  • Der Aufbau kann von elementaren zu speziellen Fähigkeiten führen, vom Einzelauftrag zur Teamarbeit, von klarer Struktur zu eigenständiger Planung und vom geschützten Raum zur realen Arbeitssituation
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Unterstützungsprinzip“. 3 P
  • So viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich
  • Unterstützung wird transparent angeboten und schrittweise reduziert
  • Fehler dürfen Lerngelegenheiten sein, solange Sicherheit und Würde gewahrt bleiben
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Wirkung prüfen“. 3 P
  • Nicht nur Produktmenge und Tempo werden bewertet
  • Beobachtet werden auch Strategie, Selbstkorrektur, Belastungsreaktion, Kommunikation, Erholung und Transfer
  • Eine Steigerung ist erst sinnvoll, wenn die bisherige Stufe stabil und gesundheitlich verträglich bewältigt wird

Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassung

Nennen Sie zentrale Aspekte von „Ziele“ bei „Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassung“. 2 P
  • Hilfsmittel können fehlende Beweglichkeit oder Sinnesfunktionen kompensieren, Schmerzen und Kraftaufwand reduzieren, Sicherheit erhöhen sowie Qualität und Menge einer Arbeitsleistung sichern
  • Im beruflichen Kontext sollen sie Beschäftigung oder Ausbildung ermöglichen, erhalten oder gesundheitlich verträglicher gestalten
Leiten Sie aus „Ergotherapeutisches Vorgehen“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 5 P
  • Zuerst wird die konkrete Tätigkeit analysiert
  • Danach werden vorhandene Hilfsmittel erprobt, angepasst und im realen Ablauf trainiert
  • Erst wenn Standardlösungen nicht passen, wird eine individuelle Lösung entwickelt
  • Gestaltung darf nicht nur technisch funktionieren
  • Sie muss akzeptiert, sicher, wartbar und am Arbeitsplatz praktikabel sein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Arten der Anpassung“. 1 P
  • Möglich sind Positionierungs- und Fixierhilfen, Griffanpassungen, Lehren, visuelle Markierungen, Einhandtechniken, veränderte Werkzeuganordnung, digitale Bedienhilfen, akustische oder taktile Signale sowie Änderungen von Arbeitszeit und Aufgabenorganisation
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Erprobung und Evaluation“. 4 P
  • Vor dem dauerhaften Einsatz werden Handhabung, Belastung, Fehlerquote, Zeitbedarf und Wechselwirkungen geprüft
  • Ein Hilfsmittel kann neue Risiken erzeugen oder soziale Aufmerksamkeit auslösen
  • Die Person entscheidet mit, welche Lösung im Alltag tragfähig ist
  • Bei Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen sind aktuelle Zuständigkeiten, Arbeitsschutz und gegebenenfalls fachtechnische Prüfung zu beachten

Arbeitsunterweisung planen

Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Vorbereitung der Aufgabe“. 3 P
  • Eine Arbeitsunterweisung beginnt mit der Analyse der Aufgabe: Welches Ergebnis wird erwartet?
  • Welche Teilschritte, Werkzeuge, Materialien und Sicherheitsregeln sind nötig?
  • Welche Fehler sind wahrscheinlich und woran erkennt die lernende Person ein gutes Ergebnis?
Charakterisieren Sie „Voraussetzungen der Person“. 2 P
  • Vorerfahrung, Interessen, Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Aufmerksamkeit und Belastbarkeit werden berücksichtigt
  • Daraus werden ein konkretes Lernziel und der passende Unterstützungsgrad abgeleitet
Charakterisieren Sie „Unterweisung gestalten“. 3 P
  • Informationen werden übersichtlich, handlungsnah und in einer sinnvollen Reihenfolge angeboten
  • Medien können Musterstück, Bilderfolge, Piktogramme, Markierungen, Checkliste oder Video sein
  • Sie ergänzen die Handlung und ersetzen nicht unnötig das eigene Denken
Charakterisieren Sie „Arbeitsplatz vorbereiten“. 3 P
  • Material und Werkzeug werden auf Vollständigkeit und Funktion geprüft
  • Der Arbeitsplatz ist sicher, übersichtlich und frei von unnötigen Reizen
  • Ein guter Aufbau macht richtige Handlung wahrscheinlicher, ohne alle Entscheidungen vorwegzunehmen
Charakterisieren Sie „Grundhaltung“. 2 P
  • An Bekanntes anknüpfen, die Person aktiv einbeziehen, Verständnis statt Auswendiglernen fördern, ausreichend Zeit geben und Fortschritte konkret rückmelden
  • Eingriffe erfolgen früh bei Gefahr, ansonsten so spät wie fachlich vertretbar

Vier-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung

Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 1: vorbereiten“. 3 P
  • Kontakt und Befinden werden geklärt
  • Ziel, Arbeitsaufgabe, Material und Sicherheitsregeln werden verständlich eingeführt
  • Vorkenntnisse werden aktiviert
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 2: erklärend vormachen“. 3 P
  • Der Gesamtablauf wird zunächst sichtbar gemacht
  • Danach werden wichtige Einzelschritte demonstriert und mit den Fragen Was, Wie und Warum erklärt
  • Kernaussagen und Kontrollpunkte werden hervorgehoben
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 3: nachmachen und üben“. 3 P
  • Die lernende Person führt die Aufgabe selbst aus
  • Sie erhält Zeit, Fehler zu entdecken und Lösungswege zu erproben
  • Unterstützung wird nur so weit gegeben, wie sie für Sicherheit und Lernfortschritt nötig ist
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 4: ermutigend abschließen“. 3 P
  • Richtiges Vorgehen und Fortschritte werden konkret benannt
  • Zuerst wird Qualität gesichert, danach können Tempo oder Menge gesteigert werden
  • Nächste Übungsschritte und Hilfen werden vereinbart
Leiten Sie aus „Therapeutische Anpassung“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab. 4 P
  • Das Modell eignet sich für klar strukturierte praktische Aufgaben
  • Bei Menschen, die von zu viel Vormachen abhängig werden, kann es Selbstständigkeit begrenzen
  • Dann werden Demonstration verkürzt, Fragen ergänzt oder leittextgestützte Verfahren gewählt
  • Die vier Stufen lassen sich in Einstiegs-, Aktiv- und Abschlussphase einer Therapieeinheit einordnen

Leittextgestütztes Lernen

Erläutern Sie „Grundidee“ bei „Leittextgestütztes Lernen“. 2 P
  • Leittextgestütztes Lernen fördert selbstständige Planung und Handlungskompetenz
  • Ein Leittext stellt Auftrag, Informationen, Leitfragen und Planungshilfen bereit, ohne jeden Arbeitsschritt vorzugeben
Charakterisieren Sie „Kreis der vollständigen Handlung“. 2 P
  • Die lernende Person informiert sich, plant, entscheidet, führt aus, kontrolliert und bewertet
  • Die Therapeutin oder der Therapeut gestaltet die Lernumgebung, klärt Sicherheitsgrenzen und unterstützt durch Fragen
Charakterisieren Sie „Aufbau eines Leittextes“. 3 P
  • Ein guter Leittext enthält einen verständlichen Auftrag, Qualitätskriterien, verfügbare Materialien, Sicherheitsregeln, Informationsquellen und Leitfragen
  • Planungs- und Kontrollhilfen können Checklisten, Skizzen oder Tabellen sein
  • Die Sprache und Menge werden an Lesefähigkeit und kognitive Belastbarkeit angepasst
Charakterisieren Sie „Rolle der Reflexion“. 6 P
  • Nach der Durchführung werden Ergebnis und Vorgehen verglichen
  • Was war geplant?
  • Was wurde verändert?
  • Welche Fehler wurden erkannt?
  • Welche Strategie wird beim nächsten Mal übernommen?
  • Dadurch wird nicht nur ein Produkt hergestellt, sondern Lernen bewusst gemacht
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Eignung und Grenze“. 4 P
  • Die Methode verlangt ein Mindestmaß an Lesen, Planen und Selbststeuerung
  • Sie kann vereinfacht, visualisiert oder in Partnerarbeit eingesetzt werden
  • Wenn Überforderung entsteht, ist mehr Struktur sinnvoll
  • Vollständige Eigenständigkeit ist kein Selbstzweck

Handlungsorientiertes Training und Arbeitslernen

Definieren Sie den Begriff „Handlungskompetenz“. 2 P
  • Handlungskompetenz verbindet fachliche, methodische, soziale und persönliche Fähigkeiten
  • Eine Person soll eine Aufgabe nicht nur mechanisch ausführen, sondern verstehen, planen, kontrollieren, mit anderen abstimmen und bei Veränderungen angemessen reagieren
Definieren Sie den Begriff „Trainingsgestaltung“. 4 P
  • Arbeitslernen beginnt mit bedeutungsvollen, überschaubaren Aufgaben
  • Anforderungen werden transparent gemacht und nach und nach erweitert
  • Variationen verhindern, dass nur ein einzelner Ablauf auswendig gelernt wird
  • Teamaufgaben fördern Kommunikation, Verantwortungsübernahme und gegenseitige Abstimmung
Definieren Sie „Rückmeldung“ bei „Handlungsorientiertes Training und Arbeitslernen“. 4 P
  • Feedback bezieht sich auf beobachtbares Verhalten und Ergebnis
  • Es beginnt mit Selbsteinschätzung: Was ist gelungen?
  • Wo trat Unsicherheit auf?
  • Danach ergänzt die therapeutische Rückmeldung konkrete Beispiele und einen nächsten Handlungsschritt
Definieren Sie „Generalisierung“. 3 P
  • Transfer wird geplant, nicht vorausgesetzt
  • Eine Fähigkeit wird in unterschiedlichen Materialien, Räumen, Zeiten und sozialen Situationen erprobt
  • Hilfen werden nach Möglichkeit so gestaltet, dass sie auch am späteren Arbeitsplatz verfügbar sind
Charakterisieren Sie „Arbeitsrolle“. 2 P
  • Zum Arbeitslernen gehören auch Pünktlichkeit, Vorbereitung, Pausen, Umgang mit Fehlern, Rückfragen, Arbeitsschutz und Abschluss der Aufgabe
  • Diese Aspekte werden nicht als Charaktereigenschaften bewertet, sondern als erlernbare Bestandteile einer Arbeitsrolle

Behandlungsplanung, Transfer und Jobcoaching

Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Von Befund zu Maßnahme“. 3 P
  • Behandlungsplanung verbindet Teilhabeproblem, Befund, Ziel, Methode, Dosierung und Evaluation
  • Für jede Maßnahme muss erkennbar sein, warum sie das vereinbarte Ziel unterstützt
  • Eine handwerkliche Aufgabe ist nicht automatisch passend, nur weil sie Arbeitsverhalten sichtbar macht
Definieren Sie den Begriff „Jobcoaching“. 4 P
  • Jobcoaching findet arbeitsplatznah statt
  • Der reale Arbeitsauftrag, betriebliche Abläufe und das soziale Umfeld werden einbezogen
  • Coach und beschäftigte Person analysieren Schwierigkeiten, passen Aufgaben oder Hilfen an und klären Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegium
  • Unterstützung wird schrittweise zurückgenommen
Charakterisieren Sie „Transfer und Nachsorge“. 3 P
  • Erfolge im Therapieraum gelten erst dann als beruflich relevant, wenn sie unter realen Bedingungen tragfähig sind
  • Praktika, Belastungserprobung, Außenarbeitsplätze und stufenweise Wiedereingliederung können Transfer ermöglichen
  • Nachsorge prüft, ob Anpassungen funktionieren und ob neue Belastungen entstanden sind
Definieren Sie „Abschluss“. 2 P
  • Ein Abschlussbericht beschreibt erreichte Fähigkeiten, verbleibende Einschränkungen, wirksame Bedingungen und konkrete Empfehlungen
  • Er vermeidet absolute Prognosen und macht die Grenzen der Beobachtung deutlich

Die Fragen und Antworten wurden aus den redaktionellen Lerntexten dieses Kapitels abgeleitet. Jede Antwort gehört ausschließlich zu der unmittelbar darüberstehenden Frage.

Hinweise des Lehrplans
  • vgl. Lehrpläne Grundlagen der Arbeitsmedizin und Grundlagen der Ergotherapie
  • Stufenkonzept nach Cumming
  • Melba
  • Arbeitsprobenreihe (ERTOMIS)
  • Fallbeispiele

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus: Lehrplan Berufsfachschule Ergotherapeut/Ergotherapeutin, freigegeben ab 1. August 2020, S. 136.

LLernstoff32 Unterkapitel
Arbeit, Beschäftigung und Spiel
Fragen und Antworten
Definieren Sie „Drei verwandte, aber nicht gleiche Begriffe“ fachlich präzise (4 Punkte)
  • Arbeit ist zielgerichtete Betätigung, die ein Ergebnis hervorbringt, eine Aufgabe erfüllt oder für andere Menschen einen Wert besitzt
  • Sie kann bezahlt oder unbezahlt, fremd- oder selbstbestimmt, produktiv, versorgend, lernend oder schöpferisch sein
  • Erwerbsarbeit ist deshalb nur eine Form von Arbeit
  • Beschäftigung bezeichnet weiter gefasst das Tätigsein
Charakterisieren Sie „Arbeit als menschliche Betätigung“ (4 Punkte)
  • Arbeit kann Tagesstruktur, Zugehörigkeit, Anerkennung, Identität, Selbstwirksamkeit und materielle Sicherheit vermitteln
  • Zugleich kann sie überfordern, entwürdigen oder krank machen
  • Arbeitstherapeutisches Handeln fragt daher nicht nur: Was kann die Person leisten?
  • Ebenso wichtig sind die Fragen: Was will sie tun, unter welchen Bedingungen gelingt es, welche Unterstützung ist angemessen und welche Teilhabe wird dadurch möglich?
Leiten Sie aus „Arbeit, Beschäftigung und Spiel: Ergotherapeutische Einordnung“ ergotherapeutische Konsequenzen ab (2 Punkte)
  • Eine Tätigkeit wird nicht allein deshalb therapeutisch, weil sie Arbeit ähnelt
  • Therapeutisch wird sie durch begründete Auswahl, ein gemeinsam vereinbartes Ziel, passende Dosierung, Beobachtung, Reflexion und Übertragung auf reale Lebens- oder Arbeitsanforderungen
Quellen

Buchauszug - Produktivität und Teilhabe am Arbeitsleben (S.19-27).pdf, 14.07.2026

Handout ATHV - Unterscheidungsmerkmale therapeutischer Ansätze.pdf, 14.07.2026

Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion
Fragen und Antworten
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Rehabilitation und Teilhabe“ (4 Punkte)
  • Rehabilitation leitet sich von lateinisch *re-* für wieder oder zurück und *habilis* für geeignet, fähig oder geschickt ab
  • Heute ist sie nicht auf die Wiederherstellung einer früheren Normalität beschränkt
  • Ziel ist, Funktionsfähigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe unter den tatsächlichen Lebensbedingungen zu verbessern
  • Die ICF lenkt den Blick auf Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe sowie Umwelt- und personenbezogene Faktoren
Definieren Sie „Vier Begriffe“ fachlich präzise (6 Punkte)
  • Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
Leiten Sie aus „Arbeitstherapeutischer Auftrag“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Therapie fördert nicht nur Anpassungsleistung der Person
  • Sie verändert auch Aufgabe, Arbeitsplatz, Kommunikation und Unterstützung
  • Ein teilhabeorientiertes Ziel beschreibt eine konkrete Rolle oder Handlung in einem realen Kontext
Unterscheiden Sie „Unterschiede“ anhand fachlicher Kriterien (5 Punkte)
  • Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Vier Begriffe: Bedeutung“ (2 Punkte)
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
  • Kritisch wird es, wenn Sonderstrukturen Alternativen ersetzen, Selbstbestimmung begrenzen oder dauerhaft vom allgemeinen Arbeitsleben trennen
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“ (3 Punkte)
  • Rehabilitation und Teilhabe Rehabilitation leitet sich von lateinisch *re-* für wieder oder zurück und *habilis* für geeignet, fähig oder geschickt ab
  • Heute ist sie nicht auf die Wiederherstellung einer früheren Normalität beschränkt
  • Ziel ist, Funktionsfähigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe unter den tatsächlichen Lebensbedingungen zu verbessern
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“ (5 Punkte)
  • Die ICF lenkt den Blick auf Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabe sowie Umwelt- und personenbezogene Faktoren
  • Berufliche Teilhabe entsteht daher nicht allein aus individuellen Fähigkeiten
  • Arbeitsmarkt, Barrieren, Unterstützung, Technik, Erwartungen und betriebliche Kultur wirken mit
  • Vier Begriffe Exklusion bedeutet Ausschluss
  • Separation schafft ein gesondertes Angebot
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“ (3 Punkte)
  • Integration nimmt eine Person in ein bestehendes System auf und erwartet häufig, dass sie sich an dessen Bedingungen anpasst
  • Inklusion gestaltet das System von vornherein so, dass Verschiedenheit berücksichtigt wird
  • Die Begriffe sind keine einfache Rangliste für jeden Einzelfall
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“ (3 Punkte)
  • Ein spezialisiertes Angebot kann vorübergehend sinnvoll sein, wenn es Wahlmöglichkeiten eröffnet und Übergänge unterstützt
  • Kritisch wird es, wenn Sonderstrukturen Alternativen ersetzen, Selbstbestimmung begrenzen oder dauerhaft vom allgemeinen Arbeitsleben trennen
  • Arbeitstherapeutischer Auftrag Therapie fördert nicht nur Anpassungsleistung der Person
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitation, Teilhabe, Integration und Inklusion“ (2 Punkte)
  • Sie verändert auch Aufgabe, Arbeitsplatz, Kommunikation und Unterstützung
  • Ein teilhabeorientiertes Ziel beschreibt eine konkrete Rolle oder Handlung in einem realen Kontext
Quellen

Integration vs. Inklusion (Beispiele).pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Prod. und Teilh. am Arbeits. (RPK, BTZ, BBW, BFW).pdf, 14.07.2026

Grundlogik und Ablauf der arbeitstherapeutischen Befunderhebung
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Diagnostik als begründeter Prozess“ (2 Punkte)
  • Diagnostik kommt von griechisch *diágnōsis*, Unterscheidung oder Erkenntnis
  • Arbeitstherapeutische Diagnostik erfasst Fähigkeiten, Einschränkungen, Zufriedenheit, Interessen und Umweltbedingungen in Bezug auf konkrete Arbeits- und Betätigungsziele
Beschreiben Sie Ablauf und fachliche Bedeutung von „Ablauf“ (5 Punkte)
  • Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt
  • Im Erstkontakt werden Sichtweise, Ziele und Einwilligung der Person einbezogen
  • Anschließend werden relevante Verhaltensmerkmale festgelegt und passende Methoden ausgewählt
  • Die Durchführung verbindet je nach Fragestellung Anamnese, Befragung, Beobachtung, Arbeitsprobe und standardisierte Verfahren
  • Dokumentiert werden Aufgabe, Situation, Unterstützung, beobachtbares Verhalten und Ergebnis
Charakterisieren Sie „Eignungsprofil statt Etikett“ (3 Punkte)
  • Ein Eignungsprofil beschreibt, welche Anforderungen bereits bewältigt werden, welche Entwicklung realistisch erscheint und welche Bedingungen nötig sind
  • Es ist zeit- und situationsbezogen
  • Es darf nicht als unveränderliches Urteil über die Person verstanden werden
Definieren Sie den Begriff „Arbeitserprobung“ (3 Punkte)
  • Arbeitserprobung kann in realen Aufträgen, betrieblichen Situationen oder standardisierten Arbeitsproben stattfinden
  • Realitätsnähe erhöht die Aussagekraft, bringt aber mehr Einflussfaktoren mit sich
  • Mehrere Situationen und Perspektiven sind deshalb besser als eine einzelne Testleistung
Leiten Sie aus „Arbeitstherapeutische Befunderhebung: Ablauf“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (4 Punkte)
  • Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt
  • Im Erstkontakt werden Sichtweise, Ziele und Einwilligung der Person einbezogen
  • Anschließend werden relevante Verhaltensmerkmale festgelegt und passende Methoden ausgewählt
  • Die Durchführung verbindet je nach Fragestellung Anamnese, Befragung, Beobachtung, Arbeitsprobe und standardisierte Verfahren
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Ablauf: Bedeutung“ (2 Punkte)
  • Dokumentiert werden Aufgabe, Situation, Unterstützung, beobachtbares Verhalten und Ergebnis
  • Danach werden Befunde gewichtet, mit der Person besprochen und in Ziele sowie Maßnahmen übersetzt
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Grundlogik und Ablauf der arbeitstherapeutischen Befunderhebung“ (3 Punkte)
  • Diagnostik als begründeter Prozess Diagnostik kommt von griechisch *diágnōsis*, Unterscheidung oder Erkenntnis
  • Arbeitstherapeutische Diagnostik erfasst Fähigkeiten, Einschränkungen, Zufriedenheit, Interessen und Umweltbedingungen in Bezug auf konkrete Arbeits- und Betätigungsziele
  • Ablauf Vorbereitend werden Auftrag, vorhandene Informationen und Fragestellung geklärt
Quellen

2024-12-12 PPP Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

2024-12-13 PPP Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

PPP gesamt.pdf, 14.07.2026

Arbeit als therapeutisches Mittel und stufenweiser Fähigkeitsaufbau
Fragen und Antworten
Leiten Sie aus „Therapeutische Auswahl“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (3 Punkte)
  • Eine Arbeitsaufgabe wird so ausgewählt, dass ihre Anforderungen zum Ziel und zur aktuellen Leistungsfähigkeit passen
  • Sie soll weder beliebig leicht noch dauerhaft überfordernd sein
  • Sinn, Interesse und realer Bezug erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Lernen auf Alltag und Beruf übertragen wird
Charakterisieren Sie „Möglichkeiten der Stufung“ (3 Punkte)
  • Anforderungen lassen sich über Komplexität, Dauer, Tempo, Genauigkeit, Verantwortung, Selbstständigkeit, soziale Abstimmung, Umgebungsreize und Zeitdruck verändern
  • Auch Hilfsmittel, Anleitung und Pausen gehören zur Dosierung
  • Der Aufbau kann von elementaren zu speziellen Fähigkeiten führen, vom Einzelauftrag zur Teamarbeit, von klarer Struktur zu eigenständiger Planung und vom geschützten Raum zur realen Arbeitssituation
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Unterstützungsprinzip“ (3 Punkte)
  • So viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich
  • Unterstützung wird transparent angeboten und schrittweise reduziert
  • Fehler dürfen Lerngelegenheiten sein, solange Sicherheit und Würde gewahrt bleiben
Erklären Sie Wirkzusammenhänge bei „Wirkung prüfen“ (3 Punkte)
  • Nicht nur Produktmenge und Tempo werden bewertet
  • Beobachtet werden auch Strategie, Selbstkorrektur, Belastungsreaktion, Kommunikation, Erholung und Transfer
  • Eine Steigerung ist erst sinnvoll, wenn die bisherige Stufe stabil und gesundheitlich verträglich bewältigt wird
Quellen

Handout ATHV - Arbeitsfähigkeitenkreis.pdf, 14.07.2026

Handout ATHV - Unterscheidungsmerkmale therapeutischer Ansätze.pdf, 14.07.2026

Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Funktionen von Arbeit“ (3 Punkte)
  • Arbeit ordnet Zeit, schafft soziale Kontakte, fordert Aktivität und kann Ziele, Anerkennung sowie ein Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit vermitteln
  • Diese Wirkungen entstehen nicht automatisch
  • Sie hängen von Arbeitsbedingungen, Handlungsspielraum, Entlohnung, Sicherheit, Passung und persönlicher Bedeutung ab
Charakterisieren Sie „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen“ (6 Punkte)
  • Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Bedeutung für Befund und Therapie“ (4 Punkte)
  • Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
Charakterisieren Sie „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Alltagsstrukturen“ (4 Punkte)
  • Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen: Bedeutung“ (4 Punkte)
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
  • Haushalts- und Sorgearbeit kann weiterhin Struktur geben, zugleich aber Belastungen verdecken
  • Materielle Einschränkungen beeinflussen Ernährung, Freizeit, Mobilität, Selbstwert und familiäre Beziehungen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitslosigkeit: Bedeutung für Befund und Therapie“ (3 Punkte)
  • Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Bedeutung für Befund und Therapie: Bedeutung“ (2 Punkte)
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
  • Verminderte Aktivität kann Folge von Depression, wiederholtem Scheitern, fehlender Aussicht, ungünstigen Umweltbedingungen oder einer nicht passenden Anforderung sein
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (3 Punkte)
  • Funktionen von Arbeit Arbeit ordnet Zeit, schafft soziale Kontakte, fordert Aktivität und kann Ziele, Anerkennung sowie ein Gefühl gesellschaftlicher Zugehörigkeit vermitteln
  • Diese Wirkungen entstehen nicht automatisch
  • Sie hängen von Arbeitsbedingungen, Handlungsspielraum, Entlohnung, Sicherheit, Passung und persönlicher Bedeutung ab
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (2 Punkte)
  • Arbeitslosigkeit als Verlust mehrerer Strukturen Die Studie über die Arbeitslosen von Marienthal zeigte, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht nur Einkommen betrifft
  • Mit längerer Arbeitslosigkeit können Tagesstruktur, Zukunftsplanung, soziale Kontakte, Aktivität und politische Beteiligung abnehmen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (5 Punkte)
  • Zeit wird nicht zwangsläufig als freie Zeit erlebt
  • Ohne verbindliche Aufgaben kann sie ihre Gliederung verlieren
  • Reaktionen reichen von Aufrechterhaltung und Hoffnung bis zu Resignation und Apathie
  • Die Auswirkungen sind sozial ungleich
  • Haushalts- und Sorgearbeit kann weiterhin Struktur geben, zugleich aber Belastungen verdecken
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (3 Punkte)
  • Materielle Einschränkungen beeinflussen Ernährung, Freizeit, Mobilität, Selbstwert und familiäre Beziehungen
  • Bedeutung für Befund und Therapie Bei arbeitsbezogenen Problemen werden nicht nur Leistung und Belastbarkeit erhoben
  • Relevant sind auch Arbeitsbiografie, Rollenverlust, Tagesrhythmus, finanzielle Sorgen, soziale Isolation, Zukunftserwartung und vorhandene Ressourcen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (2 Punkte)
  • Interventionen können deshalb Arbeitsfähigkeiten trainieren, aber ebenso Tagesstruktur, Interessen, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und realistische berufliche Perspektiven aufbauen
  • Eine vorschnelle Deutung als mangelnde Motivation ist zu vermeiden
Erläutern Sie den Transfer bei „Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit“ (1 Punkt)
  • Verminderte Aktivität kann Folge von Depression, wiederholtem Scheitern, fehlender Aussicht, ungünstigen Umweltbedingungen oder einer nicht passenden Anforderung sein
Quellen

Handout ATHV - Studienvorstellung -Die Arbeitslosen von Marienthal-.pdf, 14.07.2026

Rehabilitationsträger und Beratungswege
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zuständigkeit folgt dem Leistungsziel“ (4 Punkte)
  • Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe werden von unterschiedlichen Trägern erbracht
  • Typische Träger sind gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Träger der Eingliederungshilfe und öffentliche Jugendhilfe
  • Die Zuständigkeit hängt unter anderem von Ursache, Versicherungsverlauf, Alter, Leistungsziel und bisherigem Erwerbsleben ab
  • Medizinische Rehabilitation stabilisiert Gesundheit und Funktionsfähigkeit
Charakterisieren Sie „Beratung und Koordination“ (3 Punkte)
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Rehabilitationsträger, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, Integrationsfachdienste, betriebliche Interessenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen können beteiligt sein
Charakterisieren Sie „Gute Übergabe“ (5 Punkte)
  • Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern
  • Für konkrete Anträge ist die aktuelle Beratung des zuständigen Trägers maßgeblich
Charakterisieren Sie „Rehabilitationsträger: Beratung und Koordination“ (2 Punkte)
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Beratung und Koordination: Bedeutung“ (1 Punkt)
  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, Rehabilitationsträger, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, Integrationsfachdienste, betriebliche Interessenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen können beteiligt sein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Rehabilitationsübergabe: Qualitätsmerkmale“ (4 Punkte)
  • Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (2 Punkte)
  • Zuständigkeit folgt dem Leistungsziel Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe werden von unterschiedlichen Trägern erbracht
  • Typische Träger sind gesetzliche Kranken-, Renten- und Unfallversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Träger der Eingliederungshilfe und öffentliche Jugendhilfe
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (2 Punkte)
  • Die Zuständigkeit hängt unter anderem von Ursache, Versicherungsverlauf, Alter, Leistungsziel und bisherigem Erwerbsleben ab
  • Medizinische Rehabilitation stabilisiert Gesundheit und Funktionsfähigkeit
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (2 Punkte)
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können berufliche Orientierung, Qualifizierung, technische Arbeitshilfen, Arbeitsassistenz, Arbeitsplatzanpassung oder Leistungen an Arbeitgeber umfassen
  • Soziale Teilhabeleistungen unterstützen selbstbestimmte Lebensführung und gesellschaftliche Beteiligung
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (2 Punkte)
  • Beratung und Koordination Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten entscheiden nicht über Rechtsansprüche
  • Sie können aber alltags- und arbeitsbezogene Einschränkungen nachvollziehbar beschreiben, Ziele begründen und auf Beratungsstellen hinweisen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (3 Punkte)
  • Beratung ist qualitätsgerecht, wenn Zuständigkeiten, Leistungsziele und nächste Schritte verständlich geklärt werden, ohne Rechtsansprüche vorwegzunehmen
  • Betroffene Personen werden an Entscheidungen beteiligt
  • Informationen werden datensparsam weitergegeben und Übergaben benennen Auftrag, Ansprechpartner und offene Fragen
Erläutern Sie den Transfer bei „Rehabilitationsträger und Beratungswege“ (4 Punkte)
  • Gute Übergabe Für eine tragfähige Empfehlung werden Person, bisherige Tätigkeit, relevante Anforderungen, Ressourcen, Barrieren, bisherige Maßnahmen und gewünschtes Teilhabeziel zusammengeführt
  • Pauschale Aussagen wie „nicht arbeitsfähig“ werden vermieden
  • Beschrieben wird, welche Tätigkeiten unter welchen Bedingungen möglich sind
  • Rechtsstände und Zuständigkeiten können sich ändern
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - RPK.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BTZ.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BBW.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BFW.pdf, 14.07.2026

Arbeits- und Berufsanamnese
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Inhalt“ (2 Punkte)
  • Die Arbeits- und Berufsanamnese erfasst Schulbildung, Ausbildung, Beschäftigungen, Tätigkeitsinhalte, Arbeitszeiten, Verantwortung, Unterbrechungen, Erkrankungsbezug und aktuelle berufliche Situation
  • Ebenso wichtig sind Interessen, Erfolge, Konflikte, Kündigungen, Unterstützung und subjektive Bedeutung von Arbeit
Definieren Sie den Begriff „Leitfragen“ (6 Punkte)
  • Welche Tätigkeiten wurden tatsächlich ausgeführt?
  • Was gelang gut und unter welchen Bedingungen?
  • Wann traten Schwierigkeiten auf?
  • Welche Anforderungen wurden als belastend erlebt?
  • Welche Strategien halfen?
  • Welche Ziele und Befürchtungen bestehen heute?
Ordnen Sie „Biografie nicht bewerten“ fachlich ein (3 Punkte)
  • Lücken, häufige Wechsel oder Abbrüche werden zunächst sachlich geklärt
  • Sie können durch Krankheit, Pflegeverantwortung, Migration, fehlende Barrierefreiheit, Arbeitsmarktbedingungen oder persönliche Entscheidungen entstanden sein
  • Die Anamnese soll Zusammenhänge verstehen, nicht moralisch beurteilen
Charakterisieren Sie „Selbst- und Fremdperspektive“ (4 Punkte)
  • Selbstauskunft wird bei Bedarf durch Vorbefunde, Arbeitsplatzbeschreibung oder Fremdeinschätzung ergänzt
  • Abweichungen sind keine automatische Täuschung
  • Sie können unterschiedliche Situationen, Maßstäbe oder Selbstwahrnehmung zeigen
  • Widersprüche werden offen besprochen
Definieren Sie den Begriff „Ergebnis“ (2 Punkte)
  • Am Ende stehen arbeitsbezogene Ressourcen, relevante Risiken, offene Fragen und Hypothesen für weitere Beobachtung
  • Die Anamnese allein reicht nicht aus, um Leistungsfähigkeit sicher vorherzusagen
Quellen

Beispiel Schul- und Berufsanamnese Fachklinik Alpenland.pdf, 14.07.2026

Beispiel Selbst- und Fremdeinschätzung Fachklinik Alpenland.pdf, 14.07.2026

Beispiel Würzburger Screening Fachklinik Alpenland.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Herr Burmann (psychische Behinderung) - Aufgabenstellung Anamnese.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Julius (psychische Behinderung) - Aufgabenstellung Anamnese.pdf, 14.07.2026

Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassung
Fragen und Antworten
Nennen Sie zentrale Aspekte von „Ziele“ bei „Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassung“ (2 Punkte)
  • Hilfsmittel können fehlende Beweglichkeit oder Sinnesfunktionen kompensieren, Schmerzen und Kraftaufwand reduzieren, Sicherheit erhöhen sowie Qualität und Menge einer Arbeitsleistung sichern
  • Im beruflichen Kontext sollen sie Beschäftigung oder Ausbildung ermöglichen, erhalten oder gesundheitlich verträglicher gestalten
Leiten Sie aus „Ergotherapeutisches Vorgehen“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (5 Punkte)
  • Zuerst wird die konkrete Tätigkeit analysiert
  • Danach werden vorhandene Hilfsmittel erprobt, angepasst und im realen Ablauf trainiert
  • Erst wenn Standardlösungen nicht passen, wird eine individuelle Lösung entwickelt
  • Gestaltung darf nicht nur technisch funktionieren
  • Sie muss akzeptiert, sicher, wartbar und am Arbeitsplatz praktikabel sein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Arten der Anpassung“ (1 Punkt)
  • Möglich sind Positionierungs- und Fixierhilfen, Griffanpassungen, Lehren, visuelle Markierungen, Einhandtechniken, veränderte Werkzeuganordnung, digitale Bedienhilfen, akustische oder taktile Signale sowie Änderungen von Arbeitszeit und Aufgabenorganisation
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Erprobung und Evaluation“ (4 Punkte)
  • Vor dem dauerhaften Einsatz werden Handhabung, Belastung, Fehlerquote, Zeitbedarf und Wechselwirkungen geprüft
  • Ein Hilfsmittel kann neue Risiken erzeugen oder soziale Aufmerksamkeit auslösen
  • Die Person entscheidet mit, welche Lösung im Alltag tragfähig ist
  • Bei Hilfsmitteln und technischen Arbeitshilfen sind aktuelle Zuständigkeiten, Arbeitsschutz und gegebenenfalls fachtechnische Prüfung zu beachten
Quellen

2025-03-11 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Handout ATHV - Ergonomische Gestaltung PC-Arbeitsplatz.pdf, 14.07.2026

Historische Entwicklung der Arbeitstherapie
Fragen und Antworten
Leiten Sie aus der historischen Entwicklung Konsequenzen für heutige Arbeitstherapie ab (3 Punkte)
  • Arbeit wurde in Einrichtungen historisch sehr unterschiedlich eingesetzt: als Zwang, Disziplinierung, Versorgung, Beschäftigung, Erziehung und später als therapeutisches Mittel
  • Diese Funktionen müssen getrennt werden, weil nicht jede Arbeitsbetätigung dem Wohl oder der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen diente
  • Im ausgehenden 18. und frühen 19
Charakterisieren Sie „Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung“ (4 Punkte)
  • Hermann Simon prägte im frühen 20
  • Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
Charakterisieren Sie „Gegenwärtige Ausrichtung“ (2 Punkte)
  • Moderne arbeitsbezogene Ergotherapie orientiert sich an Betätigung, Person-Umwelt-Passung, realen Arbeitsrollen und gesellschaftlicher Teilhabe
  • Hinzu kommen Arbeitsplatzbezug, Jobcoaching, arbeitsplatznahe Erprobung, interprofessionelle Zusammenarbeit und die systematische Evaluation von Ergebnissen
Charakterisieren Sie „Hermann Simon und aktive Krankenbehandlung“ (3 Punkte)
  • Hermann Simon prägte im frühen Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung: Bedeutung“ (3 Punkte)
  • Während des Nationalsozialismus wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen entrechtet, zwangssterilisiert und ermordet
  • Arbeit konnte Teil von Ausbeutung, Selektion und Zwang sein
  • Diese Geschichte verpflichtet zu Menschenwürde, Einwilligung, Teilhabe und kritischer Reflexion therapeutischer Macht
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (2 Punkte)
  • Von Zwang und Versorgung zur therapeutisch begründeten Betätigung Arbeit wurde in Einrichtungen historisch sehr unterschiedlich eingesetzt: als Zwang, Disziplinierung, Versorgung, Beschäftigung, Erziehung und später als therapeutisches Mittel
  • Diese Funktionen müssen getrennt werden, weil nicht jede Arbeitsbetätigung dem Wohl oder der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen diente
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (3 Punkte)
  • Im ausgehenden 18. und frühen 19
  • Jahrhundert verband das Moral Treatment eine menschlichere Behandlung psychisch erkrankter Menschen mit geordnetem Alltag, Beziehung und sinnvoller Tätigkeit
  • Mit Philippe Pinel, Johann Christian Reil und John Conolly werden wichtige Reformimpulse verbunden
Beschreiben Sie die Anwendung von „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (4 Punkte)
  • Dennoch blieb Arbeit teilweise in institutionelle Ordnung und wirtschaftliche Interessen eingebunden
  • Hermann Simon und die aktive Krankenbehandlung Hermann Simon prägte im frühen 20
  • Jahrhundert die aktive Krankenbehandlung
  • Tätigkeit sollte nicht bloß beschäftigen, sondern Fähigkeiten, Verantwortung und soziale Anpassung fördern
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (3 Punkte)
  • Sein Ansatz war für die Entwicklung der Arbeitstherapie bedeutsam, muss aber aus heutiger Sicht kritisch auf Fremdbestimmung, Normierung und institutionelle Macht geprüft werden
  • Während des Nationalsozialismus wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen entrechtet, zwangssterilisiert und ermordet
  • Arbeit konnte Teil von Ausbeutung, Selektion und Zwang sein
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (2 Punkte)
  • Diese Geschichte verpflichtet zu Menschenwürde, Einwilligung, Teilhabe und kritischer Reflexion therapeutischer Macht
  • Gegenwärtige Ausrichtung Moderne arbeitsbezogene Ergotherapie orientiert sich an Betätigung, Person-Umwelt-Passung, realen Arbeitsrollen und gesellschaftlicher Teilhabe
Erläutern Sie den Transfer bei „Historische Entwicklung der Arbeitstherapie“ (1 Punkt)
  • Hinzu kommen Arbeitsplatzbezug, Jobcoaching, arbeitsplatznahe Erprobung, interprofessionelle Zusammenarbeit und die systematische Evaluation von Ergebnissen
Quellen

Handout ATHV - Historische Entwicklung.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Produktivität und Teilhabe am Arbeitsleben (S.19-27).pdf, 14.07.2026

Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich
Fragen und Antworten
Definieren Sie „Auftrag und gesetzlicher Begriff“ fachlich präzise (3 Punkte)
  • Die gesetzliche Bezeichnung lautet weiterhin „Werkstatt für behinderte Menschen“
  • In personenzentrierter Sprache wird häufig von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesprochen
  • Nach § 219 SGB IX dienen sie der Teilhabe am Arbeitsleben und der Eingliederung für Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können
Charakterisieren Sie „Arbeit zwischen Rehabilitation und Produktion“ (4 Punkte)
  • Werkstätten bearbeiten reale Aufträge und müssen Qualität sowie Termine sichern
  • Gleichzeitig sind sie Rehabilitationseinrichtungen
  • Wirtschaftlicher Druck darf individuelle Förderung, Gesundheit und Selbstbestimmung nicht verdrängen
  • Arbeitsangebote sollen Interessen, Entwicklungspotenzial, Belastbarkeit, Qualifikation und notwendige Anpassungen berücksichtigen
Nennen Sie die zentralen Aufgabenbereiche bei „Ergotherapeutische Aufgaben“ (2 Punkte)
  • Mögliche Aufgaben sind Arbeits- und Berufsanamnese, Fähigkeits- und Anforderungsanalyse, Arbeitserprobung, Bildungs- und Begleitplanung, Arbeitsplatzanpassung, Training lebenspraktischer und arbeitsbezogener Fähigkeiten, Gruppenangebote, Beratung sowie Begleitung auf Außenarbeitsplätzen
  • Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt werden durch Praktika, ausgelagerte Arbeitsplätze und Jobcoaching vorbereitet
Charakterisieren Sie „Kritische Reflexion“ (2 Punkte)
  • Werkstattarbeit kann Struktur, soziale Zugehörigkeit und Tätigkeit ermöglichen, zugleich aber Separation verfestigen
  • Ziele und Übergangsmöglichkeiten müssen regelmäßig gemeinsam mit der beschäftigten Person überprüft werden
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „WfbM: typischer Verlauf“ (3 Punkte)
  • Im Eingangsverfahren wird geklärt, ob die Werkstatt die geeignete Leistung ist und welche Bereiche infrage kommen
  • Im Berufsbildungsbereich werden berufliche Grundfähigkeiten, Persönlichkeit, Orientierung und arbeitsbezogene Kompetenzen entwickelt
  • Im Arbeitsbereich erfolgt Beschäftigung mit individueller Förderung
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Typischer Verlauf: Bedeutung“ (2 Punkte)
  • Förder- oder Tagesstrukturangebote richten sich an Menschen, die die Zugangsvoraussetzungen des Arbeitsbereichs nicht erfüllen
  • Ihre rechtliche und organisatorische Ausgestaltung ist vom jeweiligen Angebot zu unterscheiden
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“ (2 Punkte)
  • Auftrag und gesetzlicher Begriff Die gesetzliche Bezeichnung lautet weiterhin „Werkstatt für behinderte Menschen“
  • In personenzentrierter Sprache wird häufig von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesprochen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“ (2 Punkte)
  • Nach § 219 SGB IX dienen sie der Teilhabe am Arbeitsleben und der Eingliederung für Menschen, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können
  • Typischer Verlauf Im Eingangsverfahren wird geklärt, ob die Werkstatt die geeignete Leistung ist und welche Bereiche infrage kommen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“ (2 Punkte)
  • Im Berufsbildungsbereich werden berufliche Grundfähigkeiten, Persönlichkeit, Orientierung und arbeitsbezogene Kompetenzen entwickelt
  • Im Arbeitsbereich erfolgt Beschäftigung mit individueller Förderung
Unterscheiden Sie Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich einer WfbM (3 Punkte)
  • Förder- oder Tagesstrukturangebote richten sich an Menschen, die die Zugangsvoraussetzungen des Arbeitsbereichs nicht erfüllen
  • Ihre rechtliche und organisatorische Ausgestaltung ist vom jeweiligen Angebot zu unterscheiden
  • Arbeit zwischen Rehabilitation und Produktion Werkstätten bearbeiten reale Aufträge und müssen Qualität sowie Termine sichern
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“ (3 Punkte)
  • Gleichzeitig sind sie Rehabilitationseinrichtungen
  • Wirtschaftlicher Druck darf individuelle Förderung, Gesundheit und Selbstbestimmung nicht verdrängen
  • Arbeitsangebote sollen Interessen, Entwicklungspotenzial, Belastbarkeit, Qualifikation und notwendige Anpassungen berücksichtigen
Erläutern Sie den Transfer bei „Werkstatt für behinderte Menschen: Eingangsverfahren, Berufsbildung und Arbeitsbereich“ (1 Punkt)
  • Ergotherapeutische Aufgaben Mögliche Aufgaben sind Arbeits- und Berufsanamnese, Fähigkeits- und Anforderungsanalyse, Arbeitserprobung, Bildungs- und Begleitplanung, Arbeitsplatzanpassung, Training lebenspraktischer und arbeitsbezogener Fähigkeiten, Gruppenangebote, Beratung sowie Begleitung auf Außenarbeitsplätzen
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Sicherheitsaspekt“ (3 Punkte)
  • Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt werden durch Praktika, ausgelagerte Arbeitsplätze und Jobcoaching vorbereitet
  • Kritische Reflexion Werkstattarbeit kann Struktur, soziale Zugehörigkeit und Tätigkeit ermöglichen, zugleich aber Separation verfestigen
  • Ziele und Übergangsmöglichkeiten müssen regelmäßig gemeinsam mit der beschäftigten Person überprüft werden
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - WfbM.pdf, 14.07.2026

Handout WfbM - Ashley, Josephine, Lara, Lisa, Sarah.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Arbeitstherapie und Arbeitsrehabilitation (WfbM).pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Produktivität und Teilhabe am Arbeitsleben (WfbM).pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Fallbeispiel BBB.pdf, 14.07.2026

Befragung, Beobachtung und Testverfahren
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Befragung“ (3 Punkte)
  • Wenig strukturierte Befragungen lassen Raum für individuelle Erzählungen, sind aber schwerer zu vergleichen
  • Teilstrukturierte Interviews sichern Schlüsselfragen und erlauben Vertiefungen
  • Standardisierte Befragungen verwenden feste Formulierungen und Antwortmöglichkeiten und sind besser wiederholbar
Definieren Sie „Testverfahren“ (3 Punkte)
  • Tests verwenden festgelegte Durchführung und Auswertung
  • Sie können einzelne Fähigkeiten vergleichbar erfassen, bilden aber reale Arbeit oft nur ausschnittweise ab
  • Gütekriterien wie Objektivität, Zuverlässigkeit und Gültigkeit bestimmen die Aussagekraft
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Methodenkombination“ (2 Punkte)
  • Eine belastbare Einschätzung entsteht durch Triangulation: Selbstbericht, Beobachtung, Arbeitsprobe, standardisiertes Verfahren und Kontextinformation ergänzen sich
  • Die Methode wird nach Fragestellung gewählt, nicht weil ein Bogen verfügbar ist
Quellen

2024-12-13 PPP Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

PPP gesamt.pdf, 14.07.2026

Arbeitsunterweisung planen
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Vorbereitung der Aufgabe“ (3 Punkte)
  • Eine Arbeitsunterweisung beginnt mit der Analyse der Aufgabe: Welches Ergebnis wird erwartet?
  • Welche Teilschritte, Werkzeuge, Materialien und Sicherheitsregeln sind nötig?
  • Welche Fehler sind wahrscheinlich und woran erkennt die lernende Person ein gutes Ergebnis?
Charakterisieren Sie „Voraussetzungen der Person“ (2 Punkte)
  • Vorerfahrung, Interessen, Sprache, Wahrnehmung, Motorik, Aufmerksamkeit und Belastbarkeit werden berücksichtigt
  • Daraus werden ein konkretes Lernziel und der passende Unterstützungsgrad abgeleitet
Charakterisieren Sie „Unterweisung gestalten“ (3 Punkte)
  • Informationen werden übersichtlich, handlungsnah und in einer sinnvollen Reihenfolge angeboten
  • Medien können Musterstück, Bilderfolge, Piktogramme, Markierungen, Checkliste oder Video sein
  • Sie ergänzen die Handlung und ersetzen nicht unnötig das eigene Denken
Charakterisieren Sie „Arbeitsplatz vorbereiten“ (3 Punkte)
  • Material und Werkzeug werden auf Vollständigkeit und Funktion geprüft
  • Der Arbeitsplatz ist sicher, übersichtlich und frei von unnötigen Reizen
  • Ein guter Aufbau macht richtige Handlung wahrscheinlicher, ohne alle Entscheidungen vorwegzunehmen
Charakterisieren Sie „Grundhaltung“ (2 Punkte)
  • An Bekanntes anknüpfen, die Person aktiv einbeziehen, Verständnis statt Auswendiglernen fördern, ausreichend Zeit geben und Fortschritte konkret rückmelden
  • Eingriffe erfolgen früh bei Gefahr, ansonsten so spät wie fachlich vertretbar
Quellen

2025-03-27 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Arbeitsunterweisung.pdf, 14.07.2026

Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation
Fragen und Antworten
Definieren Sie „Begriffe und Schwerpunkte“ fachlich präzise (4 Punkte)
  • Arbeitstherapie nutzt ausgewählte Arbeitsaufgaben als therapeutisches Mittel
  • Im Vordergrund stehen unter anderem Grundarbeitsfähigkeiten, Arbeitsverhalten, Belastbarkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und die Entwicklung einer tragfähigen Arbeitsrolle
  • Arbeitstraining übt Anforderungen gezielter und arbeitsnäher
  • Aufgaben werden geplant gesteigert, bis eine bestimmte Tätigkeit, ein Arbeitsbereich oder eine reale berufliche Anforderung bewältigt werden kann
Unterscheiden Sie „Unterschiede nicht als starre Grenzen verstehen“ anhand fachlicher Kriterien (3 Punkte)
  • Die Bereiche überschneiden sich
  • Entscheidend sind Auftrag, Zielgruppe, Setting, Leistungsträger, Nähe zum allgemeinen Arbeitsmarkt und die Rolle der beteiligten Berufsgruppen
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bringen insbesondere Betätigungsanalyse, Anpassung von Aufgabe und Umwelt, klientenzentrierte Zielarbeit sowie das Training konkreter Handlungen ein
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Qualitätsmerkmale“ (3 Punkte)
  • Arbeitsbezogene Angebote sollen freiwillig, nachvollziehbar und zielbezogen sein
  • Sie dürfen institutionelle Produktion nicht als Therapie ausgeben
  • Kriterien sind eine individuelle Indikation, angemessene Anforderungen, Sicherheit, Mitsprache, beobachtbarer Lerngewinn, faire Rückmeldung und ein klarer Bezug zur angestrebten Teilhabe
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“ (3 Punkte)
  • Begriffe und Schwerpunkte Arbeitstherapie nutzt ausgewählte Arbeitsaufgaben als therapeutisches Mittel
  • Im Vordergrund stehen unter anderem Grundarbeitsfähigkeiten, Arbeitsverhalten, Belastbarkeit, Selbstständigkeit, soziale Kompetenzen und die Entwicklung einer tragfähigen Arbeitsrolle
  • Arbeitstraining übt Anforderungen gezielter und arbeitsnäher
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“ (3 Punkte)
  • Aufgaben werden geplant gesteigert, bis eine bestimmte Tätigkeit, ein Arbeitsbereich oder eine reale berufliche Anforderung bewältigt werden kann
  • Arbeitsrehabilitation ist der umfassendere Prozess
  • Sie verbindet medizinische, psychosoziale, pädagogische, technische und berufliche Leistungen, damit Beschäftigung aufgenommen, erhalten oder wiedererlangt werden kann
Beschreiben Sie die Anwendung von „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“ (3 Punkte)
  • Dazu gehören Diagnostik, Qualifizierung, Arbeitsplatzanpassung, Beratung, Erprobung, Vermittlung und Nachbetreuung
  • Unterschiede nicht als starre Grenzen verstehen Die Bereiche überschneiden sich
  • Entscheidend sind Auftrag, Zielgruppe, Setting, Leistungsträger, Nähe zum allgemeinen Arbeitsmarkt und die Rolle der beteiligten Berufsgruppen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“ (3 Punkte)
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bringen insbesondere Betätigungsanalyse, Anpassung von Aufgabe und Umwelt, klientenzentrierte Zielarbeit sowie das Training konkreter Handlungen ein
  • Qualitätsmerkmale Arbeitsbezogene Angebote sollen freiwillig, nachvollziehbar und zielbezogen sein
  • Sie dürfen institutionelle Produktion nicht als Therapie ausgeben
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Arbeitstherapie, Arbeitstraining und Arbeitsrehabilitation“ (1 Punkt)
  • Kriterien sind eine individuelle Indikation, angemessene Anforderungen, Sicherheit, Mitsprache, beobachtbarer Lerngewinn, faire Rückmeldung und ein klarer Bezug zur angestrebten Teilhabe
Quellen

Handout ATHV - arbeitstherapeutisch arbeitende Berufsgruppen.pdf, 14.07.2026

Handout ATHV - Unterscheidungsmerkmale therapeutischer Ansätze.pdf, 14.07.2026

Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen
Fragen und Antworten
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Grundidee der RPK“ (2 Punkte)
  • Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen verbinden medizinische, psychosoziale und berufliche Rehabilitation in einem abgestimmten Prozess
  • Sie richten sich an Menschen mit erheblichen psychischen Beeinträchtigungen, für die eine rein ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine Krankenhausbehandlung nicht mehr erforderlich ist
Charakterisieren Sie „Biopsychosoziale und lebensweltnahe Ausrichtung“ (3 Punkte)
  • Grundlage ist ein individueller Rehabilitationsplan
  • Psychische Stabilisierung, selbstständige Lebensführung, soziale Kompetenzen und berufliche Perspektive werden gemeinsam betrachtet
  • Leistungen finden je nach Einrichtung stationär oder ganztägig ambulant statt und sollen früh das persönliche und berufliche Umfeld einbeziehen
Charakterisieren Sie „Berufliche Bestandteile“ (2 Punkte)
  • Dazu gehören Eignungs- und Interessenklärung, Belastungserprobung, Training von Grundarbeitsfähigkeiten, berufliche Orientierung, Praktika, Unterstützung bei Bewerbungen und die Vorbereitung weiterer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Betriebe und regionale Dienste werden einbezogen
Charakterisieren Sie „Rolle der Ergotherapie“ bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (4 Punkte)
  • Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
  • Eine Diagnose allein begründet weder Eignung noch Nichteignung
Charakterisieren Sie „RPK: Rolle der Ergotherapie“ (3 Punkte)
  • Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (2 Punkte)
  • Grundidee der RPK Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen verbinden medizinische, psychosoziale und berufliche Rehabilitation in einem abgestimmten Prozess
  • Sie richten sich an Menschen mit erheblichen psychischen Beeinträchtigungen, für die eine rein ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine Krankenhausbehandlung nicht mehr erforderlich ist
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (3 Punkte)
  • Biopsychosoziale und lebensweltnahe Ausrichtung Grundlage ist ein individueller Rehabilitationsplan
  • Psychische Stabilisierung, selbstständige Lebensführung, soziale Kompetenzen und berufliche Perspektive werden gemeinsam betrachtet
  • Leistungen finden je nach Einrichtung stationär oder ganztägig ambulant statt und sollen früh das persönliche und berufliche Umfeld einbeziehen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (2 Punkte)
  • Berufliche Bestandteile Dazu gehören Eignungs- und Interessenklärung, Belastungserprobung, Training von Grundarbeitsfähigkeiten, berufliche Orientierung, Praktika, Unterstützung bei Bewerbungen und die Vorbereitung weiterer Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Betriebe und regionale Dienste werden einbezogen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (2 Punkte)
  • Rolle der Ergotherapie Ergotherapie erhebt Betätigungs- und Arbeitsfähigkeit, trainiert Alltag und Arbeit, gestaltet realitätsnahe Aufgaben, unterstützt Selbststeuerung und Rückfallprävention und passt Umweltbedingungen an
  • Im multiprofessionellen Team werden Beobachtungen transparent ausgetauscht, ohne die Person auf Diagnose oder Defizite zu reduzieren
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen“ (2 Punkte)
  • Aufnahme, Ausschlusskriterien und Kostenträger werden sozialmedizinisch im Einzelfall geprüft
  • Eine Diagnose allein begründet weder Eignung noch Nichteignung
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - RPK.pdf, 14.07.2026

Handout RPK - Mara, Anna, Helene, Michelle, Emmi, Lena.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Arbeitstherapie und Arbeitsrehabilitation (RPK).pdf, 14.07.2026

Arbeitstherapeutischer Befund, Dokumentation und ICF
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Sichtbarer und testbarer Befund“ (4 Punkte)
  • Der sichtbare Befund beschreibt unmittelbar Wahrnehmbares, soweit es für die Fragestellung relevant ist: Auftreten, Hilfsmittel, Ausdrucksverhalten, Bewegungsbesonderheiten oder Umgang mit dem Arbeitsplatz
  • Persönliche Merkmale werden nicht ohne fachlichen Grund bewertet
  • Der testbare Befund bezieht sich auf zuvor festgelegte arbeitsbezogene Merkmale
  • Er nennt Methode, Instrument, Situation, Aufgabe, beobachtetes Verhalten, Ergebnis und Bewertung
Definieren Sie den Begriff „Dokumentationsschema“ (2 Punkte)
  • Ein nachvollziehbarer Eintrag nennt Fragestellung, Methode, Situation, beobachtetes Verhalten, Arbeitsergebnis, Art und Umfang der Unterstützung sowie fachliche Bewertung und Unsicherheiten
  • Tatsachen, Deutungen und Diagnosen bleiben getrennt
Definieren Sie den Begriff „ICF-Bezug“ (4 Punkte)
  • ICF-Kategorien können die Einordnung unterstützen
  • Ein Qualifier beschreibt den Ausprägungsgrad eines Problems, ersetzt aber nicht die konkrete Beobachtung
  • Kontextfaktoren und Bedingungen werden mitdokumentiert
  • Eine Kategorie wie Gewissenhaftigkeit wird nicht aus einem einzelnen Fehler abgeleitet
Definieren Sie den Begriff „Sprache“ (3 Punkte)
  • Dokumentation ist sachlich, respektvoll und prüfbar. „Verweigert“ wird nur verwendet, wenn eine bewusste Ablehnung geklärt ist
  • Häufig ist „begann trotz wiederholter Aufforderung nicht“ die präzisere Beobachtung
  • Diagnosen, Vermutungen und Tatsachen werden klar getrennt
Quellen

PPP gesamt.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Befunderhebung (Folie 130 - 134).pdf, 14.07.2026

Hinweise Nutzung Tabelle.pdf, 14.07.2026

Vier-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 1: vorbereiten“ (3 Punkte)
  • Kontakt und Befinden werden geklärt
  • Ziel, Arbeitsaufgabe, Material und Sicherheitsregeln werden verständlich eingeführt
  • Vorkenntnisse werden aktiviert
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 2: erklärend vormachen“ (3 Punkte)
  • Der Gesamtablauf wird zunächst sichtbar gemacht
  • Danach werden wichtige Einzelschritte demonstriert und mit den Fragen Was, Wie und Warum erklärt
  • Kernaussagen und Kontrollpunkte werden hervorgehoben
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 3: nachmachen und üben“ (3 Punkte)
  • Die lernende Person führt die Aufgabe selbst aus
  • Sie erhält Zeit, Fehler zu entdecken und Lösungswege zu erproben
  • Unterstützung wird nur so weit gegeben, wie sie für Sicherheit und Lernfortschritt nötig ist
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufe 4: ermutigend abschließen“ (3 Punkte)
  • Richtiges Vorgehen und Fortschritte werden konkret benannt
  • Zuerst wird Qualität gesichert, danach können Tempo oder Menge gesteigert werden
  • Nächste Übungsschritte und Hilfen werden vereinbart
Leiten Sie aus „Therapeutische Anpassung“ Konsequenzen für die ergotherapeutische Praxis ab (4 Punkte)
  • Das Modell eignet sich für klar strukturierte praktische Aufgaben
  • Bei Menschen, die von zu viel Vormachen abhängig werden, kann es Selbstständigkeit begrenzen
  • Dann werden Demonstration verkürzt, Fragen ergänzt oder leittextgestützte Verfahren gewählt
  • Die vier Stufen lassen sich in Einstiegs-, Aktiv- und Abschlussphase einer Therapieeinheit einordnen
Quellen

2025-04-02 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Ergonomie“ (3 Punkte)
  • Das Wort Ergonomie verbindet griechisch *érgon* für Werk oder Arbeit mit *nómos* für Regel oder Ordnung
  • Ergonomie gestaltet Arbeit so, dass Anforderungen, Fähigkeiten und Grenzen des Menschen zusammenpassen
  • Sie betrifft Körper, Wahrnehmung, Kognition, Organisation und soziale Bedingungen
Definieren Sie den Begriff „Analyseebenen“ (3 Punkte)
  • Arbeitsphysiologisch werden Haltung, Kraft, Bewegungsumfang, Wiederholung, Greifräume, Lasten, Pausen und Ermüdung betrachtet
  • Arbeitspsychologisch sind Aufmerksamkeit, Entscheidungsdichte, Zeitdruck, Unterbrechungen, Handlungsspielraum und Rückmeldung wichtig
  • Arbeitssoziologisch werden Rollen, Kommunikation, Hierarchie, Teamklima, Anerkennung und Teilhabe einbezogen
Charakterisieren Sie „Beispiel Bildschirmarbeitsplatz“ (6 Punkte)
  • Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
  • Häufiger Haltungswechsel ist wichtiger als eine vermeintlich perfekte starre Haltung
Charakterisieren Sie „Behinderungsspezifische Anpassung“ (2 Punkte)
  • Anpassungen können Arbeitsmittel, Griffverdickungen, Einhandlösungen, Lehren, Positionierungshilfen, visuelle Markierungen, Software, Zeitstruktur, Aufgabenverteilung oder räumliche Veränderungen betreffen
  • Eine Anpassung ist gut, wenn sie Sicherheit und Selbstständigkeit erhöht, die Aufgabe nicht unnötig entwertet und von der Person akzeptiert und zuverlässig genutzt wird
Charakterisieren Sie „Bildschirmarbeitsplatz: ergonomische Kernanforderungen“ (5 Punkte)
  • Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“ (3 Punkte)
  • Ergonomie Das Wort Ergonomie verbindet griechisch *érgon* für Werk oder Arbeit mit *nómos* für Regel oder Ordnung
  • Ergonomie gestaltet Arbeit so, dass Anforderungen, Fähigkeiten und Grenzen des Menschen zusammenpassen
  • Sie betrifft Körper, Wahrnehmung, Kognition, Organisation und soziale Bedingungen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“ (3 Punkte)
  • Analyseebenen Arbeitsphysiologisch werden Haltung, Kraft, Bewegungsumfang, Wiederholung, Greifräume, Lasten, Pausen und Ermüdung betrachtet
  • Arbeitspsychologisch sind Aufmerksamkeit, Entscheidungsdichte, Zeitdruck, Unterbrechungen, Handlungsspielraum und Rückmeldung wichtig
  • Arbeitssoziologisch werden Rollen, Kommunikation, Hierarchie, Teamklima, Anerkennung und Teilhabe einbezogen
Beschreiben Sie die Anwendung von „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“ (4 Punkte)
  • Beispiel Bildschirmarbeitsplatz Ein geeigneter Bildschirmarbeitsplatz ermöglicht wechselnde, aufrechte Haltungen
  • Füße stehen sicher auf, Sitzhöhe und Tischhöhe passen zueinander, Unterarme können entspannt aufliegen
  • Tastatur und Maus liegen nah am Körper
  • Der Bildschirm steht frontal, ausreichend entfernt und mit der oberen sichtbaren Zeile ungefähr auf Augenhöhe
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“ (3 Punkte)
  • Blendung und Spiegelung werden vermieden
  • Häufiger Haltungswechsel ist wichtiger als eine vermeintlich perfekte starre Haltung
  • Behinderungsspezifische Anpassung Anpassungen können Arbeitsmittel, Griffverdickungen, Einhandlösungen, Lehren, Positionierungshilfen, visuelle Markierungen, Software, Zeitstruktur, Aufgabenverteilung oder räumliche Veränderungen betreffen
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung“ (1 Punkt)
  • Eine Anpassung ist gut, wenn sie Sicherheit und Selbstständigkeit erhöht, die Aufgabe nicht unnötig entwertet und von der Person akzeptiert und zuverlässig genutzt wird
Quellen

Handout ATHV - Ergonomische Gestaltung PC-Arbeitsplatz.pdf, 14.07.2026

2025-03-11 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Berufliches Trainingszentrum
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zielgruppe und Ziel“ (2 Punkte)
  • Berufliche Trainingszentren richten sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bereits berufliche Erfahrungen oder eine Ausbildung besitzen und nach einer Krankheitsphase wieder in Arbeit zurückkehren oder sich neu orientieren wollen
  • Eine ausreichende medizinische Stabilität und grundsätzliche Belastbarkeit sind erforderlich
Definieren Sie den Begriff „Trainingsinhalte“ (3 Punkte)
  • Zu Beginn werden berufliche Vorgeschichte, Interessen, Ressourcen, Einschränkungen und aktuelle Anforderungen geklärt
  • Es folgen arbeitsnahe Trainings, Belastungsaufbau, Qualifizierung, Bewerbungsunterstützung und betriebliche Erprobung
  • Fachliche Fähigkeiten werden mit Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Kommunikation, Umgang mit Kritik und Selbstorganisation verbunden
Erläutern Sie den ergotherapeutischen Beitrag bei „Berufliches Trainingszentrum“ (3 Punkte)
  • Ergotherapie analysiert Arbeitshandlungen, beobachtet Leistungs- und Arbeitsverhalten, entwickelt Anpassungen und unterstützt die Übertragung in betriebliche Situationen
  • Rückmeldungen sollen konkret, respektvoll und nachvollziehbar sein
  • Ziel ist nicht bloß ein höheres Arbeitstempo, sondern eine tragfähige Passung zwischen Person, Tätigkeit und Arbeitsumfeld
Definieren Sie den Begriff „Übergang“ (2 Punkte)
  • Ein BTZ ist kein dauerhafter Arbeitsplatz
  • Die Maßnahme soll zu einer realistischen beruflichen Perspektive führen, zum Beispiel Rückkehr in den bisherigen Beruf, innerbetriebliche Umsetzung, Qualifizierung, Umschulung oder Aufnahme einer anderen Beschäftigung
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Berufliches Trainingszentrum“ (2 Punkte)
  • Zielgruppe und Ziel Berufliche Trainingszentren richten sich vor allem an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die bereits berufliche Erfahrungen oder eine Ausbildung besitzen und nach einer Krankheitsphase wieder in Arbeit zurückkehren oder sich neu orientieren wollen
  • Eine ausreichende medizinische Stabilität und grundsätzliche Belastbarkeit sind erforderlich
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Berufliches Trainingszentrum“ (2 Punkte)
  • Trainingsinhalte Zu Beginn werden berufliche Vorgeschichte, Interessen, Ressourcen, Einschränkungen und aktuelle Anforderungen geklärt
  • Es folgen arbeitsnahe Trainings, Belastungsaufbau, Qualifizierung, Bewerbungsunterstützung und betriebliche Erprobung
Beschreiben Sie die Anwendung von „Berufliches Trainingszentrum“ (2 Punkte)
  • Fachliche Fähigkeiten werden mit Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, Ausdauer, Kommunikation, Umgang mit Kritik und Selbstorganisation verbunden
  • Ergotherapeutischer Beitrag Ergotherapie analysiert Arbeitshandlungen, beobachtet Leistungs- und Arbeitsverhalten, entwickelt Anpassungen und unterstützt die Übertragung in betriebliche Situationen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Berufliches Trainingszentrum“ (3 Punkte)
  • Rückmeldungen sollen konkret, respektvoll und nachvollziehbar sein
  • Ziel ist nicht bloß ein höheres Arbeitstempo, sondern eine tragfähige Passung zwischen Person, Tätigkeit und Arbeitsumfeld
  • Übergang Ein BTZ ist kein dauerhafter Arbeitsplatz
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Berufliches Trainingszentrum“ (1 Punkt)
  • Die Maßnahme soll zu einer realistischen beruflichen Perspektive führen, zum Beispiel Rückkehr in den bisherigen Beruf, innerbetriebliche Umsetzung, Qualifizierung, Umschulung oder Aufnahme einer anderen Beschäftigung
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BTZ.pdf, 14.07.2026

Handout - Berufliches Trainingszentrum - Clara, Lea, Florentine.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Prod. und Teilh. am Arbeits. (RPK, BTZ, BBW, BFW).pdf, 14.07.2026

MELBA: Fähigkeitsprofil, Anforderungsprofil und Profilvergleich
Fragen und Antworten
Erläutern Sie die Kernaussagen von „Grundprinzip“ (3 Punkte)
  • MELBA bedeutet „Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit“
  • Das Verfahren beschreibt arbeitsrelevante Fähigkeiten einer Person und Anforderungen einer Tätigkeit mit denselben Merkmalen
  • Dadurch wird ein Profilvergleich möglich
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Fünf Merkmalsgruppen“ (2 Punkte)
  • Die 29 Merkmale sind kognitiven, sozialen, psychomotorischen, arbeitsausführungsbezogenen sowie kulturtechnisch-kommunikativen Bereichen zugeordnet
  • Beispiele sind Auffassung, Aufmerksamkeit, Problemlösen, Kontaktfähigkeit, Teamarbeit, Antrieb, Ausdauer, Sorgfalt, Feinmotorik, Lesen, Schreiben und Rechnen
Charakterisieren Sie „Drei Profile“ (4 Punkte)
  • Das Fähigkeitsprofil beschreibt beobachtete Ressourcen und Einschränkungen
  • Das Anforderungsprofil beschreibt die Tätigkeit, nicht die Person
  • Der Profilvergleich zeigt Übereinstimmungen und Abweichungen
  • Daraus können Training, Anpassung oder eine andere Aufgabenwahl abgeleitet werden
Ordnen Sie „Bewertung“ fachlich ein bei „MELBA: Fähigkeitsprofil, Anforderungsprofil“ (3 Punkte)
  • Die Ausprägung wird auf einer fünfstufigen Skala dargestellt
  • Werte sind keine Diagnosen und beweisen nicht, warum eine Leistung gelingt oder misslingt
  • Für jedes Merkmal braucht es geeignete Beobachtungssituationen und eine nachvollziehbare Begründung
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Anwendung und Grenze“ (3 Punkte)
  • MELBA eignet sich zur Dokumentation, Zielplanung und Verlaufsdarstellung
  • Berufliche Entscheidungen sollen nicht aus einem einzelnen Profilvergleich entstehen
  • Selbstbild, Motivation, Gesundheit, Umwelt, Interessen und reale Erprobung bleiben zusätzlich erforderlich
Quellen

Beschreibung MELBA-Items.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt MELBA-Kategorien - MELBA-Merkmale.pdf, 14.07.2026

MELBA - Anforderungsprofil.pdf, 14.07.2026

MELBA - Erhebungs- und Dokumentationsbogen Anforderungen.pdf, 14.07.2026

MELBA - Erhebungs- und Dokumentationsbogen Fähigkeiten.pdf, 14.07.2026

MELBA - Fähigkeitsprofil.pdf, 14.07.2026

MELBA - Profilvergleich.pdf, 14.07.2026

MELBA - Profilwerte.pdf, 14.07.2026

Leittextgestütztes Lernen
Fragen und Antworten
Erläutern Sie „Grundidee“ bei „Leittextgestütztes Lernen“ (2 Punkte)
  • Leittextgestütztes Lernen fördert selbstständige Planung und Handlungskompetenz
  • Ein Leittext stellt Auftrag, Informationen, Leitfragen und Planungshilfen bereit, ohne jeden Arbeitsschritt vorzugeben
Charakterisieren Sie „Kreis der vollständigen Handlung“ (2 Punkte)
  • Die lernende Person informiert sich, plant, entscheidet, führt aus, kontrolliert und bewertet
  • Die Therapeutin oder der Therapeut gestaltet die Lernumgebung, klärt Sicherheitsgrenzen und unterstützt durch Fragen
Charakterisieren Sie „Aufbau eines Leittextes“ (3 Punkte)
  • Ein guter Leittext enthält einen verständlichen Auftrag, Qualitätskriterien, verfügbare Materialien, Sicherheitsregeln, Informationsquellen und Leitfragen
  • Planungs- und Kontrollhilfen können Checklisten, Skizzen oder Tabellen sein
  • Die Sprache und Menge werden an Lesefähigkeit und kognitive Belastbarkeit angepasst
Charakterisieren Sie „Rolle der Reflexion“ (6 Punkte)
  • Nach der Durchführung werden Ergebnis und Vorgehen verglichen
  • Was war geplant?
  • Was wurde verändert?
  • Welche Fehler wurden erkannt?
  • Welche Strategie wird beim nächsten Mal übernommen?
  • Dadurch wird nicht nur ein Produkt hergestellt, sondern Lernen bewusst gemacht
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Eignung und Grenze“ (4 Punkte)
  • Die Methode verlangt ein Mindestmaß an Lesen, Planen und Selbststeuerung
  • Sie kann vereinfacht, visualisiert oder in Partnerarbeit eingesetzt werden
  • Wenn Überforderung entsteht, ist mehr Struktur sinnvoll
  • Vollständige Eigenständigkeit ist kein Selbstzweck
Quellen

Handout ATHV - leittextgestütztes Lernen.pdf, 14.07.2026

2025-03-27 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse
Fragen und Antworten
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Zweck der Arbeitsanalyse“ (3 Punkte)
  • Arbeitsanalyse beschreibt eine Tätigkeit unabhängig von einer bestimmten Person
  • Sie klärt, was getan wird, unter welchen Bedingungen und mit welchen Anforderungen
  • Erst danach wird geprüft, wie die Fähigkeiten einer Person dazu passen
Erklären Sie Funktion und fachlichen Zweck von „Person und Aufgabe nicht vermischen“ (3 Punkte)
  • Ein fehlerhaftes Ergebnis beweist nicht unmittelbar eine bestimmte Fähigkeitsschwäche
  • Ursachen können eine unklare Anleitung, ungeeignetes Material, Ablenkung, Angst, fehlende Erfahrung, Schmerzen oder eine nicht barrierefreie Umgebung sein
  • Deshalb werden Aufgabe, Situation, beobachtbares Verhalten und Interpretation getrennt dokumentiert
Definieren Sie den Begriff „Profilgedanke“ (4 Punkte)
  • Aus der Analyse entsteht ein Anforderungsprofil
  • Es kann mit einem Fähigkeitsprofil verglichen werden
  • Abweichungen zeigen Ansatzpunkte für Training, Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassung oder eine andere Aufgabenwahl
  • Eine einzelne Beobachtung reicht für weitreichende berufliche Entscheidungen nicht aus
Ordnen Sie „Arbeitsanalyse: systematisches Vorgehen“ fachlich ein (5 Punkte)
  • Auftrag und erwartetes Ergebnis bestimmen
  • Gesamtablauf und sinnvolle Teilschritte beschreiben
  • Arbeitsmittel, Material, Arbeitsplatz und Sicherheitsregeln erfassen
  • Anforderungen an Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Kommunikation, Ausdauer und Selbststeuerung bestimmen
  • Qualitäts-, Mengen- und Zeitvorgaben benennen. typische Fehler, Gefahren und Kontrollpunkte festlegen
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“ (8 Punkte)
  • Zweck der Arbeitsanalyse Arbeitsanalyse beschreibt eine Tätigkeit unabhängig von einer bestimmten Person
  • Sie klärt, was getan wird, unter welchen Bedingungen und mit welchen Anforderungen
  • Erst danach wird geprüft, wie die Fähigkeiten einer Person dazu passen
  • Systematisches Vorgehen 1
  • Auftrag und erwartetes Ergebnis bestimmen
  • 2
  • Gesamtablauf und sinnvolle Teilschritte beschreiben
  • 3
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“ (8 Punkte)
  • Arbeitsmittel, Material, Arbeitsplatz und Sicherheitsregeln erfassen
  • 4
  • Anforderungen an Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Kommunikation, Ausdauer und Selbststeuerung bestimmen
  • 5
  • Qualitäts-, Mengen- und Zeitvorgaben benennen
  • 6. typische Fehler, Gefahren und Kontrollpunkte festlegen
  • 7
  • Möglichkeiten zur Vereinfachung, Steigerung und Anpassung entwickeln
Beschreiben Sie die Anwendung von „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“ (3 Punkte)
  • Person und Aufgabe nicht vermischen Ein fehlerhaftes Ergebnis beweist nicht unmittelbar eine bestimmte Fähigkeitsschwäche
  • Ursachen können eine unklare Anleitung, ungeeignetes Material, Ablenkung, Angst, fehlende Erfahrung, Schmerzen oder eine nicht barrierefreie Umgebung sein
  • Deshalb werden Aufgabe, Situation, beobachtbares Verhalten und Interpretation getrennt dokumentiert
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Arbeitsanalyse und Anforderungsanalyse“ (4 Punkte)
  • Profilgedanke Aus der Analyse entsteht ein Anforderungsprofil
  • Es kann mit einem Fähigkeitsprofil verglichen werden
  • Abweichungen zeigen Ansatzpunkte für Training, Hilfsmittel, Arbeitsplatzanpassung oder eine andere Aufgabenwahl
  • Eine einzelne Beobachtung reicht für weitreichende berufliche Entscheidungen nicht aus
Quellen

Arbeitsfähigkeitenkreis (Arbeitsplanung, berufsspez. Fähigkeiten, handw.-tech. Verständnis, Kreativität, Kulturtechniken, lebenspraktische Fähigkeiten, logisch-analytisches Denken, räumliches Vorstellu.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Befunderhebung (Folie 130 - 134).pdf, 14.07.2026

Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Berufsbildungswerk“ (3 Punkte)
  • Berufsbildungswerke unterstützen überwiegend junge Menschen mit Behinderungen bei beruflicher Orientierung, Vorbereitung und Erstausbildung
  • Neben fachlicher Ausbildung stehen Wohnen, Alltag, Gesundheit, soziale Entwicklung und Übergang in Beschäftigung im Blick
  • Je nach Bedarf arbeiten Ausbildung, Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik und Therapie zusammen
Definieren Sie den Begriff „Berufsförderungswerk“ (2 Punkte)
  • Berufsförderungswerke richten sich überwiegend an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können
  • Angebote umfassen Abklärung, Vorbereitung, Qualifizierung, Umschulung und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg
Nennen Sie zentrale Aspekte von „Ergotherapeutische Aufgaben“ bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“ (2 Punkte)
  • Mögliche Aufgaben sind Funktions- und Betätigungsbefund, Analyse von Ausbildungs- und Arbeitsanforderungen, Training arbeitsrelevanter Fähigkeiten, ergonomische Beratung, Hilfsmittelversorgung, Arbeitsplatzanpassung und Unterstützung bei Selbstorganisation
  • Entscheidend ist die enge Abstimmung mit Ausbildungspersonal und Betrieb
Unterscheiden Sie „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk: Abgrenzung“ anhand fachlicher Kriterien (3 Punkte)
  • BBW und BFW sind keine bloßen Schulen
  • Sie erbringen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter rehabilitativen Bedingungen
  • Art, Dauer und Finanzierung richten sich nach individuellem Bedarf und Entscheidung des zuständigen Rehabilitationsträgers
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“ (3 Punkte)
  • Berufsbildungswerk Berufsbildungswerke unterstützen überwiegend junge Menschen mit Behinderungen bei beruflicher Orientierung, Vorbereitung und Erstausbildung
  • Neben fachlicher Ausbildung stehen Wohnen, Alltag, Gesundheit, soziale Entwicklung und Übergang in Beschäftigung im Blick
  • Je nach Bedarf arbeiten Ausbildung, Psychologie, Medizin, Sozialpädagogik und Therapie zusammen
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“ (2 Punkte)
  • Berufsförderungswerk Berufsförderungswerke richten sich überwiegend an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können
  • Angebote umfassen Abklärung, Vorbereitung, Qualifizierung, Umschulung und Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg
Beschreiben Sie die Anwendung von „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“ (2 Punkte)
  • Ergotherapeutische Aufgaben Mögliche Aufgaben sind Funktions- und Betätigungsbefund, Analyse von Ausbildungs- und Arbeitsanforderungen, Training arbeitsrelevanter Fähigkeiten, ergonomische Beratung, Hilfsmittelversorgung, Arbeitsplatzanpassung und Unterstützung bei Selbstorganisation
  • Entscheidend ist die enge Abstimmung mit Ausbildungspersonal und Betrieb
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Berufsbildungswerk und Berufsförderungswerk“ (3 Punkte)
  • Abgrenzung BBW und BFW sind keine bloßen Schulen
  • Sie erbringen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben unter rehabilitativen Bedingungen
  • Art, Dauer und Finanzierung richten sich nach individuellem Bedarf und Entscheidung des zuständigen Rehabilitationsträgers
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BBW.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - BFW.pdf, 14.07.2026

Handout Berufsbildungswerk - Frau Petzold, Aniela, Maria.pdf, 14.07.2026

Handout Berufsförderungswerk - Sifen, Paula, Sebastian.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Prod. und Teilh. am Arbeits. (RPK, BTZ, BBW, BFW).pdf, 14.07.2026

IDA: standardisierte Arbeitsproben
Fragen und Antworten
Erklären Sie den Zweck von „IDA: standardisierte Arbeitsproben“ (3 Punkte)
  • IDA ist ein Instrumentarium zur Diagnostik von Arbeitsfähigkeiten
  • Es umfasst standardisierte Arbeitsproben und ist inhaltlich auf MELBA abgestimmt
  • Beobachtet werden arbeitsrelevante Schlüsselqualifikationen unter definierten Bedingungen
Definieren Sie „Standardisierung“ bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“ (3 Punkte)
  • Für jede Arbeitsprobe sind Material, Aufbau, Instruktion, Sicherheitsregeln und Beobachtung festgelegt
  • Abweichungen von der Standarddurchführung werden dokumentiert, weil sie die Vergleichbarkeit beeinflussen
  • Vor Beginn wird geprüft, ob die Aufgabe gesundheitlich und sprachlich geeignet ist
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“ (3 Punkte)
  • Nicht nur das Endprodukt zählt
  • Relevant sind Aufgabenverständnis, Planung, Umgang mit Material, Fehlerkontrolle, Ausdauer, Tempo, Qualität, Hilfebedarf und Verhalten bei Schwierigkeiten
  • Die Dokumentation trennt Durchführung, Beobachtung und Bewertung
Definieren Sie „Interpretation“ bei „IDA: standardisierte Arbeitsproben“ (5 Punkte)
  • IDA liefert eine strukturierte Leistungssituation, aber keinen vollständigen Nachweis beruflicher Eignung
  • Testerfahrung, Angst, Motivation, Schmerzen und die ungewohnte Umgebung können Ergebnisse beeinflussen
  • Ergebnisse werden mit Anamnese, realer Arbeitserprobung und den Zielen der Person verbunden
  • Konkrete Arbeitsproben und Originalauswertungen sind geschützte Instrumentbestandteile
  • Für eine fachgerechte Anwendung sind Manual, Material und Schulung maßgeblich
Quellen

IDA - allgemeine Erklärungen.pdf, 14.07.2026

IDA - allgemeine Instruktion.pdf, 14.07.2026

IDA - Dokumentation Aufgabenbearbeitung.pdf, 14.07.2026

Bewertungskriterien Vorstellung IDA.pdf, 14.07.2026

Handlungsorientiertes Training und Arbeitslernen
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Handlungskompetenz“ (2 Punkte)
  • Handlungskompetenz verbindet fachliche, methodische, soziale und persönliche Fähigkeiten
  • Eine Person soll eine Aufgabe nicht nur mechanisch ausführen, sondern verstehen, planen, kontrollieren, mit anderen abstimmen und bei Veränderungen angemessen reagieren
Definieren Sie den Begriff „Trainingsgestaltung“ (4 Punkte)
  • Arbeitslernen beginnt mit bedeutungsvollen, überschaubaren Aufgaben
  • Anforderungen werden transparent gemacht und nach und nach erweitert
  • Variationen verhindern, dass nur ein einzelner Ablauf auswendig gelernt wird
  • Teamaufgaben fördern Kommunikation, Verantwortungsübernahme und gegenseitige Abstimmung
Definieren Sie „Rückmeldung“ bei „Handlungsorientiertes Training und Arbeitslernen“ (4 Punkte)
  • Feedback bezieht sich auf beobachtbares Verhalten und Ergebnis
  • Es beginnt mit Selbsteinschätzung: Was ist gelungen?
  • Wo trat Unsicherheit auf?
  • Danach ergänzt die therapeutische Rückmeldung konkrete Beispiele und einen nächsten Handlungsschritt
Definieren Sie „Generalisierung“ (3 Punkte)
  • Transfer wird geplant, nicht vorausgesetzt
  • Eine Fähigkeit wird in unterschiedlichen Materialien, Räumen, Zeiten und sozialen Situationen erprobt
  • Hilfen werden nach Möglichkeit so gestaltet, dass sie auch am späteren Arbeitsplatz verfügbar sind
Charakterisieren Sie „Arbeitsrolle“ (2 Punkte)
  • Zum Arbeitslernen gehören auch Pünktlichkeit, Vorbereitung, Pausen, Umgang mit Fehlern, Rückfragen, Arbeitsschutz und Abschluss der Aufgabe
  • Diese Aspekte werden nicht als Charaktereigenschaften bewertet, sondern als erlernbare Bestandteile einer Arbeitsrolle
Quellen

Arbeitspädagogischer Beobachtungs- und Bearbeitungsbogen.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Arbeitsunterweisung.pdf, 14.07.2026

Arbeitsblatt Fallbeispiel BBB.pdf, 14.07.2026

Der Arbeitsfähigkeitenkreis
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Aufbau“ (4 Punkte)
  • Der Arbeitsfähigkeitenkreis ordnet arbeitsbezogene Fähigkeiten in einen sozioemotionalen und einen instrumentellen Anteil
  • Er unterstützt eine breite, nicht nur leistungsbezogene Betrachtung
  • Der sozioemotionale Anteil umfasst den Bereich des Selbstbildes, emotionale Fähigkeiten und soziale Fähigkeiten
  • Dazu gehören etwa realistisches Selbstbild, Selbstständigkeit, Antrieb, Frustrationstoleranz, Kontakt, Kooperation, Kritikfähigkeit und Teamarbeit
Beschreiben Sie die Anwendung von „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (4 Punkte)
  • Der Kreis ist eine Denk- und Beobachtungshilfe, kein standardisierter Test
  • Für ein ausgewähltes Merkmal werden eine konkrete Arbeitssituation, beobachtbare Kriterien und mögliche Einflussfaktoren festgelegt
  • Allgemeine Urteile wie „unmotiviert“ werden vermieden
  • Stattdessen wird beschrieben, wann die Person beginnt, wie viel Unterstützung sie benötigt und wie lange sie an der Aufgabe bleibt
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Nutzen und Grenze“ (4 Punkte)
  • Das Modell verhindert, dass Arbeit nur auf Tempo und Produktmenge reduziert wird
  • Es macht Ressourcen und Förderbereiche sichtbar
  • Die Begriffe müssen jedoch für jede Aufgabe operationalisiert werden
  • Sonst bleiben Einschätzungen subjektiv und schwer vergleichbar
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (3 Punkte)
  • Aufbau Der Arbeitsfähigkeitenkreis ordnet arbeitsbezogene Fähigkeiten in einen sozioemotionalen und einen instrumentellen Anteil
  • Er unterstützt eine breite, nicht nur leistungsbezogene Betrachtung
  • Der sozioemotionale Anteil umfasst den Bereich des Selbstbildes, emotionale Fähigkeiten und soziale Fähigkeiten
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (3 Punkte)
  • Dazu gehören etwa realistisches Selbstbild, Selbstständigkeit, Antrieb, Frustrationstoleranz, Kontakt, Kooperation, Kritikfähigkeit und Teamarbeit
  • Der instrumentelle Anteil umfasst elementare und spezielle Fähigkeiten
  • Elementar sind beispielsweise Arbeitsqualität, Ausdauer, Belastbarkeit, Konzentration, Sorgfalt, Pünktlichkeit, Geschicklichkeit und Arbeitsplanung
Beschreiben Sie „Anwendung“ bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (2 Punkte)
  • Spezielle Fähigkeiten beziehen sich auf berufsspezifische Kenntnisse, Kulturtechniken, handwerklich-technisches Verständnis, Kreativität, lebenspraktische Fähigkeiten, logisch-analytisches Denken und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Anwendung Der Kreis ist eine Denk- und Beobachtungshilfe, kein standardisierter Test
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (3 Punkte)
  • Für ein ausgewähltes Merkmal werden eine konkrete Arbeitssituation, beobachtbare Kriterien und mögliche Einflussfaktoren festgelegt
  • Allgemeine Urteile wie „unmotiviert“ werden vermieden
  • Stattdessen wird beschrieben, wann die Person beginnt, wie viel Unterstützung sie benötigt und wie lange sie an der Aufgabe bleibt
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Der Arbeitsfähigkeitenkreis“ (4 Punkte)
  • Nutzen und Grenze Das Modell verhindert, dass Arbeit nur auf Tempo und Produktmenge reduziert wird
  • Es macht Ressourcen und Förderbereiche sichtbar
  • Die Begriffe müssen jedoch für jede Aufgabe operationalisiert werden
  • Sonst bleiben Einschätzungen subjektiv und schwer vergleichbar
Quellen

Handout ATHV - Arbeitsfähigkeitenkreis.pdf, 14.07.2026

Arbeitsfähigkeitenkreis (Arbeitsplanung, berufsspez. Fähigkeiten, handw.-tech. Verständnis, Kreativität, Kulturtechniken, lebenspraktische Fähigkeiten, logisch-analytisches Denken, räumliches Vorstellu.pdf, 14.07.2026

Arbeitsfähigkeitenkreis - äußeres Erscheinungsbild.pdf, 14.07.2026

Bsp. Ausarbeitung Arbeitsfähigkeitenkreis - äußeres Erscheinungsbild.pdf, 14.07.2026

Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz
Fragen und Antworten
Definieren Sie den Begriff „Inklusionsbetriebe“ (4 Punkte)
  • Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Nach § 215 SGB IX beschäftigen sie einen erheblichen Anteil besonders betroffener schwerbehinderter Menschen
  • Gesetzlich sind mindestens 30 Prozent vorgesehen, in der Regel nicht mehr als 50 Prozent
  • Sie bieten nach § 216 SGB IX Beschäftigung, Gesundheitsförderung, arbeitsbegleitende Betreuung und bei Bedarf Weiterbildung
Unterscheiden Sie „Unterschied zur Werkstatt“ anhand fachlicher Kriterien (3 Punkte)
  • Beschäftigte im Inklusionsbetrieb haben reguläre Arbeitsverträge
  • Der Betrieb muss am Markt bestehen und zugleich geeignete Unterstützung organisieren
  • Eine Werkstatt ist dagegen eine besondere Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit einem anderen Rechtsstatus der Beschäftigten
Definieren Sie den Begriff „Zuverdienst“ (3 Punkte)
  • Zuverdienstangebote ermöglichen niedrigschwellige, zeitlich flexible und häufig gering entlohnte Tätigkeit für Menschen, die eine reguläre Beschäftigung vorübergehend oder dauerhaft nicht bewältigen
  • Ziele können Tagesstruktur, soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Belastungserprobung sein
  • Sie sind nicht automatisch Inklusionsbetriebe und rechtlich unterschiedlich organisiert
Charakterisieren Sie „Außenarbeitsplatz und Jobcoaching“ (3 Punkte)
  • Auf einem Außenarbeitsplatz arbeitet eine werkstattbeschäftigte Person in einem Betrieb, behält aber zunächst ihren Werkstattstatus
  • Jobcoaching unterstützt direkt am Arbeitsplatz: Aufgaben werden erklärt, Hilfen angepasst, Kolleginnen und Kollegen beraten und Unterstützung schrittweise reduziert
  • Ziel ist eine stabile Tätigkeit und, wenn möglich, der Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Inklusionsbetriebe Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes
  • Nach § 215 SGB IX beschäftigen sie einen erheblichen Anteil besonders betroffener schwerbehinderter Menschen
  • Gesetzlich sind mindestens 30 Prozent vorgesehen, in der Regel nicht mehr als 50 Prozent
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Sie bieten nach § 216 SGB IX Beschäftigung, Gesundheitsförderung, arbeitsbegleitende Betreuung und bei Bedarf Weiterbildung
  • Unterschied zur Werkstatt Beschäftigte im Inklusionsbetrieb haben reguläre Arbeitsverträge
  • Der Betrieb muss am Markt bestehen und zugleich geeignete Unterstützung organisieren
Beschreiben Sie die Anwendung von „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“ (2 Punkte)
  • Eine Werkstatt ist dagegen eine besondere Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben mit einem anderen Rechtsstatus der Beschäftigten
  • Zuverdienst Zuverdienstangebote ermöglichen niedrigschwellige, zeitlich flexible und häufig gering entlohnte Tätigkeit für Menschen, die eine reguläre Beschäftigung vorübergehend oder dauerhaft nicht bewältigen
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“ (3 Punkte)
  • Ziele können Tagesstruktur, soziale Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Belastungserprobung sein
  • Sie sind nicht automatisch Inklusionsbetriebe und rechtlich unterschiedlich organisiert
  • Außenarbeitsplatz und Jobcoaching Auf einem Außenarbeitsplatz arbeitet eine werkstattbeschäftigte Person in einem Betrieb, behält aber zunächst ihren Werkstattstatus
Nennen Sie Qualitätskriterien für „Inklusionsbetrieb, Zuverdienst und Außenarbeitsplatz“ (2 Punkte)
  • Jobcoaching unterstützt direkt am Arbeitsplatz: Aufgaben werden erklärt, Hilfen angepasst, Kolleginnen und Kollegen beraten und Unterstützung schrittweise reduziert
  • Ziel ist eine stabile Tätigkeit und, wenn möglich, der Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis
Quellen

Arbeitsblatt Aufgabenfelder ATHV - Inklusionsbetrieb.pdf, 14.07.2026

Handout Inklusionsbetrieb - Amelie, Natalie, Marvin, Sina, Lukas.pdf, 14.07.2026

Buchauszug - ATH und Arbeitsreha. (Inklusionsunternehmen).pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Produktivität und Teilhabe am Arbeitsleben (WfbM).pdf, 14.07.2026

LFP und arbeitspädagogischer Beobachtungsbogen
Fragen und Antworten
Charakterisieren Sie „Lübecker Fähigkeitenprofil“ (5 Punkte)
  • Das LFP wurde als Beobachtungshilfe für die ergotherapeutische Arbeit mit stationär behandelten psychiatrischen Patientinnen und Patienten entwickelt
  • Es soll Fähigkeiten möglichst wertfrei beschreiben, Veränderungen abbilden, Behandlungsplanung unterstützen und Befunde besser kommunizierbar machen
  • Es existieren Kurz- und Langversionen
  • Merkmale werden über definierte Ausprägungsgrade eingeschätzt
  • Rahmenbedingungen und besondere Beobachtungen werden ergänzt
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Arbeitspädagogischer Beobachtungsbogen“ (2 Punkte)
  • Der arbeitspädagogische Beobachtungs- und Bewertungsbogen ordnet Beobachtungen unter anderem Persönlichkeit, Sozialverhalten, Lernen und Konzentration, Arbeitsverhalten, Arbeitsleistung und Belastungsfähigkeit zu
  • Er wird insbesondere in werkstattbezogenen Kontexten verwendet
Beurteilen Sie die zentralen Grenzen und Risiken bei „Gemeinsamkeiten und Grenzen“ (6 Punkte)
  • Beide Instrumente strukturieren Beobachtung
  • Sie ersetzen weder konkrete Tätigkeitsanalyse noch Gespräch und Selbstbewertung
  • Eine Zahl ohne Beispielsituation ist wenig aussagekräftig
  • Nicht beobachtbare Merkmale werden als nicht beurteilbar gekennzeichnet und nicht aus Vermutungen ergänzt
  • Instrumente dürfen nur in der vorgesehenen Version und nach ihren Anwendungshinweisen genutzt werden
  • Lerntexte vermitteln deshalb Prinzipien, nicht vollständige Originalbögen
Quellen

2025-02-05 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

LFP - Arbeitsblatt Merkmale.pdf, 14.07.2026

LFP - Lang- und Kurzversion.pdf, 14.07.2026

Arbeitspädagogischer Beobachtungs- und Bearbeitungsbogen.pdf, 14.07.2026

2025-12-02 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Behandlungsplanung, Transfer und Jobcoaching
Fragen und Antworten
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Von Befund zu Maßnahme“ (3 Punkte)
  • Behandlungsplanung verbindet Teilhabeproblem, Befund, Ziel, Methode, Dosierung und Evaluation
  • Für jede Maßnahme muss erkennbar sein, warum sie das vereinbarte Ziel unterstützt
  • Eine handwerkliche Aufgabe ist nicht automatisch passend, nur weil sie Arbeitsverhalten sichtbar macht
Definieren Sie den Begriff „Jobcoaching“ (4 Punkte)
  • Jobcoaching findet arbeitsplatznah statt
  • Der reale Arbeitsauftrag, betriebliche Abläufe und das soziale Umfeld werden einbezogen
  • Coach und beschäftigte Person analysieren Schwierigkeiten, passen Aufgaben oder Hilfen an und klären Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegium
  • Unterstützung wird schrittweise zurückgenommen
Charakterisieren Sie „Transfer und Nachsorge“ (3 Punkte)
  • Erfolge im Therapieraum gelten erst dann als beruflich relevant, wenn sie unter realen Bedingungen tragfähig sind
  • Praktika, Belastungserprobung, Außenarbeitsplätze und stufenweise Wiedereingliederung können Transfer ermöglichen
  • Nachsorge prüft, ob Anpassungen funktionieren und ob neue Belastungen entstanden sind
Definieren Sie „Abschluss“ (2 Punkte)
  • Ein Abschlussbericht beschreibt erreichte Fähigkeiten, verbleibende Einschränkungen, wirksame Bedingungen und konkrete Empfehlungen
  • Er vermeidet absolute Prognosen und macht die Grenzen der Beobachtung deutlich
Quellen

Fallbeispiel Arbeitsunterweisung.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Befunderhebung (Folie 130 - 134).pdf, 14.07.2026

Buchauszug - Produktivität und Teilhabe am Arbeitsleben (WfbM).pdf, 14.07.2026

Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Stufenweise Wiedereingliederung“ (4 Punkte)
  • Die stufenweise Wiedereingliederung führt arbeitsunfähige Menschen nach längerer Erkrankung schrittweise an ihre bisherige Tätigkeit heran
  • Sie bleibt eine medizinische Rehabilitationsleistung und setzt ärztliche Feststellung, Zustimmung der betroffenen Person und Mitwirkung des Arbeitgebers voraus
  • Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 74 SGB V und § 44 SGB IX
  • Ein Plan beschreibt Zeitraum, tägliche Arbeitszeit, zunächst mögliche Tätigkeiten, zu vermeidende Belastungen und Steigerungsstufen
Charakterisieren Sie „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ (3 Punkte)
  • Das BEM nach § 167 Absatz 2 SGB IX ist ein betriebliches Klärungsverfahren für Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren
  • Es soll Arbeitsunfähigkeit überwinden, erneuter Erkrankung vorbeugen und den Arbeitsplatz erhalten
  • Die Teilnahme ist freiwillig und datenschutzsensibel
Erläutern Sie den ergotherapeutischen Beitrag bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“ (3 Punkte)
  • Ergotherapie kann konkrete Arbeitsanforderungen, Belastungsverlauf, Pausenbedarf, Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassungen beschreiben
  • Empfehlungen müssen tätigkeitsbezogen sein
  • Eine starre Steigerung nur nach Zeit ist ungeeignet, wenn die Qualität, Symptomreaktion oder Erholung nicht mitbeobachtet wird
Erläutern Sie den Grundgedanken von „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“ (2 Punkte)
  • Stufenweise Wiedereingliederung Die stufenweise Wiedereingliederung führt arbeitsunfähige Menschen nach längerer Erkrankung schrittweise an ihre bisherige Tätigkeit heran
  • Sie bleibt eine medizinische Rehabilitationsleistung und setzt ärztliche Feststellung, Zustimmung der betroffenen Person und Mitwirkung des Arbeitgebers voraus
Beschreiben Sie die Beobachtung bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“ (4 Punkte)
  • Rechtsgrundlagen sind insbesondere § 74 SGB V und § 44 SGB IX
  • Ein Plan beschreibt Zeitraum, tägliche Arbeitszeit, zunächst mögliche Tätigkeiten, zu vermeidende Belastungen und Steigerungsstufen
  • Währenddessen besteht in der Regel weiterhin Arbeitsunfähigkeit
  • Der Verlauf wird geprüft und bei Bedarf angepasst oder beendet
Beschreiben Sie die Anwendung von „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“ (3 Punkte)
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement Das BEM nach § 167 Absatz 2 SGB IX ist ein betriebliches Klärungsverfahren für Beschäftigte, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren
  • Es soll Arbeitsunfähigkeit überwinden, erneuter Erkrankung vorbeugen und den Arbeitsplatz erhalten
  • Die Teilnahme ist freiwillig und datenschutzsensibel
Unterscheiden Sie zentrale Ausprägungen bei „Stufenweise Wiedereingliederung und betriebliches Eingliederungsmanagement“ (3 Punkte)
  • Ergotherapeutischer Beitrag Ergotherapie kann konkrete Arbeitsanforderungen, Belastungsverlauf, Pausenbedarf, Hilfsmittel und Arbeitsplatzanpassungen beschreiben
  • Empfehlungen müssen tätigkeitsbezogen sein
  • Eine starre Steigerung nur nach Zeit ist ungeeignet, wenn die Qualität, Symptomreaktion oder Erholung nicht mitbeobachtet wird
Quellen

2025-04-29 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

OSA und klientenzentrierte Selbsteinschätzung
Fragen und Antworten
Erklären Sie den fachlichen Kern von „Grundlage“ (6 Punkte)
  • Das Occupational Self Assessment ist ein klientenzentriertes Selbsteinschätzungsinstrument auf Grundlage des Model of Human Occupation
  • Es betrachtet Betätigungsfähigkeit, Gewohnheiten, Motivation und Umwelt aus Sicht der Person
  • Volition beschreibt Interessen, Werte und das Erleben eigener Wirksamkeit
  • Habituation umfasst Rollen, Gewohnheiten und Tagesstruktur
  • Performanz bezieht sich auf die Ausführung von Tätigkeiten
  • Die Umwelt kann unterstützen oder behindern
Beschreiben Sie „Ablauf“ bei „OSA und klientenzentrierte Selbsteinschätzung“ (3 Punkte)
  • Die Person bewertet alltagsbezogene Aussagen zunächst nach eigener Ausführung und anschließend nach persönlicher Wichtigkeit
  • Danach priorisiert sie wenige Veränderungswünsche
  • Das ausgefüllte Instrument wird gemeinsam besprochen und in Ziele sowie Behandlungsstrategien übersetzt
Charakterisieren Sie „Haltung der Therapeutin oder des Therapeuten“ (4 Punkte)
  • Das OSA ist eine Selbstbewertung
  • Erläuterungen sollen Verständnis sichern, aber Antworten nicht lenken
  • Abweichungen zwischen Selbstbild und Beobachtung werden exploriert, nicht korrigiert
  • Die Sicht der Person bleibt eine eigenständige Datenquelle
Begründen Sie die fachliche Bedeutung von „Arbeitsbezogener Nutzen“ (2 Punkte)
  • Auch wenn viele Items den gesamten Alltag betreffen, können Rollen, Tagesablauf, Zielorientierung, Konzentration, Problemlösen und Nutzung eigener Fähigkeiten für berufliche Teilhabe bedeutsam sein
  • Das OSA ersetzt keine spezifische Arbeitsplatz- oder Leistungsdiagnostik
Quellen

OSA - Handreichung.pdf, 14.07.2026

OSA - Bedeutungsbeschreibung der Items.pdf, 14.07.2026

2025-12-02 Unterrichtsinhalt.pdf, 14.07.2026

Klientenzentrierte Ziele mit SMART und COAST
Fragen und Antworten
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Zielhierarchie“ (5 Punkte)
  • Das Rehabilitationsziel beschreibt die übergeordnete Teilhabeperspektive
  • Ein Richtziel grenzt den ergotherapeutischen Schwerpunkt ein
  • Grobziele beschreiben größere Handlungsschritte
  • Feinziele formulieren beobachtbare Ergebnisse einer überschaubaren Phase oder Therapieeinheit
  • Ziele beschreiben das angestrebte Ergebnis, nicht die Maßnahme. „Herr X übt Arbeitsplanung“ ist eine Intervention. „Herr X plant die benötigten Materialien vor Beginn vollständig“ ist ein Ergebnis
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „SMART“ (2 Punkte)
  • SMART prüft, ob ein Ziel spezifisch, messbar, akzeptiert beziehungsweise erreichbar, relevant beziehungsweise realistisch und terminiert ist
  • Die Buchstaben sind eine Prüfhilfe, kein Ersatz für die gemeinsame Entscheidung
Definieren Sie den Begriff „COAST“ (1 Punkt)
  • COAST strukturiert ergotherapeutische Handlungsziele über Client, Occupation, Assistance level, Specific conditions und Timeline: Person, konkrete Betätigung, Unterstützungsgrad, Bedingungen und Zeitraum
Nennen Sie die zentralen Aspekte von „Gute Formulierung“ (4 Punkte)
  • Ein gutes Ziel nennt nur die Merkmale, die wirklich Schwerpunkt sind
  • Selbstständigkeit, Tempo, Qualität und Ausdauer sind unterschiedliche Dimensionen
  • Sie werden nicht unbemerkt in einem Ziel vermischt
  • Beispiel: „Frau M. stellt innerhalb von zwei Wochen zu Beginn einer bekannten Montageaufgabe mit einer schriftlichen Checkliste alle Materialien vollständig und ohne verbale Hilfe bereit.“
Quellen

PPP gesamt.pdf, 14.07.2026

Fallarbeit: vom Befund zur Planung
Fragen und Antworten
Charakterisieren Sie „Beispielhafte Denkweise“ (2 Punkte)
  • Wenn eine Person Anweisungen nicht vollständig umsetzt, sind mehrere Hypothesen möglich: Sprachverständnis, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Regelverständnis, Angst, unklare Instruktion oder eine eigene Problemlösestrategie
  • Eine gute Fallbearbeitung entscheidet nicht vorschnell, sondern plant Situationen, die Hypothesen unterscheidbar machen
Beschreiben Sie das fachliche Vorgehen bei „Bildungs- und Begleitplanung“ (2 Punkte)
  • In beruflichen Bildungsbereichen werden Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Überprüfungstermine zusammengeführt
  • Arbeitsfähigkeiten, lebenspraktische Fähigkeiten, soziale Teilhabe und berufliche Perspektive können gleichrangig bedeutsam sein
Begründen Sie die fachlichen Anforderungen bei „Datenschutz und Respekt“ (4 Punkte)
  • Falltexte enthalten nur notwendige Informationen
  • Biografische Belastungen werden nicht aus Neugier ausführlich wiederholt
  • Die Person wird nicht durch Diagnose oder Fehlverhalten definiert
  • Auch bei schulischen Fallbeispielen bleibt die Sprache fachlich und respektvoll
Quellen

Arbeitsblatt Fallbeispiel BBB.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Befunderhebung (Folie 130 - 134).pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Herr Burmann (psychische Behinderung) - Aufgabenstellung Anamnese.pdf, 14.07.2026

Fallbeispiel Julius (psychische Behinderung) - Aufgabenstellung Anamnese.pdf, 14.07.2026

NEigene Notizen

Alle internen Fundstellen

Quiz wird geladen.