ICF

Funktionsfähigkeit, Aktivität, Teilhabe und Umwelt in einem gemeinsamen Bezugsrahmen.

14 Kapitel111 UnterthemenStand 13. Juli 2026

Einleitung und Grenze

Lernorientierte Sekundärdarstellung. Für verbindliche Kategorien, Kodes und Qualifikatoren gilt ausschließlich die amtliche deutschsprachige ICF-Fassung. In Deutschland ist weiterhin die Fassung von 2005 gültig.

Quellen und Literatur

International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF)

World Health Organization

Ausgabe oder Version
WHO-Fassung
Jahr
2001
Herausgabe
World Health Organization
Abruf
13. Juli 2026

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ICF – Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Ausgabe oder Version
Deutschsprachige Fassung, Stand 2005
Jahr
2005; Onlineinformation 2026
Herausgabe
BfArM
Abruf
13. Juli 2026

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01 ICF als Orientierungssystem 8 Unterthemen
Kern

Die ICF ordnet nicht nur ein Gesundheitsproblem, sondern betrachtet, wie Körperfunktionen und Körperstrukturen, Aktivitäten, Teilhabe und Umweltbedingungen zusammenwirken. Der Ausgangspunkt bleibt die konkrete Lebenssituation einer Person.

Anwendung

Ergotherapeutisch wird gefragt, was eine Person tun möchte oder tun muss, was dabei gelingt, was erschwert ist und welche Bedingungen verändert werden können.

Grenze

benennt Krankheiten und Störungen. Die beschreibt Funktionsfähigkeit und Behinderung im Lebenszusammenhang.

Einordnung

Die ICF ordnet nicht nur ein Gesundheitsproblem, sondern betrachtet, wie Körperfunktionen und Körperstrukturen, Aktivitäten, Teilhabe und Umweltbedingungen zusammenwirken. Der Ausgangspunkt bleibt die konkrete Lebenssituation einer Person.

Fachlicher Kern

Ordnungsbereiche der ICF?

Die ICF verbindet einen vorhandenen Gesundheitszustand mit Körperfunktionen und Körperstrukturen, Aktivitäten, Teilhabe und Kontextfaktoren. Sie beschreibt damit nicht nur, was medizinisch diagnostiziert wurde, sondern wie sich Gesundheit im konkreten Leben zeigt. Die Komponenten werden gleichzeitig betrachtet; keine Komponente erklärt die anderen automatisch.

Von der Diagnose zur Alltagssituation

Aus derselben Diagnose können sehr unterschiedliche Handlungsprobleme entstehen. Eine Person kann körperlich ähnlich beeinträchtigt sein wie eine andere und dennoch andere Rollen, Gewohnheiten, Hilfen und Umweltbarrieren haben. Für die Ergotherapie wird deshalb die konkrete Betätigungssituation zum Ausgangspunkt.

Ergotherapeutische Anwendung

Ergotherapeutisch wird gefragt, was eine Person tun möchte oder tun muss, was dabei gelingt, was erschwert ist und welche Bedingungen verändert werden können.

Leitfragen

  • Welche Betätigung ist für die Person bedeutsam oder notwendig?
  • Welche Körper-, Aktivitäts-, Teilhabe- und Umweltaspekte wirken zusammen?
  • Welche Ressourcen sind bereits vorhanden und nutzbar?

Dokumentation und Verlauf

Eine knappe ICF-orientierte Darstellung trennt Gesundheitsproblem, beobachtete Funktionsfähigkeit, relevante Kontextfaktoren und die Bedeutung für den Alltag. Vermutete Ursachen werden als Hypothesen gekennzeichnet.

Grenzen und Fehlerquellen

benennt Krankheiten und Störungen. Die beschreibt Funktionsfähigkeit und Behinderung im Lebenszusammenhang.

Die ICF ist kein Diagnoseverfahren und kein fertiger Therapieplan. Sie strukturiert Informationen; Auswahl, Gewichtung und Interpretation bleiben fachliche Aufgaben.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

02 Das Grundmodell 8 Unterthemen
Kern

Die Bereiche der ICF stehen in Wechselwirkung. Eine Einschränkung lässt sich nicht zuverlässig aus der Diagnose allein ableiten. Derselbe Gesundheitszustand kann bei verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Aktivitäten und Teilhabemöglichkeiten führen.

Anwendung

Der Befund verbindet deshalb Körperbezug, Handlung, Lebensbereich und Umwelt. Ursache-Wirkungs-Ketten werden nicht vorschnell behauptet.

Grenze

Querverweise: , , , .

Einordnung

Die Bereiche der ICF stehen in Wechselwirkung. Eine Einschränkung lässt sich nicht zuverlässig aus der Diagnose allein ableiten. Derselbe Gesundheitszustand kann bei verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Aktivitäten und Teilhabemöglichkeiten führen.

Fachlicher Kern

Kein lineares Ursache-Wirkungs-Schema

Das Grundmodell zeigt Wechselwirkungen. Eine Veränderung der Umwelt kann Aktivität ermöglichen, obwohl eine Körperfunktion unverändert bleibt. Umgekehrt kann eine verbesserte Funktion ohne passende Gelegenheit oder Unterstützung folgenlos für die Teilhabe bleiben. Das Modell fordert deshalb vernetztes statt eindimensionales Denken.

Gesundheitsproblem und Komponenten

Das Gesundheitsproblem bildet einen Bezugspunkt, steht aber nicht über den anderen Komponenten. Körperfunktionen und -strukturen, Aktivitäten, Teilhabe und Umweltfaktoren beeinflussen sich wechselseitig. Personbezogene Faktoren gehören zum Modellverständnis, sind in der Klassifikation selbst jedoch nicht mit Kodes ausgearbeitet.

Ergotherapeutische Anwendung

Der Befund verbindet deshalb Körperbezug, Handlung, Lebensbereich und Umwelt. Ursache-Wirkungs-Ketten werden nicht vorschnell behauptet.

Leitfragen

  • Wo liegt die aktuell wichtigste Wechselwirkung?
  • Welche Veränderung hätte wahrscheinlich den größten Alltagseffekt?
  • Welche Annahme muss durch Beobachtung oder Gespräch geprüft werden?

Dokumentation und Verlauf

Hilfreich ist eine kleine Wirkungsübersicht: Ausgangslage, hemmende und fördernde Bedingungen, beobachtete Folgen sowie ein überprüfbarer Veränderungsansatz.

Grenzen und Fehlerquellen

Querverweise: , , , .

Das Schaubild darf nicht als vollständige Erklärung eines Menschen behandelt werden. Es ist eine Denkordnung, keine Abbildung der gesamten Biografie.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

03 Körperfunktionen und Körperstrukturen 8 Unterthemen
Kern

Körperfunktionen bezeichnen physiologische und psychische Funktionen. Körperstrukturen bezeichnen anatomische Teile des Körpers. Schädigungen werden als Abweichungen oder Verluste beschrieben.

Anwendung

Die ergotherapeutische Beobachtung bleibt handlungsbezogen: Eine Kraftminderung ist fachlich relevant, wenn sichtbar wird, wie sie Greifen, Transfer, Selbstversorgung, Arbeit oder Freizeit beeinflusst.

Grenze

Nicht jede Körperabweichung führt automatisch zu einer Aktivitäts- oder Teilhabeeinschränkung.

Einordnung

Körperfunktionen bezeichnen physiologische und psychische Funktionen. Körperstrukturen bezeichnen anatomische Teile des Körpers. Schädigungen werden als Abweichungen oder Verluste beschrieben.

Fachlicher Kern

Funktion und Anatomie trennen

Körperfunktionen bezeichnen physiologische und psychologische Funktionen von Körpersystemen. Körperstrukturen bezeichnen anatomische Teile. Eine Funktionsbeeinträchtigung und eine Strukturveränderung können zusammen auftreten, müssen aber getrennt beschrieben werden, weil sie unterschiedliche Informationen liefern.

Ergotherapeutisch relevante Beispiele

Bei einer Handproblematik können Gelenkstruktur, Beweglichkeit, Kraft, Sensibilität, Schmerz und Koordination betroffen sein. In der Psychiatrie können unter anderem Aufmerksamkeit, Antrieb oder emotionale Funktionen relevant sein. Entscheidend bleibt, welche Bedeutung diese Befunde für konkrete Tätigkeiten haben.

Ergotherapeutische Anwendung

Die ergotherapeutische Beobachtung bleibt handlungsbezogen: Eine Kraftminderung ist fachlich relevant, wenn sichtbar wird, wie sie Greifen, Transfer, Selbstversorgung, Arbeit oder Freizeit beeinflusst.

Leitfragen

  • Welche Funktion oder Struktur wurde tatsächlich untersucht?
  • Wie belastbar ist die Beobachtung oder Messung?
  • Welche konkrete Aktivität wird dadurch erleichtert oder erschwert?

Dokumentation und Verlauf

Dokumentiert werden Befund, Untersuchungsweg, Situation und beobachtete Auswirkung. Ein Funktionsbefund wird nicht automatisch als Erklärung eines Teilhabeproblems dargestellt.

Grenzen und Fehlerquellen

Nicht jede Körperabweichung führt automatisch zu einer Aktivitäts- oder Teilhabeeinschränkung.

Körperbefunde allein reichen nicht für eine ergotherapeutische Gesamtbeurteilung. Aus einer Schädigung lässt sich weder Motivation noch tatsächliche Alltagsteilnahme sicher ableiten.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

04 Aktivität 8 Unterthemen
Kern

Aktivität bezeichnet die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung. Unterschieden werden kann zwischen dem, was unter standardisierten Bedingungen möglich ist, und dem, was im tatsächlichen Alltag ausgeführt wird.

Anwendung

Ergotherapie beobachtet Beginn, Planung, Ausführung, Anpassung, Abschluss und die dafür nötige Unterstützung.

Grenze

Wortlink: .

Einordnung

Aktivität bezeichnet die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung. Unterschieden werden kann zwischen dem, was unter standardisierten Bedingungen möglich ist, und dem, was im tatsächlichen Alltag ausgeführt wird.

Fachlicher Kern

Durchführung von Aufgaben

Aktivität bezeichnet die Durchführung einer Aufgabe oder Handlung. Betrachtet werden kann sowohl, was unter standardisierten oder gedachten Bedingungen möglich wäre, als auch, was im tatsächlichen Lebensumfeld geschieht. Diese beiden Perspektiven dürfen nicht miteinander verwechselt werden.

Kapazität und tatsächliche Durchführung

Eine Person kann eine Handlung in ruhiger Therapiesituation bewältigen und zu Hause dennoch scheitern, etwa wegen Zeitdruck, Ablenkung, fehlender Hilfsmittel oder anderer Anforderungen. Umgekehrt kann eine gut angepasste Umwelt eine schwächere Kapazität wirksam ausgleichen.

Ergotherapeutische Anwendung

Ergotherapie beobachtet Beginn, Planung, Ausführung, Anpassung, Abschluss und die dafür nötige Unterstützung.

Leitfragen

  • Was tut die Person unter realen Bedingungen tatsächlich?
  • Welche Unterstützung, Vorbereitung oder Anpassung ist dabei vorhanden?
  • Was verändert sich, wenn Bedingungen gezielt variiert werden?

Dokumentation und Verlauf

Aktivitätsbeobachtungen nennen Aufgabe, Kontext, Hilfen, Qualität, Zeitbedarf, Sicherheit und Selbstständigkeit. Leistungsfähigkeit und tatsächliche Ausführung werden sprachlich getrennt.

Grenzen und Fehlerquellen

Wortlink: .

Eine einzelne Übung ist nicht automatisch eine alltagsrelevante Aktivität. Die Übertragung in bedeutungsvolle Situationen muss geprüft werden.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

05 Teilhabe 8 Unterthemen
Kern

Teilhabe bezeichnet das Einbezogensein in eine Lebenssituation. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Einzelhandlung technisch gelingt, sondern ob Rollen, Beziehungen, Bildung, Arbeit, Selbstversorgung und gemeinschaftliches Leben tatsächlich erreichbar sind.

Anwendung

Ziele werden dadurch lebensnah: nicht nur Beweglichkeit verbessern, sondern wieder selbst einkaufen, eine Ausbildung fortsetzen oder an einer Gruppe teilnehmen.

Grenze

Teilhabe ist kein bloßes Synonym für Anwesenheit.

Einordnung

Teilhabe bezeichnet das Einbezogensein in eine Lebenssituation. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Einzelhandlung technisch gelingt, sondern ob Rollen, Beziehungen, Bildung, Arbeit, Selbstversorgung und gemeinschaftliches Leben tatsächlich erreichbar sind.

Fachlicher Kern

Einbezogensein in Lebenssituationen

Teilhabe richtet den Blick darauf, wie ein Mensch in bedeutsame Lebensbereiche einbezogen ist. Dazu gehören unter anderem Familie, Bildung, Arbeit, Gemeinschaft, Freizeit und gesellschaftliches Leben. Die subjektive Bedeutung einer Rolle kann nicht allein aus äußerer Anwesenheit abgeleitet werden.

Teilhabe ist mehr als Aktivitätsleistung

Eine Tätigkeit kann technisch gelingen, ohne dass die Person wieder an ihrer früheren Rolle teilhat. Ebenso kann Teilhabe durch Unterstützung möglich sein, obwohl einzelne Aktivitätsschritte nicht selbstständig ausgeführt werden. Ergotherapeutische Zielarbeit muss deshalb Rollen, Zugehörigkeit und Entscheidungsmöglichkeiten einbeziehen.

Ergotherapeutische Anwendung

Ziele werden dadurch lebensnah: nicht nur Beweglichkeit verbessern, sondern wieder selbst einkaufen, eine Ausbildung fortsetzen oder an einer Gruppe teilnehmen.

Leitfragen

  • An welcher Lebenssituation möchte die Person wieder oder anders teilnehmen?
  • Welche Rolle, Beziehung oder Zugehörigkeit ist damit verbunden?
  • Woran würde die Person selbst eine bessere Teilhabe erkennen?

Dokumentation und Verlauf

Teilhabeziele werden konkret an Lebenssituationen gebunden. Dokumentiert werden Bedeutung, aktuelle Form der Beteiligung, gewünschte Veränderung und relevante Bedingungen.

Grenzen und Fehlerquellen

Teilhabe ist kein bloßes Synonym für Anwesenheit.

Teilhabe darf nicht normativ festgelegt werden. Nicht jede gesellschaftlich übliche Rolle ist für jede Person ein gewünschtes Ziel.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

06 Umweltfaktoren 8 Unterthemen
Kern

Umweltfaktoren können fördern oder behindern. Dazu gehören Produkte und Technik, natürliche und gebaute Umwelt, Unterstützung und Beziehungen, Einstellungen sowie Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze.

Anwendung

Ergotherapeutische Intervention kann deshalb auch Anpassung, Hilfsmittel, Beratung, Umfeldgestaltung und Barriereabbau sein.

Grenze

Die Bewertung erfolgt aus der Perspektive der konkreten Person und Situation.

Einordnung

Umweltfaktoren können fördern oder behindern. Dazu gehören Produkte und Technik, natürliche und gebaute Umwelt, Unterstützung und Beziehungen, Einstellungen sowie Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze.

Fachlicher Kern

Materielle und soziale Umwelt

Umweltfaktoren umfassen Produkte und Technologien, natürliche und bauliche Bedingungen, Unterstützung und Beziehungen, Einstellungen sowie Dienste, Systeme und Handlungsgrundsätze. Derselbe Faktor kann je nach Person und Situation fördernd, neutral oder hindernd wirken.

Veränderbare Bedingungen

Für die Ergotherapie sind Umweltfaktoren besonders wichtig, weil Anpassungen oft unmittelbar handlungswirksam werden. Beispiele sind Griffverdickungen, Tagesstruktur, reizärmere Räume, verständliche Anleitungen, verlässliche Unterstützung oder veränderte organisatorische Abläufe.

Ergotherapeutische Anwendung

Ergotherapeutische Intervention kann deshalb auch Anpassung, Hilfsmittel, Beratung, Umfeldgestaltung und Barriereabbau sein.

Leitfragen

  • Welche Umweltbedingung erleichtert oder verhindert die Tätigkeit konkret?
  • Ist der Faktor dauerhaft, situationsabhängig oder veränderbar?
  • Welche Anpassung lässt sich mit vertretbarem Aufwand erproben?

Dokumentation und Verlauf

Umweltfaktoren werden nicht nur benannt, sondern in ihrer Wirkung beschrieben. Förderfaktor oder Barriere beziehen sich immer auf eine konkrete Aktivität oder Teilhabesituation.

Grenzen und Fehlerquellen

Die Bewertung erfolgt aus der Perspektive der konkreten Person und Situation.

Die Umwelt darf weder als alleinige Ursache noch als bloßer Hintergrund behandelt werden. Ihre Wirkung entsteht im Zusammenspiel mit Person, Aufgabe und Zeitpunkt.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

07 Personbezogene Faktoren 8 Unterthemen
Kern

Personbezogene Faktoren gehören zum bio-psycho-sozialen Zusammenhang, sind in der ICF jedoch nicht mit einem eigenen Kategoriensystem klassifiziert. Dazu können Lebensgeschichte, Gewohnheiten, Bildung, Bewältigungsweisen oder persönliche Ziele gehören.

Anwendung

Sie werden beschrieben, ohne Menschen auf Eigenschaften festzulegen oder nicht belegte Zuschreibungen vorzunehmen.

Grenze

Personbezogene Faktoren sind keine Restkategorie für Vermutungen.

Einordnung

Personbezogene Faktoren gehören zum bio-psycho-sozialen Zusammenhang, sind in der ICF jedoch nicht mit einem eigenen Kategoriensystem klassifiziert. Dazu können Lebensgeschichte, Gewohnheiten, Bildung, Bewältigungsweisen oder persönliche Ziele gehören.

Fachlicher Kern

Bedeutsam, aber nicht klassifiziert

Personbezogene Faktoren gehören zum bio-psycho-sozialen Verständnis, sind in der ICF jedoch nicht systematisch kodiert. Dazu können biografische Erfahrungen, Gewohnheiten, Bewältigungsweisen, Bildung, Lebensstil, Interessen und persönliche Wertsetzungen gehören.

Beschreiben statt typisieren

Die Faktoren werden individuell, beobachtungsnah und wertfrei beschrieben. Aussagen wie unmotiviert, schwierig oder uneinsichtig sind keine brauchbaren personbezogenen Befunde. Sinnvoller ist zu dokumentieren, welche Ziele, Erfahrungen oder Erwartungen das Handeln beeinflussen.

Ergotherapeutische Anwendung

Sie werden beschrieben, ohne Menschen auf Eigenschaften festzulegen oder nicht belegte Zuschreibungen vorzunehmen.

Leitfragen

  • Welche biografische oder persönliche Bedeutung hat die Tätigkeit?
  • Welche Gewohnheit oder Strategie trägt zur Bewältigung bei?
  • Welche Zuschreibung muss durch eine konkrete Beschreibung ersetzt werden?

Dokumentation und Verlauf

Personbezogene Faktoren werden als Kontextinformation in Alltagssprache festgehalten und nicht mit selbst erfundenen ICF-Kodes versehen. Quellen der Information werden kenntlich gemacht.

Grenzen und Fehlerquellen

Personbezogene Faktoren sind keine Restkategorie für Vermutungen.

Die Beschreibung darf nicht psychologisieren oder stereotype Erklärungen liefern. Besonders sensible Angaben werden nur erhoben, wenn sie für den Auftrag erforderlich sind.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

08 Codes und Qualifikatoren 8 Unterthemen
Kern

ICF-Kategorien erhalten ihre Bedeutung erst zusammen mit einem Qualifikator. Ein Code ohne nachvollziehbare Beobachtung, Quelle und Kontext bleibt unvollständig.

Anwendung

Für Lern- und Dokumentationszwecke wird zuerst in Alltagssprache beschrieben und anschließend geprüft, ob eine amtliche Kategorie passend ist.

Grenze

Codes werden hier nicht vollständig abgedruckt. Maßgeblich ist die amtliche Fassung des BfArM.

Einordnung

ICF-Kategorien erhalten ihre Bedeutung erst zusammen mit einem Qualifikator. Ein Code ohne nachvollziehbare Beobachtung, Quelle und Kontext bleibt unvollständig.

Fachlicher Kern

Hierarchie und Komponentenkennzeichen

ICF-Kodes sind hierarchisch aufgebaut. Die Buchstaben b, s, d und e verweisen auf Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivitäten und Teilhabe sowie Umweltfaktoren. Mit zunehmender Stellenzahl wird die Kategorie spezifischer. Die genaue Bedeutung ergibt sich aus der amtlichen Systematik.

Qualifikatoren geben Ausprägung an

Ein Kode ohne passenden Qualifikator ist für die praktische Beschreibung unvollständig. Qualifikatoren drücken je nach Komponente Art oder Ausmaß eines Problems beziehungsweise die Wirkung eines Umweltfaktors aus. Bei Aktivitäten und Teilhabe sind insbesondere tatsächliche Durchführung und Kapazität auseinanderzuhalten.

Ergotherapeutische Anwendung

Für Lern- und Dokumentationszwecke wird zuerst in Alltagssprache beschrieben und anschließend geprüft, ob eine amtliche Kategorie passend ist.

Leitfragen

  • Passt die gewählte Kategorie wirklich zur beobachteten Information?
  • Ist die erforderliche Genauigkeit durch den Befund gedeckt?
  • Welcher Qualifikator ist nach amtlicher Anleitung zulässig?

Dokumentation und Verlauf

In Lern- und Falldokumentationen werden Kode, Klartext, Qualifikator und Begründung gemeinsam notiert. Unsicherheit wird sichtbar gelassen und nicht durch scheinbare Genauigkeit verdeckt.

Grenzen und Fehlerquellen

Codes werden hier nicht vollständig abgedruckt. Maßgeblich ist die amtliche Fassung des BfArM.

Dieses Lernbuch ersetzt keine Kodierungsleitlinie. Zahlenbereiche, Sonderregeln und Strukturqualifikatoren werden vor Nutzung in der amtlichen Fassung geprüft.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

09 Befunderhebung 8 Unterthemen
Kern

Eine ICF-orientierte Befunderhebung sammelt Angaben aus Gespräch, Beobachtung, Testung, Fremdanamnese und Dokumenten. Eigenangabe, Beobachtung und fachliche Einordnung werden getrennt.

Anwendung

Das Ergebnis ist ein begründetes Profil aus Ressourcen, Einschränkungen, Umweltbedingungen und bedeutsamen Lebensbereichen.

Grenze

Querverweise: , , Lehrfach Grundlagen der Ergotherapie.

Einordnung

Eine ICF-orientierte Befunderhebung sammelt Angaben aus Gespräch, Beobachtung, Testung, Fremdanamnese und Dokumenten. Eigenangabe, Beobachtung und fachliche Einordnung werden getrennt.

Fachlicher Kern

Vom Anliegen zur geordneten Information

Eine ICF-orientierte Befunderhebung beginnt nicht beim Kode, sondern beim Anliegen und bei bedeutsamen Lebenssituationen. Danach werden passende Informationen zu Funktionen, Aktivitäten, Teilhabe und Kontextfaktoren erhoben. Nicht jede theoretisch mögliche Kategorie muss ausgefüllt werden.

Mehrere Informationsquellen verbinden

Gespräch, Betätigungsbeobachtung, standardisierte Verfahren, Fremdberichte und vorhandene medizinische Befunde ergänzen sich. Widersprüche sind fachlich interessant: Sie können auf unterschiedliche Situationen, Erwartungen oder Belastungen hinweisen und sollten nicht vorschnell geglättet werden.

Ergotherapeutische Anwendung

Das Ergebnis ist ein begründetes Profil aus Ressourcen, Einschränkungen, Umweltbedingungen und bedeutsamen Lebensbereichen.

Leitfragen

  • Welche Frage soll der Befund beantworten?
  • Welche Information stammt aus Selbstbericht, Beobachtung oder Test?
  • Welche Ressource und welche Barriere sind für das Ziel entscheidend?

Dokumentation und Verlauf

Eine übersichtliche Befunddarstellung ordnet nur auftragsrelevante Informationen und hält Quelle, Zeitpunkt und Kontext fest. Daraus werden Arbeitshypothesen und nächste Prüfschritte abgeleitet.

Grenzen und Fehlerquellen

Querverweise: , , Lehrfach Grundlagen der Ergotherapie.

Vollständigkeit bedeutet nicht, jede ICF-Kategorie anzukreuzen. Eine überladene Kodesammlung kann den Blick auf die entscheidenden Handlungszusammenhänge verdecken.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

10 ICF und COPM 8 Unterthemen
Kern

Das COPM beginnt bei den aus Sicht der Person wichtigen Betätigungsproblemen. Die ICF kann diese Anliegen anschließend systematisch in Körper-, Aktivitäts-, Teilhabe- und Umweltbezüge einordnen.

Anwendung

Beide Zugänge ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar: Das COPM ist ein klientenzentriertes Erhebungs- und Ergebnismessverfahren, die ICF eine Klassifikation.

Grenze

Keine COPM-Formulare oder ICF-Codebäume werden auf dieser Seite ersetzt.

Einordnung

Das COPM beginnt bei den aus Sicht der Person wichtigen Betätigungsproblemen. Die ICF kann diese Anliegen anschließend systematisch in Körper-, Aktivitäts-, Teilhabe- und Umweltbezüge einordnen.

Fachlicher Kern

Zwei unterschiedliche Aufgaben

Das COPM ermittelt bedeutsame Betätigungsprobleme und bewertet Veränderung aus Sicht der Person. Die ICF stellt eine gemeinsame Ordnung für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Kontext bereit. Das COPM priorisiert; die ICF strukturiert und verbindet Befunde.

Keine automatische Eins-zu-eins-Zuordnung

Ein COPM-Anliegen kann mehrere ICF-Komponenten und Kategorien berühren. Umgekehrt sagt ein ICF-Kode noch nicht, ob das Thema für die Person bedeutsam ist. Die Verbindung gelingt über die konkrete Tätigkeit und die Lebenssituation, nicht über eine mechanische Übersetzungstabelle.

Ergotherapeutische Anwendung

Beide Zugänge ergänzen sich, sind aber nicht austauschbar: Das COPM ist ein klientenzentriertes Erhebungs- und Ergebnismessverfahren, die ICF eine Klassifikation.

Leitfragen

  • Welches Betätigungsanliegen hat die Person priorisiert?
  • Welche ICF-Komponenten erklären die aktuelle Durchführungssituation?
  • Welche Umweltveränderung oder Fähigkeit soll zuerst bearbeitet werden?

Dokumentation und Verlauf

Dokumentiert werden COPM-Anliegen und Bewertung getrennt von der ICF-Analyse. Anschließend wird nachvollziehbar beschrieben, welche Faktoren für Planung und Verlauf relevant sind.

Grenzen und Fehlerquellen

Keine COPM-Formulare oder ICF-Codebäume werden auf dieser Seite ersetzt.

Die ICF darf das klientenzentrierte Gespräch nicht ersetzen; das COPM darf umgekehrt nicht als vollständiger Funktionsbefund missverstanden werden.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

11 Ziele, Planung und Verlauf 8 Unterthemen
Kern

Aus dem Befund werden priorisierte, beobachtbare und überprüfbare Ziele abgeleitet. Maßnahme, Kontext und gewünschte Alltagswirkung müssen zusammenpassen.

Anwendung

Verlaufskontrolle fragt, was sich in Funktion, Aktivität, Teilhabe oder Umwelt verändert hat und ob diese Veränderung für die Person bedeutsam ist.

Grenze

Ein Ziel ist stärker, wenn Ausgangslage, Bedingung und überprüfbares Ergebnis benannt sind.

Einordnung

Aus dem Befund werden priorisierte, beobachtbare und überprüfbare Ziele abgeleitet. Maßnahme, Kontext und gewünschte Alltagswirkung müssen zusammenpassen.

Fachlicher Kern

Ziele auf mehreren Ebenen

Ein übergeordnetes Ziel kann eine bedeutsame Teilhabesituation betreffen. Darunter liegen konkrete Aktivitätsziele und veränderbare Einflussfaktoren, etwa Funktion, Strategie oder Umwelt. Diese Ebenen werden verbunden, aber nicht vermischt.

Verlauf als Veränderung von Wechselwirkungen

Erfolg kann sich in besserer Durchführung, höherer Sicherheit, geringerem Aufwand, mehr Zufriedenheit, veränderter Unterstützung oder neuer Teilhabe zeigen. Nicht jede Veränderung muss auf eine verbesserte Körperfunktion zurückgehen. Kompensation und Umweltanpassung sind gleichwertig zu prüfen.

Ergotherapeutische Anwendung

Verlaufskontrolle fragt, was sich in Funktion, Aktivität, Teilhabe oder Umwelt verändert hat und ob diese Veränderung für die Person bedeutsam ist.

Leitfragen

  • Woran ist das Ziel im Alltag beobachtbar?
  • Welche Komponente ist Ziel und welche nur Einflussfaktor?
  • Wann und mit welchem Verfahren wird der Verlauf erneut geprüft?

Dokumentation und Verlauf

Ziele enthalten Situation, Handlung, Bedingungen und ein beobachtbares Erfolgskriterium. Verlaufseinträge beziehen sich auf dieselben Kriterien und nennen unerwartete fördernde oder hemmende Faktoren.

Grenzen und Fehlerquellen

Ein Ziel ist stärker, wenn Ausgangslage, Bedingung und überprüfbares Ergebnis benannt sind.

ICF-Kodes sind keine Zielformulierungen. Ein Ziel wie d450 verbessern bleibt ohne konkrete Lebenssituation und Bedeutung zu abstrakt.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

12 Arbeitsfelder und Grenzen 8 Unterthemen
Kern

Die ICF kann in Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Geriatrie, Rehabilitation, Schule und Arbeit als gemeinsame Ordnung dienen. Sie ersetzt weder Diagnose, Risikoabschätzung noch ein fachspezifisches Assessment.

Anwendung

Bei der Dokumentation werden nur erforderliche Informationen verwendet. Wertende oder stigmatisierende Formulierungen werden vermieden.

Grenze

Für verbindliche Kodierung und Auslegung gelten die amtlichen Materialien.

Einordnung

Die ICF kann in Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Geriatrie, Rehabilitation, Schule und Arbeit als gemeinsame Ordnung dienen. Sie ersetzt weder Diagnose, Risikoabschätzung noch ein fachspezifisches Assessment.

Fachlicher Kern

Breite Anwendungsfelder

Die ICF wird in Rehabilitation, Teilhabeplanung, Begutachtung, Forschung und verschiedenen Versorgungsbereichen verwendet. In der Ergotherapie unterstützt sie gemeinsame Sprache und fachübergreifende Abstimmung, sofern die personenzentrierte Bedeutung nicht verloren geht.

Anwendung an Auftrag und Setting anpassen

Eine schulische Fallarbeit braucht eine andere Tiefe als ein Rehabilitationsbericht oder ein interprofessionelles Teamgespräch. Umfang, Kodegenauigkeit und Form der Darstellung richten sich nach Zweck, Zuständigkeit und rechtlichem Rahmen.

Ergotherapeutische Anwendung

Bei der Dokumentation werden nur erforderliche Informationen verwendet. Wertende oder stigmatisierende Formulierungen werden vermieden.

Leitfragen

  • Welchen Zweck hat die ICF-Darstellung in diesem Setting?
  • Wer soll die Information verstehen und verwenden?
  • Welche Angaben sind notwendig und welche wären nur zusätzliche Belastung?

Dokumentation und Verlauf

Der Verwendungszweck wird im Bericht deutlich gemacht. Amtliche, sozialrechtliche oder einrichtungsbezogene Vorgaben werden von der eigenen ergotherapeutischen Arbeitsstruktur getrennt.

Grenzen und Fehlerquellen

Für verbindliche Kodierung und Auslegung gelten die amtlichen Materialien.

Die ICF ersetzt weder ICD-Diagnose, fachliche Untersuchung noch individuelle Zielaushandlung. Sie darf nicht als scheinbar objektive Gesamtbewertung eines Menschen benutzt werden.

Quellenbasis: World Health Organization; Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

14 ICF und ICD gemeinsam nutzen 6 Unterthemen
Kern

Die ICD ordnet Gesundheitsprobleme; die ICF beschreibt Funktionsfähigkeit, Behinderung und Kontext. Beide Perspektiven ergänzen einander.

Anwendung

Für ergotherapeutische Befundung wird die Diagnose durch konkrete Aussagen zu Aktivität, Teilhabe und Umwelt erweitert.

Grenze

Aus einer Diagnose lässt sich kein individuelles Funktionsprofil ableiten.

Gemeinsame Lesart

ICD

Welche Erkrankung oder Gesundheitsstörung wurde diagnostiziert?

ICF

Welche Körperfunktionen, Aktivitäten, Teilhabebereiche und Umweltfaktoren sind bei dieser Person relevant?

Ergotherapie

Welche bedeutungsvolle Betätigung soll sich verändern und woran wird der Verlauf erkannt?

Beispiel

Schlaganfall

Die ICD benennt das Gesundheitsproblem. Die ICF strukturiert unter anderem Bewegung, Aufmerksamkeit, Selbstversorgung, Kommunikation, Arbeit und unterstützende Umweltfaktoren.

Quellenbasis: WHO/DIMDI ICF 2005; BfArM ICD-10-GM. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

15 Vom ICF-Profil zum Therapieziel 9 Unterthemen
Kern

Ein ICF-Profil ordnet relevante Informationen; ein Therapieziel beschreibt die gewünschte Veränderung in einer konkreten Lebenssituation.

Anwendung

Die ICF erleichtert Vollständigkeit und Teamkommunikation, ersetzt aber keine klientenzentrierte Zielvereinbarung.

Grenze

Codes allein sind kein Behandlungsplan.

Schritte

Anliegen

Bedeutsame Aktivität oder Teilhabesituation bestimmen.

Einflussfaktoren

Körperfunktionen, Fähigkeiten, Umwelt und persönliche Faktoren prüfen.

Priorität

mit der Person entscheiden, welcher Veränderung zuerst Bedeutung zukommt.

Ziel und Messung

beobachtbare Zielhandlung und geeignete Verlaufsbeobachtung festlegen.

Vertiefung

Priorisieren statt alles behandeln

Ein ICF-Profil kann viele Auffälligkeiten enthalten. Für die Therapie werden diejenigen Aspekte priorisiert, die eine wichtige Betätigung begrenzen, veränderbar sind und für die Person Bedeutung besitzen.

Zielformulierung

Ein Ziel beschreibt eine beobachtbare Handlung, eine Situation, den gewünschten Grad an Selbstständigkeit und einen realistischen Zeitraum. Körperfunktionen werden dann als Mittel zur Verbesserung der Betätigung eingeordnet, nicht als isolierter Endpunkt.

Überprüfung

Ausgangswert, Hilfebedarf und Umweltbedingungen werden dokumentiert. Bei der Evaluation wird geprüft, ob sich die tatsächliche Ausführung, Zufriedenheit oder Teilhabe verändert hat und ob das Ziel angepasst werden muss.

Quellenbasis: WHO/DIMDI ICF 2005; eigene Zusammenfassung. Vollständige Angaben stehen im Quellenfenster des Buches.

NEigene Notiz

Alle internen Fundstellen

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