Einordnung
Umweltfaktoren können fördern oder behindern. Dazu gehören Produkte und Technik, natürliche und gebaute Umwelt, Unterstützung und Beziehungen, Einstellungen sowie Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze.
Fachlicher Kern
Materielle und soziale Umwelt
Umweltfaktoren umfassen Produkte und Technologien, natürliche und bauliche Bedingungen, Unterstützung und Beziehungen, Einstellungen sowie Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze. Derselbe Faktor kann je nach Person und Situation fördernd, neutral oder hindernd wirken.
Veränderbare Bedingungen
Für die Ergotherapie sind Umweltfaktoren besonders wichtig, weil Anpassungen oft unmittelbar handlungswirksam werden. Beispiele sind Griffverdickungen, Tagesstruktur, reizärmere Räume, verständliche Anleitungen, verlässliche Unterstützung oder veränderte organisatorische Abläufe.
Ergotherapeutische Anwendung
Ergotherapeutische Intervention kann deshalb auch Anpassung, Hilfsmittel, Beratung, Umfeldgestaltung und Barriereabbau sein.
Leitfragen
- Welche Umweltbedingung erleichtert oder verhindert die Tätigkeit konkret?
- Ist der Faktor dauerhaft, situationsabhängig oder veränderbar?
- Welche Anpassung lässt sich mit vertretbarem Aufwand erproben?
Dokumentation und Verlauf
Umweltfaktoren werden nicht nur benannt, sondern in ihrer Wirkung beschrieben. Förderfaktor oder Barriere beziehen sich immer auf eine konkrete Aktivität oder Teilhabesituation.
Grenzen und Fehlerquellen
Die Bewertung erfolgt aus der Perspektive der konkreten Person und Situation.
Die Umwelt darf weder als alleinige Ursache noch als bloßer Hintergrund behandelt werden. Ihre Wirkung entsteht im Zusammenspiel mit Person, Aufgabe und Zeitpunkt.